ETH-Klimablog - Energie - CO2-Reduktion: Coop verlagert Transporte auf die Schiene

ETH life zum Thema

Welternährung: «Ein nahrhafter Denkanstoss» (17.10.13)
Klimaforschung: «Klimaforschung im Dialog» (4.10.13)
Klimaforschung: «Emissionen verpflichten uns langfristig» (27.9.13)
Energieforschung: «Der Asket unter den Motoren» (12.9.13 )

Blog-Schwerpunkte

Die Beiträge geordnet nach Wissensgebieten rund um den Klimawandel:
>Klimaforschung
>Umweltfolgen
>Energie
>Mobilität
>Wirtschaft
>Politik
>Stadtentwicklung
>Welternährung
>Nord-Süd

Archive

CO2-Reduktion: Coop verlagert Transporte auf die Schiene

28.06.2011 von

Coop will bis 2023 in den direkt beeinflussbaren Bereichen CO₂-neutral werden. Dazu ergreifen wir zuerst alle technisch möglichen und finanziell zweckmässigen Massnahmen, um unseren absoluten CO₂ Austoss bis 2023 so weit wie möglich zu reduzieren. Die restlichen CO₂-Emissionen werden wir ab 2023 über hochwertige Projekte kompensieren.

Warentransport ist entscheidend für CO₂-Reduktion

Neben Massnahmen in Verkaufsstellen und Verteilzentralen (inkl. Bäckereien) ist der Warentransport für uns der wichtigste Ansatzpunkt zur CO₂-Reduktion – 15 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen, die wir bis 2023 reduzieren wollen, stammen aus dem Warentransport. Dazu setzen wir auf drei Massnahmen: die Beschaffung von verbrauchsarmen Lastwagen, den Einsatz von Treibstoffen aus biogenen Abfällen und die Transportverlagerung von der Strasse auf die Schiene.

Längere Transporte erfolgen künftig per Schienenverkehr

Mehr als ein Drittel aller Transporte zwischen unseren nationalen und regionalen Verteilzentralen werden bereits heute mit der Bahn abgewickelt. Bei der Belieferung der Verkaufsstellen ab den Verteilzentralen besteht allerdings noch ein grosses Potenzial für die Verlagerung der Transporte von der Strasse auf die Schiene. Mit dem Kauf der railCare AG im letzten Jahr hat sich Coop eine optimale Ausgangslage für die Ausschöpfung dieses Potenzials geschaffen. So haben wir in der im letzten Jahr verabschiedeten «Logistikstrategie 2015+» festgehalten, dass Transporte zwischen Verteilzentralen und Verkaufsstellen mit einer Distanz von mehr als 90 km in Zukunft mittels unbegleitetem kombinierten Schienenverkehr (UKV) erfolgen werden.

Pilotprojekt: Megastores in Westschweiz werden per Bahn beliefert

In einem Pilotprojekt versorgen wir die Coop Megastores in der Westschweiz nun mittels UKV. Dazu werden am Bahn-Hub in Härkingen (SO) die aus der nationalen Verteilzentrale Wangen ankommenden Wechselbehälter von Lastwagen auf die Bahn verladen. Den Hauptlauf bis zum Bahn-Terminal in Daillens (VD) übernimmt dann das umweltfreundlichere Transportmittel Bahn. Die Nachläufe zu den Megastores werden wie die Vorläufe per Lastwagen abgewickelt. Hat der Lastwagen seine Fracht abgeliefert, fährt er auf dem Weg zurück zum Bahn-Hub bei der Coop-eigenen Teigwarenfabrik PastaGala in Morges (VD) vorbei und nimmt Ware auf, die von Daillens per Bahn nach Härkingen und von dort weiter per Lastwagen in die nationale Verteilzentrale Wangen (SO) transportiert wird. Mit dieser Organisation der Lieferkette sparen wir 60 Prozent der CO₂-Emissionen ein und kommen unserem Ziel der CO₂-Neutralität wieder einen grossen Schritt näher.

Zum Diagramm

Graphische Darstellung des Coop-Pilotprojekts mit railCare ©Coop

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

.

.

.


.

Zum Autor

Gastautor Georg Weinhofer ist Leiter der Fachstelle Energie/CO₂ bei Coop.

 

 

 

 





Kommentare (1) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Sehr geehrter Herr Weinhofer,
Ich finde es toll, wenn (Zitat)Coop bis 2023 in den direkt beeinflussbaren Bereichen CO2-neutral werden will … und sicher lehrreich. Die Hürden, die sie auf diesem Weg beseitigen müssen und die Lehren die sie aus ihrem Unterfangen gewinnen, können sicher vielen anderen und vielleicht sogar dem Bund helfen auf ihrem je eigenen Weg zur CO2-Neutralität.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

top
 
FireStats icon Powered by FireStats