ETH-Klimablog - Politik - Selbstmord in Raten?

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Klimaforschung: «Emissionen verpflichten uns langfristig» (27.9.13)
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Selbstmord in Raten?

08.12.2010 von

Der Klimawandel gefährdet weder die Natur noch das Überleben der Menschheit — aber unsere Zivilisation! Einstein soll gesagt haben, dass er nicht wisse, wie der dritte Weltkrieg gefochten werde. Er wisse aber, dass der vierte mit Stock und Stein ausgetragen werde. Ähnliches lässt sich zum Klimawandel sagen.

Es ist zwar nicht klar, wie genau sich ein ungebremster Klimawandel auswirken wird, doch es ist ziemlich sicher, dass sich bei der jetzigen internationalen Klimapolitik das Klima massiv verändern wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei unsere Zivilisation nicht in ihren Grundfesten erschüttert wird. Also ein zivilisatorischer Selbstmord in Raten?

Vorsorgeprinzip wäre nötig

Das Klima reagiert sehr träge, die Verzögerung beträgt Jahrzehnte. Die Energiepolitik von heute wird sich deshalb erst in ungefähr 30 Jahren auswirken. Der Klimawandel lässt sich also nicht wie die Finanzkrise innert kürzester Zeit in den Griff bekommen.

Weil das Klimasystem so träge ist, muss das Vorsorgeprinzip angewendet werden. Es besagt, dass ich bereit bin, auch dann etwas gegen ein Risiko zu tun, wenn ich keine Gewissheit habe, dass der Schaden eintreten wird. So schliesse ich meine Hausbrandversicherung auch nicht erst dann ab, wenn ich hundertprozentig sicher bin, dass mein Haus abbrennen wird.

Klimaskeptiker, die trotz erdrückender wissenschaftlicher Erkenntnisse (siehe >Blog-Beitrag) Klimaschutz ablehnen, weil es den menschgemachten Klimawandel (MK) vielleicht doch nicht gebe, widersprechen diesem Vorsorgeprinzip. Gerade weil es Unsicherheiten gibt, geht es nicht darum, wer in der Debatte um den MK schlussendlich recht haben wird, sondern wer möglicherweise den gefährlicheren Fehler macht.

«Sich richtig irren»

In der Statistik ist seit langem bekannt, dass es zwei Fehlerarten gibt. Der Fehler erster Art: Wenn es den MK nicht gibt, dann irren wir uns, wenn wir handeln, als ob es ihn gäbe. Der Fehler zweiter Art: Wenn es den MK gibt, dann irren wir uns, wenn wir handeln, als ob es ihn nicht gäbe. Man kann aber den ersten Fehler nicht ungestraft beliebig klein machen, ohne zu riskieren, dass der zweite Fehler wahrscheinlicher wird. Der erste Fehler wird zu oft obsessiv diskutiert. Damit droht der zweite wahrscheinlicher zu werden und zudem gefährliche Dimensionen anzunehmen, denn er ist mit besonders negativen Konsequenzen verknüpft. (siehe >Artikel).

USA müsste Verantwortung übernehmen

In den USA scheint der Fehler zweiter Art vorläufig gesiegt zu haben. Der Kongress will keine gesetzlichen Werkzeuge beschliessen, welche die Emissionseinsparungen (80% bis 2050), die Präsident Obama in Kopenhagen in Aussicht stellte, gegenüber der übrigen Welt glaubhaft machten. Ein Grund warum sich die Chinesen – deren Land am meisten Treibhausgase emittiert – kaum werden zwingen lassen, rechtlich verbindlichen Reduktionsmassnahmen zuzustimmen.

Dabei hätten die USA eine besondere historische Verantwortung: Ersten sind sie zu ungefähr 30 Prozent an der heute messbaren Erhöhung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre aus fossilen Brennstoffen verantwortlich (die Chinesen haben diesbezüglich eine sechsmal geringere Verantwortung). Und zweitens ist der Pro-Kopf-Ausstoss an Treibhausgasen der USA mit 26 Tonnen immer noch Weltspitze und fünfmal grösser als derjenige der Chinesen. Im Vergleich zu den ärmsten Ländern ist der Pro-Kopf-Ausstoss der USA sogar 130 Mal grösser. Die finanzielle Hilfe der USA für die Reparatur dieser Schäden ist dann noch dreimal kleiner als diejenige, welche die EU in Kopenhagen in Aussicht gestellt hat.

Eine verfahrene Situation, welche leider in Anbetracht des heutigen Gesamtwissens einem Selbstmord der menschlichen Zivilisation auf Raten gleichkommt. Es sei denn, wir erkennen die Gefährlichkeit des zweiten Fehlers, reissen das Steuer doch noch herum und beginnen eine Klimapolitik zu machen, die auf dem Vorsorgeprinzip basiert.

Zum Autor

Andreas Fischlin ist Professor für Systemökologie an der ETH Zürich. Als Wissenschaftsvertreter nimmt er zurzeit als Mitglied der Schweizer Delegation an der UN-Klimakonferenz in Cancun (Mexiko) teil. Persönliches Zitat und Biografie

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Kommentare (14) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

In diesem Kommentar will ich die Konsequenzen aus Professor Fischlin’s Diagnose eines Selbstmord’s in Raten aufzeigen: Es erfordert ein schnelles Umschwenken auf nichtfossile Energien. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung fehlt es bei der Umsetzung der Klimaziele nicht nur am guten Willen sondern auch am durchdachten Plan, der eine Dekarbonisierung in kurzer Zeit und zu tragbaren Kosten ermöglicht. Zuerst möchte ich aber Professor Fischlin’s Diagnose eines Selbstmords in Raten plausibel machen.

Menschheit am Abgrund: vor 120’000 Jahren und schon bald wieder?

Es gibt Belege aus der Menschheitsgeschichte, dass der Satz Der Klimawandel gefährdet weder die Natur noch das Überleben der Menschheit — aber unsere Zivilisation! zutrifft und dass unter schlechteren Lebensbedingungen viel weniger Menschen leben können als heute. Dies ist Thema von Spektrum der Wissenschaft 12/2010, Titel Als der Mensch fast ausstarb (siehe http://www.spektrum.de/page/p_sdwv_ausgabe&sv%5Br_sdwv_zeitschrift%5D=798888&sv%5Bf_sonderheft%5D=off&_z=798888 ). Vor 120’000 Jahren, am Ende der vorletzten Kaltphase (Riss-Glazial) unseres Eiszeitalters überlebten nur einige Tausende unserer Vorfahren die damals harschen Umweltbedingungen. Ähnliches könnte schon unseren Kindern im Rahmen der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung widerfahren, vor allem wenn zunehmend ungünstige Lebensbedingungen zu Krieg und Niedergang der Zivilisation führen.

Die globale Erwärmung verschlechtert und verkleinert den Lebensraum

Eine Verkleinerung des „produktiven“ Lebensraums und gehäufte wetterbedingte Katastrophen sind die Hauptfolgen einer progredienten globalen Erwärmung. (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung )

Eigentlich bräuchte es mehr und qualitativ besseren Lebensraum für die zunehmende und wohlhabender werdende Weltbevölkerung, doch die globale Erwärmung droht uns mit dem Gegenteil:
– die Klimaerwärmung lässt Klimazonen polwärts wandern. Fruchtbare Anbaugebiete in heute stark bevölkerten Gebieten verwandlen sich in Wüsten, während Wüsten wie die Sahara vielleicht wieder ergrünen . Dies löst, nach Hunger und Elend in den klimatisch sich verschlechternden Gebieten einen starken Migrationsdruck aus und provoziert Konflikte bis zum Krieg.
– Grosse von starken und langanhaltenden Dürren betroffene Gebiete sind wahrscheinlich, was die Stressresistenz vieler Gesellschaften übersteigen kann
– Eine extreme Häufung von Extremereignissen (Stürme,Überschwemmungen) kann die Menschen betroffener Gebiete zum permanenten Aufräumen von Umweltkatastrophe zu Umweltkatastrophe zwingen
– Mehr Überflutungen durch steigende Meeresspiegel und stärkere Stürme werden das Leben der vielen Küstenbewohner prägen.

Doch wie schlimm die Auwirkungen einer progredienten Erwärmung wirklich sind, können wir heute noch nicht mit Sicherheit sagen. Eventuell bringt die Erwärmung auch viel bessere Bedingungen für den Ackerbau in den grossen nördlichen Landmassen von Kanada, Sibirien und Skandinavien.
Jedenfalls sind die Risiken einer progredienten Erwärmung für die Menschheit so hoch, dass eine Abwendung dieses Schicksal eine gewaltige Anstrengung rechtfertigt. Zudem führen die CO2-Emissionen von heute auch in 30 Jahren noch zu weiterer Erwärmung.

Zu Wenig, Zu Spät: Vergeigen wir das Klima?

Das Kyoto-Protokoll will bis 2012 den CO2-Ausstoss der Industriestaaten um durschnittlich 8% gegenüber 1990 senken. Damit soll eine möglicherweise katastrophale Klimaänderung abgewendet werden.
Doch die bescheidenen Ziele des Kyoto-Protokolls werden nur von wenigen Industriestaaten durch eigene Anstrengungen erfüllt (die anderen kompensieren) und die Staaten mit dem höchsten Wirtschaftswachstum verfehlen das Kyoto-Ziel am stärksten. Zudem emittieren die Kyoto-Vertragsstaaten zusammen nur 27% der Treibhausgase.

Mit dem Abseitsstehen der USA, der fehlenden Bereitschaft Chinas, Indiens und der Entwicklungsländer zu bindenden Emissionsreduktionen und den nur bescheidenen Emissionsreduktionen Europas erscheint folgendes Aussage von Professor Fischlin als logische Konsequenz:
Eine verfahrene Situation, welche leider in Anbetracht des heutigen Gesamtwissens einem Selbstmord der menschlichen Zivilisation auf Raten gleichkommt. Es sei denn, wir erkennen die Gefährlichkeit des zweiten Fehlers, reissen das Steuer doch noch herum und beginnen eine Klimapolitik zu machen, die auf dem Vorsorgeprinzip basiert.

Dekarbonisierung: Warum sie so schwierig ist>

Fehlt einfach der Wille zur Dekarbonisierung? Der Schweizer Delegationsleiter von Cancun äusserte sich dahingehend und auch viele ETH-Klimablogautoren scheinen ähnlicher Meinung zu sein.

Die Gegenthese lautet: 85% des Weltenergieverbrauchs stammt aus fossilen Quellen und es gibt nur wenig kostengünstige nichtfossile Energiequellen. Wirtschaftswachstum erhöht heute auch den Energieverbrauch und den Ausstoss an Treibhausgasen – ausser in gesättigten Mäkrten, wo nur noch der Dienstleistungssektor wächst.
Ein Weltwirtschaftswachstum von 4% jährlich und eine Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 erscheinen damit unvereinbar – es sei denn nichtfossile Energiequellen entwickeln sich in den nächsten Jahren geradezu phantastisch.

Kostengünstige nichtfossile Energiequellen

Deutschland und Europa verfolgen eine Energiezukunft mit weiträumig vernetzten erneuerbaren Energiequellen, wobei Stromspeicher wie Pumpspeicherkraftwerke, adiabatische Druckluftspeicher und Wasserstoffspeicher den Rückgriff auf fossile Backupkraftwerke nicht mehr nötig machen und eine 100% Versorgung mit Erneuerbaren möglich wird.

Die internationale Energieagentur dagegen hält diesen Weg für zu teuer für die ganze Welt. Sie vertraut vielmehr auf einen Energiemix, bei dem die kostengünstigsten nichtfossilen Energiequellen den grössten Anteil erreichen (siehe http://www.iea.org/Textbase/npsum/ElecCost2010SUM.pdf ).
Die Studie How carbon pricing changes the relative competitiveness of low-carbon baseload
generating technologies
(siehe http://www.ecolo.org/documents/documents_in_english/Carbon-pricing-Nicholson-2010.pdf ) vertraut nur auf grundlastfähige Energiequellen.

In Europa und den USA werden heute vor allem Windkraft und Photovoltaik gefördert. Diese intermittierenden Energiequellen machen weiträumige, transnationale Stromnetze notwendig, die nicht nur sehr teuer, sondern erfahrungsgemäss für ihre Realisierung auch viel Zeit in Anspruch nehmen – Zeit, die es kaum noch gibt, muss doch möglichst schnell dekarbonisiert werden

Fazit:
– Klimavorsorge ist dringend, muss aber finanzierbar bleiben
– Grundlastfähige nichtfossile Energiequellen sind zu bevorzugen, weil sie kostengünstiger sind und kein teures und nur über lange Zeit zu realisiserendes Supergrid benötigen
– CO2-Ziele sind nur sinnvoll, wenn sie auch erfüllt werden und die entsprechenden Massnahmen umgesetzt werden: Es braucht eine CO2-Bremse analog zur Schuldenbremse

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@ Dittmar

„Erkenntnisse“

Hier eine für dich, die unter anderem auch mit Wasser zu tun hat. Sie stammt von der NASA

„Verdoppelung des CO2-Atmosphärenanteils bedeutet 1.64 °C Erwärmung – in 200 Jahren“

http://www.nasa.gov/topics/earth/features/cooling-plant-growth.html

Dazu Luboš Motl (http://motls.blogspot.com):
„The article in Geophysical Research Letters combines their climate model with the feedbacks linked to vegetation, especially evapotranspiration – the sum of plant transpiration and evaporation from leaves…What is their result?…The resulting climate sensitivity attributed to the CO2 doubling from 390 ppm today to 780 ppm expected in 200 years from now (under business-as-usual) is just 1.64 °C – less than a Celsius degree per century or so. This figure is below 2 °C, the low end of the interval guessed by the IPCC.“ [Note: study’s authors – L. Bounoua, F. G. Hall, P. J. Sellers, A. Kumar, C. J. Tucker, M. L. Imhoff (2010)]“

Das deckt sich u. a. auch mit den Erkenntnissen der kürzlich veröffentlichten Studien der Max-Planck-Gesellschaft …

http://www.eurekalert.org/pub_releases_ml/2010-07/aaft-r070210.php

http://www.sciencemag.org/content/329/5993/834.abstract

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 2

Hallo Peter,

du schreibst:

„Genau: deshalb Stichwort HYDROXYLSÄURE …
– eines der stärksten Treibhausgase überhaupt
– 25 x wirksamer als CO2″

eine interessante Aussage!

Also 1.) CO2 ist wirksam, endlich erkennst du die
harten Fakten.

Dann 2) du hast vergessen die relative Konzentration zu erwaehnen!
muss wohl alles selber machen (smile)

http://www.sciencedaily.com/releases/2008/11/081117193013.htm

bei einer Konzentration von zwischen 0% und bis zu 4%(?) = 40 000 ppm was ist den nun der Mittelwert?
Und dann haben wir noch ein Problem mit
der unterschiedlichen Konzentration als Funktion der Hoehe.

Wie kommst du auf den Faktor 25?
(und was ist der Fehler?).

http://www.kowoma.de/gps/zusatzerklaerungen/atmosphaere.htm
Der Anteil Wasser in der Atmosphäre, der wie gesagt bis zu 4 % beträgt, kommt in allen Aggregatzuständen in der Atmosphäre vor. Bis zu 80 % der Gesamtmenge des Wassers in der Atmosphäre sind unterhalb von 3000 m Höhe. In der Stratosphäre fehlt Wasser mit 1 – 10 ppb (parts per billion; Anteile pro Milliarde) fast völlig. Trotz dieser vergleichsweise geringen Mengen spielt das Wasser in der Atmosphäre eine besonders wichtige Rolle. Infolge von Phasenwechsel zwischen gasförmig, flüssig und fest ist es an Energieumsetzungen und damit auch an der Wetterentwicklung wesentlich beteiligt. Auf Grund der Adsorptionseigenschaften im Infrarotbereich ist Wasser für die Erwärmung der Erdatmosphäre von grosser Bedeutung.

Also, nach dem was man so findet

80% unserer angenehmen Temperatur hier im Mittel
erklaert sich so aus deinem Gas (mit einem neuem Namen)
und 20% aus allen anderen Treibhausgasen.

Jetzt wackeln wir an der CO2 Konzentration und
ja von 260 ppm auf schon 388 ppm.

und nun?
noch eine unangenehme Erkenntnis zu deinem Gas..

http://www.sciencedaily.com/releases/2007/09/070918090803.htm

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@ Dittmar

„und waere doch echt langweilig wenn wir uns alle als Kompromiss auf die 2 Grad 450 ppm als Ziel einigen“

Genau: deshalb Stichwort HYDROXYLSÄURE …

– eines der stärksten Treibhausgase überhaupt
– 25 x wirksamer als CO2
– Hauptbestandteil Sauren Regens
– findet sich in hohen Konzentrationen in praktisch allen Lebensmitteln und Getränken
– wird in Eisproben selbst entlegener Regionen nachgewiesen
– Embryos sind ihr in hohem Mass ausgesetzt
– kann schwere Verbrennungen auslösen
– fördert die Bodenerosion
– Sportler benutzen sie zur Leistungssteigerung
– bewirkt hohe Abhängigkeit und starke Entzugserscheinungen
– bildet ein ernsthaftes medizinisches Problem (Hyperhydratation, Verdünnungsnatriämie, Hydrops, Ödeme etc.)
– ist Jahr für Jahr für den Tod unzähliger Menschen verantwortlich
– wirkt tödlich, wenn man sie einatmet
– ist besonders gefährlich in gefrorenem Zustand
– kann bei hohen atmosphärischen Konzentrationen Gewitter- und Wirbelstürme auslösen
– lässt Metalle korrodieren

Und was unternehmen die Behörden? NICHTS!

Die Industrie, speziell die Agro-, Chemie- und Atomlobby, wehrt sich mit allen Mitteln gegen ein längst überfälliges Hydroxylsäure-Verbot, unter ihrem mächtigen Einfluss schweigen die Regierungen, die WHO, das BAFU!

Hier die ungeschminkte Wahrheit: http://www.dhmo.org

Christina & James, bitte übernehmen Sie!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Hr. Dittmar:
„Ein wohl kleineres(?) Problem dabei, der “freie”
Markt an den wir uns alle gewoehnt haben kann in einer Mangelsituation nicht mehr funktionieren“

Ich habe schon viele merkwürdige ökonomische Theorien gehört und bin desillusioniert diesbezüglich, aber diese hier lässt mich wirklich den Kopf schütteln. Oder habe ich Sie falsch verstanden?

Der freie Markt regelt alle Mangelsituationen. Er funktioniert sogar immer gemäss dem Prinzip des Mangels. Angebot und Nachfrage treffen sich in einem Punkt. Im Moment mangelt es an Gold, die Nachfrage ist hoch, das treibt die Preise auf 1400 $/uz. Dieser Mangel bewirkt ein Vorantreiben der Goldexploration und Goldabbau. Googeln Sie mal nach „Scarcity Principle“.

Beim Erdöl ist es so: Wenn der Abbau nicht mit der Nachfrage nachkommt, steigt der Preis. Wenn der Abbau nicht gesteigert werden kann, bleibt der Preis hoch und die Nachfrage verkleinert sich (weil z.B. auf Erdgas umgestiegen wird oder mehr gespart wird).

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Vorsorgeprinzip: Etwas, was ich nie verstanden habe und auch nie verstehen werde.

Es besteht auch eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass die katholische Kirche recht hat, und ich im Fegefeuer brutzle, wenn ich nicht bereue, beichte und bekehrt werde. Trozdem gehe ich das Risiko ein und halte mich vom Katholizismus fern.

Ich habe ausserdem täglich ein halbes Dutzend Mails im Spam-Ordner, wo mir irgendwelche Leute unglaublichen Wohlstand versprechen, wenn ich dieses oder jenes machen. Es besteht eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass diese Recht haben, dennoch tue ich nichts.

Untergang der Zivilisation:
Es ist wie bei den Eisbären, die die viel wärmere minoische und römische Wärmeperioden überstanden haben, aber bei weiterer Erwärmung über der jetzigen Temperatur alle kläglich eingehen sollen. Die Menschheit hat auf der Stufe Steinzeit-Kultur eine Eiszeit überstanden, aber sobald’s mehr als 2° plus wird: Armageddon.

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$Kommentar von Peter Bühler. 08.12.2010, 22:58
“Berggorilla-Bestände wachsen wieder”

„Die Erdgasvorkommen auch …“

du solltest die Artikel mit deinen kritischen Augen lesen.
(Schiefergas.. zum Beispiel hier auf die Schnelle
http://www.delawareriverkeeper.org/resources/Factsheets/Natural_Gas_Extraction_What_you_need_to_know.pdf)

Selbst bei der erfreulichen Nachricht zu den Gorillas
hast du offensichtlich nicht auf die Zahlen geschaut
und vergessen darueber zu reflektieren wie
eine hypothetische „Verdopplung“ der Menschen in der Region
und deren Impact (das etwas bessere Leben dank der
Chinesen, Europaeer oder Amerikaner (?))
sich auf die letzten Gorillas auswirken wird.

Aber Peter, wozu brauchen wir in der Schweiz eigentlich
Gorillas in Afrika? Dagegen das Holz aus der Region
koennten auch wir gut gebrauchen, oder?

„Lauter gute Nachrichten.“ ????????????

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@ Dittmar

„Berggorilla-Bestände wachsen wieder“

Die Erdgasvorkommen auch …

http://www.toptarif.de/news/energie/08122010-argentinien-gibt-grosse-erdgasvorkommen-bekannt

Lauter gute Nachrichten.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,733521,00.html

Mal was positives! Aber ob es langt?

Die Frage (von Daniel Quinn Ismahel) bleibt:

„With man gone, is there chance for Gorilla“

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

Hallo Herr Palmer,

Im Prinzip stimme ich ihrer logischen Gedanken Kette
(fast) zu.

Nur was machen wir wenn die Grundannahme
der „Energie im Ueberschuss“ falsch ist?
Tatsaechlich koennte man wohl mit „unendlich viel Energie“
die meisten Probleme loesen.

Nur, allem Anschein nach stoert es uns ja schon wenn
die Chinesen auf einmal jedes Jahr 10% mehr Oel und etc
wollen. Inzwischen spricht sogar die IEA vom Peak Oil
was vor kurzem noch ein Tabu war.

Ein wohl kleineres(?) Problem dabei, der „freie“
Markt an den wir uns alle gewoehnt haben kann in einer Mangelsituation nicht mehr funktionieren.
Ja wir haben noch nicht mal Wissenschaftler die an
theoretischen Modellen fuer diese Zeit arbeiten.
Fragen sie mal beim Oekonomie Department der ETH
nach. Sie werden ueberrascht sein was die antworten.
Peak Oil gibt es ueberhaupt nicht ..
Hier was „meine“ Regierung antwortet:

http://peak-oil.com/download/Anfrage_Peak_Oil_Bundestag_17-3765.pdf

„In einem solchermassen organisierten freien Markt sind keine Umverteilungorganisationen erforderlich, die sich an energie- und geldfressenden Konferenzen die Zeit vertreiben, als handle es sich um kostenlose Ferientrips.“

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@ Ben & Tim

Ja, WOW! Ben Palmers Beitrag verdient alle Anerkennung.
Man muss sich nur mal die Bürokratie hinter der 6.50 Rückerstattung vorstellen.

@ Tim: bürgerlich, links, grün … du wirst bestimmt irgendwann von der Vorstellung abkommen, dass eine der angebotenen politischen Hauptrichtungen so etwas wie die „bessere“ oder „gerechtere“ Lösung verspricht. Vergiss es.

Mag sein, dass sich unser Parlament gegen die Aufweichung des Patentrechts ausspricht, geht’s doch de facto um einen der wenigen „Rohstoffe“ (brains) über den wir verfügen. In Wirklichkeit dominieren aber längst Generika die Massenmärkte. Südafrika, Asien und Indien z. B. zeigen wenig Hemmung, zu kopieren, was ihnen nützlich erscheint. Und dabei geht es keineswegs nur um die billige Versorgung der eigenen, mittellosen Bevölkerung, wie gern tränentreibend kolportiert wird. Nothing but business.

Wenn Ben Palmer schreibt …

„Die Herstellung von Produkten, die aus diesem Know-How-Einsatz hervorgehen, würde man den aufstrebenden Nationen überlassen, die zu wesentlich günstigeren Kosten arbeiten“

… nimmt er nur vorweg, was eh und unvermeidlich geschieht.
Egal, wie viel europäische Patente in einem PC, Fernseher, iPod, Solarpanel stecken – gefertigt werden sie heute mehrheitlich in Asien. Die „Gerechtigkeit“ bzw. der Knowhow-Transfer stellen sich rasch von selber ein.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@Ben

Wow, ich bin überrascht, gratuliere zu dem Beitrag.

Wenn es um Massnahmen geht rufst Du ins selbe Rohr wie viele Deiner „theoretischen“ Gegner. Tatsächlich ist ein Tech-Share mit den Entwicklungsländern eine des sexyesten Wege für CO2-Reduzierer. Ebenso die Idee die CO2 Abgabe für F&E zu verwenden – das wäre ein Traum für jeden Grünen, aber leider sind da die sogennanten Bürgerlichen Parteien nicht für zu gewinnen – die Staatsquote muss ja unbedingt so klein wie möglich bleiben, daher lieben 6.5 CHF/Kopf Rückverteilungsaktionen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

Will man das Vorsorgeprinzip strikt und uneingeschränkt anwenden, muss auch das Vorsorgeprinzip selbst den Kriterien des Vorsorgeprinzips unterzogen werden.
Wer das Vorsorgeprinzip reitet, muss zumindest sicherstellen, dass das Pferd in der richtigen Richtung durch die dunkle Nacht läuft und nicht blindlings auf einen Abgrund zusteuert.
Herr Dittmar weist immer wieder darauf hin, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht das CO2 sondern (jedenfalls nach heutigem Stand der Technik) die Endlichkeit der Energieressourcen zum Problem werden wird. Und dass sich mit der Erschöpfung der fossilen Ressourcen das CO2-Problem (wenn es denn eines ist) von selbst löst. In diesem Fall hätte der Ritt auf dem Vorsorgeprinzip nicht nur nichts gebracht, wir hätten all unser Wissen, unsere Arbeitskraft und unsere finanziellen Mittel auf ein Pferd gesetzt, das in der falschen Richtung gelaufen ist. Und es wäre kein Heu mehr auf der Bühne, um einen weiteren Ritt auf dem Vorsorgeprinzip (um z.B. neue Energiequellen zu erschliessen) vorzubereiten.

Im Sinne einer sachlichen Diskussion möchte ich Sie bitten, Aussagen wie „Klimaskeptiker, die trotz erdrückender wissenschaftlicher Erkenntnisse Klimaschutz ablehnen“ zu unterlassen. Sie sind diffamierend und schlicht falsch.

Wenn Skepsis an den Ergebnissen verschiedener Klimastudien und an den daraus abgeleiteten Prognosen überhaupt aufgekommen ist, dann müssen das IPCC, die ihm unkritisch zudienenden Wissenschaftler und die willfährigen Medien sich selbst an der Nase nehmen.

Das IPCC wurde ausdrücklich ins Leben gerufen, um politische Massnahmen gegen die globale Erwärmung zu beschliessen. Um diese Massnahmen über die Bühne zu bringen, mussten „erdrückende wissenschaftliche Erkenntnisse“ produziert werden.

– Himalaja-Gletscher in 25 Jahren verschwunden (Skeptiker werden als Voodoo-Scientists beschimpft)
– Unsere Kinder werden Schnee nur noch von Fotos kennen
– Zunahme der Hurrikane
– Tuvalu ist dem Untergang geweiht
– Eisbären sterben aus
– Ziegen in Island sind geschrumpft
– Malaria breitet sich gegen Norden aus
– Über 40% der Amazonaswälder sind vom Untergang bedroht
– Bangladesh wird überflutet
– Bäume sind Präzisionsthermometer, aber in den letzten Jahrzehnten haben sie versagt („hide the decline“)

Und Sie, Herr Fischlin, wundern sich, dass Menschen skeptisch werden, vor allem wenn man dann erfährt, dass dem IPCC widerlaufende Befunde von der Publikation ausgeschlossen wurden?

Die fälschliche Annahme, dass globale Erwärmung (auch Klimawechsel genannt) ein Problem ist, das nur global und mit Hilfe von globaler Umverteilung gelöst werden kann, ist vielleicht einer der Gründe, warum eine Klimakonferenz nach der anderen scheitert.

Das Vorsorgeprinzip hat das falsche Pferd gesattelt und es versucht, den ganzen Planeten zu umrunden. Kein Wunder, dass es müde wird. CO2 ist ein Nebenschauplatz. Wenn wir wirklich ein besseres Leben für eine grosse Mehrheit auf diesem Planeten schaffen wollen, brauchen wir – und noch viel mehr die Entwicklungsländer – Energie, in Mengen und zu günstigen Preisen.
Mit der Umverteilung finanzieller Mittel kommen wir nicht an das gewünschte Ziel. Die entwickelten Länder müssten auf eine technologische Weiterentwicklung weitgehend verzichten und die unterentwickelten Länder können das Geld nicht essen, noch weniger können sie damit die Weiterentwicklung an der Stelle fortsetzen, wo die entwickelten Länder wegen wegen beschränkter Mittel aufhören müssen.

Im Gegenteil, die entwickelten Länder müssen die Erforschung neuer und alternativer Ernergiequellen verstärkt vorantreiben und die Energieeffizienz steigern. Die erforderlichen zusätzlichen Forschungsgelder könnten aus bestehenden Einnahmen bestritten werden, wie z.B. die Treibstoffabgabe, die unsinnige CO2-Abgabe (ich habe vergangenes Jahr gerade mal 6.50 zurückerstattet bekommen. Wahrlich eine Motivation zum Energiesparen!)

Die Herstellung von Produkten, die aus diesem Know-How-Einsatz hervorgehen, würde man den aufstrebenden Nationen überlassen, die zu wesentlich günstigeren Kosten arbeiten.

Auf allen Seiten wären nur Gewinner:
– die entwickelten Länder profitieren von günstigen Energie-High-Tech-Produkten (wie auch bei den PCs, Handys)
– die Entwicklungs- und aufstrebenden Länder schaffen Arbeitsplätze und verbessern den Lebensstandard ihrer Bevölkerung
– durch eine effiziente internationale Zusammenarbeit können alle Menschen von energieeffizienten Produkten profitieren und dank neu entwickelten Energiequellen auch über ausreichend Energie verfügen.

In einem solchermassen organisierten freien Markt sind keine Umverteilungorganisationen erforderlich, die sich an energie- und geldfressenden Konferenzen die Zeit vertreiben, als handle es sich um kostenlose Ferientrips.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 4 Daumen runter 3

@ Prof. Fischlin

Wunsch und realpolitische/wirtschaftliche Wirklichkeit

„Weil das Klimasystem so träge ist, muss das Vorsorgeprinzip angewendet werden. Es besagt, dass ich bereit bin, auch dann etwas gegen ein Risiko zu tun, wenn ich keine Gewissheit habe, dass der Schaden eintreten wird“

Es besteht kein Zweifel an der Redlichkeit und Ernsthaftigkeit Ihrer Überzeugungen, nur scheint die Durchsetzung der damit verbundenen Zielsetzungen an den realen Gegebenheiten zu scheitern.
China, Indien, die USA und andere Staaten lehnen es ab, sog. „Klimaziele“ bindend festzuschreiben. Es gibt dafür eine Reihe Gründe. Sie sind nicht ausschliesslich wirtschaftlicher Natur. Fehlende Gewissheit hinsichtlich z. B. a) der tatsächlichen Gefahr und b) der Wirksamkeit der zur Debatte stehenden Massnahmen (2 °-Ziel).

Ein Alleingang Europas oder gar der Schweiz käme mit Blick auf das angestrebte, faktisch aber unerreichbare Ziel einer gewaltigen Mittelverschwendung gleich.

Der Ruf nach einer Anwendung des Vorsorgeprinzips müsste sich daneben auch auf andere Gebiete erstrecken, von denen Risiken vergleichbarer Bedeutung drohen: die ausreichende Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit Wasser, Nahrung, Energie, medizinischer Betreuung, anderer knapper Ressourcen.

Zusätzliche Vorsorgemassnahmen sollten ausserdem möglichen, unvorhersehbaren Naturkatastrophen gelten.
Für all die genannten Problemfelder sind/wären Mittel von schier unvorstellbarem Umfang bereitzustellen. Mittel, die weder in Teilen noch in der Summe vorhanden sind.

Unter diesen Aspekten – fehlende Gewissheit bzw. „Ein-Problem-unter-anderen“ und Mittelknappheit – sämtliche Forderungen zu erfüllen, gleicht einer auch mit statistischen Lehrsätzen kaum lösbaren Aufgabe.

Von „Selbstmord der menschlichen Zivilisation auf Raten“ liesse sich sprechen, wenn wir bei all den identifizierten Problemen unser Hauptaugenmerk auf ein einziges davon richteten und beinahe unsere gesamten Ressourcen zu dessen (fragwürdiger) Lösung aufs Spiel setzten. Eine Art russisches Roulett, wenn Sie so wollen.

Kann sein, dass wir in 5 oder 10 Jahren hinsichtlich der Klimafrage zu vertiefteren Erkenntnissen und ggf. zu mehr Gewissheit gelangen, die eine Neuordnung der Prioritäten erfordern. Diese Gewissheit fehlt derzeit. Denen von ihnen zitierten „erdrückenden wissenschaftlichen Erkenntnissen“ stehen heute erhebliche Zweifel namhafter Wissenschaftler gegenüber.

Vor diesem Hintergrund rücken pragmatischere Ansätze der Anpassung in den Vordergrund, die den real gegebenen Verhältnissen und wirtschaftlichen Möglichkeiten besser Rechnung tragen als utopische Zielsetzungen. Ein Beispiel …

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/wea.543/abstract

Die Autoren:
“The scientific community is developing regional climate downscaling (RCD) techniques to reconcile the scale mismatch
between coarse-resolution OA/GCMs and location-specific information needs of adaptation planners……It is becoming apparent, however, that downscaling also has serious practical limitations, especially where the meteorological data needed for model calibration may be of dubious quality or patchy, the links between regional and local climate are poorly understood or resolved, and where technical capacity is not in place. Another concern is that high-resolution downscaling can be misconstrued as accurate downscaling (Dessai et al., 2009). In other words, our ability to downscale to finer time and space scales does not imply that our confidence is any greater in the resulting scenarios.”

‘Here we propose a framework that sifts for robust adaptation measures that are low regret, or reversible, incorporate safety margins, employ ‘soft’ solutions, are flexible and mindful of actions being taken by others to either mitigate or adapt to climate change (Hallegatte, 2009). Assuming that the most significant risks posed by climate (and non-climatic) hazards have been identified, the first step is to construct an inventory of all such adaptation options (labelled A, B, C…) (Figure 3). This set could include hard engineering solutions and retrofit to existing infrastructure, as well as soft solutions involving re-allocation of resources, behaviour change, institutional and/or sectoral reform/restructuring, awareness-raising, or risk spreading via financial instruments (Wilby et al., 2009).”

“We suggest that significant benefits may accrue by allowing adaptation options appraisal to take centre stage, rather than climate change scenarios. In the majority of cases, simple steps can be taken to review options that make sense today and are likely to be beneficial in the future, whatever the climate outlook.”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 5

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