ETH-Klimablog - Energie - Brücke statt Krücke

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Brücke statt Krücke

08.11.2010 von Gastautor , erdgas

«Wärmekraftkopplung ist eine effiziente Technologie, das stimmt; aber es ist auch eine fossile Technologie, welche die CO₂-Bilanz der Schweiz belastet.» So wehrte sich Bundesrat Leuenberger Anfang Jahr gegen die Überweisung einer Motion der Energiekommission des Nationalrats. 

Was fossil ist, gehört abgehängt, abgeschrieben und entsorgt. Die Effizienz des Einsatzes fossiler Energie ist daher völlig irrelevant. So die Haltung der Bundesverwaltung … und vieler anderer, welche davon ausgehen, in Bälde gäbe es nur noch erneuerbare Energie.

Fossile Basis weiterhin nötig

Dies ist jedoch ein gewaltiger Irrtum: Alle Prognosen gehen davon aus, dass auch in 20 Jahren noch – also im Jahr 2030 – die Welt-Energieversorgung zu rund 70 bis 80% auf fossilen Energieträgern basieren wird. Auch die Schweiz wird dann noch mehrheitlich auf fossile Energien setzen (müssen).

Sich der Realität nicht verschliessen

Die Haltung, mit fossiler Energie müsse man sich überhaupt nicht mehr befassen, ist vor dem Hintergrund dieser Zukunftsaussichten verantwortungslos. Diese Realitätsresistenz scheint man sich jedoch nur in der Schweiz leisten zu können: So publizierte kürzlich das renommierte deutsche Wuppertal Institut eine Studie mit dem Titel «Erdgas: Die Brücke ins regenerative Zeitalter». Auftraggeber ist nicht etwa die Erdgas-Wirtschaft, wie man vermuten könnte. Sondern Greenpeace Deutschland. «Erdgas ist unter den fossilen Brennstoffen derjenige, der am saubersten und mit den geringsten CO₂- und Treibhausgasemissionen verbrennt. … Um langfristig ambitionierte Klimaschutzziele erreichen zu können, kann Erdgas daher eine wichtige Brückenfunktion hin zu erneuerbaren Energien einnehmen. Dafür ist es wichtig, Strategien zum sinnvollen Einsatz von Erdgas und zur weiteren Verbrauchsverminderung auf der Nachfrageseite als auch zur weiteren Diversifizierung auf der Anbieterseite zu entwickeln.»

Erdgas mit Erneuerbaren kombinieren

Das ist genau die Stossrichtung, die wir in der Schweizer Erdgas-Wirtschaft schon seit langem verfolgen: Wir unternehmen alles, damit Erdgas so effizient wie möglich eingesetzt wird. So fördern wir Kombi-Lösungen mit Sonnenkollektoren oder die Einspeisung von Biogas ins Erdgas-Netz. Oder wir beteiligen uns an der Technologieentwicklung und -einführung, so zum Beispiel bei der Gaswärmepumpe oder der Wärmekraftkopplung (WKK). All diese Initiativen verbessern die Klimabilanz unseres Landes und sollten daher von der Politik auch gewürdigt und entsprechend unterstützt werden. Denn Erdgas ist als Brücke in die «grüne Zukunft» unverzichtbar. Auch in der Schweiz!

Zum Autor

Gastautor Jean-Marc Hensch ist Direktor des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie.

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Kommentare (20) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

@ Martin Holzherr

“Eine neue Studie hat nun aber nachgewiesen, dass während des mittleren Eozäns vor 40 Millionen Jahren ein Anstieg des CO2-Atmosphärenanteils von einem Anstieg der Temperatur begleitet war”
( http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/330/6005/819 )

Vielleicht wird umgekehrt ein Schuh draus. Auch in dieser Studie erfährt die Huhn/Ei-Frage (höherer CO2-Atmosphärenanteil folgt der Erwärmung oder umgekehrt) – nicht die gewünschte Klärung.

Meeresoberflächen-Temperaturen steigen mit Änderungen der Sonneneinstrahlung, Änderungen der planetarischen Umlaufbahn, Wolken, Niederschlägen, Albedo-Änderungen, Vulkanausbrüchen, ozeanischen Zyklen etc.
Höhere Meertemperaturen nehmen weniger CO2 auf als kühleres Meerwasser, geben viel mehr zusätzliches CO2 an die Atmosphäre ab: die CO2 Atmosphärenanteile steigen weiter.

Siehe auch (betr. historische Temperatur/CO3-Korrelationen und Suche nach dem Auslöser für die Erwärmung im Eozän) …

http://img232.imageshack.us/img232/8831/co2sensitivity45m.png

http://img837.imageshack.us/img837/695/tempgeog45m.png

http://www.nature.com/nature/journal/v429/n6991/abs/nature02566.html

http://geology.gsapubs.org/content/30/12/1067.abstract

http://www.sciencemag.org/cgi/content/short/330/6005/763

http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6V61-48JK2R6-4&_user=10&_coverDate=06%2F15%2F2003&_rdoc=1&_fmt=high&_orig=search&_origin=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_searchStrId=1537396573&_rerunOrigin=google&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=c9572a63b0e25e7a17458ae81711dba1&searchtype=a

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Endlich hab ich ne gute Zahl zu meinem ewigen lamentieren über das Ende der Subventionen an die fossilen Energien:
312 Mrd. USD / Jahr.
Im Vergleich zu 57 Mrd. für Erneuerbare.

Sagt die IEA.

(von http://www.theecologist.org/News/news_round_up/677854/end_300_billion_subsidies_for_fossil_fuels_says_energy_watchdog.html)

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Peter Bühler. 10.11.2010, 21:16

Hohe atmoshphärische CO2-Werte scheinen auch schon in der Vergangenheit mit hohen Temperaturen korreliert zu haben. Doch das könnte eben nichts mehr als eine Korrelation sein, womit die folgenden Aussagen von Peter Bühler berechtigt wären:

Zitat:Derzeit sieht es ganz so aus, als stünden wir am Beginn einer Abkühlungsperiode. Tifft sie ein, beantwortet sich – bei gleichzeitig gestiegenem CO2-Atmosphärenanteil – die Frage nach der Relevanz der CO2-Hypothese ganz von selber.

Eine neue Studie (siehe http://www.physorg.com/news/2010-11-extreme-global-ancient.html ) hat nun aber nachgewiesen, dass während des mittleren Eozäns vor 40 Millionen Jahren ein Anstieg des CO2-Atmosphärenanteils von einem Anstieg der Temperatur begleitet war. Zitat: Their analyses indicate that MECO [Middle Eocene Climatic Optimum] caron dioxide levels must have at least doubled over a period of around 400,000 years. In conjunction with these findings, analyses using two independent molecular proxies for sea surface temperature show that the climate warmed by between 4 and 6 degrees Celsius over the same period.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

$Kommentar von Peter Bühler. 10.11.2010, 21:16

“Keine Zeit, dir ausführlich zu antworten, kurz aber zu den Temperatur-Daten und bröckelnden Gewissheiten …
Die NOAA- und GHCN-Daten sind arg unter Druck”

Ich habe die links angeschaut. Aber ich sehe nicht so recht
was du oder die Schreiber damit zeigen wollen?

Alle Daten, egal wie sie in deinen links zusammengesetzt
werden deuten auf einen Anstieg von rund 0.5 grad
in nur 30 Jahren hin.

Offensichtlich akzeptierst du inzwischen dies als
Fakt oder? (Ja oder nein?)

“Nebenbei: Temperaturanstiege um 0,5 °C in vergleichbaren Zeitperioden (ca. 30 Jahre) gab es auch vor 1900 und in den 30er-Jahren, unterbrochen von kühleren Phasen.”

Mag sein und das muss man genauer untersuchen.
Das wird aber gemacht und steht auch ne Menge dazu
im wissenschaftlichen Teil des IPCC Reports.
Wo ist dein Problem das ist genau was wissenschaftliches
Arbeiten beinhaltet.

Ursachen und Hypothesen formulieren.

und jetzt kommt deine Hypothese, sehr gut.

“Derzeit sieht es ganz so aus, als stünden wir am Beginn einer Abkühlungsperiode.”

wie kommst du denn nun darauf?
Die globalen Daten von 2010 deuten auf das Gegenteil hin.
Du magst vielleicht nicht die Art und Weise wie der Mittelwert bestimmt wird. Von mir aus.
Sollte man deiner Meinung nach nur Sibirien nehmen?
oder nur die Schweiz? oder was?

aber zurueck zu deiner Spekulation:

“Trifft sie ein, beantwortet sich – bei gleichzeitig gestiegenem CO2-Atmosphärenanteil – die Frage nach der Relevanz der CO2-Hypothese ganz von selber.”

Ja koennte man wohl so sagen!

Aber dann must du wohl auch die Umkehrung akzeptieren

Tritt die Abkuehlung nicht ein und die naechsten
5 Jahre im Mittel sind deutlich hoeher als die mittleren
5 Jahre aus den Jahren 1960-1990
(oder welcher Zeitraum auch immer)

dann akzeptiert Peter Buehler die CO2 Hypothese!
(genau was Martin auch schon immer sagt!
die naechsten 5-10 Jahre entscheiden alles.)

prima darauf koennen wir uns einigen und
zum wichtigeren Punkt
dem “globalen Oelcrunch zurueckkommen”

siehe meinen blog Beitrag zum IEA Report unter
Ist der Klimawandel noch versicherbar?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

© Dittmar

Keine Zeit, dir ausführlich zu antworten, kurz aber zu den Temperatur-Daten und bröckelnden Gewissheiten …
Die NOAA- und GHCN-Daten sind arg unter Druck – und nicht etwa durch irgendwelche Feld-, Wald- und Wiesenblogger …

http://www.appinsys.com/GlobalWarming/NOAA_JanJun2010.htm

http://bobtisdale.blogspot.com

http://wattsupwiththat.com/2010/11/10/gross-data-errors-in-ghcn-v2-for-australia/#more-27653

http://www.woodfortrees.org/plot/uah/from:1979/to:1997/trend/plot/uah/from:1979/to:1997

ftp://ftp.ssmi.com/msu/monthly_time_series/rss_monthly_msu_amsu_channel_tlt_anomalies_land_and_ocean_v03_2.txt

Nebenbei: Temperaturanstiege um 0,5 °C in vergleichbaren Zeitperioden (ca. 30 Jahre) gab es auch vor 1900 und in den 30er-Jahren, unterbrochen von kühleren Phasen.

Derzeit sieht es ganz so aus, als stünden wir am Beginn einer Abkühlungsperiode.

Trifft sie ein, beantwortet sich – bei gleichzeitig gestiegenem CO2-Atmosphärenanteil – die Frage nach der Relevanz der CO2-Hypothese ganz von selber.

… es sei denn, man wünschte auf einmal die Bedeutung negativer Feedbacks höher zu gewichten. Negative Feedbacks hätten demnach eine Erwärmung verhindert, die in Wirklichkeit höher ausgefallen wäre.

Bisher wurden (spekulativ) hauptsächlich die positiven Rückkoppelungen in den Vordergrund gerückt, um den Wackelpudding AGW-Hypothese irgendwie zu stützen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Welche Rolle wir Erdgas weltweit im Zeitraum 2010 bis 2035 spielen? Die Insititution, die bei solchen prognostischen Fragen wohl am meisten Kredit geniesst, die Internationale Energieagentur nämlich, hat soeben den World Energy Outlook 2010 veröffentlicht und gibt dort über Erdgas folgende Auskünfte (siehe http://www.worldenergyoutlook.org/docs/weo2010/weo2010_london_nov9.pdf ):
- Erdgasmärkte sind mitten in einem Umbruch, einer Schiefergasrevolution: ein goldenes Zeitalter für Erdgas könnte beginnen.
- Der Primärenergieverbrauch weltweit wächst bis 2035 um 36%, in China um 75%
- Der Primärenergieverbrauch in den OECD-Ländern wächst nur noch um 0.1% pro Jahr
- Zuwächse (in der Reihenfolge der Stärke) bei: 1) Neuen Erneuerbaren, 2) Erdgas, 3) Kohle, 4) Nuklear, 5) Erdöl und 6) Hydro.
- In den OECD-Ländern starker Rückgang von Öl und Kohle
- Erdölversorgung mit wenig Zuwachs, was je nach Poliitk
zu starken Preissteigerungen führen kann
- Erdgas übernimmt eine Schlüsselrolle beim Energiezuwachs und federt die Produktionsschwankungen der EE ab
- 35% des Erdgaszuwachses bis 2035 durch Schiefergas
- Erdgas verdrängt Kohle, verhindert teilweise Erneuerbare in der Stromproduktion
- Erneuerbare wachsen durch Subventionierung. Im Jahre 2035 werden jährlich 205 Milliarden Dollar Steuern/Abgaben für Erneuerbare ausgegeben.
- China ist 2035 Marktführer für Low-Karbon-Technologien (Nuklear,Wind,PV, 8.5 Millionen EV+PluginHybride)
- Neue Erneuerbare werden trotz massiver Förderung nur 4.5% der gesamten erzeugten Primärenergie im Jahre 2035 ausmachen.

Fazit Erdgas-Zukunft:
- Erdgas ersetzt in den OECD-Ländern Kohle und gleicht Produktionsschwankungen der Erneuerbaren aus
-

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Wenn Jean-Marc Hensch sich in diesem Artikel für Erdgas stark macht, die Brückenfunktion von Erdgas hervorhebt und das gute Zusammenspiel von Erdgas und Erneuerbaren als Pluspunkt verbuchen will, so liegt er tatsächlich im Trend. Allerdings könnte er in Ländern wie Deutschland und Österreich auf viel mehr Gegenliebe zählen, denn Erdgas ist tatsächlich eine Brückentechnologie, es bildet nämlich die Brücke zwischen extrem schmutziger fossiler Vergangenheit repräsentiert durch Kohlekraftwerke und weniger fossiler Gegenwart, in der Gaskraftwerke und Wind-/Sonnenparks im vielstimmigen fossil-light Chor die Stromleitungen mit Energie beschicken.
In der Schweiz dagegen gibt es keine fossilen Kraftwerke, die Eisenbahn ist vollkommen elektrifiziert und nur der Verkehr und die Heizungen sind genau so fossil wie die im nahen Ausland. Heizungen werden am besten durch Holzheizungen oder elektrische Wärmepumpen mit nichtfossiler Energiequelle (in CH AKW’s) ersetzt und die Autos der Zukunft laufen elektrisch.

Doch auch für Erdgas gibt es eine Zukunft in der Schweiz, vor allem wegen der Opposition gegen AKW’s. Die Schweizer AKW’s werden wahrscheinlich durch eine Kombination von Ergaskraftwerken und Erneuerbaren abgelöst, einer Lösung also, die den CO2-Ausstoss eher erhöht und auf dem Weg in eine nichtfossile Zukunft einen Rückschritt darstellt. Gaswärmepumpen und Wärmekraftkoppelung wie von Jean-Marc Hensch vorgeschlagen machen in so einer solchen fossil-Light-Zukunft durchaus Sinn.

Eine Reduktion der CO2-Emissionen hat eben nicht die höchste Priorität bei den meisten Menschen. Sogar eine Klimaerwärmung stört hier in der Schweiz kaum jemanden. Sogar weltweit lässt sich sagen, dass kaum jemand die Klimaerwärmung der nächsten 100 Jahre voll miterleben wird. Wer heute geboren wird, wird bereits in eine wärmere Gegenwart hineingeboren und wird in seinem ganzen Leben selbst nur 1 bis 2 Grad Erwärmung miterleben und für die Kinder dieses neuen Weltbürgers gilt wiederum das Gleiche. Man kann deshalb und wegen der Schwierigkeit, die Weltwirtschaft zu dekarbonisieren, mit Sicherheit sagen: Adaption wird die wichtigste Antwort auf die Ererwärmung sein. Allerdings kann eine Adaption an schnell steigende Meeresspiegel schwierig werden. Bis jetzt allerdings steigen die Meeresspiegel noch nicht dramatisch. Wir werden erst glauben, dass die Erderwärmung gefährlich ist, wenn wir es erleben oder wenn es klar vor unseren Augen steht. Das ist jetzt noch nicht der Fall.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Roger Meier. 10.11.2010, 0:43

Zitat: China bemüht sich ehrlich darum, seine CO2-Emissionen einzuschränken
“Haha, der ist echt gut. Das zeigt schön, dass sich gewisse Grüne endgültig von der Realität verabschiedet haben.”

Herr Meier, erstens bin ich kein Grüner, zweitens zeugt ihre Meinung, China bemühe sich gar nicht um die Umwelt und gar nicht darum wie Karbon-intensiv seine Wirtschaft sei, von tiefer Unkenntnis.

Es ist richtig, dass in China die CO2-Emissionen massiv steigen, doch noch stärker wächst die Wirtschaft (nämlich fast 10% jedes Jahr).
China hat sich folgende Karbon-bezogenen Ziele gesetzt:
- Zwischen 2005 und 2020 soll 40% weniger CO2 ausgestossen werden pro BIP-Einheit
- China führt mit dem Fünfjahresplan 2011-2015 ein nationales Cap&Trade-System ein
- China plant einen starken Ausbau der Erneuerbaren (vor allem Windkraft, z.b offshore vor der südchinesischen Küste)

Doch man darf sich tatsächlich durch diese Massnahmen nicht blenden lassen. Im folgenden Artikel wird gezeigt, dass die Energie- und damit CO2-Intensität auch schon vorher zurückging (siehe
http://www.wri.org/stories/2007/04/chinas-carbon-intensity-target ) und dass das ein normaler Trend bei fortschreitender Industrialisierung ist.
Viele lassen sich auch vom Zubau bei den Erneuerbaren blenden. Doch – um Mal etwas Unangenehmes für Grüne und Erneuerbaren-Fans zu sagen – Windkraft und andere in der Produktion schwankende Energiequellen sind im Prinzip vor allem Ergänzungungen zu den fossilen Energien. Sie funtkionieren am besten (die Erneuerbaren), wenn sie im Staffelbetrieb mit fossilen Energien, vor allem Gaskraftwerken betrieben werden und verhindern zudem, dass die effizentesten Gaskraftwerke verwendet werden können, denn schnelles Herunterfahren und Wiederherauffahren von Gaskraftwerken wie es die stark schwankende Windenergie verlangt, funktioniert am besten mit Gaskraftwerken, die nicht zu den Effizientesten gehören.

Es ist so: Auch wenn man sich um geringe CO2-Intensität bemüht, es ist schwierig dies zu erreichen. Sogar Deutschland wird bis 2020 seinen CO2 Ausstoss nicht reduzieren. Deutschland hat sich zwar auf 80-100% Erneuerbare bis 2050 eingeschworen, doch da gleichzeitig Kernrkraftwerke abgeschaltet werden und die Wirtschaft wächst wie kaum zuvor, bewirkt das im Endeffekt keine Reduktion der CO2-Emissionen mindestens bis 2020.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

$Kommentar von Peter Bühler. 09.11.2010, 21:43
$© Holzherr & Dittmar
$Bitte einfach mal lesen …
Hallo Peter,
wir kommen dem Problem naeher.
Das laengere Dokument muss ich mal genauer anschauen.
(aber die Idee scheint zu sein .. ein paar laecherliche
Fotos von angeblichen Mess-Stationen zu zeigen
und sich da auf etlichen Seiten drueber zu aeussern.
Peter glaubst du wirklich tausende von Meterologen
auf der ganzen Welt basieren ihren taeglichen Wetterbericht
auf solchem Junk? Wie gesagt ich schaue den Rest noch
mal genauer an.)

Aber wie schon oefter vorgeschlagen.

“Koenntest du die Kernaussage fuer uns zusammenfassen.”

Das macht das diskutieren mit dir etwas einfacher.

Den naechsten Absatz verstehe ich nicht.
Was willst du damit sagen?
————————————————–
“Irreversibilität”
Wir hatten “Global Warming”, “AGW”, dann “Climate Change, inzwischen “Climate disruption” – und alles irreversibel?
Irgendwelche Belege, Modelle, die mit realen Beobachtungen auch nur korrelieren?
———————————

“ “El Niño – La Niña”
Zwei der Phänomena, die natürliche Klimaveränderungen belegen, und die auch unabhängig von menschlichen Einflüssen stattfinden.”

Ja und, willst du sagen
“ diese beiden “Kinder” erklaeren das Schmelzen der Gletscher (sowie alle anderen Temperaturdaten?) auf dem ganzen Planeten?”

Ist das deine Hyopthese?

zu:

“Temperaturen” (von wegen Rekordjahr 2010)
http://www.drroyspencer.com/2010/11/oct-2010-uah-global-temperature-update-0-42-deg-c

Was will der Spencer damit sagen?

Sind die NOOA Daten etc falsch? oder was?
(koennte es vielleicht sein dass die Oberflaechentemperatur
von Satelliten gemessen nur eine von vielen Methoden
und wiederum mit ihren eigenen systematischen Fehlern ist?

Hast du nicht selber ein Papier rumgeschickt wo man klar sehen konnte:
Man muss wohl die Temperatur der Meere bis in 3000 m Tiefe schauen und nicht nur 800m um die “Waermefluesse und Absorption zu verstehen”.
(wenn Leute (angebliche Wissenschaftler)
sich dann trotzdem nur die 800m Daten
verschicken nennt man das eher selektiven Betrug
mit Daten!).

Auch der Mr. Spencer sollte mal ueber den Tellerrand
schauen und in seiner Satelliten Kurve die
La Lina/El Nino Kurve mitteln (und wie gesagt
die Probleme wie tief man beim Meer gehen muss werden
ignoriert!)

Wenn man das so mit blossem Auge macht
sehe ich so in etwa plus 0.5 Grad Celsius seit
1979. Also im Mittel in etwa die gleiche Zahl
die auch alle anderen Messungen liefern
und was die Klimamodelle mit Hilfe des CO2
erklaeren.

Und jetzt?
(war das wieder ein Eigentor von dir?)

aber zurueck zu meiner Frage
und jetzt darfst du es noch mal versuchen zu Antworten!

“Was muesste man deiner eigenen Meinung nach beobachten
um die CO2 Hypothese fuer die beobachtete Erwaermung
zu akzeptieren?”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“China bemüht sich ehrlich darum, seine CO2-Emissionen einzuschränken”

Haha, der ist echt gut. Das zeigt schön, dass sich gewisse Grüne endgültig von der Realität verabschiedet haben.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

© Holzherr & Dittmar

Bitte einfach mal lesen …

http://scienceandpublicpolicy.org/images/stories/papers/originals/western_climate_establishment_corrupt.pdf

“Irreversibilität”

Wir hatten “Global Warming”, “AGW”, dann “Climate Change, inzwischen “Climate disruption” – und alles irreversibel?

Irgendwelche Belege, Modelle, die mit realen Beobachtungen auch nur korrelieren?
… und Korrelation wäre nicht Evidenz.

“El Niño – La Niña”
Zwei der Phänomena, die natürliche Klimaveränderungen belegen, und die auch unabhängig von menschlichen Einflüssen stattfinden.

“Temperaturen” (von wegen Rekordjahr 2010)

http://www.drroyspencer.com/2010/11/oct-2010-uah-global-temperature-update-0-42-deg-c

“Evidenz AGW-Hypothese”
Bitte liefern!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Peter Bühler. 09.11.2010, 10:35

Zitat:Derzeit und nach dem Abklingen einer starken El Niño-Phase kühlen sich weite Regionen des Planeten rasch ab. Eine Evidenz für die AGW-Hypothese ist nicht in Sicht.

Herrr Bühler, höre ich richtig, sie sagen: das Abkühlen des Planeten nach der El Niño-Phase spricht gegen die AGW-Hypothese.

In 20 Jahren können sie genau das gleiche wieder bringen, etwa so: “Die Bananenplantagen in der Linthebene haben die letzten 2 Jahre unter zunehmender Kälte gelitten. Eine Evidenz für die AGW-Hypothese ist nicht in Sicht.”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Peter,
in deiner Antwort
$Kommentar von Peter Bühler. 09.11.2010, 10:35
$@ Holzherr
schreibst du:

“Derzeit und nach dem Abklingen einer starken El Niño-Phase kühlen sich weite Regionen des Planeten rasch ab.”

Welche Evidenz hast du dafuer?
Also auf welchen Daten basiert deine Aussage?

Die Daten die “alle” benutzen sehen eher
nach Rekord 2010 aus!

http://discover.itsc.uah.edu/amsutemps/amsutemps.html
und dann draw (und zeichne die Rekordjahre 1998 und 2005
dazu)

oder hier:
http://www.ncdc.noaa.gov/sotc/

aber jetzt kommen wir endlich zu Hypothesen Testen:

“Eine Evidenz für die AGW-Hypothese ist nicht in Sicht. ”

Wie wuerde diese Evidenz fuer dich aussehen?

Fuer mich und viele andere gibt es schon heute mehr als
genug Evidenz!

Aber bitte: was fehlt dir noch?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Peter Bühler. 09.11.2010, 10:35

Im Jahre 2050 darf jeder Mensch nur noch 2 Tonnen CO2 pro Jahr ausstossen, was für Industrieländer eine Reduktion der CO2-Emissionen von 25-40% bis 2020 und von mindestens 40% bis 2030 bedeutet

“Weshalb eigentlich?
Weil Herr Leuenberger daran glaubt?”

Die obigen CO2-Reduktionsziele habe ich aus einem der ersten Beiträge von Professor Reto Knutti kopiert.

“Ist die alarmierende “klimatreibende” Wirkung menschlicher CO2-Emissionen auf einmal belegt?”

Laut IPCC-Klimatologen, auch von Professor Knutti, führt eine CO2-Anstieg unser Klima zurück in einen ähnlichen Zustand wie er vor 50 Millionen Jahren bei ebenfalls hohen CO2-Konzentrationen geherrscht hat, also in eine “Treibhauswelt”. Die Beobachtungen der letzten Jahrzehnte passen zu dieser CO2-These, steigen doch die Temperaturen mit den CO2-Werten. Natürlich ist die beobachtete Erwärmung der letzten Zeit nur ein Indiz, aber (Zitat, siehe http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/090128_Knutti_PNAS_/index ):Hat sich die Klimaänderung erst einmal manifestiert, und sind deren Folgen spür- und sichtbar, gibt es über 1000 Jahre kein Zurück. …CO2-Verweildauer verhindert Schadensbegrenzung ….Ozeane konservieren Erwärmung

Nun zu den Widerständen gegen CO2-Reduktionen:
Zitat:Dass diese Dekarboniserungs …
- als einseitig verfolgte Zielsetzung an der Realität des weltweit steigenden Verbrauchs scheitert
- den nach Entwicklung strebenden Schwellenländern nicht schmackhaft zu machen ist
- mit Blick auf das Klima völlig wirkungslos bleibt und bleiben wird

China bemüht sich ehrlich darum, seine CO2-Emissionen einzuschränken, es hat sich die Verminderung der CO2-Intensität um 40% im Zeitraum 2005 bis 2020 zum Ziel gesetzt, das heisst schon 2020 wird pro chinesiche BIP-Einheit 40% weniger CO2 ausgestossen als noch 2005. Allerdings bedeutet das in absoluten Zahlen eine Zunahme der CO2-Emissionen.

Tatsächlich: Warum sollten Indien und China ihre wirtschaftliche Entwicklung drosseln, nur um ein CO2-Reduktonsziel zu erreichen, das sich wahrscheinlich erst in 60 Jahren äusserst negativ auf die Welt und auch auf China und Indien auswirken?

Nun, der Grund ist eben die Irreversibilität der durch die menschlichen CO2-Emissionen verursachten Änderungen im Klimasystem. Ein wirkliches Umdenken und Umhandeln bedarf allerdings noch viel mehr Einsatz von allen, vor allem aber von den Schwellenländern. Und das Motiv für die verstärkten Anstrengungen, zu denen sich diese Länder entschliessen werden, wird die sich fortsetzende Erwärmung der Erde auch in den nächsten 10 Jahren sein.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

@ Holzherr

“Im Jahre 2050 darf jeder Mensch nur noch 2 Tonnen CO2 pro Jahr ausstossen, was für Industrieländer eine Reduktion der CO2-Emissionen von 25-40% bis 2020 und von mindestens 40% bis 2030 bedeutet”

Weshalb eigentlich?
Weil Herr Leuenberger daran glaubt?

Ist die alarmierende “klimatreibende” Wirkung menschlicher CO2-Emissionen auf einmal belegt?

Derzeit und nach dem Abklingen einer starken El Niño-Phase kühlen sich weite Regionen des Planeten rasch ab.
Eine Evidenz für die AGW-Hypothese ist nicht in Sicht. Offensichtlich wurden natürliche Ursachen für die Erwärmung seit ca. 1850, die ausserdem in mehreren, von Abkühlungen gefolgten Phasen verlief, ignoriert oder unterschätzt.

In den Dekarbonisierungsanstrengungen lässt sich das richtige Ziel im falschen erkennen:
Substitution und Einsparung fossiler Energieträger, Suche nach alternativen Energiequellen, R&D – alles richtig, aus vielerlei Gründen, darunter jene der Abhängigkeit, der Versorgungssicherheit, der Umweltbelastungen usw.

Umgekehrt zeigt sich im Spiegel dieser Betrachtung auch das falsche Ziel im richtigen: Dekarbonisierung als kollektive Zwangsneurose in den westlichen Ländern.

Dass diese Dekarboniserungs …
- als einseitig verfolgte Zielsetzung an der Realität des weltweit steigenden Verbrauchs scheitert
- den nach Entwicklung strebenden Schwellenländern nicht schmackhaft zu machen ist
- mit Blick auf das Klima völlig wirkungslos bleibt und bleiben wird

… scheint an der weiteren Verbreitung ihrer religiös anmutenden Inhalte nichts zu ändern.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

@Kommentar von Roger Meier. 08.11.2010, 10:58

Zitat:Die Grünen sind so fundamentalistisch, von denen wird nie eine konstruktive und realistische Energiepolitik herkommen. Der eine sagt: Erdgas, das geht aber gar nicht, der andere sagt: Atomkraft, niemals. Oder erinnert euch an die Einsprache der Grünen gegen die Grimsel-Staumauer-Erhöhung!

Richtig beobachtet ist die Unsicherheit was die zukünftige Energiepolititk betrifft. Diese Unsicherheit betrifft aber die meisten Politiker und Entscheider, nicht nur die Grünen. Auch die Kraftwerkbetreiber wissen nicht ob sie sich für neue AKW oder neue Gaskombikraftwerke oder gar für eine Lösung nur mit Erneuerbaren und einem europäischen Energieverbung bereit machen sollen.

Nichts geht mehr in der Energiepolitik ausser den Energien, die gerade subventioniert werden. So ist das in Europa und zum Teil auch den USA. Ganz anders ist das in Asien wo alles gleichzeitig zugebaut wird: fossile Kraftwerke, Kernreaktoren und gigantische Windparks entstehen gleichzeitig.

Übrigens gilt diese Unsicherheit auch für den oben von Jean Marc-Hensch zitierten Moritz Leuenberger. Es ist noch nicht lange her, dass er sich für Gaskraftwerke stark machte. Heute macht er sich für gar nichts mehr stark. Er ist nur froh, dass während seiner Amtszeit keine neuen AKW’s gebaut wurden.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

- Erdgas als Zwischenlösung gefährdet das langfristige CO2-Reduktionsziel, weil eine installierte Erdgaslösung eine lange Lebensdauer hat

Ich möchte Dir hier widersprechen:

Im Vergleich zu Kohle ist der Preis von Erdgas-basierter Energie viel stärker durch den Preis der Ressource und weniger stark durch fix Kosten bestimmt.
Das hat den “Vorteil” das Erdgasbetreiber schnell einklappen werden sobald die Preise durch die Decke gehn und auch nicht allzu viel Kapital dabei verloren geht. Das die Preise durch die Decke gehn kann ja erwartet werden kann, dank “peak gas”…

Daher ersten Schlussfolgerung stimme ich bedingungslos zu :-)

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

Und hier noch das Neuste dazu aus den USA:

http://www.youtube.com/watch?v=Vx-t9k7epIk

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Die Grünen sind so fundamentalistisch, von denen wird nie eine konstruktive und realistische Energiepolitik herkommen. Der eine sagt: Erdgas, das geht aber gar nicht, der andere sagt: Atomkraft, niemals. Oder erinnert euch an die Einsprache der Grünen gegen die Grimsel-Staumauer-Erhöhung!

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Wenn Moritz Leuenberger sagt «Wärmekraftkopplung ist eine effiziente Technologie, das stimmt; aber es ist auch eine fossile Technologie, welche die CO₂-Bilanz der Schweiz belastet.» so hat er auf alle Fälle recht, wenn Wärmekraftkoppelung den CO2-Ausstoss der Schweiz im Vergleich zu heute erhöht. Die Schweiz sollte wie alle anderen europäischen Länder den CO2-Ausstoss jährlich vermindern. Moritz Leuenberger hat möglicherweise sogar noch recht, wenn sich die CO2-Bilanz der Schweiz durch Wärmekraftkopplung nicht ändert, denn hat man eine Energielösung einmal eingeführt, dauert es sehr lange bis sie durch eine andere abgelöst wird. Die Fossilität der Wärmekraftkopplung wird man also für Jahrzehnte nicht mehr los.

Wenn Jean-Marc Hensch schreibt Alle Prognosen gehen davon aus, dass auch in 20 Jahren noch – also im Jahr 2030 – die Welt-Energieversorgung zu rund 70 bis 80% auf fossilen Energieträgern basieren wird. so will er uns auf eine Zukunft einstimmen, die so nicht stattfinden wird. Aus folgenden Gründen:
- Eine sich entwickelnde Erdölverknappung wird uns zwingen nach nichtfossilen Alternativen zu suchen
- Die Klimaentwicklung im nächsten Jahrzehnt wird immer mehr davon überzeugen, dass wir von den fossilen Rohstoffen wegkommen müssen und dass wir den Zeitplan, der auf diesem Blog von Klimawissenschaftlern wie Reto Knutti gefordert wurde, einhalten müssen: Im Jahre 2050 darf jeder Mensch nur noch 2 Tonnen CO2 pro Jahr ausstossen, was für Industrieländer eine Reduktion der CO2-Emissionen von 25-40% bis 2020 und von mindestens 40% bis 2030 bedeutet.

Geschickt hat Jean Marc-Hensch die folgende Empfehlung des Wuppertaler Instituts eingestreut Um langfristig ambitionierte Klimaschutzziele erreichen zu können, kann Erdgas daher eine wichtige Brückenfunktion hin zu erneuerbaren Energien einnehmen. und dies mit der Mitteilung verbunden, dahinter stehe Greenpeace. Und wer steht wohl mehr für Klimaschutz ein als Greenpeace? Es stimmt leider, dass Wind-und Sonnenparks gut mit Gaskraftwerken zusammenarbeiten, ja dass sie sogar mehr oder weniger auf Gaskraftwerke angewiesen sind, will man nicht fast unendlich teure Stromspeicher aufbauen. Doch dies offenbart gerade einen Schwachpunkt der erneuerbaren Energien. Greenpeace hat übrigens als oberste Priorität nicht die Reduktion der Treibhausgase sondern eher eine Reduktion von Technologien, die sie als umweltschädlich und/oder gefährlich hält. Deshalb lehnt sie Kernenergie noch mehr ab als Gaskraftwerke. Doch ich bin überzeugt, die Entwicklung des Klimaproblems wird am Schluss sogar bei Greenpeace zu einem Umdenken führen.

Fazit:
- Die Schweiz muss zu jedem Zeitpunkt weniger und nicht mehr CO2 ausstossen. Erdgas darf also Öl ersetzen nicht aber neu dazukommen
- Erdgas als Zwischenlösung gefährdet das langfristige CO2-Reduktionsziel, weil eine installierte Erdgaslösung eine lange Lebensdauer hat

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