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Klimaschutz durch innovative Beleuchtung

14.10.2010 von Gastautor , COOP

Im Verkauf ist gutes Licht mitentscheidend für den Erfolg. Es soll beispielsweise die Farben von Früchten und Gemüse leuchten lassen, Verpackungen in Szene setzen und für angenehme Atmosphäre sorgen. Das macht sich im Stromverbrauch bemerkbar. Basis eines klimaverträglichen Wirtschaftens ist jedoch, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, die benötigte Energie möglichst effizient einzusetzen und vorwiegend erneuerbare bzw. CO₂-arme Energieträger zu nutzen. So auch bei der Beleuchtung.

Rund ein Viertel des Strombedarfs in den Coop-Verkaufsstellen fällt für deren Beleuchtung an. Hier setzt Coop auf LED als Reduktionsmassnahme.

LED-Logos helfen Strom sparen

Einen Teil der Beleuchtung von Verkaufsstellen bilden die beleuchteten Coop-Logos: rund 4’300 solcher Leucht-Logos sind es in der gesamten Schweiz. Auch bei diesen wollen wir den Strombedarf deutlich reduzieren und ersetzen daher die auf Fluoreszenzröhren basierenden Anlagen durch solche mit LED. Diese neuen Anlagen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche. Für Coop bedeutet das: jährlich insgesamt 2 Gigawattstunden weniger Stromverbrauch.

Lebensmittel bleiben länger frisch, Kühler müssen weniger kühlen

Neben dem bis zu 50 Prozent geringeren Stromverbrauch und der längeren Lebensdauer bietet LED neue Beleuchtungsmöglichkeiten. Zum Beispiel lassen sich die Farben je nach Bedarf variieren. Ein weiterer Vorteil von LED ist der Wegfall von direkter Wärme- und UV-Strahlung. Beleuchtete Waren bleiben somit länger frisch und wir müssen weniger wegwerfen. Der reduzierte Wärmeeffekt ist auch von Vorteil in Kühlmöbeln – es wird weniger Energie zum Kühlen benötigt.

Seit Anfang 2010 erhalten alle neuen und modernisierten Coop Restaurants eine LED-Gesamtbeleuchtung. In rund 50 Coop Verkaufsstellen übernehmen LED bereits einen Teil der Innenbeleuchtung – bei Bedienungszonen (z.B. Metzgerei), Selbstbedienungstheken, in Kühlmöbeln sowie bei Gemüse und Brot. Dadurch konnten wir in diesen Verkaufsstellen den Strombedarf für die Beleuchtung um rund 15 Prozent reduzieren. Das LED-Teilbeleuchtungskonzept kommt bei allen Neubauten und Modernisierungen von Verkaufsstellen zum Einsatz.

Pilotprojekt in Pfäffikon ZH: zu 100% mit LED beleuchtete Verkaufsstelle

Einen innovativen Schritt auf dem Gebiet der LED-Beleuchtung ist unser Pilotprojekt in der Coop-Verkaufsstelle Pfäffikon ZH. Es ist die erste Coop-Verkaufsstelle, die komplett mittels LED beleuchtet wird. Um die Vorteile von LED optimal zu nutzen, wurde ein neues, LED-spezifisches Beleuchtungskonzept samt neuen LED-Leuchten entwickelt und umgesetzt. Dies führt in der Coop Verkaufstelle Pfäffikon ZH zu einer Reduktion des Stromverbrauchs für die Beleuchtung von rund 50 Prozent bzw. 60’000 Kilowattstunden pro Jahr. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 12 bis 20 Schweizer Haushalten.

Der geringere Stromverbrauch durch den LED-Einsatz bedeutet auch einen reduzierten CO₂-Ausstoss der Verkaufsstellen — LED-Beleuchtung ist somit ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur CO₂-Neutralität von Coop.

Hinweis

Am heutigen 14. Oktober wird die modernisierte Coop-Verkaufsstelle in Pfäffikon ZH eröffnet, die als erste Coop-Verkaufsstelle zu 100% mit LED-Lampen beleuchtet wird.

Zum Autor

Gastautor Georg Weinhofer ist Leiter der Fachstelle Energie/CO₂ bei Coop.

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Kommentare (13) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

hoi Martin.

“In 40 Jahren braucht die Welt insgesamt doppelt so viel Energie wie heute, nicht weniger. Und irgendwie wird sie sich diese Energie beschaffen.”

ja klar “braucht”… ich wuerde sagen:
schon heute braucht
die Welt 3 mal soviel Energie wie heute.
(im Mittel gibt es ja 2000W/capita = 17000 Kwh(thermal)/jahr)

aber wie der Drogensuechtige .. der braucht auch
den naechsten Schuss.. bis er ihn nicht mehr bekommt!

Man kann eben noch solange probieren wie man will
Wenn der “letzte” Baum gefaellt ist .. ja
dann werden wir verstehen ..
hat mal jemand mit viel Weisheit gesagt..
(und der konnte vermutlich noch nicht mal schreiben und lesen).

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Wer Strom spart, spart in der Schweiz kaum CO2 ein, dafür verlängert er aber die Zeitspanne bis wieder ein Kraftwerk gebaut werden muss. Etwas was wirklich eine Anstrengung wert ist. Deshalb mein Vorschlag für einen Werbeslogan für die Coop-Stromsparbeleuchtung:

Coop spart Strom und hilft damit ein Gaskraftwerk einzusparen.

oder auch
Mehr Licht mit weniger Strom. Coop und seine Mitstreiter ersparen der Schweiz ein Gaskraftwerk.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Michael Dittmar. 18.10.2010, 7:40

Hoi Michael,
Der Satz
“Längerfristig gesehen sollte aber Strom aus allen Quellen, also auch importiert, CO2 frei sein”

stimmt auf alle Fälle, wenn man daran glaubt, dass wir auf dem Weg in eine dekarbonisierte Zukunft sind. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, glaube ich daran, dass ein Umdenken in den nächsten 10 Jahren stattfinden wird.

Deshalb wird in dieser nahen Zukunft dein Satz

” na dann schauen wir doch mal mit welchen Maschinen
Uran abgebaut wird und wie der Beton
fuer Staudaemme und KKW’s erzeugt wird.”

nicht mehr zutreffen. KKW’s werden in den nächsten 15 Jahren in Zentraleuropa sowieso nicht gebaut, so dass dann, wenn es wieder so weit ist, nichtfossil angetriebene
Maschinen eingesetzt werden. Staumauern werden in 20 Jahren mit CO2-armen oder gar CO2-negativem Beton gebaut.

Nur bedingt einig gehe ich mit der Aussage “Ich bin uebrigens dafuer “sofort” mit dem Bau des
Endlagers zu beginnen (auch wenn wir keine ideale
Loesung kennen).”
Das Paul Scherrer Institut tritt nachdrücklich für rücholbare Endlagerung radioaktiver Abfälle ein (siehe auch http://www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_531121547.pdf ). Mit guter Rückholbarkeit bin auch dafür jetzt schon Endlager zu bauen. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass die heutigen Endlager geologisch nicht ideal liegen. Ideal wäre eine völlige Trennung von Endlagern von der Biosphäre, so vollständig, dass auch grössere geologische Veränderung die Trennung aufrechterhalten und der Mensch nicht an das Endlager gelangen kann, auch wenn er das wollte.

Schliesslich bin ich auch ein (gemässigter) Optimist, weshalb ich deinen Satz “Aber besser als in 40 Jahren wenn wir nun wirkich keine “Energie” mehr haben um ein tiefes Loch zu buddeln. “ als rabenschwarze Zukunftsvision einschätze. In 40 Jahren braucht die Welt insgesamt doppelt so viel Energie wie heute, nicht weniger. Und irgendwie wird sie sich diese Energie beschaffen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Martin,

“Längerfristig gesehen sollte aber Strom aus allen Quellen, also auch importiert, CO2 frei sein, denn neue Atomkraftwerke und Staumauern von Wasserkraftwerken sollten CO2 frei gebaut und betrieben werden.”

na dann schauen wir doch mal mit welchen Maschinen
Uran abgebaut wird und wie der Beton
fuer Staudaemme und KKW’s erzeugt wird.

Gar nicht zu reden vom Tunnelbau fuer das grosse
tiefe Loch in der Erde um den Muell aus KKW’s
zu verbuddeln.

Ich bin uebrigens dafuer “sofort” mit dem Bau des
Endlagers zu beginnen (auch wenn wir keine ideale
Loesung kennen). Aber besser als in 40 Jahren wenn wir nun wirkich keine “Energie” mehr haben um ein tiefes Loch
zu buddeln. Wer heute vom billigen Strom aus KKW’s
profitiert soll auch dafuer bezahlen.

“Deutschland schliesslich hat sich als Ziel bis 2050 gesetzt, Strom zu 100% aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen”

Wie praktisch all die Politiker die das heute versprechen
sind schon in rund 10 Jahren in Pension.
Und normalerweise muessen Versprechungen
in der Politik nur bis kurz nach den Wahlen gelten.

so ist doch die Realitaet!

Langfristiges Denken in der Politik sag mir mal
einen einzigen Minister der sowas macht und noch nach
ein paar Jahren im Amt ist.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

In den Kommentaren von Michael Dittmar, Georg Weinhofer und Tim Schloendorn wurde schon erwähnt, dass auch Strom aus Wasser- und Atomkraftwerke noch mit CO2-Emissionen verbunden ist und zudem Strom ja frei in Europa herumflottiert, so dass wir alle wenn wir Strom verbrauchen, eben auch Kohlestrom verbrauchen.

Längerfristig gesehen sollte aber Strom aus allen Quellen, also auch importiert, CO2 frei sein, denn neue Atomkraftwerke und Staumauern von Wasserkraftwerken sollten CO2 frei gebaut und betrieben werden. Deutschland schliesslich hat sich als Ziel bis 2050 gesetzt, Strom zu 100% aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen (wenn die PV-Anlagen aus China kommen dürfte es damit noch gewisse Probleme geben).

Trotzdem haben auch bei dieser Perspektive die folgenden Sätze von Georg Weinhofer ihre Berechtigung:

Basis eines klimaverträglichen Wirtschaftens ist jedoch, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, die benötigte Energie möglichst effizient einzusetzen und vorwiegend erneuerbare bzw. CO2-arme Energieträger zu nutzen.

So wenig Energie wie möglich und vor allem so wenig Strom wie möglich sollten wir vor allem darum brauchen, weil sonst neue Kraftwerke gebaut werden müssen. Heute aber ist das in der Schweiz und im benachbarten Ausland ein schwieriges Unterfangen. Gegen neue AKW’s gibt es massiven Widerstand vor allem von den älteren Semestern, die sich im Kampf gegen die erste AKW-Generation gestählt haben. Gaskraftwerke sind sowieso obsolet und wenn schon, dann mit CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS) zu realisieren – nur gibt es solche Gaskraftwerke mit CCS bis jetzt nicht. Neue Wasserkraftwerke kann man in der Schweiz auch nicht mehr bauen – es sei denn als (fragwürdige) Minikraftwerke und Windturbinen können sie in einem direktdemokratisch regierten Land sowieso nicht in rauen Mengen hinstellen (und schon gar nicht im Jura). Photovoltaikanlagen wiederum sind unverhältnissmässig teuer. Sonne- und Windkraftwerke schwanken zudem in ihrer Produktion und benötigen daher eine Vielfalt von Sekundärbauten: Hochspannungsleitungen quer durch Europa, Pumpspeicherkraftwerke, Smart Grids, Biomassekraftwerke um Stromlücken aufzufangen und so weiter.

Andererseits nimmt der Stromverbrauch tendenziell zu: wegen den Wärmepumpen und den Plugin- und Elektromobilen, vor allem aber wegen dem Wirtschaftswachstum in der Schweiz, welches durch die starke Zuwanderung verstärkt wird. Mit einem Überschuss an Strom kann man noch leben, mit einem Mangel schon weniger, vor allem dann nicht, wenn er die Netzstabilität in Frage stellt. Genau das – ein Strommangel und eine verminderte Netzstabilität – droht uns aber in naher Zukunft aus mehreren Gründen:
– es gibt einen grossen Kraftwerkserneuerungsbedarf sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland und (etwas schwächer) in Frankreich und damit steigt das Risiko einer Stromlücke
– das Energiekonzept 2050 für Deutschland sieht eine stark verminderte Stromproduktion vor. Kompensiert werden soll durch mehr Stromeffizienz.
– der Ausbau der Erneuerbaren Energien bedroht bei Wegfall von fossilen Backupspeichern (wie im deutschen Energeikonzept geplant) die Netzstabilität.

Die Schweiz ist also gut beraten, wenn sie ihren Stromverbrauch so lange wie möglich konstant hält. Konstant halten kann sie den Stromverbrauch bei Zunahme der Wohnbevölkerung und des Wirtschaftswachstums aber nur, wenn sie andernorts einspart. Die Beleuchtung ist dabei ein guter Kandidat: man kann in diesem Bereich gleich mehrfach sparen. Erstens, indem man sparsamere Leuchten einsetzt (wie im Beitrag beschrieben),
zweitens, indem man Leuchten einfach entfernt (z.B. bei der Strassenbeleuchtung) und drittens, indem man bewusster und zeitgerechter beleuchtet (z.B. plan lumière für die Stadt, Lichter löschen nach Mitternacht).

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Auch für die Stromerzeugung und –nutzung existieren Grenzen des (umwelt-, sozial-, landschaftsverträglichen) Wachstums, die durchs Schrauben an der Effizienzspirale nicht aus der Welt geschaffen werden.”

genau und Jevons hat sowohl das vor ueber hundert
Jahren erkannt und noch dazu verstanden
alleine mit der Effizienz kann man das
Problem nicht loesen.

Und wenn wir selbst heute, wo schon “die Spatzen
auf den Daechern” Peak Oil und den Niedergang
pfeifen immer noch Leute finden die
an das ewige Wachstum denken,
ja dann haben wir wohl noch viele viele andere
Probleme mit dem angeblichen Homo Sapiens
(sollten wir vielleicht das Sapiens durch “Kollossos”
ersetzen oder wie waere: Homo Erratum oder aehnlich?)

“ Bei allem Respekt für Jevon macht mir dieses Paradox mindestens ebenso viel Kopfzerbrechen…”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

CO2-frei oder nicht: Des Pudels Kern steckt doch im Umstand, dass auch Coop – wie die liebe Konkurrenz – letztlich von Wachstumszielen angetrieben ist. Auch für die Stromerzeugung und –nutzung existieren Grenzen des (umwelt-, sozial-, landschaftsverträglichen) Wachstums, die durchs Schrauben an der Effizienzspirale nicht aus der Welt geschaffen werden. Bei allem Respekt für Jevon macht mir dieses Paradox mindestens ebenso viel Kopfzerbrechen…

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Klimaschutz durch innovative Beleuchtung”

Etwas mehr und geeigneteres Licht sollte nicht allein auf Brot, Fleisch und Gemüse im Supermarkt fallen, sondern auf die CO2-Hypothese selber und das IPCC.

Z. B. ein Spotlicht auf die die Geschichte und die Hintergründe …

http://pielkeclimatesci.wordpress.com/2009/08/31/guest-weblog-by-syun-akasofu-of-international-arctic-research-center-at-the-university-of-alaska-fairbanks

(@ Michael: hier hast du die Verbindung der CO2-Frage mit der Energiefrage, mit einem speziellen Spot auf die Rolle von James Hansen (GISS), der nachdrücklich den Bau von AKWs fordert)

Die Lichtblitze in der derzeitigen Debatte rund um die American Physical Society und den Austritt von Hal Lewis …

http://wattsupwiththat.com/2010/10/13/aps-responds-deconstructing-the-aps-response-to-dr-hal-lewis-resignation

Das Scheinwerferlicht auf die Royal Society und deren Rechenkünste in Sachen CO2-Verbleibzeit in der Atmosphäre …

http://www.suite101.com/content/royal-society-humiliated-by-global-warming-basic-math-error-a296746

Die Lichter von Paris (Académie des sciences) …

http://www.fahayek.org/index.php?option=com_content&view=article&id=1952:climate-report-of-the-french-academy-of-sciences-looks-devastating-to-the-ipcc&catid=82:environnement&Itemid=63

Die Lichtblicke beim Bureau of Meteorology (Australien) …

http://www.bom.gov.au/announcements/media_releases/ho/20101013.shtml

Innovative Beleuchtung:
Der Hinweis auf Rebound-Effekte (Jevons’ Paradoxon) mag richtig sein, allerdings dürfte sich ein Überfluss an Energie leichter regulieren lassen als ein Mangel. Energieffizienz ist nicht per se schlecht, ermöglicht sie doch tatsächlich die Einsparung von Energie. Die Übertreibungen, z. B. die weihnächtlichen “Las Vegas”-Lichtorgien entlang von Strassen und in EFH-Siedlungen, sind mit den lobenswerten Coop-Anstrengungen jedenfalls nicht zu vergleichen.

Die Frage nach der eingesetzten Grauenergie muss dennoch gestellt werden. Zitat: “Nach Aussagen von Osram dürfte sie im Bereich von Sparlampen liegen (3.5 kWh Herstellungsenergie, 100 bis 200 kWh Betriebsenergie)

http://www.topten.ch/uploads/images/download-files/QS_LED_Schlussbericht_040909.pdf

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Kein Strom ist CO2-frei”

Gar nichts ist CO2 frei, nicht mal eure Velos.

Interessant ist ja der Umstand, dass z.B. Photovoltaik-Panels viel CO2-Emissionen verursachen:
1. Bei der Herstellung, besonders bei der Silizium-Herstellung
2. Für die Bereiststellung der enormen Kosten der Panels ist eine sehr hohe wirtschaftliche Leistung (= CO2-Emissionen) nötig, wie sie nur hochindustrialisierte Länder zustande bringen (z.B. Deutschland). Das wird gerne vergessen.

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…Nochdazu steht die Schweiz in einem Import-Export Strom Markt mit Deutschland und Italien wo immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut werden => Wenn wir die “Grenz-CO2 Belastung” (analog zu Grenzkosten) betrachten, können wir Strom getrost mit Kohlestrom gleichsetzen.

Jede kWh die wir weniger Verbrauchen, können wir exportieren und damit Kohlestrom ersetzen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

$Kommentar von Georg Weinhofer. 14.10.2010, 8:58
“Kein Strom ist CO2-frei.”

Einverstanden, und ja ich bin sehr dafuer
eine gesamt Energie (oder auch CO2) Bilanz
zu machen.

Dann aber auch fuer die LED Lampen und deren Transport
plus Verpackungsmaterial. Wieviel CO2 kommt dazu?

und ja natuerlich praktisch kein Produkt was in der COOP
(oder sonstwo) verkauft wird ist CO2 frei.

und dann bleibt noch das Problem des Jevons Paradox

bessere Effizienz fuehrt (ohne Gegenmassnahmen)
zu mehr Verbrauch..

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Kein Strom ist CO2-frei. Die Erzeugung mag bei manchen Energieträgern CO2-frei sein, jedoch bei Gesamtbetrachtung hat auch Wasser- und Atomstrom CO2. Beispielsweise fallen beim Bau der Kraftwerke CO2-Emissionen an, diese muss man dem produzierten Strom anrechnen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Der geringere Stromverbrauch durch den LED-Einsatz bedeutet auch einen reduzierten CO₂-Ausstoss der Verkaufsstellen — LED-Beleuchtung ist somit ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur CO₂-Neutralität von Coop.”

Und ich dachte immer in der Schweiz wird der “Strom”
sowieso schon CO2 neutral erzeugt?

Freuen wir uns doch einfach an der Reduktion beim
Stromverbrauch und sorgen gleichzeitig dafuer
nicht noch mehr unnoetiges “Licht” zu erzeugen.

Das Jevons Paradox gilt immer noch!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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