ETH-Klimablog - Mobilität - Heute ist Autofreier Tag

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Heute ist Autofreier Tag

22.09.2010 von

Der Autofreie Tag, auch «Car-free-City-Day» genannt, ist ein Aktionstag, der in Europa von verschiedenen Organisationen, meist Umweltverbänden, initiiert und unterstützt wird. Offiziell findet er jährlich am 22. September statt. In Gemeinden, die an der Europäischen Woche der Mobilität teilnehmen, wird von diesem Datum gelegentlich um wenige Tage abgewichen. Auch in der Schweiz wird oft auf den Sonntag nach dem 22. September ausgewichen, damit das Gewerbe nicht beeinträchtigt wird.

Es funktioniert, theoretisch

Diesen einen Tag pro Jahr auf die heilige Kuh, unser(e) Auto(s), zu verzichten, wird bereits von fast allen Staaten in Europa und von vielen Gemeinden und Städten unterstützt — rein theoretisch. Viele Städte und Orte sperren ihre Zentren für die Dauer dieses Tages für den gesamten motorisierten Verkehr. In den meisten Städten gibt es jedoch Opposition dazu und der Tag wird stark kritisiert. Und doch gibt es Orte, wo es klappt: Zum Beispiel Rom, Prag, Brüssel waren am 22. September schon autofrei.

Ziele des Autofreien Tages

Die Initianten des Autofreien Tages fordern im Allgemeinen die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs und des öffentlichen Verkehrs, eine nachhaltige Mobilität und den Schutz der Umwelt.

In der Schweiz ist neu auch die Diskussion zu den Umweltzonen im Gange, die der Bundesrat bereits gutgeheissen und somit ein positives Signal an den National- und Ständerat gesandt hat.

Positive Auswirkungen

Es ist nicht nur der CO₂-Ausstoss, der an diesem einen Tag stark abnimmt. Der Autofreie Tag hat viele positive Auswirkungen. Neben der Verringerung weiterer Schadstoffe, die von Autos ausgestossen werden, entstehen Flaniermeilen, wo sonst keine sind, und Kinder können auf der Strasse spielen. Es gibt weniger Lärm, was wie die Verringerung der Schadstoffe gesundheitliche Vorteile für die AnwohnerInnen der Städte hat. Und zu guter Letzt wird die Bevölkerung für nachhaltiges Mobilitätsverhalten sensibilisiert.

Schweiz hat Nachholbedarf

Die Schweiz muss nachholen: Viele Städte in der Schweiz lehnen es ab, am 22. September einen autofreien Tag zu organisieren. Andere ziehen Verkehrseinschränkungen um die Alt- oder Innenstädte vor, wie dies zum Beispiel in Wien der Fall ist, wo sich jedoch offizielle Stellen vom autofreien Tag distanzieren.

Oft werden also nur die inneren Bereiche der Gemeinden für einige Stunden autofrei gehalten. Aber zumindest werden auch so die grossen Strassen oder die Hauptstrasse «den Leuten zurück gegeben». Velo- und FussgängerInnenverkehr sowie der öffentliche Verkehr werden einen Tag lang richtig attraktiv gemacht — unter anderem durch Gratisaktionen von Trams, Regionalbahnen und Bussen.

Wer radelt mit?

Trotz teilweise guten Aktionen und guten Absichten, wird der autofreie Tag nicht genügend ausgeführt. Das versuchen viele Umweltverbände und Parteien jährlich zu ändern, stossen jedoch auf grossen Widerstand.

Auch dieses Jahr organisieren vor allem Jungparteien in den grossen Städten der Schweiz Velodemos, um auf die Nicht-Durchführung dieses Autofreien Tages in der Schweiz aufmerksam zu machen. Wer radelt mit?

Zur Autorin

Gastautorin Aline Trede ist Kampagnenleiterin beim Verkehrs-Club der Schweiz VCS.
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Kommentare (31) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

@Kommentar von Peter Bühler. 29.09.2010, 13:35

Danke für die Artikel über die effiziente Umwandlung von Wärme in Elektriztität über neue effiziente thermoelektrische Materialen. Diese Forschungsresultate waren mir bekannt. Allerdings wird hier über einen sehr frühen Punkt in der Forschung berichtet. Bei Erfolg könnte man sich jedoch sogar vorstellen, dass Dampfturbinen überflüssig werden. Man könnte Elektrizität direkt aus der Wand eines heissen Gefässes erzeugen. Das würde sehr viel ändern.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar & Holzherr

R&D…

http://www.uanews.org/node/34382

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/nn100490g

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Michael Dittmar. 26.09.2010, 0:13

Hoi Michael,
danke für den Link zum Artikel Load Management of the Electricity Supply Network using Plug-in Vehicles.
Dieser Artikel zeigt, dass mit Smart Recharging und Vehicle-to-grid-Systemen das Stromnetz mittels Elektromobilen sogar stabilisiert werden kann – indem nämlich Elektrobatterien als Strompuffer verwendet werden. Mit festeingebauten Batterien stossen solche Massnahmen jedoch an natürliche Grenzen und nicht wenige Autofahrer werden nicht begeistert sein, wenn die Batterie gegen Ende der Woche nur noch halb gefüllt wird um die Netz-Stromspitzen am Wochenende abzufangen.

Rezyklierte, austauschbare Batterien, wie sie Better Place vorsieht (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place) könnten jedoch einen wirklich guten Stromspeicher abgeben, vorausgesetzt es gibt deutlich mehr Batterien als Autos.

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Kommentar von Martin Holzherr. 25.09.2010, 17:28
Heute ist Autofreier Tag
Morgen fahren wieder alle. Aber womit?

Ist doch klar mit noch nicht existierenden erschwinglichen elekt. Autos
mit noch nicht existierenden Solar Farmen in der Wueste
oder mit noch nicht existierenden Kernkraftwerken

oder mit H2 Autos mit nicht bezahlbaren Brennstoffzellen
und ohne H2 in ausreichenden Mengen oder wie man
es uns auch weissmachen will..

Dafuer ist der WNA-news Artikel echt stark!
Danke fuer den link (ein schoenes Beispiel wie man
ein Zahlen durcheinander verbreitet!)

„An assumed 20 million vehicle fleet averaging 40 km/day and using 200 Wh/km requires some 160 GWh in additional power generation.“ (angenommen die Zahlen stimmen)

Power ???? und die rechnen in GWh… ??? Durchgefallen!

Also nur mal so auf die schnelle: 160 GWh wieviel ist das?
mit 1 GWe Leistung schafft man am Tag 24 GWh
also in der Nacht .. sagen wir die Kneipen werden
in England zwischen 0:00 und 6:00 geschlossen
dann schafft man 6 GWh..und wir brauchen fuer 160 GWh
eine naechtliche extra Leistung von 27 GWe
hm..
was steht im Artikel?

„This translates to an increase of 16% on winter loads for the UK and could be accommodated relatively easily if the cars were charged overnight.“

27 GWe = 16% increase?

hier (Figure 2) gibt es eine Kurve 2007 UK
also die meinen in Wahrheit:

Winter Peak load ist 60 GWe Nachtminimum unter 40 GWe
also 16% ist etwa 40+27 GWe/60 GWe (peak)

http://www.supergen-networks.org.uk/filebyid/538/file.pdf

Aber hier mein Vorschlag .. wir fahren nur im Sommer
mit den Elektroautos da braucht man gar keine extra
Leistung .. die 60 GWe sind ja schon vorhanden.
(ist auch so besser .. Heizung in Elektroautos ..
nicht so simpel wie in den jetzigen Autos
Klimaanlagen im Sommer nein also das braucht man eh
nicht! Fenster auf..

ah, der Schreiber hat es selber gemerkt:


However, „this ideal is far from being practical,“ especially if large numbers of drivers are recharging while at work.

Verlegen wir doch einfach die Arbeit auf die Nacht
(die Kneipen sind dann eh geschlossen!)

und man braucht (praktisch jetzt nutzt er Mega Watt):

„Meeting this would require a further seven 1000 MWe nuclear power reactors or about six thousand 3 MWe wind turbines.“

das ist der Punkt (7 KKW’s gegen 6000 Windmuehlen)
(warum denn nun eigentlich 7?? ah klar
die laufen nur um die Autos zu laden ..
die 20 Millionen stolzen Besitzer akzeptieren die Zeitplanung (sollte ja bei Ladezeiten von 5 Minuten??)
kein Problem sein. 5 Minuten so lange?

hm.. ich hoffe die jetzigen Kernkraftwerke
der WNA funktionieren besser als der Artikel
es vermuten laesst.

und fuer das UK Grid … ein paar schoene Fotos
dazu…

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1062089/Back-Dark-Ages-National-Grid-raises-spectre-blackouts-winter.html

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Hi

na ja also ich weiss ja nicht der New Scientist
ist sowieso mit Vorsicht zu lesen.
(ausser natuerlich wenn man selber zitiert wird! smile
der Artikel ist leider nicht mehr gratis..)

Akzeptieren alle Beteiligten inzwischen:

„But having established that global average temperatures are rising“

wie es in dem Artikel steht?

„Übrigens: die Sonne rückt wieder ins Zentrum des wissenschaftlichen Interesses betr. Klimaeinfluss (kein Kind würde sich darüber wundern…)
http://www.newscientist.com/article/mg20727793.100-the-sun-joins-the-climate-club.html

falls ja haetten wir ja sowas schreckliches
wie einen „scientific consence“

egal so steht es im Artikel:

„So how large are these effects? In its 2007 report, the IPCC stated that changes in solar irradiance accounted for less than 5 per cent of planet warming since 1750. The scale of the effect is unlikely to change. But having established that global average temperatures are rising and will continue to rise over the 21st century, the key task for the next IPCC report will be to refine regional and medium-term forecasts. “

aber wir interessieren uns ja ein „wenig“ fuer die
Sonnenflecken Korrelationen
(und machen sogar ein einige 10 Millionen Euro teures Experiment)

also hier:
http://solarscience.msfc.nasa.gov/images/ssn_predict_l.gif
(uebrigens es gibt etliche Wissenschaftler die vor dem
Risiko einer grossen Eruption fuer unser Satelliten
Kommunikationssystem warnen.. waere vielleicht wichtiger
sich davor zu schuetzen.)

Aber hier was schoenes fuer die Anhaenger des
Sonneflecken Kults zum Klima Wandel
(Vorsicht mit schnellen Urteilen.. siehe unten smile)

Deep Solar Minimum

http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2009/01apr_deepsolarminimum/

April 1, 2009: The sunspot cycle is behaving a little like the stock market. Just when you think it has hit bottom, it goes even lower.

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@Kommentar von Peter Bühler. 25.09.2010, 18:45

Danke für die Links. Treibstofferzeugung allein aus einfachen Basischemikalien und Energiezufuhr ist tatsächlich eine vielversprechende Idee. Die entscheidende Frage ist die nach der Skalierbarkeit: Können mit der Synthesemethode Millionen von Barrel Treibstoff pro Tag gewonnen werden?

Wir werden es ja schon bald – in einigen Jahren – wissen.

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Heute ist Autofreier Tag

Morgen fahren wieder alle. Aber womit? In einer Zukunft, die von erneuerbaren Energiequellen bestimmt ist, wohl mit Biotreibstoff, denn Strom fliesst in einer von Sonne und Wind gespeisten Energiezukunft viel weniger. Dies kann man dem Energiekonzept des BMU entnehmen (Zitat: Wir streben an, bis 2020 den Stromverbrauch gegenüber 2008 in einer Größenordnung von 10% und bis 2050 von 25% zu vermindern; siehe http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/entw_energiekonzept_kf_bf.pdf). Da erstaunt es nicht, dass Deutschlands oberster Klimaschützer in folgendem Interview (siehe ) sagt: Perhaps we’ll all be driving with sustainable biofuel from Brazil soon. .

Kann man die Mobilität mit Biotreibstoff aufrechterhalten? Wenn man sehr viel Land dafür einsetzt schon. Brasilien erzeugt mit Zuckerrohr 7000 Liter Ethanol pro Hektare. Um die Weltörlproduktion von 80 Millionen Barrel pro Tag damit zu ersetzen braucht man 7 Millionen Quadratkilometer Land, also gerade etwa die Gesatmfläche von Brasilien.

Trotz dem hohen Flächenverbrauch erhöhen viele Länder ihre Biotreibstoffproduktion. Indonesien will die Anbaufläche für Palmöl bis 2020 verdoppeln. Ein ETH-Oberassistent hat ist gerade ausgezeichnet worden für ein Programm, welches dieses Ziel mit möglichst wenig Urwaldrodung errreichen will (siehe http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/100916_tropentag_per/index). Auch Malaysia und Kolumbien wollen ihre Palmölproduktion stark ausweiten (siehe http://www.robinwood.de/german/magazin/200703/94-26-27-tr-kolumkl.pdf). Trotz all den Bemühungen und dem vielen Land, das bereits der Biotreibstoffproduktion dient, deckt Biotreibstoff in Brasilien, welches die Weltproduktion anfürht, nur 20% des Treibstoffverbrauchs ab

Der Anbau von Biotreibstoffen wird sich wohl sogar noch beschleunigen, wenn Rohöl immer teurer wïrd. Für mich steht der Landverbrauch für den Anbau von Energiepflanzen in keinem Verhältnis zum Ertrag, das gilt nicht nur für Biotreibstoffe, sondern auch für Biomasse an und für sich. Immer mehr Land bebauen ist der falsche Weg.

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Heute ist Autofreier Tag

Morgen fahren wieder alle. Aber womit? Vertraut man in die am meisten beworbenen mobilen Zukunftshoffnungen, die selbst von Automobilproduzenten geteilt werden, dann sind es Elektromobile, die schon bald das Strassenbild dominieren.

Aber woher kommt der dazu nötige Strom?
Electric cars will reduce emissions at point of use, but their green credentials rely on the grid and a new generation mix to charge their batteries, warns the UK’s Royal Academy of Engineering. A future UK fleet could need an additional 160 GWh per day.

Kein Wunder, dass die obigen Zeilen aus einem Artikel stammen, der auf der Site World Nuclear News publiziert ist (siehe http://www.world-nuclear-news.org/EE_Royal_Academy_prepare_for_the_electric_car_2705101.html)

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@Kommentar von Michael Dittmar. 25.09.2010, 15:38
Hoi Michael,

danke für deine Überlegungen.
Zitat: Das Problem wie ich es sehe wird sein:
viele werden frustriert sein weil sie sich auf einmal
etwas nicht mehr leisten koennen was sowas
wie fast ein Grundrecht war und der Nachbar kann noch.

Sie laufen darauf heraus, dass es keine Lösung gibt. Du siehst das scheinbar als Aufforderung unseren Lebensstil zu ändern und nicht mit den alten Erwartungen weiterzuleben. Es wäre also vor allem ein psychologisches Problem. Doch ich bin mir nicht so sicher, ob es dabei bleiben würde, dass wir von allem Überfluss einfach etwas weniger haben. Unter den Bedingungen unseres gegenwärtigen Wirtschaftssystems entstünde inner Kürze eine massive Arbeitslosigkeit, sogar Bereiche wie die Bildung oder die ständigen Verbesserungen in der medizinischen Behandlung könnten betoffen sein und der Fortbestand der Zivilisation wie wir sie kennen gefährdet werden, denn wenn so etwas wichtiges wie der billige Transport über den ganzen Globus wegfällt, fallen auch die positiven Globalisierungseffekte weg und Importabhängigkeiten wirken sich dann fatal aus.

Noch schlimmer wäre ein Rückfall in isolierte Ökonomien für exportabhängige Schwellenländer und Entwicklungsländer würden dann buchstäblich allein gelassen werden.

Ich glaube deshalb immer noch an neue Energien, die die Rolle der fossilen Energien übernehmen und am ehesten sehe ich neue Formen der Kernenergie als Lösung. Denkbar wäre aber auch Wasserstoff als neue Energiewährung, erzeugt in riesigen Solarfarmen an sonnenbegünstigten Standorten (siehe http://www.solar-islands.com/). Um ehrlich zu sein, halte ich aber von diesen Formen der Energieplantage, in die so viele riesengrossen Erwartungen setzen, nicht so viel. Die Kosten und Infrastrukturprobleme werden da unterschätzt.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Martin,

„Wer ist anderer Ansicht oder hat andere Lösungen parat?
Längerfristig ist die Rationierung von Gütern natürlich nicht von Gutem. Es ist ja eine Form des Wirtschaftens wie sie im Krieg praktiziert wird mit der Hoffnung sie sei zeitlich limitiert.“

Ein Problem mit den Methoden zu bekaempfen die es verurusacht haben kann eigentlich nicht die Loesung sein. (frei nach Einstein oder wer auch immer es zuerst gesagt hat)

Landwirtschaft bei uns (und in Europa) in Biotreibstoffe zu verwandeln wird uns allen die Hungerkrise bringen.

den Guertel enger schnallen damit andere weiter sinnlos Flugzeuge fliegen koennen? Nein Danke

genau wie kleine, Fahrrad aehnliche Autos Twike oder wie das Ding heisst.. damit andere uns dann mit ihrem grossem dicken Hummer totfahren (oder damit sie einfach nur noch ein paar Jahre weiter machen koennen) .. nein Danke.

Elektroautos (falls es sie denn in interessanten Mengen gaebe) wuerden unser jetzt schon stark trapaziertes Grid in ein Chaos stossen.

geht auch nicht also wir muessen was ganz anderes erfinden! Aber was.. nun dafuer sind wir ja „Forscher“

also noch ein Gedanke:

Das Problem wie ich es sehe wird sein: viele werden frustriert sein weil sie sich auf einmal etwas nicht mehr leisten koennen was sowas wie fast ein Grundrecht war und der Nachbar kann noch.

als Resultat … viele drehen durch und machen im besten Fall nur Kratzer ins teure Auto.. Dann kommt die normale Spirale

und nun wie man vielleicht mit dem Oelproblem umgehen koennte.. also ich habe gerade jemand „entdeckt“ und zum Problem

„If we can really understand the problem, the answer will come out of it, because the answer is not separate from the problem.“
Jiddu Krishnamurti

mehr unter
http://www.brainyquote.com/quotes/authors/j/jiddu_krishnamurti.html

interessante Gedanken!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Ökonomische Fragen sind im Klimablog schon öfters angesprochen worden. Als ökonomische Alternativen in der Klimapolitik gibt es rein marktwirtschaftliche Instrumente (Emissionszertifikate) oder bewusste Marktlenkungen/Marktverzerrungen wie Einspeisevergütungen, Ökosteuern, CO2-Abgaben.

Gemeinsam ist diesen Massnahmen, dass sie auf den freien, teilweise aber gesteuerten Markt setzen. Ist der Markt immer die beste Lösung?

Im Zusammenhang mit diesem Blogthema dem «Car-free-City-Day» stellt sich eine mit der Klimapolitik verknüpfte ökonomische Frage: Wie soll man einer plötlich auftretenden Ölknappheit entgegentreten? Welches ist die adäquate ökonomische Antwort kurzfristig und langfristig, damit sich kein Doomsday-Szenario entfaltet .

Michael Dittmar hat mit «Saving Oil in a Hurry» (siehe http://www.iea.org/textbase/nppdf/free/2005/SavingOil.pdf) ein von der Internationalen Energieagentur vorgeschlagenes Rationierungsprogramm als Antwort auf eine plötzliche Ölverknappung verlinkt.Wie gut schneidet die reine Marktsteuerung mit ihrem Preissignal gegen Rationierungsmassnahmen ab?

„The end of cheap oil“ ist bereits Realität mit Preisen für ein Barrel Öl, die jetzt dauerhaft über 70 Dollar liegen und damit mehr als 3 Mal so hoch sind wie noch vor 10 Jahren. Der gestiegene Preise hat
– verbrauchsärmeren Fahrzeuge Auftrieb gegeben
– die Suche nach Ölalternativen in Form von Biotreibstoffen und Elektrofahrzeugen beflügelt
– nichtfossile Raumwärmelösungen wie Erwärmepumpen, Minenergiehäusern vorangetrieben.
– über hohe Treibstoffabgaben in europäischen Ländern verbrauchsarme Fahrzeuge begünstigt (über das Preissignal)

Doch ein überzeugender Ersatz für Öl fehlt bisher – ausser im Bereich Raumwärme.
Nehmen wir nun an, ab 2012 öffne sich eine Öl-Angebotslücke, die jährlich um 3% wächst.
Über das Preissignal würde das folgendes bewirken:
– Steigende Ölpreise treffen den Strassen- und Schiffstransport, den Flubbereich und das Heizen mit Öl besonders stark
– Privatautos wären weniger betroffen
– Preise für global verschiffte Güter würden stark steigen
– die Flugbranche würde zunehmende Verluste machen
– Ein verstärkter Anbau von Energiepflanzen für Biotreibstoffe würde die Nahrungsmittel verteuern

Es scheint, dass da marktwirschaftliche Mechanismen allein, die über gestiegene Preise wrken, die Wirtschaft gesamthaft sehr stark treffen. Rationierungsmassnahmen wie sie in «Saving Oil in a Hurry» vorgeschlagen werden könnten mindestens in einer Übergangsphase den Preisschock deutlich dämpfen. Diese würden in erster Linie beim Auto ansetzen:
– weniger gefahrene Kilometer mit mehr Fahrgästen pro Fahrzeug als heute üblich
– öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen
– Zwang ein verbrauchsarmes Fahrzeug oder gar ein Elektromobil zu kaufen
– weniger Privatautos
– Ölheizungen komplett ersetzen
Damit würde genügend Treibstoff für den Transport von Gütern und den Flugverkehr übrigbleiben und der Preisanstieg gedämpft.

Mir scheint, wenig regulierte Martwirtschaft ist vor allem in einem Wachstumsmarkt erfolgreich. Sie lässt tausend Blumen blühen und beseitigt Monopolstellungen, die nur ein paar Firmen Vorteile bringen. Ein Beispiel ist der Telkommunikationsmarkt.
In einem schrumpfenden Markt oder einer Situation der Ressourcenverknappung dagegen werden die kaufkräftigsten Teilnehmer sich so viele Ressourcen aneignen, dass für die anderen nichts mehr übrigbleibt, was sogar gesamtwirtschaftlich negativ zu Buche schlägt.

Wer ist anderer Ansicht oder hat andere Lösungen parat?

Längerfristig ist die Rationierung von Gütern natürlich nicht von Gutem. Es ist ja eine Form des Wirtschaftens wie sie im Krieg praktiziert wird mit der Hoffnung sie sei zeitlich limitiert.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Holzherr

Die fossilenergetischen Fastentage bzw. „der bewusste Verzicht zur gleichen Zeit vereint die Menschen, die daran teilnehmen“ – scheint einem diffus spirituellen Bedürfnis zu entsprechen, geeignet, dem allgegenwärtigen Sinn-Vakuum wenigstens mit gut gefüllten Fahrradschläuchen zu begegnen.

Sie haben natürlich Recht: ohne „Sünder“, „Himmel“ und „Hölle“ hätten der VCS wie die Kirche (und das IPCC) rasch ausgedient.

Neigen wir deshalb bevorzugt – statt zur schmallippigen protestantischen – besser zur „bayerisch-katholischen“ Variante: sündigen wir herzhaft und guten Gewissens – und gehen hin und wieder zur Beichte.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

Kommentar von Ben Palmer. 24.09.2010, 19:51
@Michael Dittmar: besten Dank für den Verweis auf Ihren Vortrag, die Zahlen sind eindrücklich.
„Aber ich stelle mir die Frage, weshalb Sie dann noch Ihre ENERGIE mit Diskussionen über CO2 verschwenden.“

ach .. „ich glaube wir verstehen beide was ich meine.“

Aber ja warum gibt es nicht einen Blog zum Thema Energieproblem .. (und im IPCC report nur eine Seite zum Thema mit der Antwort „don’t worry be happy“). Fragen sie lieber die anderen.. (bin ja nicht gerade still).

zu
„Erlauben Sie mir einige Bemerkungen zu Ihrem Vortrag.“

gerne und mit Freude!!!

„Der technisch korrekte Begriff wäre wohl eher Dependence.“

einverstanden! Habe das genommen weil der beruehmte US Praesident mal sagte: „we are all adicted to oil“

aber ich werde es in Zukunft gerne aendern..

Fast niemand erinnert sich eh mehr and die letzten 8 Jahre

„Wasting time tue to useless long distance driving“

„Ich bin oft zu Kunden unterwegs, die nicht in Ballungszentren sitzen, dazu habe ich auch noch einiges an Gepäck zu transportieren. Viele Versuche mit Bahn oder sogar mit Flugzeug an den Ort zu kommen, sind am Magel an Flexibilität und Bequemlichkeit gescheitert.“

Sollte keine Kritik an Ihnen oder mir sein!

Sondern eher an der ineffizienten Organisation unserer globalen Wirtschaft.

Weder sie noch ich haben einen Einfluss darauf es hat sich so entwickelt ob wir wollen oder nicht. Wir versuchen uns damit so gut es geht zu arrangieren oder?

Aber ihr Beispiel von zu Konferenzen „Jetten“, einen 30 Minuten Vortrag geben und wieder zurueck am gleichen Tag .. zum Beispiel das kann es doch nicht bringen.

Klar, das ist ja das Dilemma das Auto ist in vielen Dingen unschlagbar aber im Vergleich und einfach eine Beobachtung: Im Umfeld von Chicago wohnen 20 Millionen Menschen. Die fahren oft taeglich 150 km hin und 150 zurueck plus 8 Stunden Arbeit oder mehr. Plus eine Stunde im Stau zig Autobahnen raus und rein nach Chicago.

Wir haben rund 50km vom Zentrum entfernt gelebt und ich hatte das Glueck etwa 8km entfernt vom Arbeitsplatz zu leben und direkt an dem praktisch einzigen Fahrradweg .. war echt klasse und flach. (war auf einer ehemaligen Bahnstrecke die kaputt ging dank freier „Marktwirtschaft und billigem Benzin)

Das Resultat, na ja um einen Spaziergang in einer halbwegs natuerlichen Umgebung zu machen und ohne richtigen Autolaerm musten wir rund 100km fahren.

(so in der Schweiz im Abstand von 5km praktisch ueberall zu finden und selbst die Staedte sind schoen!)

So joggen gehen .. ja ausser dem Fahrradweg gab es fast nichts .. und die meisten unserer Bekannten sind dann schnell ins Fitness Center mit dem Auto gefahren (wir auch aber nur weil es dort ein Schwimmbad und eine Kletterwand gab und na ja es nicht teuer wenn man 3mal die Woche ging und fuer die Kinder gab es auch was.)

Hier bin ich noch nie im Fitness Center gewesen und wir sind eher noch aktiver.. und viel geht auch ohne Auto. Aber ja zum Skifahren etc … klar aber immerhin laden wir unser Auto voll. Jetzt wo die Kinder groesser sind nehmen wir oft den Zug und gehen von Huette zu Huette. Die Kinder lieben die Eisenbahn im Vergleich zum Auto!)

„Acht Stunden vor dem PC zu sitzen, bringt kaum jemanden ausser Atem. Mit Energieversorgung hat das nichts zu tun.“ War nicht mein Punkt..
aber wenn man sich die Studie zum Uebergewicht in OECD Laendern anschaut .. also „wir“ haben schon ein Problem oder. Von den USA gar nicht zu sprechen.

zu
Wealthy people and populations don’t want to share with others and don’t care about the future

„Absoluter Schwachsinn, menschenverachtend und durch keine Fakten belegt.“

also das war eine Hypothese aus dem Buch environmental Physics und die Autoren hoffen das dem nicht so ist.

Aber ist dem wirklich nicht so?

Leider gibt es viele viele „wealthy people“ in der Geschichte unserer Art die keine Scheu hatten Millionen zu toeten..

Sklavenhandel nach Amerika zu .. na H. und S. und M. waren sicher nicht gerade nicht „wealthy“ und meine Erlebnisse auf Reisen in den USA Indien haben mir auch die Augen noch weiter geoeffnet. (zumindest faellt es einem schwer in den ersten Tagen nicht hinzuschauen..)

Aber Sie haben recht in der Schweiz gibt es durchaus gute Gegenbeispiele! Wie schon mal woanders geschrieben

Helfen wir dass es so bleibt .. auch und gerade in Zeiten der Krise!

zu

„Mit der Folie “Which warnings existed 25 years ago and what happened since 1980″ haben Sie sich selbst einen schlechten Dienst erwiesen: Keine der Vorhersagen hat sich bewahrheitet.“

Welche nicht?

Das „Wirtschaftswachstum“ weltweit war mit 5-6% angenommen. Es waren in der Realitaet vielleicht 2%? und die Sowjetunion ist kollabiert! dort gab es einen etwa 30% Einbruch bei der Energie Nutzung pro Kopf (und die Lebenserwartung der Menschen ist um rund 10% gesunken).

Nur deshalb sind die schlimmsten Dinge noch nicht eingetreten nur um ein paar Jahre verschoben und
wir profitieren von den Rohstoffen aus Russland (noch). Aber die Daumenschraube wird langsam eng..
Schauen sie sich das kleingedruckte beim Milleniumreport 10 Jahre spaeter an.

Ansonsten genau was wir heute beobachten nur ein paar Jahre spaeter..

Aber wenn Sie und andere Zeit haben ich haette Lust das Global 2000 Buch mal genauer kritisch zu analysieren.. und mit der Realitaet heute zu vergleichen. Steht bei mir im Schrank und wohl auch sonst einfach zu finden.. vielleicht sogar online?? Kann man eine schoene Arbeit zu schreiben!

und zum Schluss noch etwas zum Problem Wasser ganz „frisch“
http://www.physorg.com/news204470960.html

und ja weil sie gerne kritisch schauen.. viel Spass
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/nuclearWien.pdf

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@Kommentar von Peter Bühler. 24.09.2010, 17:14

Ich sag’s doch, muss irgendwie ein religiöses Motiv dahinterstecken: vom fleischfreien Freitag, über den arbeitsfreien Sonntag bis hin zum blogfreien Tag.

Der bewusste Verzicht zur gleichen Zeit vereint die Menschen, die daran teilnehmen. Das hat insoweit etwas religiöses als es eine Gemeinschaft schafft oder auch beschwört.

Hinter der scheinbaren Verneinung (kein Fleich, kein Auto, kein …) verbirgt sich auch eine Bejahung bis in alle Ewigkeit. Würde man überhaupt kein Fleisch mehr essen, würde ja der fleischfreie Tag keinen Sinn mehr machen und das gleiche gilt für den autofreien Tag – und damit würde auch der gemeinsame Verzicht entfallen, der die Menschen vereint.

Solange es autofreie Tage gibt, ist die Zukunft des Autos also gesichert.

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@Michael Dittmar: besten Dank für den Verweis auf Ihren Vortrag, die Zahlen sind eindrücklich.
Aber ich stelle mir die Frage, weshalb Sie dann noch Ihre ENERGIE mit Diskussionen über CO2 verschwenden. CO2 ist wirklich nur ein Strohmann, um den Menschen Angst einzujagen. Wenn es keine fossilen Energien mehr gibt (in 5 Jahren?) ist CO2 kein Thema mehr. Bis es so weit ist, bedeutet jedes Zehntelgrad Temperaturzunahme eine Einsparung an fossilen Energien für die Heizung.
Und ich stelle mir auch die Frage, weshalb zehntausende von Menschen (darunter auch die Intelligenzia) jeweils zu den Klimagipfeln reisen, wenn doch das Hauptproblem die Energieversorgung in der Zukunft und nicht das CO2 ist. Das Erdöl, das dort in den Flugzeugturbinen, Taxis und Klimaanlagen verbraten wird, wird auch durch CO2-Sequestration nicht erneuerbar.

Erlauben Sie mir einige Bemerkungen zu Ihrem Vortrag.
Sie verwenden den Begriff Oil Addiction.
Addiction bedeutet psychische oder physische Abhängigkeit, wie in „Sucht“. Dem Begriff hängt eine Konotation von Krankhaftigkeit an, aber ich kenne weder Menschen noch Maschinen, die auf Erdöl süchtig sind. Mir ist es egal, ob mein Auto oder meine Heizung mit Erdöl gespiesen werden, Erdöl ist eines von mehreren Mitteln zum Zweck. Aber vielleicht steckt hinter dieser Begriffswahl eine Absicht. Der technisch korrekte Begriff wäre wohl eher Dependence.

Einige Rosinen aus Ihrem Vortrag:
Wasting time tue to useless long distance driving … (damit ist wohl das Auto gemeint). Abgesehen davon, dass Sie hier unterstellen, dass autofahren über längere Distanzen useless ist, kann man das so nicht stehen lassen.
Ich bin oft zu Kunden unterwegs, die nicht in Ballungszentren sitzen, dazu habe ich auch noch einiges an Gepäck zu transportieren. Viele Versuche mit Bahn oder sogar mit Flugzeug an den Ort zu kommen, sind am Magel an Flexibilität und Bequemlichkeit gescheitert.
Too little physical activity due to car driving. Ein Appel an die Gesundheitsvorsorge? Ich habe damals regelmässig Squash gespielt und im Winter Extrem-Skisport betrieben.
Acht Stunden vor dem PC zu sitzen, bringt kaum jemanden ausser Atem. Mit Energieversorgung hat das nichts zu tun.

Wealthy people and populations don’t want to share with others and don’t care about the future
Absoluter Schwachsinn, menschenverachtend und durch keine Fakten belegt. Menschen sind Menschen, ob vermögend oder nicht. Ob gut oder böse lässt sich nicht am Kontostand ablesen.

Mit der Folie „Which warnings existed 25 years ago and what happened since 1980“ haben Sie sich selbst einen schlechten Dienst erwiesen: Keine der Vorhersagen hat sich bewahrheitet.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@ Holzherr

Kreativseminar?

Wie wär’s, wenn alle mal einen Tag lang auf einem Bein hüpfen? oder ein Auge zukneifen? oder die Luft anhalten?(darüber würde MD sich freuen…)

Ich sag’s doch, muss irgendwie ein religiöses Motiv dahinterstecken: vom fleischfreien Freitag, über den arbeitsfreien Sonntag bis hin zum blogfreien Tag.
Gäbe sicher Motive genug, um 365 Tage mit „Freiheiten“ aller Art zu füllen.

Was immer Sie vorhaben: es steht Ihnen frei. Unterlassen Sie’s einfach, die Einhaltung Ihres x-freien Tages kollektiv zu verfügen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

@Kommentar von Ben Palmer. 24.09.2010, 16:12

vielleicht haben sie mich falsch verstanden. Ich weiss sehr wohl wie wir alle und oft freiwillig und nicht unguenstigen Bedingungen in unsere heutige Lage gekommen sind.

Ich weiss auch wie praktisch und oft effektiv ein Auto sein kann.

Worauf ich hinaus wollte war ..

es gibt eben auch eine Kehrseite der Medaille

zum Beispiel formuliere ich das (A la Odum) in meinen Vortraegen immer so:

„ Eliminate wasteful use of energy (wasting energy is not the same as abstinence!) → (1) reduce unneeded “horsepower”, → (2) reduce cars with simultaneous changes in the necessity to move long distances.“

oder auch Seite 5

http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energylecture_12.pdf

Ihr Beispiel passt da leider nur sehr gut dazu.

Deshalb eben wir sollte alle ueber den Satz von Birol (IEA) nachdenken (auch sie.. vielleicht auch nur fuer ihre Kinder)

„Wir sollten das Oel verlassen bevor es uns verlaesst“

und auch Herr Palmer machen sie sich keine Illusionen (die Bundeswehrstudie zum Peak Oil hat es auch wieder bewiesen)

einflussreiche Leute wissen Bescheid ueber das Problem. Die Plaene liegen in der Schublade.. auch in der Schweiz (und selbst wenn es nur die von der IEA sind)

und ja wenn es den „oil supply crunch gibt“ dann werden wir uns hoffentlich zum Teil sogar darueber freuen wenn eine „gute“ Regierung sich darauf (und fuer uns!) vorbereitet hat.

Also bereiten wir uns am besten selber auf das unausweichliche vor. Die Schmerzen muessen wirklich nicht so gross sein wie wenn wir unvorbereitet mit den Tatsachen konfrontiert werden.

Wann? kann ich leider nicht sagen haengt von vielen Unbekannten ab.

Aber sagen wir 2 Jahre, 5 Jahre oder maximal 10 Jahre bis Autofahren so wie „heute“ fuer viele von unmoeglich wird. Was kann es schaden zu versuchen die Familie und Freunde nicht hunderte km weit entfernt zu haben sondern sagen wir 10-50 km zum Beispiel. Und ja fuer die letzte Lebensphase die hoffentlich fuer uns alle noch weit weg ist ..vielleicht auch nur um die Ecke.. (und auch nicht wieder zu dicht!)

je nach Glauben!

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@Dittmar:
nein ist doch ganz einfach.. in einer nicht zu fernen Zukunft werden Familien wieder dicht beieinander wohnen und damit gibt es das Problem gar nicht.
Ach ja? Und damit niemand auf die Idee kommt, sich weiter als 20km von seiner Familie zu entfernen, ist das Heiraten nur innerhalb der Wohngemeinschaft oder des Dorfes erlaubt. Wer von der Familie wegzieht, zahlt eine Familientrennungsabgabe. Kostenneutral versteht sich, sie wird über die Krankenkassenprämien wieder umverteilt; so profitieren alle Menschen davon.

Dagegen .. eine Gesellschaft die Familien auf hunderte von km trennt aus welchen Gruenden auch immer und sich soziale Marktwirtschaft nennt, hat wohl ihren Namen nicht verdient!

Vielleicht sind Sie ja in der glücklichen Lage, Hauswart zu sein, dann können sie direkt am Arbeitsort wohnen. Alternativ könnte man auch wieder die idyllischen Arbeiter-/Arbeitnehmersiedlungen einführen und sie von den Unternehmen finanzieren lassen. Am besten gleich in der Industriezone, neben dem Bürogebäude oder der Fabrik.

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Wie wärs denn mit einem blogfreien Tag anstatt einem autofreien Tag.

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@ Ben Palmer

Hat sich mit der Vernunft, wenn etwa überzeugte Autogegner sich von ihren Gastgebern am Bahnhof abholen und nach Besuchsende wieder dorthin zurückbringen lassen.
Vier statt zwei Wege, Hauptsache das ganz persönlich geführte „Reinheft der Klimasünden“ bleibt unbefleckt.

Speziell vernünftig auch der gewaltige Umgehungsverkehr an den „heiligen Tagen“, nicht zwingend von böswilligen Spielverderbern verursacht, aber von Leuten, die einer Verpflichtung mit dem Auto nachzugehen gezwungen sind.

Kann mich erinnern, wie am ersten Autofreien Sonntag Holzvergaser auf den Strassen rumkurvten und „das System“ überlisteten.
Laut MD werden wir uns an diesen Anblick wohl wieder gewöhnen müssen…

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„Wer Zwang mit Vernunft verwechselt, hat eindeutig einen von Sendungsbewusstsein getrübten Blick.“

nein ist doch ganz einfach.. in einer nicht zu fernen Zukunft werden Familien wieder dicht beieinander wohnen und damit gibt es das Problem gar nicht.

Dagegen .. eine Gesellschaft die Familien auf hunderte von km trennt aus welchen Gruenden auch immer und sich soziale Marktwirtschaft nennt, hat wohl ihren Namen nicht verdient!

Ein eindrucksvolles Beispiel.. (koennte das Familienschicksal eventuell zum Nachdenken ueber einige Zusammenhaenge anregen?)

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Kommentar von Peter Bühler. 24.09.2010, 12:14
dem Appell an die Vernunft zustimmen

Wenn denn Vernunft daran gemessen werden kann , ob man an einem fremdbestimmten Tag sein Auto nicht benutzt wird …

Ich erinnere mich an einen der ersten „total“ autofreien Tage in der Schweiz. Meine Mutter lebte (damals noch) am anderen Ende der Schweiz, auf einem ziemlich abgelegenen Bauernhof und war schwer krank. Aus beruflichen Gründen blieb mir nur der Sonntag, um sie zu besuchen. Mein einziger Ausweg, war Samstag nacht anzureisen und Sonntag nach Mitternacht wieder abzureisen. Man nennt das „beat the system“, nicht aus freiem Willen, sondern aus Vernunft! Und wer hat was damit gewonnen?

Wer Zwang mit Vernunft verwechselt, hat eindeutig einen von Sendungsbewusstsein getrübten Blick.

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Ach,

ich sehe das total relaxed ..

Staatlich verordnete Autofreie Tage werden ganz von selber und schneller als man denkt kommen.

Im Gegensatz zu wirklichen Menschrechten gibt es kein Recht Auto zu fahren… (in der Realitaet faehrt sowieso nur eine kleine Minderheit zu der wir natuerlich auch gehoeren Auto.)

und jawohl von der freiesten der freiesten Organe der Marktwirtschaft geplant und demnaechst verordnet.. (ab wann? Tja da muesste man Kassandra heissen)

Save oil in a hurry: http://www.iea.org/textbase/nppdf/free/2005/SavingOil.pdf

das erstaunliche.. das wurde 2005 veroeffentlicht als die IEA jede Oelknappheit verneint hat!

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Man kann Prof. Wehrlis Appell an die Vernunft zustimmen (dem sich auch Ben Palmer nicht versagt) und die Frage nach dem Sinn „autofreier Tage“ erst recht stellen.

Auffallend am Ganzen ist sicher dieses religiöse Erweckungselement, das Glaubenswerben, der moralisierende Anspruch auf (wenigstens temporäre) universale Gültigkeit, dem das eigene vernünftige Handeln als mögliches Vorbild für andere nicht genügt und der sich viel mehr als Heilslehre oder gar als quasi „staatskirchlich“ verordneter Verhaltenskodex durchzusetzen wünscht.

Diesem missionarischen Impetus folgend, gelangen liturgische Formen wie kirchliche Festtage in den profanen Kalender. Man leiht sich dabei etwas vom verblassenden Glanz von deren historischer Bedeutung – und zwingt die „Heiden“ zur unfreiwilligen Teil- oder Rücksichtnahme.

Fehlen eigentlich bloss noch rituelle Prozessionen und Flurumgänge, bei denen geschmückte Farfler-, Michaux-, Starley oder Lallement-Räder, Draisinen, Shimano-Schaltungsgruppen und andere Devotionalien mitgetragen und dazu passende Hymnen gesungen werden. Vorschlag:
http://www.youtube.com/watch?v=gWJ8_B9BVxo

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Autofreier Tag – Zirkus oder Kindergarten?
Ich habe viele autofreie Tage im Jahr. Aber warum ich gerade am 22. September mein Auto nicht benutzen soll, leuchtet mir nicht ein. Es kann viele Gründe geben, warum ich aber gerade am 22. September mein Auto benutzen will oder muss. Ich wohne, wie viele Menschen, weit ab von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für den Massentransport ausgelegt, deshalb sind auch die Frequenzen an Sonntagen stark reduziert und abgelegene Siedlungen werden gar nicht bedient.

Wann und wo ich radfahren, will ich selbst entscheiden, ich brauche dazu keine Massenbewegung, die mir willkürlich ein bestimmtes Datum vorschreibt. Auch ist Radfahren nicht jedermanns Sache und für viele zu risikoreich.

Das Auto als heilige Kuh zu bezeichnen, soll wohl an das Schamgefühl der Bevölkerung appellieren, ist aber diffamierend für diejenigen, die auf Mobilität angewiesen sind. Autofahrer sind in der Regel erwachsene Menschen, die in Eigenverantwortung entscheiden können und wollen. Auto-, Fleisch-, Tabak- und andere „freie“ Tage jeder Art sind der Versuch mit sozialem Zwang an einem bestimmten Tag an einem bestimmten Ort ein bestimmtes Verhalten zu erpressen. Man nennt das Manipulation.

Wie wär’s mit einem PC-freienTag, um die blogende, chattende und mailende Bevölkerung für nachhaltiges Energiesparen zu sensibilisieren?

Autofreier Tag – im Gleichschritt Marsch.

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@ Martin Holzherr
Wir sind für unseren eigenen Lebensstil verantwortlich. Viele von uns sind frei genug, das Auto stehen zu lassen. Wir können uns stattdessen mit Fahrrad und Bahn bewegen. Damit vermindern wir Erdölabhängigkeit und Klimarisiken. Verbote sind von gestern, den rationalen Entscheidungen gehört (hoffentlich) die Zukunft.

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@Kommentar von Bernhard, Wehrli. 22.09.2010, 14:18

Zitat: Es gibt hier wenig rationale Gründe weiterhin Autos zu besitzen …

Viele könnten hier auf das Auto verzichten. Fragt sich nur, was man daraus für politische Forderungen ableiten kann. Schliesslich ist vieles was wir machen nur schwach rational unterlegt.

Man muss natürlich schon triftige Gründe finden um Autos zu verbieten. Weil Autos unseren Lebensraum mit Schadstoffen, Treibhausgasen und Lärm belasten könnte eine Begründung liefern. Das wäre wohl der einfachste Weg um verkehrsbedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Es bräuchte dann auch keine Nullemissionsfahrzeuge wie beispielsweise Elektromobile, die ja selber wieder Probleme schaffen mit ihrem Strombedarf. Das – der zusätzliche Strombedarf der Elektromobile – ist vor allem dann ein Problem, wenn man nur noch mit neuen erneurbaren Energien auskommen will, denn in einer solaren Zukunft gibt es weniger Strom und nicht mehr.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Das Schweizer Mittelland ist vorbildlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Es gibt hier wenig rationale Gründe weiterhin Autos zu besitzen und unseren Lebensraum mit Schadstoffen, Treibhausgasen und Lärm zu belasten.

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Zitat: Aber zumindest werden auch so die grossen Strassen oder die Hauptstrasse «den Leuten zurück gegeben».

Der Neuigkeits-/Wissensraum schafft ständig neue Begriffe und Formeln, die viele Assoziationen wecken, hier ist es die Formel «den Leuten [die Strasse] zurück gegeben». siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Reclaim_the_Streets

„Reclaim the Streets“: Sie wurde bezeichnet als Widerstandsbewegung gegen die Globalisierung, die von Unternehmen vorangetrieben wird, auch als eine Oppositionsform gegen das Auto als das häufigste Transportmittel, das Stadtplanung und Nutzung des öffentlichen Raums bestimmt. Es werden dabei oft Karneval-artige Feste veranstaltet.
Im Werk No Logo von Naomi Klein wird die Straßenrückeroberung ausführlich beschrieben.

Wir hatten in diesem Blog auch schon eine andere Formel, nämlich «Koalition der Willigen» (siehe http://blogs.ethz.ch/klimablog/2010/09/09/koalition-der-willigen-warum-und-wozu/).

Die Verwendung einer solchen Formel gerät wohl meistens auch zur politischen Verortung desjenigen, der sie verwendet – kann aber auch Zeichen mangelnder politischer/gesellschaftlicher Sensibilität sein (was ich bei der Formel «Koalition der Willigen» vermute).

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Umweltzonen – die unsinnigste Schickane überhaupt. Wenn die Grünen ihr Anliegen möglichst unpopulär machen wollen, befürworten sie Umweltzonen in den Städten.

Schaut euch an, was die in Deutschland gemacht haben! Maximaler bürokratischer Aufwand: Stellt euch vor, ihr müsst morgen schnell geschäftlich in eine deutsche Stadt, habt aber diesen Kleber nicht. Brazzaville in Kongo ist einfacher zu erreichen.
Maximale Bürgerschickane: Stellt euch vor, ihr habt ein altes Auto, das ihr zwar nur selten fährt, aber doch mal braucht um in die Stadt zu kommen. Die Stadt ist nicht erreichbar für euch.
Minimaler Nutzen: Ihr denkt nicht wirklich, die Schadstoffe machen halt an der Stadtgrenze??

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