ETH-Klimablog - Energie - Das Gegenteil von gut: gut gemeint

ETH life zum Thema

Welternährung: «Ein nahrhafter Denkanstoss» (17.10.13)
Klimaforschung: «Klimaforschung im Dialog» (4.10.13)
Klimaforschung: «Emissionen verpflichten uns langfristig» (27.9.13)
Energieforschung: «Der Asket unter den Motoren» (12.9.13 )

Blog-Schwerpunkte

Die Beiträge geordnet nach Wissensgebieten rund um den Klimawandel:
>Klimaforschung
>Umweltfolgen
>Energie
>Mobilität
>Wirtschaft
>Politik
>Stadtentwicklung
>Welternährung
>Nord-Süd

Archive

Das Gegenteil von gut: gut gemeint

28.06.2010 von Gastautor , erdgas

Die vom Nationalrat beschlossene 20-prozentige Reduktion der CO₂-Emissionen nur im Inland wäre erreichbar, wenn man sich auf die massive Substitution von Heizöl und eines Teils des Benzins durch Erdgas konzentrieren würde. Diese Massnahmen würden rasch, wirtschaftlich und zuverlässig eine deutliche Reduktion von CO₂ im Inland bewirken. Wie schrieb doch vor kurzem der Stadtrat von Zürich in Beantwortung einer Anfrage aus der grünen Partei: «Die Substitution von Ölheizungen mit Erdgasheizungen leistet in der Stadt Zürich seit Jahren den grössten Beitrag zur Reduktion von CO₂.» Eigentlich eine Binsenwahrheit, aber es ist schon lange her, seit dies eine politische Behörde so laut und deutlich gesagt hat.

Zielführende Lösungen notwendig

Somit sollten wir eigentlich erwarten, dass die öffentliche Hand diese Erkenntnis beherzigt und nun Erdgas als die optimale Strategie zur CO₂-Reduktion fördert und unterstützt. Doch wer die politische Realität kennt, weiss: Dies wird kaum passieren. Für Erdgas spricht sehr viel, nicht nur der geringere CO₂-Ausstoss. Aber es ist ein fossiler Brennstoff. Man verlangt nicht nach zielführenden, sondern nach politisch korrekten Lösungen. Dabei wird die Welt in gut und böse eingeteilt, in schwarz und weiss. Wer auf der falschen Seite landet, wird geächtet, wer auf der richtigen Seite steht, kassiert Subventionen. Man behandelt Erdgas wie Kohle, gleichzeitig tut man aber so, als ob importierter Strom aus eben dieser Kohle keine CO₂-Emissionen hervorrufen würde. Weil bewusst nur von der praktisch CO₂-freien Schweizer Stromproduktion gesprochen wird und nicht vom effektiven Verbrauch (siehe www.stromundklima.ch).

Die «korrekte» Politik sieht dann so aus:

  1. Effizienten kondensierenden Erdgas-Heizungen werden Steine in den Weg gelegt, während Elektrowärmepumpen zulasten des Steuerzahlers und des Stromkonsumenten finanziell gefördert werden. Selbst wenn sie an einem Standort stehen, der sie an kalten Tagen wie die inzwischen verpönten Elektroheizungen arbeiten lässt. Ganz abgesehen davon, woher der Strom für ihren Antrieb kommt und mit wie viel CO₂ dieser belastet ist.
  2. Über die kostendeckende Einspeisevergütung KEV werden kleine und kleinste und daher ineffiziente Biogas-Verstromungsanlagen gefördert. Statt einen Anreiz zu setzen, ökologisch sinnvoller das Biogas ins Erdgas-Netz einzuspeisen und zum Beispiel in der Mobilität einzusetzen.
  3. Oder man denke an die massive, wirtschaftlich völlig verfehlte Subventionierung der Photovoltaik, statt auf die wesentlich einfacheren, verlässlicheren und deutlich billigeren Sonnenkollektoren zu setzen, welche die Wärme direkt nutzen. Dabei wäre das Potenzial sehr gross: Die Kollektorfläche pro Einwohner der Schweiz entspricht bis heute lediglich anderthalb A4-Blättern. Da wäre so viel zu tun – speziell in Kombination mit Erdgas-Heizungen.

Diese Entwicklungen bringen dem Klima nichts. Und sie schaden unserer Volkswirtschaft. Unseren Politikern kann das egal sein. Sie handeln ja völlig «korrekt». Und meinen es gut.

Zum Autor

Gastautor Jean-Marc Hensch ist Direktor des Verbands der Schweizerischen Gasindustrie.

.

.





Kommentare (60) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

hm,

Pech, hatte ich befuerchtet dass wir zum fast gleichen Resultat kommen.

Wir haben ja schon eine nacht elektro Fussbodenheizung (kann man leider nicht auf Waermepumpe umstellen) mit Holzkamin plus wenn es richtig kalt ist noch Radiatoren.. und sowieso nur das Wohnzimmer

Luft ist sicher gut und gesuender aber manchmal sind 16-17 Grad im Winter dann doch an der Grenze.

Na ja also dann weiter mit besser isolieren mehr Pullover, “Bewegung” und besser aufpassen beim Tueren auf und zu machen.. etc

Michael

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Kommentar von Michael Dittmar. 24.08.2010, 7:16
zur Abseknung der Raumtemperatur:

Hoi Michael,

noch eine Bemerkung zum “weniger Heizen”, also dem Einstellen einer tieferen Raumtemperatur. Dies hat neben der Heizersparnis noch den Vorteil, dass die Luft weniger trocken wird. Eine Strahlungsheizung ermöglicht tiefere Raumtemperaturen ohne dass man friert und das ist gerade auch ein Vorteil der Fussbodenheizung (siehe http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/hausbau-regenerative-energie/energiebewusst-bauen-wohnen/emission-alternative-heizung/heizen-mit-erdwaerme/fussbodenheizung-waermepumpe.html):

Zitat: Alle Flächenheizungen im Fußboden oder in der Wand besitzen einen recht hohen Anteil (60-75 %) an Strahlungswärme. Daher wird die Raumtemperatur um 1-2 K (Kelvin; entspricht 1-2°C) niedriger eingestellt als bei z.B. einer Ölheizung. Lüftungs- und Transmissionswärmeverlust werden verringert und zwischen 6-12 % Energie gespart.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Michael Dittmar. 24.08.2010, 7:16

Betreffend Wärmepumpe für Altbau und weniger Heizen:

In technischen Details kenne ich mich nicht aus. Was die (Nacht-)Elektroheizung betrifft. Meine Eltern haben gerade vor kurzem ihre Elektroheizung gegen eine Wärmepumpe “getauscht”. Auch viele Altbauten werden in der Schweiz auf Wärmepumpen umgerüstet. Allerdings sollte man eine WP mit Fussbodenheizung kombinieren, so dass das Umrüsten von Altbauten evt. nicht ganz billig wird.

Weniger heizen ist natürlich immer gut (Zitat: “besser” mit 2-3 Grad weniger im Haus zu leben) und da es ja immer wärmer wird, sollte man auch daran denken, wie man das Haus im Sommer kühlen kann. Das kann man – neben baulichen Massnahmen – ja ebenfalls mit einer Wärmepumpe.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hoi Martin,

zu den Waermepumpen.. also was schlaegst du fuer einen mittleren “Altbau” (mit (Nacht) Elektroheizung und Garten) vor?

und wie waere es als Alternative oder zusaetzlich “besser” mit 2-3 Grad weniger im Haus zu leben? (-1 Grad im Mittel rund 6% Ersparnis … stimmt nicht ganz aber so in etwa und auf die schnelle)

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Jochen Ebel. 28.06.2010, 6:44
@Kommentar von Tim Schloendorn. 28.06.2010, 9:12

Nicht nur der Autor dieses Blogbeitrags Jean-Marc Hensch, sondern auch Jochen Ebel und Tim Schloendorn haben sich negativ zu Wärmepumpen geäussert, wobei sie die Zunahme des Stromverbrauchs (Tim Schloendorn, Jochen Ebel, Jean-Marc Hensch) und den schlechten Wirkungsgrad wenn es sehr kalt ist (Jean-Marc Hensch) anführten.

Doch in der Schweiz wird inzwischen jeder zweite Neubau mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Sind die Schweizer einfach dumm (Jochen Ebel: Elektrowärmepumpne sind ein Witz)? Oder sind Wärmepumpen nicht in Wirklichkeit eine der wenigen kostengünstigen Möglichkeiten ganz auf fossile Energien zu verzichten – dann nämlich wenn der Strom CO2-frei erzeugt wird wie in der Schweiz. Dem möchte ich hier nachgehen. Spätestens um 2050 wird übrigens jeglicher Strom in Europa CO2-arm erzeugt werden.

Eine Lanze für die Wärmepumpe

Wärmepumpen entziehen Abluft, Abwasser, Grundwasser oder dem Erdboden Energie (Wärme). In der Schweiz dominieren Erdwärmesonden. Diese sind effizienter als Luftwärmepumpen.
Erdwärmesonden nur zum Heizen eingesetzt verbrauchen 4 Mal weniger Strom als eine Elektroheizung
– Wohnraumkühlung ist passiv möglich (ohne aktive Wärmepumpe)
– Grosse Erdspeicher können als saisonale Wärempuffer dienen. Das Klimasystem von Science City arbeitet so. Der Strombedarf eines Klimasystems mit saisonalem Erdwärmespeicher beträgt nur 1/12 eines konventionellen (vollelektrischen) Klimasystems (siehe http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/100630_erdwaerme_Science_city_sch)
– Erdspeicher als saisonale Wärmepuffer a la Science City eignen sich hervorragend für Sanierungen, denn fehlende Dämmung stört nicht (zuviel Dämmung kann sogar zum Problem werden)

Bedeutung von Wärmepumpensystemen in der Schweiz

siehe http://www.minergie.ch/tl_files/download/Artikel_Wohnungsbau_setzt_auf_erneuerbare_Energien_Haustech_3.2009.pdf

– Die Wärmepumpe (WP) ist in jedem zweiten Neubau erste Wahl
– Seit 2007 werden Öl- und Gasheizungen durch WP’s auf die Plätze verwiesen
– Neubauten: WP überholen Gasheizungen, 3.Platz Fernwärme
– 2008 WP-Anteil bei Sanierungen bei MFH 25%, EFH 40%
– zugleich mehr Gas- als Ölheizungen, Gas vor allem bei grossen Wohnbauten
– Heizölanteil zwischen 2000 und 2006 um 4% gesunken
– der Wärmebedarf der Privathaushalte ist insgesamt doppelt so hoch wie bei Dienstleist. und Industrie

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Peter,

ja klar gibt es noch ein paar andere CO2 Stationen. Alle zeigen das gleiche Bild.

der Motl blog.. na ja kenne ich aber so what?

Zu den Eiszeiten der letzten Perioden ein paar 100 k Jahre…

Was ich verstanden habe braucht es immer noch sowas wie einen “Trigger” fuer den Anfang bzw Ende einer Eiszeit..

also zum Beispiel eine grosse Vulkanaktivitaet oder ein paar super Winter veraendern den Albedo Effekt auf der Nordhalbkugel, das Meer wird mal ordentlich von unten nach oben durcheinander gemischt etc..

Danach sterben Pflanzen ab und werden unter der Eisdecke begraben oder eben auch nicht usw.. also, was nun genau die Henne und das Ei ist .. wer weiss.

Vor etlichen Millionen Jahren war eh durch die kontinental Verschiebung alles ganz anders ..

der Albedo Effekt war total verschieden. Damalige Meeresstroemungen .. also wer da was zu sagen moechte .. also dann doch gleich Astrologie…

zu:
“Die Frage nach der tatsächlichen Bedeutung von steigenden CO2-Emissionen für die Klimaentwicklung bleibt ungeklärt.”

sagen wir lieber der genaue Einfluss bleibt ungeklaert ist aber trotzdem deutlich besser verstanden (im Labor!) als cosmic rays oder aehnliches ..

Deshalb solange wir es nicht besser wissen gilt die CO2 Hypothese mit ihren Unsicherheiten und die sind auch beim IPCC recht gross

450 ppm = +2 Grad (oder vielleicht sogar plus 6 grad? oder auch nur plus 1 Grad?)

Wuerdest du plus 6 Grad fuer deine Enkelkinder verantworten? Ich eigentlich nicht!

“Unabhängig davon bildet Erdgas bis zur Entwicklung echter Alternativen wenigstens eine praktikable Übergangslösung.”

Nur Pech.. weder in der Schweiz noch in Westeuropa gibt es genug davon! Und unsere Freundschaft mit gewissen Laendern (Libyen nein!! Russland.. hm die haben ja schon den deutschen Ex verpflichtet ob da noch was fuer die Schweiz ueberbleibt?) .. also Iran (aber bitte nur mit Kopftuch) ginge ja vielleicht noch aber dann werden wir es uns mit anderen verscherzen..

zu:
“Dir ist aber sicher auch aufgefallen, dass die Atomenergie im Verlauf der Debatte wieder salonfähig geworden ist…
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Politik/933501-6/die-renaissance-der-atomkraft.csp
Wer in den PR-Abteilungen der KK-Industrie arbeitet, wird sich dem CO2-Alarmismus sicher nicht entgegenstemmen…”

Ja das ist ein guter Punkt. Uebrigens sollte jeder mal probieren die KKW Fans (wenn sie mit CO2 Argumentieren) zu fragen wie sie denn das CO2 mit einem extra KKW in der Schweiz oder egal wo reduzieren wollen.

Man stellt auch schnell fest.. die meisten glauben eh nicht so recht an das CO2 Problem.

ansonsten Euratom (uranium supply agency) hat klare Plaene zum Uranbedarf fuer die EU bis 2025

etwa von heute 21000 tonnen auf 15000 tonnen pro Jahr Deutschland alleine braucht aber nur rund 3000 Tonnen..

also wissen gewisser Herren (und Damen) schon wann welche KKW’s abgeschaltet werden..

soviel zur realen Welt der Kernenergie..

michael

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

“Der Punkt ist doch .. man misst in Hawaii weit weit weg
von aller Industrie und sonstwas…”

… aber in einem Gebiet unter starkem POD-Einfluss.
( http://wattsupwiththat.com/2010/06/09/a-study-the-temperature-rise-has-caused-the-co2-increase-not-the-other-way-around ).

Mehr Stationen gibt’s hier… http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/insitu.html

Zum RealClimate-Artikel, Stichwort “NEGATIVE FEEDBACKS”…

http://motls.blogspot.com/2010/07/rasmus-benestad-negative-feedbacks-are.html

Zum solaren Einfluss bzw. Änderungen der Erdumlaufbahn…

http://earthweb.ess.washington.edu/roe/GerardWeb/Publications_files/Roe_Milankovitch_GRL06.pdf

Zur Meer-Eis-Ausdehnung…

“What do current ice conditions mean for the minimum ice extent this fall? It is still too soon to say: although ice extent at present is relatively low, the amount of ice that survives the summer melt season will be largely determined by the wind and weather conditions over the next few months” ( http://nsidc.org/arcticseaicenews )

http://www.accuweather.com/blogs/climatechange/science/32556/latest-status-report-on-sea-ic-1.asp

Die Frage nach der tatsächlichen Bedeutung von steigenden CO2-Emissionen für die Klimaentwicklung bleibt ungeklärt.
Unabhängig davon bildet Erdgas bis zur Entwicklung echter Alternativen wenigstens eine praktikable Übergangslösung.
Dir ist aber sicher auch aufgefallen, dass die Atomenergie im Verlauf der Debatte wieder salonfähig geworden ist…

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Politik/933501-6/die-renaissance-der-atomkraft.csp

Wer in den PR-Abteilungen der KK-Industrie arbeitet, wird sich dem CO2-Alarmismus sicher nicht entgegenstemmen…

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Peter,

eine kurze Antwort und ein Link ..

“Du und andere Physiker hier in diesem Forum – man kann euch den Vorwurf nicht ersparen – habt euch irgendwann und aus welchen Gründen auch immer mit der AGW-Hypothese einverstanden erklärt, ohne sie – und darin besteht der eigentliche Vorwurf – tatsächlich kritisch zu prüfen, ihrer Evidenz auf den Grund zu gehen.”

Wie kommst du zu dieser Aussage?
Eher im Gegenteil wuerde ich sagen. Ich schaue als erstes auf die Temperaturdaten und die CO2 Messdaten (in Hawaii).

Dann glaube(!) ich tatsaechlich nicht dass man ohne Konsequenzen auf die natuerlichen Prozesse einfach mal so den CO2 Gehalt verdoppeln (erhoehen) kann.

“Neugier, Skepsis und Forschungsdrang sind euch vermutlich abhanden gekommen”

Nein, ich bin staendig mit Physiker konfrontiert die mir erklaeren warum die cosmic Rays angeblich die Erwaermung erklaeren koennen (man muss nur mehr Forschungsgelder finden und dann kommt der Beweis von selber .. immer die gleiche Geschichte!)

“ in der Besoffenheit (sorry!) ob der auf einmal real aufscheinenden Möglichkeit zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbau, hin zu “mehr Gerechtigkeit” und ”Umweltschutz”. ”

Da hast du einen Punkt! Aber wie schon oefter geschrieben je lauter die Politik und Medien von irgend etwas reden

man findet dann einen anderen Grund:
Naemlich die begrenzten Ressourcen an Oel, Gas, Kohle und Uran!

Hoert sich doch viel besser an wenn man angeblich idealistisch eine Reduktion fuer andere verkuendet (also oeffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken!)

und der eigentlich Grund ist Peak Oil etc..

“Nichts Neues unter der Sonne… real aber Pustekuchen: ”

in der Tat, wie wahr!
http://www.realclimate.org/index.php/archives/2010/07/a-simple-recipe-for-ghe/#more-398

zu:
“CO2: wovon ist eigentlich die Rede? wo wird gemessen? welche Verteilungen gelten? Zeitreihen? usw. usf. Es gibt nicht mal den Ansatz eines brauchbaren Messnetzes und es wird nicht zwischen C13/C12-Isotopen unterschieden.”

Der Punkt ist doch .. man misst in Hawaii weit weit weg von aller Industrie und sonstwas

und die Messungen sind so genau und beweisen CO2 verteilt sich in wenigen Wochen ueber die Atmosphaere (Unterschiede Winter Sommer .. )

Was braucht man denn eigentlich noch mehr?

Der link von dir zu c12 / c13
sehr interessant!

Aber wie schon oefter geschrieben die super computer Modelle haben alle ihre systematischen Grenzen egal wie schnell die Computer rechnen..

Aber wenn ich mir eben die Entwicklung der Arctic Ice coverage anschaue .. ja wenn dann geht es eben schneller als in den IPCC Modellen.

Deshalb waere ich ja fuer: “Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste”

Ansonsten wie schon oefter geschrieben: die Peak Oil Krise mit folgender Rationierung in Europa waere noch das beste von allen Uebeln.

Dagegen koennen wir wirklich gut auf einen weiterer Krieg wie der Irak Krieg (mit dem Iran) verzichten. (wo es doch im Moment eh schon genug Oel vor der Kueste hat!)

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Hallo Michael,

stellen wir die politischen und sozialen Fragen hier mal an den Rand – nicht weil sie bedeutungslos wären – und nein, ich bin kein Lobbyist, auch nicht für endloses Wachstum. Für Entwicklung schon eher …

Hier interessiert zunächst einmal die wissenschaftliche Frage nach der Bedeutung von menschlichen CO2-Emissionen für die Klimaentwicklung, Erwärmung etc.

Du und andere Physiker hier in diesem Forum – man kann euch den Vorwurf nicht ersparen – habt euch irgendwann und aus welchen Gründen auch immer mit der AGW-Hypothese einverstanden erklärt, ohne sie – und darin besteht der eigentliche Vorwurf – tatsächlich kritisch zu prüfen, ihrer Evidenz auf den Grund zu gehen.
Neugier, Skepsis und Forschungsdrang sind euch vermutlich abhanden gekommen in der Besoffenheit (sorry!) ob der auf einmal real aufscheinenden Möglichkeit zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbau, hin zu “mehr Gerechtigkeit” und ”Umweltschutz”. Nichts Neues unter der Sonne… real aber Pustekuchen: das Kyoto-Abkommen hat erkennbar mehr Schaden als Nutzen gestiftet und die Realos – wie immer in idealistischen Umfeldern und Umbrüchen – haben sich rasch, hemmungslos und ungeniert die Taschen gefüllt. Ohne irgendeinen messbaren Nutzen für Umwelt und Gesellschaft.

Die interessierten Laien indessen wundern sich über den angeblichen “Konsens”. Um nur ein paar Beispiele zu nennen:

Einfluss und Wirkungsspektren der Sonne erweisen sich bei näherer Betrachtung als einigermassen komplex und hinsichtlich der verschiedenen Wellenbereiche der Strahlung z.B. (UV) als keineswegs konstant.
Der Einfluss der Sonne auf das Klimageschehen – aus der Sicht eines Kindes von banaler Selbstverständlichkeit – gerät erst neuerdings wieder in den Fokus ernsthafter Erwägungen (s. Links unten).

CO2: wovon ist eigentlich die Rede? wo wird gemessen? welche Verteilungen gelten? Zeitreihen? usw. usf.
Es gibt nicht mal den Ansatz eines brauchbaren Messnetzes und es wird nicht zwischen C13/C12-Isotopen unterschieden.
Würde die Laien und Politiker ja auch glatt überfordern, nicht?

http://www.drroyspencer.com/2009/01/increasing-atmospheric-co2-manmade…or-natural/

Die unbeliebten Paläoklimatologen und die Geologen sorgen beinahe im Wochentakt für Forschungsergebnisse, welche die Singularität und alarmierende Anomalie der Klimaentwicklung gegen Ende des 20 Jh. massiv in Frage stellen.

Dass der Mainstream-Konsens sich weitgehend auf eine monokausale Erklärung für die gemessene (oder nicht gemessene…) Erwärmung beschränkt und dabei natürliche Wirkfaktoren beinahe kategorisch ausblendet, rundet das Bild nicht ab, es lässt es im Gegenteil zunehmend bizarr erscheinen.

Offenkundig ist, dass die AGW-Hypothese “das System” an empfindlichster Stelle trifft – und treffen soll. Muss wohl, gerät man ins Grübeln, durchaus den Absichten und Agenden entsprechen.
Neue Lehren sind daraus keine zu ziehen. Die Aufklärung wächst, so scheint es, evolutionär in Zyklen des Versagens und wiederholter Rückschritte. Try and error. Es sei denn, sie wäre dabei vollends zu scheitern.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Peter,

Klar gibt es Verrueckte und Boeswillige.

Ja und?

An der Hamburger Uni lief immer ein Typ herum der Flugblaetter verteilt mit einer Referenz auf seinen Beweis: Pi ist eine rationale Zahl.

ich habe auch mal 10 min mit dem Typ diskutiert, total hoffnungslos (und dabei war es bestimmt ein Genie?)

Also, zum CO2 Problem gibt es etliche Lobbygruppen (pro und contra).

Der Mainstream wie es so schoen heisst ist doch in etwa so:
Lass uns viel darueber reden. Einige Politiker schwatzen von einer “gruenen” Politik die sie ja gerne machen wuerden aber leider leider finden sie keine Mehrheit

und als Resultat:
wir machen einfach weiter wie bisher reden ab und zu von Nachhaltigem Wachstum (und da wir heute ueberhaupt nicht wissen wie wir nachhaltig werden koennten… machen wir halt einfach weiter mit dem Wachstum. Also wir versuchen es und wenn es nicht klappt ja dann sind die Araber, die Chinesen die Gruenen die was auch immer Schuld).

Also Mainstream ist :
Wachstum Wachstum ueber alles auch wenn wir alles andere dafuer opfern muessen.

Pech.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Holzherr

Derart simpel sollten Sie sich die Auseinandersetzung mit neueren und vom Mainstream abweichenden Forschungsarbeiten nicht machen und sich der Bequemlichkeit halber hinter den Wagenburgen vermeintlich gesicherten Wiki-Wissens verschanzen (die wären übrigens auch deutsch abrufbar: http://de.wikipedia.org/wiki/Solarkonstante )

Stellen Sie sich mal Darwins, Tiho Brahes oder Einsteins Positionen vor, hätte es zu deren Lebzeiten so etwas wie Wikipedia gegeben… Sie wären in den Augen des Wiki-Publikums wohl alle an Typen von der Sorte William Connolley gescheitert:

http://www.readers-edition.de/2009/12/25/im-kampf-fuer-den-klimawandel/

Sehen Sie’s? Das Übel des Konsens’, die “Tyrannei der Mehrheitsmeinung”

Tun Sie sich und uns den Gefallen und setzen Sie sich mit den verlinkten Inhalten ernsthaft(er) auseinander.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Peter Bühler. 03.07.2010, 22:37

Erklären Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder -aktivität (Sonnenflecken) den Klimawandel der letzten Jahrzehnte?

Dazu haben sie zwei Referenzen eingereicht. Beide ändern aber am Gesamtbild wenig, welches im folgenden Wikipedia-Artikel vermittelt wird: http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_variation

Zusammengefasst: Die Sonneneinstrahlung hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum geändert und die Sonnenaktivität hat seit 1950 ein neues Maximum erreicht, also schon vor dem deutlichen Anstieg der globalen Temperatur Ende der 1970er Jahre. Das momentane Minimum in der Sonnenaktivität scheint sich im globalen Temperaturverlauf ebenfalls nicht wiederzufinden.

Nun zu ihren Referenzen:
Der Artikel What’s wrong with the sun? (siehe http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/whats_wrong_with_the_sun/) geht auf das seit 2 Jahren anhaltende Minimum an solarer Aktivität ein und zieht den Vergleich zum Maunder Minimum und anderen Perioden niedriger solarer Aktivität. Zu erwarten wären kalten, schneereiche Winter in Europa (also eine regionale Auswirkung) und eine globale Abkühlung über deren Ausmass sich die Autoren aber streiten. Nach Rahmstorf und Feulner wäre ein Abkühlung um 0.3°C eine vertretbare Annahme -beide PIK-Forscher kommen übrigens zum Ergebnis, dass die CO2-bedingte Erwärmung diese 0.3°C-Abkühlung überspielen würde.
Fazit: Sonnenflecken scheinen das Klima zu beeinflussen, vor allem in Europa, aber auch global. Die heutige Situation erklärt sich aber nicht mit den Sonnenflecken allein, die jüngste Sonnenaktivität scheint sich sogar kaum auf die globalen Temperaturen auszuwirken.

Der Artikel IPCC “Consensus on Solar Influence was Only One Solar Physicist who Agreed with Her Own Papter (siehe http://climaterealists.com/index.php?id=5910) behauptet, nur eine Autorin sei im IPCC-Bericht AR4 bezüglich Einfluss der Sonne auf die globale Erwärmung der letzten Jahrzehnte konsultiert worden.
Im verlinkten Originalartikel wird dann auf die Ähnlichkeit des jüngsten Temperaturverlaufs mit der solaren geomagnetischen Aktivität verwiesen und noch ein Hinweis auf den Einfluss von kosmischer Strahlung gemacht.

Beurteilung: Über die Beziehung Sonnenaktivität, kosmische Strahlung und Wolkenbildung wird schon lange spekuliert, bisher wurde aber keine überzeugender Zusammenhang gefunden. Das heisst, die Forschergruppen, die das vertreten bleiben recht einsam.

Fazit: Die IPCC-Autorin Judith Lean stimmt in ihrer Einschätzung des Einflusses der jüngsten solaren Aktivität auf das Klima mit vielen anderen Autoren überein (siehe obigen Wikipedia-Artikel). Den Einfluss von Sonneneinstrahlung und -aktivität auf das Klima bestreitet niemand, es gibt jedoch einige, die zuviel hineininterpretieren.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Vitautas Müller. 04.07.2010, 11:43
Herr Müller,
ich begrüsse sie als neuen Kommentator auf diesem Blog.
Nur ein kleiner Hinweis: Wenn sie eine Textstelle von Ben Palmer ein solcher Temperaturverlauf ist bisher einmalig (unprecedented). damit kommentieren, dass soche eine Aussage eine Ausgeburt von faktensresistenten AGW-Jüngern sei, dann muss man sich fragen, wer denn der Addressat dieser Kritik ist – oder ist es nur eine allgemeine Bemerkung? Hier Angaben zu einigen Personen (Kommentatoren) in diesem Blog.
Anti-AGW-Exponenten: Ben Palmer,Peter Bühler, Pius Kuster
AGW-Exponenten: Tim Schloendorn, Martin Holzherr, Michael Dittmar, Jürgen Ragaller.

Keiner dieser Personen hat behauptet, der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte sei unprecedented. Herr Palmer hat aber die Aussage von Michael Dittmar in seinem Kommentar von Michael Dittmar. 02.07.2010, 15:40 , der globale Temperaturanstieg in den letzten 30 Jahren sei wirklich aufgezeichnet worden und zwar recht genau, zum Anlass genommen, die (versteckte?) Aussage und Absicht dahinter zu lesen und weiterzuspinnen.

Fazit: So einfach gestrickt wie sie es meinen oder wünschen ist die Diskussion hier nicht.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Hi Michael,

es geht nicht um eine “alternative Hypothese” sondern um das Verständnis des Zusammenwirkens aller Faktoren.

Sei so gut und lies die verlinkten Artikel, bevor du einfach die Solarkonstante ins Feld führst

http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/whats_wrong_with_the_sun/

http://icecap.us/images/uploads/Warming_Due_To_Ultraviolet_Effects_Through_Ozone_Chemistry.pdf

http://arxiv.org/abs/1005.4639

In diesen und weiteren Beiträgen werden Änderungen der solaren Strahlung, z.B. im UV-Bereich, beobachtet und diskutiert, die durchaus einen Einfluss auf das Klimageschehen haben.
Auf die jüngeren Forschungsergebnisse bloss mit “Solarkonstante” oder “Svensmark” zu antworten, reicht wohl kaum…

Ausserdem: John Christy, Atmosphärenphysiker und Professor an der University of Alabama in Huntsville, Leitautor des IPCC 2001 Assessment Report zur Klimasensitivität durch die Wirkung von erhöhten CO2-Emissionen:

“Evidence is building that the sensitivity is less than models assume” und “Natural variability is still the major driver of the climate changes that create challenges for society”.

http://www.examiner.com/x-9111-Environmental-Policy-Examiner~y2010m7d1-Global-warming-Interview-with-John-ChristyModels-sensitivity-the-PNAS-paper-and-more

und:
http://www.agu.org/pubs/crossref/2010/2009GL041281.shtml

Forschung bleibt spannend, oder nicht?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hallo Peter,

“Unverständlich, weshalb du den wichtigsten Faktor überhaupt, die Sonne, kategorisch ausschliessen willst.”

nein, ueberhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Das ist das erste was man anschaut. Und was findet man die Solarkonstante ist innerhalb von 0.1% oder mehr tatsaechlich konstant (genaue Messungen).

Dann findet man den “geologischen Record” und auch da ist es eben erstaunlich stabil. Selbst die Eiszeiten lassen sich durch den Erde Sonnenabstand erklaeren.

Also kurz und gut. Was man heute beobachtet (in den letzten 50 Jahren) muss also andere Ursachen haben.

Vulkane etc scheiden aus, CO2 ist ein guter Kandidat (allerdings wollen “wir” an den nicht glauben weil er wie andere Dinge uns an die tatsaechlichen Grenzen des Wachstums erinnert!)

Dann .. die Rettung Sonnenflecken und ja da kommt sowas wie das lange Minimum um 1600 und da war es in Europa kaelter als vorher und nachher.

Gut also schaut man das an..

ein 11 Jahres Zyklus aber man beobachtet einen Anstieg unabhaengig davon… hm (und ja die Typen die das aufbracht haben Svensmark und ein anderer haben ihre Veroeffentlichung mit falschen Sonnenflecken Daten gemacht. Eine laengere sehr unangenehme Story .. da ist das Climate Gate und die komischen Geldgeschaefte von einigen high ups in der Uno ein “nichts” in der Geschichte.)

gut die letzte Hoffnung (basierend auf zweifelhaften Daten aus den Jahren 1600-1700 und nur in Europa)

das lange Minimum der Sonnenflecken

und im Moment ist die Sonne auch gerade wieder recht ruhig

also die neue Hypothese ..

Wir sollten eine Abkuehlung beobachten (und was beobachten wir in Europa .. ja wir hatten einen kalten Winter .. aber eigentlich war es mehr wie ein Winter sein sollte.) Aber auf dem Rest der Welt da scheint alles fuer das waermste Jahr (2010) zu sprechen.

und die Erklaerung La Nina, el Nino haben einen Einfluss auf die Temperatur … besser als die Sonnenflecken

die durch hoehere kosmische Strahlung mehr (oder weniger?) Wolken erzeugen koennten und damit mehr Licht absorbieren oder weniger durchlassen. Der Sprecher von dem “beruechtigten” cloud Experiment hier am heiligen Ort der Teilchenphysik hat es mit mal gesagt

er weiss nicht ob mehr Wolken oder weniger Wolken wichtig sind .. aber er macht das Experiment was keine klaren Aussagen liefern kann (original Ton in etwa) trotzdem .. weil ja man lernt daraus wie man es im naechsten grossen Experiment eben signifikant machen koennte

und das kleine Experiment soll auch schon alleine um die 11 Millionen kosten..

nicht schlecht ..

Inzwischen sagt der Spokesman uebrigens selber

“Wir wissen die Sonnenflecken koennen nur einen kleinen Teil der Erwaermung erklaeren aber wir sollten wirklich jeden kleinen Effekt verstehen”

Also was bleibt nun von der alternativ Hypothese ueber?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

ein solcher Temperaturverlauf ist bisher einmalig (unprecedented).

Da geistern offenbar noch uralt-Argumente herum, die schon vor Jahren wiederlegt wurden (“einen Temperaturanstieg wie in den letzten 30 Jahre gab es noch nie”). Nicht mal ein Rahmstorf behauptet so was noch, da es schon dutzendfach wiederlegt wurde.

Ich glaube unter den AGW-Jüngern ist der Anteil an faktenresistenten Personen sehr hoch

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Hi Michael,

zum leidigen Thema “Temperaturmessungen mehr im Nachbarblog “Klimabeobachtung”.

Unverständlich, weshalb du den wichtigsten Faktor überhaupt, die Sonne, kategorisch ausschliessen willst.

http://icecap.us/index.php/go/joes-blog/whats_wrong_with_the_sun/

http://climaterealists.com/index.php?id=5910&utm

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Herr Palmer,

“Sieht so aus! Und …..? Haben Sie nicht vergessen, Ihre Überlegungen zu Ende zu formulieren.”

Nein, denn das machen Sie fuer mich!!! smile

“ Wie zum Beispiel:
– ein solcher Temperaturverlauf ist bisher einmalig (unprecedented). In den letzten 130 Jahren?”

Schauen sie die Kurven mal genauer an .. wieviel des Anstiegs kommt aus den letzten 30 Jahren von immerhin 130 Jahren! Da kann man schon eine Aussage machen. Danke fuer ihre Erklaerung.

Wir sind uns also einig, man beobachtet einen schnellen Anstieg innerhalb der letzten 30 Jahre.

“- in der selben Zeit hat die anthropogene CO2-Emission zugenommen,”

Ja eine gute Beobachtung und danke an die amerikanischen Wissenschaftler die diese Station auf Hawaii eingerichtet haben!

“ wir haben demzufolge einen kausalen Zusammenhang”

Ich wuerde sagen wir haben damit eventuell einen kausalen Zusammenhang der sich mit der Physik des CO2 Molekuels logisch verbinden laesst!

na dann sind wir ja einen grossen Schritt weiter!
“Oder wollten Sie damit nur einfach eine Feststellung treffen? Dieser will ich gar nicht widersprechen …”

nehmen wir noch schnell die vielen anderen Erkenntnisse der letzten 30 Jahre dazu..

der CO2 Gehalt der Atmosphaere in den letzten 800 000 Jahren mit vielem Dank an die Wissenschaftler aus BERN, die das mit super Schweizer Praezision analysiert haben.

und auch (ein) Schweizer .. die Analyse der Sonnenstabilitaet ueber etliche Jahrzehnte in die Vergangenheit.

und ja die Sonne ist unglaublich stabil!

was brachen wir noch?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Herr Dittmar: und kommen zurueck zu den wirklichen Messdaten der letzten 130 Jahre. (das einzige was wir haben und mit recht guter
Genauigkeit.) Nicht perfekt aber dort gibt es eindeutige Trends
und zwar auf dem ganzen Planeten!
fuer die letzten 30-40 Jahre sogar noch genauer und alles geht in die eine Richtung!

Sieht so aus! Und …..? Haben Sie nicht vergessen, Ihre Überlegungen zu Ende zu formulieren. Wie zum Beispiel:
– ein solcher Temperaturverlauf ist bisher einmalig (unprecedented). In den letzten 130 Jahren?
– in der selben Zeit hat die anthropogene CO2-Emission zugenommen, wir haben demzufolge einen kausalen Zusammenhang

Oder wollten Sie damit nur einfach eine Feststellung treffen? Dieser will ich gar nicht widersprechen …

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Herr Palmer,

ja genau sage ich auch schon lange mit so grossen Fehlern kann man praktisch nichts sagen!

Ausser vielleicht .. es ist recht unwahrscheinlich das wir mal Temperaturen mit mehr als +2 Grad im Vergleich zu heute hatten.

perfekt stimmen wir also ueberein!
und dann lassen wir gleich mal lokale Berichte mit unklaren Fehlern ueber die kleine Eiszeit weg nur wegen der konsistenz. Der Beweis fuer ein globales Phaenomen um die Jahre 1600 existiert noch weniger!

“Der Beweis, dass Bäume, insbesondere die berühmten Bristlecones, als Thermometer funktionieren, ist nicht erbracht.”

und kommen zurueck zu den wirklichen Messdaten der letzten 130 Jahre. (das einzige was wir haben und mit recht guter Genauigkeit.) Nicht perfekt aber dort gibt es eindeutige Trends und zwar auf dem ganzen Planeten!

fuer die letzten 30-40 Jahre sogar noch genauer

und alles geht in die eine Richtung!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@M. Dittmar: aber ehrlich.. der urspruengliche Plot der Baumringe hat Fehlerbalken die alles enthalten. zum Beispiel hier
http://www.s-line.de/homepages/ebener/Klima-RS-200.jpg

Diese Plots enthalten sogar mehr, nämlich Daten, die nicht von Baumringen stammen. Die Baumringdaten werden nur bis 1960 gezeigt, der Rest sind Daten von Temperaturmessungen. Das hängt mit der Divergenz der Baumringdaten und der Temperaturdaten nach 1960 zusammen, Baumringe zeigen nämlich einen unterwarteten und unerklärten Abfall (decline), wo die Messdaten weiter ansteigen.

Details zu diesem Plot sind hier zu finden: http://climateaudit.org/2010/06/23/arthur-smiths-trick/

Die Fehlerbalken stehen für die statistischen Fehler. Fehler in den Ausgangsgrössen und der Zuordnung von Baumringstärke zur Temperatur sind nicht berücksichtigt. Der Beweis, dass Bäume, insbesondere die berühmten Bristlecones, als Thermometer funktionieren, ist nicht erbracht.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hallo Herr Palmer,

einverstanden die Temperaturdaten koennten noch deutlich besser sein.

Die Baumringe haben ihre Probleme ..

aber ehrlich.. der urspruengliche Plot der Baumringe hat Fehlerbalken die alles enthalten.
zum Beispiel hier: http://www.s-line.de/homepages/ebener/Klima-RS-200.jpg

Wenn die Medien das streichen weil es zu angeblich kompliziert ist ja dann ist doch die Moral der Geschichte (wie immer)

Selber in den original Artikeln schauen.

Zu Korrekturen der alten Messungen in der Schweiz

was glauben sie wie und warum sowas gemacht wird?

Stellen sie sich doch einfach mal vor

man stellt die “neuen” Apparate neben die “alten” und vergleicht systematisch die Messung

und was beobachtet man .. die alten Messungen sind genau aber nicht absolut ..

wo ist da ein Problem.

Glauben sie wirklich bei Meteo Schweiz gibt es Leute die mit solchen Daten betruegen wollen?
(uebrigens ist mir aufgefallen Meteorologen sind aeusserst kritisch mit den “Klimatologen” und aergern sich oft warum sie selber nicht mehr Gewicht in der Debatte haben!)

Aber zusaetzlich gibt es ja fuer die Schweiz noch etliche andere Indikatoren .. Gletscherschmelze (gerade der Aletsch Gletscher Weltkulturerbe eignet sich doch prima.. etc etc)

unter dem Strich

die Daten fuer die Schweiz der letzten hundert Jahre sind ziemlich eindeutig. Ein Anstieg von +1 bis +2 Grad! und davon das Meiste in den letzten 30-50 Jahren.

Bestreitet eigentlich niemand. Tun sie es oder nicht?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Miachel Dittmar: Zu den Temperaturdaten (nach der “Homogenisierung”) von Meteo Schweiz melde ich meine Zweifel an;
http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/trends_schweiz.html

Erstaunlicherweise wurden die bei der Homogenisierung die Temperaturen in der vorindustriellen Zeit systematisch nach unten korrigiert. Begründung von Meteo Schweiz (auf Anfrage):

… standen in den ersten Jahrzehnten der ausgewerteten Messperiode (bis ca. 1900) Thermometer im Einsatz, bei denen es oft zu einer langsamen Kontraktion des Quecksilbergefässes kam, was zu einer “Zunahme” der Temperaturmessungen um 0.5 bis 1 Grad über mehrere Jahre bis Jahrzehnte führte. Dies musste systematisch korrigiert werden.

Ein Urbanisierungseffekt spielt bei den Schweizer Temperaturreihen unserer Erfahrung nach auf Monatsbasis keine wesentliche Rolle bzw. konnte bei der Homogenisierungsarbeit nicht festgestellt werden. Der Vergleich von “Stadtstationen” mit ländlichen Stationen ergibt im Mittelland keine signifikant verschiedenen Trends. Dieser Umstand könnte damit zusammenhängen, dass die “Stadtstationen” alle am Rand der Städte liegen. Es sind also keine Korrekturen bezüglich Urbanisierung an den homogenen Reihen angebracht.

Der Urbanisierungseffekt tritt nicht nur in Städten auf, sondern auch dort, wo Messstationen auf Dächern oder neben Asphaltflächen stehen.

Wie aus einem Vergleich der Daten hervorgeht, werden die bereits in der Schweiz homogenisierten Daten von GHCN nochmals homogenisiert, die Korrekturen können bis zu 1°C betragen. Und das ohne dass Metadaten über die Art, den Ersatz oder die Umplazierung der Messeinrichtungen zur Verfügung stehen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Michael Dittmar: … aber es ist doch unbestritten die Daten heute sind unvergleichlich viel besser als alles was man vor 400 Jahren finden konnte!
Was die terrestrischen Temperaturmessungen und deren “Homogenisierung” betrifft, sind wir immer noch weit weg von “gut”.

Aber inzwischen sind auch Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der Rekonstruktionen über die letzten 1000 Jahre “aus berufenenem Mund” bestätigt worden:

“[...] Phil Jones admitted that it was probably impossible to do the 1000-year temperature reconstructions with any accuracy. Obviously, this would be a hugely important admission relative to this debate, but the Oxburgh Science Appraisal Panel “inquiry” did not report this admission even though UEA had announced that the Science Appraisal Panel would “re-appraise CRU’s science”.
http://snipurl.com/ymmqq

… und da wundert man sich, wenn Skeptiker skeptisch sind? Offenbar ist Skepsis tatsächlich berechtigt, nur will es niemand zugeben!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Vitautas Müller. 01.07.2010, 11:05

Mit ihrer Meinung, es gebe insgesamt sehr viele fossile Rohstoffe (z.B. Methanhydratreserven die die Kohlereserven übersteigen) und diese Rohstoffe seien auch weitgehend konvertibel, könnten also ineinander umgewandelt werden, stimmen sie weitgehend mit Professor Reto Knuti überein, der die physikalischen Grundlagen des Klimawandels in verschiedenen Beiträgen auf diesem Blog erklärt hat.

Professor Knutti stimmt dies aber gar nicht optimistisch, bedeutet es doch, dass das Buisness as Usual Szenario des IPCC, wo es nicht nur zur Verdoppelung sondern sogar zu einer Vervierfachung des atmosphärischen CO2-Spiegels kommt, durchaus realistisch ist.

Zitat: “Wenn wir die fossilen Rohstoffe nicht verbrauchen, dann verbrauchen sie die Chinesen, was haben wir dann davon?”

Deshalb müssen alle grossen Verbraucher von fossilen Rohstoffen einem Vertragswerk zustimmen, dass sie zum Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen verpflichtet. Nur so kann die Klimaerwärmung in Grenzen gehalten werden.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Herr Mueller,

“Sie haben mein Posting nicht ganz verstanden. Ich habe nicht gesagt, es hat unendlich viel. Ich habe nur gefragt, wieso wir die endliche Resource nicht aufbrauchen sollen.”

Doch habe ich genau verstanden! Sie denken offensichtlich und haben das jetzt erneut bestaetigt.

“es gibt noch genug fuer eine lange Zukunft und selbst wenn das Oel knapp wird dann nehmen wir a, b, c … ”

also “no Problem”

Aber vielleicht sollten sie sich mal mit den Grundlagen beschaeftigen bevor sie die Oildrum und aehnliches pauschal verwerfen.

Vergleichen sie einfach mal die Aussagen des Bundesamtes fuer Energie zum Oelpreis vor ein paar Jahren mit der Realitaet (natuerlich haben die das ja nur von der IEA kopiert “wir haben ja keine eigenen Forscher in der Schweiz die sich kritisch mit solchen Dingen auseinander setzen und ich soll direkt die IEA in Paris kontaktieren”

war die Antwort damals..
(immerhin in der Schweiz bekommt man eine Antwort! In Deutschland oder bei der IEA aber nicht!)

Egal, schauen sie sich einfach mal die Oelproduktion in verschiedenen Laendern an und dann verstehen sie vielleicht das Peak Oil Problem.

Auch der Hirsch report lohnt sich ..

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Und tatsächlich, dürfte es schwierig werden, Flugzeuge und Schiffe, ja sogar Traktoren und Laster mit etwas anderem als Ölderivaten anzutreiben

?? Was ? Man kann das Ganze auch mit Erdgas betreiben, es gibt brauchbare Autos dafür und auch mehr und mehr Tankstellen dafür. Und wenn man es schafft, Metahnhydrate abzubauen, haben wir Erdgas für sehr sehr lange. Und falls nicht, machen wir Erdöl aus Kohle, das haben die Südafrikaner lange gemacht.
Nur weil irgendwo im Internet ein paar Leute das Ende der Welt prognostizieren, raubt mir das nicht den Schlaf.

Wir alle koennen nur verbrauchen was da ist!
Wenn es unendlich viel gibt dann gilt entsprechend
ihre Denkweise ..

Sie haben mein Posting nicht ganz verstanden. Ich habe nicht gesagt, es hat unendlich viel. Ich habe nur gefragt, wieso wir die endliche Resource nicht aufbrauchen sollen. Sie sind auch nicht gegen den Abbau von Lithium, Kupfer, Nickel obschon es nur endlich davon hat.

Hier nochmals mein Posting:

Wieso sollte man die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduzieren? Wieso tun wir das nicht einfach, wenn sie am Ausgehen sind und dementsprechend teuer sind? Wieso soll da der Staat eingreifen? Wenn sie keine fossilen Rohstoffe verbrauchen wollen, wieso hören Sie nicht einfach auf damit? Wenn Sie mit Holzschnitzeln heizen wollen ich aber mit Erdgas, weil ich das ökonomisch finde, wieso darf ich das nicht? Wenn wir die fossilen Rohstoffe nicht verbrauchen, dann verbrauchen sie die Chinesen, was haben wir dann davon?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Peter,

“Kommentar von Peter Bühler. 01.07.2010, 8:25
Erneut und aus allzu durchsichtigen Gründen werden natürliche Ursachen der Erwärmung generell bestritten.”

Eigentlich ging es ja zuerst um die Messungen und nicht deren Interpretation bezueglich CO2 etc..

also fast 0.7 grad Erwaermung in den letzten 30 Jahren und nicht den letzten 130 Jahren.. (und deutlich mehr in der Schweiz), einverstanden?

wir sollten wirklich erst die Fakten klaeren bevor wir uns Gedanken ueber die Erklaerungen und moegliche theoretische Action machen!

Das gleiche gilt uebrigens auch fuer die Verteilung von Oel und Gas

Herr “Vitautas Müller”

Wir alle koennen nur verbrauchen was da ist!

Wenn es unendlich viel gibt dann gilt entsprechend ihre Denkweise ..

aber mal ehrlich wann hat es so eine Zeit jemals in den letzten 5000 Jahren gegeben?

Vielleicht gehoeren sie ja zu der Gruppe der Leute die am Vorabend der franz. Revolution gesagt haben: Wenn das Brot zu teuer ist .. ja dann kauft doch Kuchen!

Wir kennen alle den Ausgang und durch den collateral Damage haben viele Unschuldige den Kopf verloren..

Falls das wirklich ihre Sichtweise ist, na dann … good luck!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Vitautas Müller. 30.06.2010, 23:28

Zitat:“Wieso sollte man die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduzieren? Wieso tun wir das nicht einfach, wenn sie am Ausgehen sind und dementsprechend teuer sind? Wieso soll da der Staat eingreifen?”

Aus Vorsorge. Es gibt eine ganze Peak-Oil-Bewegung, am besten von http://www.theoildrum.com/ repräsentiert, die glaubt, das Ende des Öls werde die uns bekannte Zivilisation beenden.

Und tatsächlich, dürfte es schwierig werden, Flugzeuge und Schiffe, ja sogar Traktoren und Laster mit etwas anderem als Ölderivaten anzutreiben. Man sollte also für eine postfossile Zeit vorsorgen. Der Hirsch-Report von 2005 im Auftrag des amerikanischen Senats (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Hirsch-Report) geht davon aus, dass eine plötzliche und anhaltende Ölverknappung die Wirtschaft mehr als 10 Jahre lang lähmen würde.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Ben Palmer. 01.07.2010, 8:26

Zitat:“Weshalb wurde dann das ursprüngliche Buzz Word “Global Warming” durch “Climate Change” ersetzt?”

Ich nehme mal an, der Grund ist enfach, dass

1) in Climate Change das Wort Klima vorkommt, nicht aber in Global Warming. Auch die Entsprechung im Deutschen Klimawandel geht wesentlich besser über die Zunge als Globale Erwärmung

2) Global Warming ist zu technisch und eine ungute Kombination von überbestimmt und unterbestimmt- überbestimmt, indem es die Erwärmung erwähnt, die global sein soll, und unterbestimmt, indem es nicht sagt, was sich da global erwärmt.

Behauptung: Es sind letzlich rein sprachliche Gründe warum heute Climate Change bevorzugt wird. Wichtig: Die Sprache lenkt das Denken.
—————————————————–

Zitat:“Handelt es sich bei diesen 90% (Wahrscheinlichkeit, dass ein Grossteil der jünsten Erwärmung hausgemacht ist) um eine logische, eine statistische oder eine geschätzte Wahrscheinlichkeit?”

Am wahrscheinlichsten muss man 90% nach IPCC-Übersetzungstabelle interpretieren als sehr wahrscheinlich und das wohl aufgrund von Abschätzungen, wie wahrscheinlich es sei, dass eine besondere Konstellation von natürlicher Klimavariabilität die beobachtete Erwärmungsepisode erklären kann.

Hier noch die IPCC-Sprachcodes für Wahrscheinlichkeiten:
(siehe http://www.ipcc.ch/pdf/reports-nonUN-translations/deutch/IPCC2007-WG1.pdf)
In dieser Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger werden auf der Basis von Expertenbeurteilungen die folgenden Ausdrücke für die Bezeichnung der geschätzten Wahrscheinlichkeit von Ergebnissen oder Resultaten verwendet:
-praktisch sicher > 99% Eintrittswahrscheinlichkeit,
-äußerst wahrscheinlich > 95%,
-sehr wahrscheinlich > 90%,
-wahrscheinlich > 66%,
-eher wahrscheinlich als nicht > 50%,
-unwahrscheinlich < 33%,
-sehr unwahrscheinlich < 10%,
-äußerst unwahrscheinlich < 5%.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Man spricht von der globalen Erwärmung, nicht aber vom globalen Klima.”
Weshalb wurde dann das ursprüngliche Buzz Word “Global Warming” durch “Climate Change” ersetzt?

“Die Sicherheit, dass mehr als die Hälfte der Erwärmung seit den späten 1970er-Jahren auf das Konto CO2-Anstieg zurückgeht beträgt nach IPCC 90%.”

Handelt es sich bei diesen 90% um eine logische, eine statistische oder eine geschätzte Wahrscheinlichkeit? In den ersten beiden Fällen: wo sind die detaillierten Berechnungen zu finden?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Erneut und aus allzu durchsichtigen Gründen werden natürliche Ursachen der Erwärmung generell bestritten. Eine erstaunliche und willkürliche Beschränkung des Sichtfelds.

Räumt man natürliche Ursachen nämlich auch nur teilweise ein (Christy, Lindzen, Pielke, Singer, Spencer und andere halten sie für relevant bis allein bestimmend), erweist sich die vom IPCC vertretene AGW-Hypothese als unhaltbar. Man braucht dann auch nicht weitere 5 oder 10 Jahre der Temperaturentwicklung in der Hoffnung abzuwarten, die 90%-Evidenz würde sich irgendwann doch noch bestätigen.
Da helfen dann auch Rahmstorfsche Erklärungsklimmzüge nicht weiter. Das AGW-Pferd ist tot und in seinem Sattel sitzen nur noch jene, die ihn sei’s aus aus Bequemlichkeit, persönlichen Interessen und weltanschaulichen Überzeugungen nicht verlassen mögen.

Dass das Modell nicht nur von Ausblendungen (natürliche Ursachen) und Übertreibungen geprägt ist, sondern in seinem Kern von einer unverständlichen Simplifizierung, belegen a) die Zahl der offenen Fragen und b) die Arbeiten, die sich um deren Beantwortung bemühen.

Hier eine der jüngsten plus ein Kommentar dazu…

“The fiction that human generated CO2 is responsible for climate change, and that our continued emission of that greenhouse gas will damage this planet’s ecosystem is as gross an oversimplification as has ever been postulated”

http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/328/5985/1507

http://theresilientearth.com/?q=content/ocean-conveyor-belt-dismissed

Bei aufkommenden Zweifeln (IPCC-Report 2001: “The climate system is a coupled non-linear chaotic system, and therefore the long-term prediction of future climate states is not possible”) hilft wie immer Wiki weiter. “Klimaskeptiker” eingeben und das Sedativ der korrekten Betrachtung wird seine Wirkung entfalten.

Letztlich bleibt verwunderlich, wie naturwissenschaftlich gebildete oder interessierte Menschen ihre Neugier, ihre Skepsis, ihre Aufmerksamkeit für widersprüchliche Forschungsergebnisse, den offenen Diskurs gegen die Mainstream-Bequemlichkeit eines monokausalen Erklärungsmodells eintauschen, u. a. mit den von Jean-Marc Hensch dargelegten Folgen für die Politik.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Dazu gehört unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Diese Abhängigkeit sollte man aus vielen Gründen reduzieren, ob man nun an den menschengemachten Klimawandel glaubt oder nicht.”

@Hr. Holzherr

Wieso sollte man die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduzieren? Wieso tun wir das nicht einfach, wenn sie am Ausgehen sind und dementsprechend teuer sind? Wieso soll da der Staat eingreifen? Wenn sie keine fossilen Rohstoffe verbrauchen wollen, wieso hören Sie nicht einfach auf damit? Wenn Sie mit Holzschnitzeln heizen wollen ich aber mit Erdgas, weil ich das ökonomisch finde, wieso darf ich das nicht? Wenn wir die fossilen Rohstoffe nicht verbrauchen, dann verbrauchen sie die Chinesen, was haben wir dann davon?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Peter Bühler. 30.06.2010, 14:11

Ich möchte noch auf einige (weniger wichtige) Punkte eingehen, die Michael Dittmar nicht beantwortet hat, die aber fester Bestandteil ihres Argumentationskatalogs sind, so wie ich ihn von ähnlichen, früheren Kommentaren schon kenne.

Zitat:“Wenn Sie anderer Auffassung sein sollten, müssten Sie u. a. erklären, weshalb die Erwärmung gem. AGW-Treibhausmodell (” Erwärmung um ca. 3 °C bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts) nicht höher ausfällt und trotz gestiegener CO2-Emissionen seit bald 14 Jahren stagniert.”

zur angeblichen Temperaturstagnation seit 14 Jahren:

Entfernt man El-Nino Ereignisse oder/und bildet man 15-Jahre-Trends, so gibt es keine Stagnation. 15-Jahre-Trends sollte man nur schon bilden um die Klimavariabilität herauszufiltern. Der folgende Artikel von Stefan Rahmstorf geht darauf ein http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2009-10-08/macht-die-erderwaermung-pause

zum angeblich zu schwachen Temperaturanstieg

A) Nach dem schon erwähnten Artikel von Stefan Rahmstorf liegt der Temperaturtrend durchaus nahe bei den zu erwartenden 0.19°C Erwärmung pro Jahrzehnt bei einer angenommenen Klimasensitivität von 3°C.

B) Die Klimasensitivität (Erwärmung bei Verdoppelung des CO2) muss heute nicht unbedingt exakt bei 3°C liegen, hat der Mensch doch die Erdoberfläche stark verändert.

C) Es gibt eine schnelle und eine langsame Komponente der CO2-bedingten Erwärmung. Die langsame Komponente sorgt über geschmolzenes Eis für einen langsamen Temperaturanstieg zusätzlich zur Direktwirkung von CO2. Beide Erwärmungen zusammen, also die schnelle und die langsame ergeben erst die 3°C-Erwärmung bei Verdoppelung des CO2.
——————————————–

Zitat: “Ausserdem erweist sich der Begriff oder die Vorstellung eines “Globalen Klimas” als untauglich.”

Antwort: Man spricht von der globalen Erwärmung, nicht aber vom globalen Klima. Die Erwärmung ändert aber Klimata an allen Orten der Erde, eben weil sie global ist.
——————————————–

Persönliche Sicht auf die globale Erwärmung

Die Sicherheit, dass mehr als die Hälfte der Erwärmung seit den späten 1970er-Jahren auf das Konto CO2-Anstieg zurückgeht beträgt nach IPCC 90%. Nach IPCC könnte es also durchaus sein (10% Wahrscheinlichkeit), dass die Erwärmung nur zum kleineren Teil anthropogen ist.

Fazit:
Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist die Klimaerwärmung menschengemacht. In den nächsten 10 Jahren wird man darüber sehr viel mehr Gewissheit erlangen
-wegen den vielen neuen Erdbeobachtungssatelliten, die klimarelevate Daten erheben
-wegen dem weiteren Temperaturverlauf. Schon 5 aufeinanderfolgende Jahre, die im Durchschnitt 0.25°C kälter wären als der Durchschnitt der letzten 5 Jahre würde gegen eine anthropogene Erwärmung sprechen.

Gemeinsame Emissionsreduktionen aller CO2-Grossemittenten ist in den nächsten 5 Jahren nicht zu erwarten. Doch mit mehr Wissen und besserem Verständnis des Klimawandels kann sich das ändern.

Sie Herr Bühler verströmen immer wieder eine Gewissheit, dass es den menschengemachten Klimawandel nicht gibt, die mich erstaunt.

Es gibt viele Dinge, die mit dem Klimawandel zwar zusammenhängen, die aber auch so (ohne Klimawandel) schon ein Problem sind. Dazu gehört unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Diese Abhängigkeit sollte man aus vielen Gründen reduzieren, ob man nun an den menschengemachten Klimawandel glaubt oder nicht.
Vorschlag: Ein gut dotiertes Forschungsprogramm für die Suche nach Alternativen zu den fossilen Energien könnte man jetzt schon starten – und es könnte auch von Klimaskeptikern unterstützt werden.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hallo,

vielleicht sollten wir versuchen das mal genauer zu kriegen!
———————————————————–
“es ist tatsaechlich signifikant waermer geworden”
Um vielleicht 0.7 °C in über 150 Jahren.
———————————————————-
also hier die Diagramme von Meteo Schweiz:
http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/trends_schweiz.html

also ich wuerde mal sagen .. der Plot zeigt fuer die Schweiz rund 2 Grad in 120 Jahren!

die jaehrlichen Fluktuationen (so mit blossem Auge) plus minus 0.3 grad vielleicht?

die Tabelle am Ende gibt Mittelwerte fuer den Planeten an, in den letzten 50 Jahren also rund +0.7 grad und deutlich schneller als ueber die 130 Jahren gemittelt! (man kann diese Daten natuerlich anzweifeln .. aber falls nicht wie kann man diese Entwicklung erlaeren?)

das Diagramm dazu: http://data.giss.nasa.gov/gistemp/2005/

also seit 1960 rund +0.6 grad
und 1880 – 1950 +0.2-0.3 Grad

Man kann die Temperaturdaten bezweifeln aber falls nicht, dann ist es eindeutig, der Anstieg ist recht signifikant in den letzten 30-50 Jahren in “scheinbarer” Korrelation mit dem CO2 Gehalt der Atmosphaere

Dann, zweifeln ist ja immer gut!

Aber warum nicht an der kleinen Eiszeit so um 1600 herum?

Wer kann mit gutem Gewissen behaupten es handelte sich um ein weltweites Phaenomen wenn man nur “Daten” (und nicht sehr quantitativ!) aus West-Europa hat?

Immerhin inzwischen gibt es vom IPCC ja die Temperaturplots fuer praktisch alle Kontinente

und ueberall beobachtet man einen “aehnichen” Trend der durch Meeresstroemungen moduliert wird einverstanden

aber es ist doch unbestritten die Daten heute sind unvergleichlich viel besser als alles was man vor 400 Jahren finden konnte!

“So wie es nach der mittelalterlichen Warmzeit oder dem römischen Klimaoptimum wieder für Jahrhunderte kühler wurde. Möchten die Herren nun ausgerechnet die Temperaturen der (vorindustriellen) Kleinen Eiszeit als Referenzbasis eines optimalen, natürlichen Klimas verstanden wissen und zum Massstab für die Klimapolitik machen? Nicht nur die Bauern würden sich bedanken.
Die Erwärmung um ca. 0.7 °C seit dem Abklingen dieser Kleinen Eiszeit lässt sich mit natürlichen Ursachen erklären. Sie übertrifft auch keineswegs den Rahmen der natürlichen Klimavariabilität.”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Holzherr

Danke für den New Scientist-Link.
Noch ein indischer Ingenieur… interessanter Kommentar am Schluss auf Seite 3 (Eric Kvaalen).

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar und Ebel

Wenn es hier um “Einstellungen” geht, muss ich wohl passen.
Geht es um die Klimaentwicklung, begnüge ich mich mit ein paar Feststellungen.

“es ist tatsaechlich signifikant waermer geworden”

Um vielleicht 0.7 °C in über 150 Jahren. So wie es nach der mittelalterlichen Warmzeit oder dem römischen Klimaoptimum wieder für Jahrhunderte kühler wurde. Möchten die Herren nun ausgerechnet die Temperaturen der (vorindustriellen) Kleinen Eiszeit als Referenzbasis eines optimalen, natürlichen Klimas verstanden wissen und zum Massstab für die Klimapolitik machen? Nicht nur die Bauern würden sich bedanken.

Die Erwärmung um ca. 0.7 °C seit dem Abklingen dieser Kleinen Eiszeit lässt sich mit natürlichen Ursachen erklären. Sie übertrifft auch keineswegs den Rahmen der natürlichen Klimavariabilität.

Unabhängig davon bleibt die Frage interessant, in welchem Mass menschliche Aktivitäten (Landwirtschaft, Bautätigkeit, Rodung etc.) und Gas-Emissionen zu dieser Erwärmung beigetragen haben. Mit Sicherheit nicht in dem vom IPCC prognostizierten Ausmass. Exakt darum dreht sich die ganze Debatte, nach deren Ausgang sich weitreichende Entscheidungen der Politik richten sollen.

Egal wie die Antwort letztlich lautet: mit menschlichen Beiträgen, insbesondere mit den CO2-Emissionen allein, lässt sich die Erwärmung gegen Ende des 20. Jh nicht hinreichend erklären. Sie wurden überschätzt (und übertrieben).

Wenn Sie anderer Auffassung sein sollten, müssten Sie u. a. erklären, weshalb die Erwärmung gem. AGW-Treibhausmodell (” Erwärmung um ca. 3 °C bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts) nicht höher ausfällt und trotz gestiegener CO2-Emissionen seit bald 14 Jahren stagniert. Weshalb mit anderen Worten Ihr AGW-Treibhausmodell die Antwort nicht oder allenfalls zu einem bescheidenen Teil zu liefern vermag.

Während sich weltweit die Spezialisten über die Modelle beugen und nach Erklärungen suchen (Wasserdampf, Wolkenbildung und -bedeckung, Aresole, Sonne, Magnetfelder, positive und negative feedbacks, natürliche Zyklen etc.), streiten Sie das Versagen der AGW-Hypothese (von Alarmisten fälschlich in den wissenschaftlichen Adelsstand einer “Theorie” erhoben) als singuläres Erklärungsmodell ab und halten ungerührt daran fest.

Um die Frage, wo und um wie viel °C eine Erwärmung überhaupt stattgefunden hat, wird weiterhin gestritten. Die Skandale um UHI-Effekte, willkürliche Berücksichtigung von Stationen, Lücken und Fehler in den Messnetzen usw. nehmen kein Ende. Ausserdem erweist sich der Begriff oder die Vorstellung eines “Globalen Klimas” als untauglich.

Es wäre überaus erfreulich, wenn tatsächlich jemand die Klimaentwicklung verstünde, ihre Rätsel entschlüsselte und ein schlüssiges Modell vorlegen könnte. Wir warten alle darauf.
Inzwischen: GSDIG!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Ben Palmer,Peter Bühler
Hier noch eine Referenz zu einem Vortrag von Richard Alley (siehe http://www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=1453). Enthält auch noch die schöne Feststellung: “Cosmic rays, magnetic field don’t matter much to the climate”

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Ben Palmer,Peter Bühler
Hier ein guter Exkurs zur Rolle von CO2 in der Klimageschichte. Stimmt mit dem überein, was auch CO2-Koryphäen wie Richard Alley verbreiten. http://www.newscientist.com/article/mg20627661.200-climate-control-is-co2-really-in-charge.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Michael Dittmar. 30.06.2010, 10:17

Zitat: “die fossilen Rohstoffe sind endlich auf einem endlichen
Planeten und gerade fuer das Oel kennen wir keinen
Ersatz aehnlicher Qualitaet.

Als Folge die uns angenehme oekonomische Wachstumsphase
geht fuer immer zu Ende und wir sollten uns so schnell
wie moeglich darauf einstellen und eine entsprechende Lebensweise entwickeln.”

Michael, du magst damit recht haben, doch recht geben wollen dir wohl nur die wenigsten mit der Aussage “die uns angenehme oekonomische Wachstumsphase
geht fuer immer zu Ende “
.

Die meisten werden im Gegenteil alles versuchen, um eine Rückkehr in die Steinzeit zu verhindern.

Selber glaube ich, dass ein Übergang in eine wohlhabende postfossile Zeit möglich ist, auch wenn wir das vielleicht nicht auf Anhieb schaffen.

Um wieder auf das etwas grosszügig interpretierte Thema dieses Blogbeitrags zurückzukommen, nämlich die zukünftige Versorgung der Schweiz mit Energie, die sowenig fossil wie möglich ist, hier ein Link zu einem ETH-Projekt: die Speicherung von Sommerwärme im Boden, um sie dann im Winter zu Heizzwecken wieder anzuzapfen (siehe http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/ETH-Zuerich-bunkert-erstmals-Waerme-im-Boden/story/28067513).

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Für Herrn Bühler ist also die Klimaentwicklung nur verständlich, wenn man das Wetter auf Jahrhunderte auf 1/100K genau voraussagen kann.”

Das ist eine interessante Uebertreibung die vielleicht fuer Herrn Prof. Storch gilt. (Der kann naemlich Wetter und Klima nicht auseinanderhalten ist aber auch (oder war es mal?) an der ETH ein anerkannter Fachmann.)

Dazu das Zitat:
“Wir sind nicht in der Lage, das Klima in den kommenden Jahren voraus zu sagen, wenn wir es nicht einmal schaffen, das Wetter der kommenden Tage präzise zu melden. Was fehlt sind langfristige Daten.”
Prof. H. von Storch, Professor am Institut für Küstenforschung (Geesthacht und Uni Hamburg), Academia Engelberg 2004, ETH-life 12.10.2004)

Ich sage dazu immer wieder:
Selbst kleine Kinder wissen an Weihnachten ist es kaelter als im Hochsommer.

Dagegen ob es Schnee an Weihnachten gibt werden wir wohl nie genau wissen!

Gut, aber zurueck zum Thema

(Herr Buehler und die anderen kritischen Leser hier im Forum)

Was muesste die Daten eigentlich noch liefern um zu akzeptieren

1) es ist tatsaechlich signifikant waermer geworden nicht nur in der Schweiz sondern praktisch ueberall

2) Die fehlenden Sonnenflecken erklaeren gar nichts

3) die einzige verbleibende Hypothese um den Mittelwert der Erwaermung zu erklaeren ist der menschliche Einfluss durch Verbrennung von fossilen Kohlenwasserstoffen (also das CO2) sowie
Abholzung, mehr Wuesten etc

4) und abgesehen vom Klima

die fossilen Rohstoffe sind endlich auf einem endlichen Planeten und gerade fuer das Oel kennen wir keinen Ersatz aehnlicher Qualitaet.

Als Folge die uns angenehme oekonomische Wachstumsphase geht fuer immer zu Ende und wir sollten uns so schnell wie moeglich darauf einstellen und eine entsprechende Lebensweise entwickeln.

und jetzt bin ich auf die Antworten gespannt

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Ben Palmer. 29.06.2010, 20:46
“Jochen Ebel, ich kann nicht erkennen, wo Peter Bühler die physikalische Evidenz für den Treibhauseffekt verneint hätte.”

Das war nicht in diesem Diskussionsfaden, sondern in einem anderen. Aber hier deutet auch sein Beitrag auf diese Einstellung hin (und er hat auch nicht versucht, meine Aussage zu bestreiten):
@ Peter Bühler. 30.06.2010, 8:19
“Gemach, wenn Sie es schaffen, Ihre Modellvorstellungen schlüssig mit dem realen, komplexen und chaotischen Klimageschehen, speziell der Temperaturentwicklung, in Übereinstimmung zu bringen und wenn es Ihnen darüber hinaus gelingt, natürliche und menschliche Beiträge zu dieser Entwicklung halbwegs auseinander zu halten”

Für Herrn Bühler ist also die Klimaentwicklung nur verständlich, wenn man das Wetter auf Jahrhunderte auf 1/100K genau voraussagen kann.

MfG

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Ebel

Sie schlagen ja wieder mal wild um sich. In der steten Sorge und Rauflust, jemand möchte Ihnen “Ihren” Treibhauseffekt wegnehmen, oder würde ihn womöglich gar nicht verstehen.

Gemach, wenn Sie es schaffen, Ihre Modellvorstellungen schlüssig mit dem realen, komplexen und chaotischen Klimageschehen, speziell der Temperaturentwicklung, in Übereinstimmung zu bringen und wenn es Ihnen darüber hinaus gelingt, natürliche und menschliche Beiträge zu dieser Entwicklung halbwegs auseinander zu halten, – tja dann ist Ihnen ein Ehrentitel in der Geschichte der Klimaphysik sicher. Sie dürften dann in der Hall of Fame unmittelbar neben Fourier, Arrhenius, Boltzman und Stefan Platz nehmen.

Vielleicht finden Sie auf dem Weg dahin zwischendurch Zeit, sich mit ein paar weiteren grundlegenden Fragen zu beschäftigen, die wieder zum Blogthema zurückführen…

http://coast.gkss.de/staff/storch/

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/warum_ich_neuerdings_absolut_vom_menschgemachten_treibhauseffekt_ueberzeugt/

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Sowohl der Blogbeitrag von Jean-Marc Hensch, als auch die meisten Kommentare hier, zeigen, dass unsere Energiezukunft völlig umstritten – und damit auch blockiert – ist. Es gibt eine starke Fraktion, die an die Erneuerbaren Energien als Lösung unserer sämtlichen Energieprobleme glaubt, andere wollen lieber nicht glauben, sondern realisieren, was sie schon kennen.

Lokal vorhandene Energiequellen so gut und effizient wie möglich einsetzen, dem würden wohl die meisten Kommentatoren hier zustimmen. Einige von der Erneuerbaren-Fraktion setzen wohl ihre Hoffnungen auch in importierten Strom aus nordeuropäischen Windparks oder auf Desertec-Strom oder wären bereit die Alpen mit Windturbinen zuzupflastern. Doch können die erneuerbaren Energien in Kürze die fossilen ersetzen? Ein Fragezeichen hinter diese Annahme setzt folgender Artikel http://www.theoildrum.com/node/6670 .

Kommen wir nun, zu der Lösung, die Jean-Marc Hensch schon kennt: Erdgas.
Erdgas kann durchaus Sinn machen, sogar in der Schweiz, wo wir auf Erdgas aus dem Ausland angewiesen sind. Erdgas ist schon im Einsatz, könnte zur Not sogar Benzin ersetzen und es gibt keinen Mangel daran. Vielmehr erwartet man sogar eine Erdgasschwemme, werden die USA doch ab 2014 Erdgas in Form von Liquid Natural Gas (LNG) exportieren, weil sie durch die unerwartet ergiebigen und kostengünstig förderbaren heimischen Schiefergasvorkommen inzwischen zum Erdgasproduzent Nr. 1 der Welt geworden sind. Auch in Europa gibt es Schiefergasvorkommen, nämlich in Deutschland, Polen, den Niederlanden, Teilen Frankreichs und in Südengland. Ganz anders steht es um die verbleibenden Ölvorräte. Schon jetzt werden 5% des Öls mit Tiefwasserbohrungen gewonnen, Tendenz steigend. Gäbe es ein weltweites Moratorium für Tiefwasserbohrungen – was ja nach nach dem Unfall im Golf von Mexiko gerechtfertigt wäre – so wäre unsere Fahrzeugflotte von heute auf morgen gestrandet – ganz so wie die europäsiche Flugzeugflotte beim Ausbruch des Ejafiallas.

Doch wie ist der verstärkte Einsatz von Erdgas in der Schweiz mit dem Ziel einer 80%-igen Reduktion des Treibhausgasaustosses bis 2050 zu vereinbaren? Da gibt es nur einen Weg. Erdgas kann nur in Erdgaskraftwerken eingesetzt werden und diese müssen zudem über eine Kohlendioxidabscheidung verfügen. Das CO2 könnte dann beispielsweise unter dem Genfersee versenkt werden, dort wo jetzt gerade eine Erdgasprobebohrung läuft. Der Link von Peter Bühler zur Genferseebohrung (siehe http://www.erdgas.ch/gasorama/de/ausgabe-4-2010.html) enhält unter anderem einen Hinweis auf einen zu schaffenden Lehrstuhl für unterirdische CO2-Speicherung und dort findet sich folgendes Zitat: “Aber auch wenn unter dem Genfersee kein grosses Erdgas-Vorkommen gefunden wird, so könnte das Erdreich möglicherweise als CO2-Lagerstätte dienen und Teil eines weltweiten Netzes solcher Lagerorte werden.”.

Erdgaskraftwerk + CO2-Speicherung? Da mögen die meisten denken, das wird doch viel zu teuer. Doch die Alternative mit erneuerbaren Energien als CO2-freie Energiequelle wird mit Sicherheit mindestens so teuer. Die meisten vergessen, dass Windräder heute gar nicht CO2-frei sind, sondern fossile Backupkraftwerke benötigen. Deutschland unter dem CDU-Bundesumweltminister Norbert Röttgen will in den nächsten 10 Jahren die nötigen Stromnetze und Speicher errichten lassen, damit bei Flaute nicht mehr die Gas- und Kohlekraftwerke einspringen müssen. Der Spiegel frägt: “Fürchten sie nicht als Miesmacher dazustehen, der Stromdurchleitung und Energie teuerer macht?”. Und der Minister antwortet mit fünf langen Sätzen, in denen er sagt, dass Unfälle wie jetzt im Golf von Mexiko teuer seien und … und … Auf gut deutsch: Windstrom ohne fossiles Backup wird teuer – sauteuer.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Jochen Ebel, ich kann nicht erkennen, wo Peter Bühler die physikalische Evidenz für den Treibhauseffekt verneint hätte. Er weist vielmehr darauf hin, dass der CO2-Treibhauseffekt höchstens für einen Teil der Erwärmung (von einigen Zehntel Grad) verantwortlich gemacht werden kann.
Das Klimasystem ist wesentlich komplexer und vor allem seit Jahrmillionen robuster, als dass CO2 allein einen katastrophalen Effekt haben könnte. Auch dafür gibt es einen Konsenus:

“Professor John Christy, an atmospheric scientist from the University of Huntsville in Alabama, said just a quarter of the current warming is caused by man made emissions. He said that 10 to 30 per cent of scientists agree with him and are fairly sceptical about the extent of man made global warming.”

Und selbst Michael “Hockey Stick” Mann scheint kräftig rückwärts zu pedalen:
“However, speaking to the BBC recently, Prof Mann, a climatologist at Pennsylvania State University, said he had always made clear there were “uncertainties” in his work.

“I always thought it was somewhat misplaced to make it a central icon of the climate change debate,” he said. ”

http://snipurl.com/ycs0o
http://snipurl.com/ycs1x

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Peter Bühler. 29.06.2010, 15:54

Sind Sie hier wieder der Neinsager vom Dienst? Sie weigern sich die Zusammenhänge des Treibhauseffekts zu verstehen, wissen aber alles besser. Sie müssen also ein Witzbold sein.

MfG

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Bleibt – wie immer – zu wünschen, dass hier klar zwischen “natürlicher” und “von Menschen durch CO2-Emissionen verursachter” Erwärmung unterschieden und nicht nach der “Hauptsache-irgendwie-Klimawandel”-Methode argumentiert wird.
Auch eine rein theoretische Behandlung des CO2-Treibhauseffekts ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren und Wechselwirkungen führt nicht weiter.

Für die zweite Variante – die AGW-Treibhaus-Hypothese – gibt es weiterhin keinen Beleg. Die Temperaturen stagnieren seit 97/98 nach dem Ende eines El Niño-Zyklus’, wenn auch – verglichen mit den kühleren Temperaturperioden der kleinen Eiszeit – auf leicht höherem Niveau. Ein Segen, gemessen etwa an den negativen Folgen einer Abkühlung in vergleichbarem Umfang.

Die gegen Ende des 20. Jh gemessene Gesamterwärmung (zurückzuführen auf natürliche plus ggf. laut AGW-These menschliche Ursachen), sofern sie denn korrekt erhoben wurde, verläuft innerhalb von Zehnteln eines Grades und übersteigt die natürliche Variabilität in einem vergleichbaren Zeitraum nicht.

Die Identifikation von CO2 als Haupt-Klimatreiber misslingt: nach den vom IPCC favorisierten Modellen müssten die gestiegenen und weiter steigenden CO2-Emissionen einen signifikanten Einfluss auf die Temperaturen haben. Offensichtlich haben sie den nicht.
Die angeblich von Menschen verursachte Erwärmung bleibt aus. Die Klimasensitivität wurde überschätzt, was bei einem Blick auf den natürlichen CO2-Haushalt der Erde, die schiere Menge des z.B. in den Meeren gespeicherten CO2s und den vergleichbar geringen menschlichen Beitrag zum Gesamthaushalt nicht weiter verwundert. Zum Verständnis des Klimageschehens fehlt denn auch weiterhin ein gutes Stück Wegstrecke und wissenschaftliche Arbeit.
Welche Temperaturen das angeblich “wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen” tatsächlich bringen wird, bleibt nach dem Abklingen von El Niño abzuwarten.

http://vodpod.com/watch/2647629-richard-lindzen-ph-d-lecture-deconstructs-global-warming-hysteria

http://pielkeclimatesci.wordpress.com/2010/06/25/my-further-response-to-real-climates-gavin-schmidt-and-eric-steig/

Der Nuklearphysiker und Chemieingenieur Dr. Philip Lloyd, einer der koordinierenden UN IPCC-Leitautoren im “Technical Report on Carbon Capture & Storage”:
“I have grave difficulties in finding any but the most circumstantial evidence for any human impact on the climate”

http://www.scribd.com/doc/24116218/700-Scientists-Debunk-Man-Made-Global-Warming-US-Senate-Minority-Report

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Jochen Ebel. 29.06.2010, 7:45

Besten Dank für ihre Erklärungen des Treibhauseffekts, die offensichtlich viele Bilanz- und Gleichgewichtsüberlegungen enthalten, so dass “Mikro-“betrachtungen nicht nötig sind.

Danke auch für den Link zum Papier, welches scheinbar Bezug nimmt zu den Arbeiten von Gerlich und Tscheuschner.
Am meisten an den Darlegungen dort hat mich der behauptete hohe Anteil der IR-Absorption der Atmosphäre direkt vom einfallenden Licht verwundert. Die meisten Darlegungen des Treibhauseffekts betonen nur die Absorption der ausfallenden IR-Strahlung durch Treibhausgase und machen damit ihre wärmende Wirkung unmittelbar verständlich, velässt doch so nicht alle Wärmestrahlung, die von der warmen Erdoberfläche abgestrahlt wird, die Erde. Nun, es scheint mir, dass Darstellungen des Treibhauseffekts für den Laien immer starke Vereinfachungen sind, das gilt sicher auch für die Wikipedia-Artikel über dieses Thema.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“statt auf die wesentlich einfacheren, verlässlicheren und deutlich billigeren Sonnenkollektoren zu setzen”

Stimmt ja eigentlich. Aber einfacher würde ich die Sonnenkollektoren nicht bezeichnen, jedenfalls nicht für den einzelnen Hausbesitzer. Da braucht’s einen Wasserkreislauf, Wasserspeicher etc. Und verlässlicher auch nicht. Denn wenn tagelang die Sonne nicht scheint, wird auch mit einem Sonnenkollektor nicht warm geduscht…

“Statt einen Anreiz zu setzen, ökologisch sinnvoller das Biogas ins Erdgas-Netz einzuspeisen”

? Aber Sie wissen, dass Biogas und Erdgas nicht dasselbe ist ?
Biogas ist viel zu “schmutzig”, um direkt in’s Erdgasnetz einzuspeisen und muss sehr aufwendig gereinigt werden

Grundsätzlicher Gedanke: Wieso meinen eigentlich gewissen Leute, dass es vernünftig zu und her gehen muss, wenn man auf die Öko-Sekte eingeht? Entweder man ignoriert die Hohepriester der Nachhaltigkeit und der Klimaretter, oder man akzeptiert ihre heiligen Dogmen: Photovoltaik und landschaftsverschandelnde Windräder sind gut, alles andere ist Teufelszeug

@Hr. Ebel
“Elektrowärmepumpen sind ein Witz”
Nicht, wenn der Strom aus Wasserkraft oder Atomstrom (uiii, ich habe tatsächlich “Atomstrom” gesagt, jetzt schäumen aber die Ökofritzen hier).

“Erdgaswärmepumpen”
Und wie funktionieren diese? (Das ist jetzt keine sarkastische Frage). Was soll der Vorteil gegenüber der direkten Verbrennung von Gas sein?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Martin Holzherr. 28.06.2010, 18:04
Was ist das stärkste Gegenargument gegen die behauptete anthropogene globale Erwärmung: Der kurze Erfahrungshorizont.

Und was ist das stärkste Argument: Die gesicherte Physik, deren erforderliches Wissen spätestens um 1900 gefunden wurde und die Förderzahlen für fossile Brennstoffe. Aus den Förderzahlen folgt, das nur ca. die Hälfte des zusätzlichen CO2 in der Atmosphäre geblieben ist, also Ausgasungen usw. als CO2-Quelle den Anstieg der Konzentration nicht erklären.

Zum Zahlenwert:

Die Datenauswertung (Tropopause in mittleren Breiten ca. 200mbar, CO2-Konzentration ca. 380 ppmv, Molekulargewicht Luft etwa 29, CO2 44) zeigt, daß der anteilige Säulendruck des CO2 an der Tropopause etwa 0,1mbar ist – und fast unabhängig von der CO2-Konzentration. Und dieser Säulendruck ist ähnlich wie bei Mars- und Venustropopause, die fast reine CO2-Atmosphären sind.

Zur näherungsweisen Berechnung werden 3 Voraussetzungen benutzt, die weitgehend erfüllt sind:
1. Konstanz des Säulendrucks an der Tropopause.
2. Konstanz des mittleren Temperaturgradienten in der Troposphäre.
3. Strahlungsgleichgewicht der Erde insgesamt.
Damit kommt man auf eine Klimabasissensitivität von ca. 3 K.

Rechengang:
Ausgangspunkt ist eine Temperaturabnahme der Stratosphäre (Tropopause). Dadurch nimmt die Emission aus der Stratosphäre ab – aber nur bei den Wellenlängen, wo die Absorptionslänge so kurz ist, das die fast vollständige Emission aus der Stratosphäre erfolgt (z.B. um 15µm, wo die Emission hauptsächlich von CO2 erfolgt).

Zum Erhalt des Strahlungsgleichgewichts muß dann durch das atmosphärische Fenster die Abstrahlung, d.h. die Oberflächentemperatur, steigen. Abkühlung der Stratophäre, Zunahme der Oberflächentemperatur und konstanter Temperaturgradient in der Troposphäre bedeuten eine Zunahme der Dicke (des Druckbereichs) der Troposphäre. Damit verbunden ist eine Druckabnahme der Tropopause, die für den Säulendruck des CO2 das Ansteigen der Konzentration kompensiert, d.h. der Säulendruck bleibt etwa konstant.

Aus diesem Ansatz folgt eine Basissensitivität von ca. 3 K. Diese Basissensitivität wird dann durch andere Änderungen (Wolkenänderungen, aus maß der Eisschilde usw.) modifiziert.

Sie können das gerne selbst nachrechnen (Hilfe: Abb. 25 – S. 14 – in http://www.frank-wettert.de/wp-content/report-klimaretter-1-1.pdf ), oder gravierende Einsprüche gegen die 3 Voraussetzungen machen.

MfG

PS: Obwohl das Paper von Ermecke ein Witz ist, mache ich auf die Abb. 25 aufmerksam, da Ermecke diese Messung offensichtlich für richtig hält, was sie in der Tat ist.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Kommentar von Ben Palmer. 28.06.2010, 17:41

“Sollte sich bestätigen, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von 3°C führt,”

Ben Palmer: “Gibt es denn dafür ernsthafte, auf Evidenz beruhende Hinweise”

Die meisten Artikel in diesem Blog gehen von einer signifikanten globalen Erwärmung durch die menschenverursachte Zunahme der Treibhausgase aus. Ansonsten würden diese Artikel in der Luft hängen.

Wo ist die Evidenz für diese Annahme: Sie beruht auf der Gesamtschau dessen, was die Klimatologen heute über das Klima wissen, also unter anderem
-auf der Berechung der Strahlungsantriebe durch solare Einstrahlung, Aerosole und Treibhausgase
-dem Wissen über den Einfluss von Treibhausgasen auf frühere Klimazustände
-den Klimamodellen, mit denen vergangene und zukünftige Klimazustände simuliert wurden
-den Beobachtungen der Atmosphäre und des Ozeans mittels Satelliten, Flugzeugen und Bojen

Was ist das stärkste Gegenargument gegen die behauptete anthropogene globale Erwärmung: Der kurze Erfahrungshorizont. Noch in den 1970er Jahren gab es keine ernst zu nehmende Klimawissenschaft. Das Wissen über das Klima ist also jung relativ zu den typischen Zeitperioden in denen sich das Klima ändert.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

“Sollte sich bestätigen, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von 3°C führt,”

Gibt es denn dafür ernsthafte, auf Evidenz beruhende Hinweise oder malen wir einfach weiterhin schwarz, weil es so schön ist?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Erdgas und Oel in der Schweiz und Mitglied der OPEC und Antrag auf Vereinigung mit Libyen vielleicht ach nein das glaube ich ja nun doch nicht! Da lernen wir doch eher mit weniger Oel und Gas ganz vernuenftig zu leben!

Hier waere noch eine andere Alternative: Energie aus schwarzen Loechern (wer sollte sich bei so einem Quatsch noch wundern wenn Leute Angst vor dem LHC haben und die Glaeubigkeit and Experten verlieren ..)

http://www.weltderphysik.de/de/5728.php

oder billige Fusion in New York..
http://news.bbc.co.uk/2/hi/world/us_and_canada/10372284.stm

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@ Dittmar

Michael, das schlimmste, was deinen pessimistischen Voraussagen widerfahren kann, wäre tatsächlich ein Erdgasfund in der Schweiz und deren künftige Mitgliedschaft in der OPEC.
Am Genfersee (und demnächst im Seeland) wird gebohrt, nicht unter dem CERN zwar…

http://www.erdgas.ch/gasorama/de/ausgabe-4-2010.html

http://www.derbund.ch/bern/Erdgasbohrung-im-Berner-Seeland-verzoegert-sich-nochmals-um-ein-Jahr/story/16244360

Besorg dir noch ein paar frische Fische. Laut Betreibergesellschaft handelt es sich um “die die modernste Bohrplattform Europas”. So was ähnliches galt auch für die „Deepwater Horizon“.

Ansonsten stimme ich Jean-Marc Hensch zu, wenn er Effizienz bei der Mittelverwendung fordert. Was er – verständlicherweise – nicht fordert, sind anstelle der Förderung ineffizienter Technologien vermehrte Investitionen in R&D, um die taugliche “Übergangslösung Erdgas” möglichst rasch durch wirklich brauchbare Alternativen zu ersetzen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hi Tim,

du schreibst:
“Tatsächlich müssen wir den Stromverbrauch runter bringen”

Ja, in der Tat und ob wir wollen oder nicht

Selbst ohne den Wunsch “einiger” (weniger) weniger CO2 zu erzeugen, alternde Kraftwerke aller Typen erfordern das!

Wer es nicht glaubt wird sich mit der Alternative der Blackouts anfreunden muessen (keine Illusionen, blackouts haben einen riesigen collateral Damage wenn sie erstmal regelmaessig kommen, ade du schoenes stabiles Internet!).

michael
ps.. und Pech fuer die vielen tollen Ideen wie Autos etc mit Strom und ohne Oel!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

… das alte Credo:

Lasset uns einen Dinosaurier durch einen anderen ersetzen!

Heizen sollte man in Zukunft nahezu nicht mehr müssen – ein Bauboom der statt immer mehr Fläche pro Kopf immer mehr Isoaltionsmaterial pro Wand bringt wäre dringend angesagt. Um den auszulösen reicht jedoch Geld allein nicht aus => es Bedarf leider einiger struktureller & gesetzlicher Änderungen im Mietrecht & Heimatschutz etc.

Den Wärme Bedarf eines state-of-the-art isolierten Gebäudes können auch Solarkollektoren und eine handvoll Holzscheite pro Jahr decken…

Ich stimme Ihnen allein bei der Kritik an den Wärmepumpen zu: Tatsächlich müssen wir den Stromverbrauch runter bringen und solange in Europa auch nur ein einziges Kohlekraftwerk läuft… Wärmepumpen sind schön und gut zur Nutzung von Quellen >15° (Abwasser, niedrig Temperatur Geothermie), aber nur dort.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hoert sich ja toll an.

Wir nehmen einfach Gas (kommt zwar nicht aus der Steckdose) und vermeiden zu erklaeren wo das Gas herkommen soll?

Habe ich etwa die grossen Entdeckungen von Gasquellen in der Schweiz uebersehen?

Herr Hensch, wollen sie die Schweiz wirklich in eine “Ukraine” Russlands verwandeln?

Oder vielleicht lieber einen Krieg um das iranische Erdgas mit den anderen interessierten um die Wette fuehren?

Oder vielleicht doch lieber 2 Augen zudruecken und bei Gadaffi nachfragen?

Na dann machen wir doch einfach lieber weiter wie bisher

Strom kommt aus der Steckdose und Gas aus der Roehre! (wie es da rein kommt ignorieren wir einfach!)

einen schoenen sonningen Arbeitstag dann und der naechste Winter kommt bestimmt!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Wenn der Autor für Erdgas als bessere Alternative zu Öl eintritt und für Zitat “Erdgas als die optimale Strategie zur CO2-Reduktion” wirbt, so dichtet er dem Spatz in der Hand – dem Erdgas – Qualitäten an, die es nicht hat.

Erdgas kann nur eine Übergangslösung sein.

Erdöl durch Ergas zu ersetzen ist zwar in vielerlei Hinsicht sinnvoll, zugleich aber problematisch, denn Investionen in Energieinfrastruktur haben typische Lebensdauern von mehreren Jahrzehnten. Um das 2°C-Ziel zu erreichen muss die Schweiz im Jahre 2050 aber ihren fossilen Konsum um 80% reduziert haben, etwas was mit Erdgas an der Stelle von Öl nie erreicht werden kann.

@Jochen Ebel
Elektrowärmepumpen sind nur dann Unsinn, wenn die Primärenergie, die den Strom erzeugt, fossilen Ursprungs ist.

Gibt man der Dekarbonisierung den Primat über alle anderen Ziele, dann spielt der Gesamtwirkungsgrad einer Energielösung eine untergeordnete Rolle gegenüber der Fossilität der Lösung. Wie Herr Knutti ja in einem seiner Beiträge vorgerechnet hat, heizen wir dem Klima mit unseren CO2-Emissionen 50 Mal mehr ein als mit der Energieproduktion an und für sich.

Sollte sich bestätigen, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu einem Temperaturanstieg von 3°C führt, so wird man später einmal Kraftwerke wie das jetzt im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg bei Hamburg (1.6 Gigawatt Leistung) als Todesfabriken bezeichnen, wie das James Hansen jetz schon tut – und Gaskraftwerke sind die kleinen Brüder dieser Klima-Einheizer.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Elektrowärmepumpen sind ein Witz. An Heizenergie kommt dabei so viel heraus, wie aus einer Gasheizung direkt: Die Stromerzeugung geht nur mit einem Wirkungsgrad kleiner 1 und die Abwärme geht in die Umwelt. Die Elektrowärmepumpe entnimmt diese Abwärme (bzw. eine etwa gleichgroße) wieder aus der Umwelt und setzt Elektroenergie plus Umweltwärme wieder zur Heizenergie zusammen, die gleich der ursprünlichen Erdgaswärme ist – das drückt sich etwa auch in den Preisen aus.

Wenn schon Wärmepumpen, dann Erdgaswärmepumpen – das senkt sogar das CO2 erheblich.

Sonnenkollektoren zur Heizung ist problematisch: Dann, wenn die Wärme zum Heizen gebraucht wird, ist der Sonnenstand sehr niedrig.

MfG

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

top
 
FireStats icon Powered by FireStats