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«Energiestadt» und «naturemade» – ein super Team

31.03.2010 von

Die beiden Label «Energiestadt» und «naturemade» haben eine gemeinsame Schnittstelle: den Strom. «Energiestadt» zeichnet Gemeinden mit überdurchschnittlichen Leistungen im Umwelt- und Klimaschutz aus. «naturemade» bezeichnet Strom, dessen Produktion auf erneuerbaren Energiequellen basiert und nach Möglichkeit zusätzliche ökologische Auflagen erfüllt. Besonders stark ist die Kombination der beiden Label.

Die Energieversorgung ist in Gemeinden ein ressortübergreifendes Anliegen. Sie bündelt Themenbereiche wie Planung, kommunaler Energieverbrauch, Versorgung und Entsorgung, Mobilität und Kommunikation. «Energiestadt» ist ein freiwilliger, klar strukturierter Prozess mit dem Ziel, die nachhaltige Nutzung von Energie in Gemeinden individuell und zielführend zu planen und umzusetzen. Im Prozess «Energiestadt» geht es dann beispielsweise um eine möglichst nachhaltige Stromversorgung. Bezüglich dieser fallen Gemeinden diverse Rollen und Aufgaben zu:

  • Sie sind Stromkonsumenten aufgrund eigener Gebäude und Anlagen.
  • Sie sind Stromlieferanten, falls sie eigene Werke besitzen respektive die Rahmenbedingungen für Drittlieferanten definiere.
  • Sie sind Stromproduzenten, wenn sie eigene Anlagen betreiben.

Nachhaltigkeit in der Stromversorgung bedeutet Stromeffizienz, Klimaschutz und ökologische Herstellung von Strom. Bei letzterem geht es in der Schweiz insbesondere um den Schutz der empfindlichen Ökosysteme der Gewässer.

«naturemade» als Partner

Investitionen in eine nachhaltige Stromversorgung und umweltbewussten öffentlichen Stromkonsum sind heute leider oft höher als in konventionellen Lösungen. Daher müssen die Gemeinden Zielkonflikte überwinden, wenn sie sowohl ihren Auftrag betreffend effizienten Umgang mit Steuergeldern als auch den Erhalt einer intakten Umwelt ernst nehmen wollen. Kurz gesagt: Um die Nachhaltigkeit in der Stromversorgung sichern zu können, brauchen Gemeinden verlässliche Partner. Es ist nahe liegend, dafür auf das Label «naturemade» zu setzen, denn dieses

  • bezeichnet Strom aus erneuerbaren Energienquellen («naturemade basic») und solchen, bei dessen Produktion zusätzlich ökologische Auflagen erfüllt werden («naturemade star»),
  • ist breit abgestützt, indem es die Umwelt- und Konsumentenorganisationen wie auch die Energiewirtschaft gleichberechtigt einbindet,
  • hat von unabhängiger Stelle Bestnoten erhalten betreffend Transparenz und Glaubwürdigkeit (Green electricity-Making a difference, PricewaterhouseCoopers, May 2009).

Energiestädte als Multiplikatoren

Umgekehrt profitiert auch «naturemade» von der Zusammenarbeit: Die Energiestädte sind mit ihrem langfristigen Engagement starke Multiplikatoren für «naturemade». Und am meisten «naturemade»-zertifizierter Strom wird in Mitgliedgemeinden des Trägervereins Energiestadt konsumiert.

Für dieses Engagement bedankt sich «naturemade» bei den Energiestadt-Gemeinden mit dem «prix naturemade». Dieser wird im Herbst 2010 an diejenigen Mitgliedgemeinden verliehen, die den grössten Prozentsatz ihres eigenen Stromverbrauchs oder die grösste Menge mit «naturemade»-zertifiziertem Strom decken. Die verlangte Mitgliedschaft der Gemeinden beim Trägerverein Energiestadt garantiert dabei, dass auch die Stromeffizienz in den prämierten Gemeinden den höchsten Stellenwert hat. Denn eine hohe Energieeffizienz ist – unabhängig von der Stromqualität – der wichtigste Faktor in Bezug auf die Nachhaltigkeit.

Zur Autorin

Gastautorin Cornelia Brandes ist Geschäftsführerin des Vereins für umweltgerechte Energie VUE und Präsidentin des Trägervereins Energiestadt

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Kommentare (17) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

@Tim Schloendorn
Bei der kritischen Untersuchung dessen, was die Erneurbaren Energien für eine CO2-arme Zukunft leisten können, geht es nicht erster Linie (aber auch) um das Geld. Mein Schluss ist: Der Aufwand für EE steht in keinem Verhältnis zur CO2-Einsparung. Dazu kommt der Landschaftseingriff durch Windturbinen und Photovoltaikflächen. Die Deutschen haben es da leichter: vom Ruhrgebiet zur windradüberpflanzten Heide ist es kein so grosser Schritt.

Sie argumentieren in einigen ihrer Kommentare für das Geldverdienen mit CleanTech und dagegen habe ich nichts. An erster Stelle sollte aber das Ziel stehen: das dekarbonisierte Wirtschaften. Wenn Simonetta Somaruga (Schweizer Ständerätin) dafür plädiert, Gaskraftwerken in der Schweiz die CO2-Absolution (Kompensation im Ausland) zu erteilen, wenn im Gegenzug eine unbegrenzte Einspeisevergütung für PV und Wind durchkommt und sie selber davon ausgeht, dass diese zusätzlichen Erneuerbaren Energien weniger CO2 einsparen als die Gaskraftwerke ausstossen, dann liegt sie falsch.

Auch James Hansen (der Pionier der Klimaforschung) hält von Cap und Trade (und CleanTech passt gut zum Cap und Trade -Buisnessmodell) gerade deshalb wenig, weil er den Verdacht hat, dass mit virtuellen Gütern geschäftet wird und für das Klima am Schluss wenig herauskommt.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Ein kleiner Vorschlag an die fleissigen Blogger:
Recherchiert doch zur Abwechslung mal die Zahlen zu Subventionen an konventionelle Energieträger (vom Kohleabbau bis zur KKW-Versicherungsprämie). Ich habe Zahlen in der Grössenordnung von 200 Mrd. Euro/Jahr für die EU im Kopf, eine schöne Planwirtschaft ist das… 🙂

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@Michael Dittmar: Vielen Dank für den Hinweis auf die Webseite des Bundesamtes für Energie. Ich hätte mein Quelle angeben sollen, die von mir genannten Zahlen stammten aus dem Ecofys Report (http://www.ecofys.com/com/publications/brochures_newsletters/factors_underpinning_future_action_country_factsheets_2008.htm) auf den ich durch einen Hinweis des Climalp Newsletters gestossen war. Für die Schweiz scheinen mir die Zahlen des Bundesamtes für Energie jedoch verlässlicher und ich werde in Zukunft deren Zahlen benutzen.

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Gesamtenergie-Statistik

http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00631/index.html?lang=de&dossier_id=00867
Anklicken: > Überblick über den Energieverbrauch der Schweiz im Jahr 2008

Wie Michael feststellt, liegt der Anteil der fossilen (und importierten) Energieträger nahe bei 70%, jener der „übrigen erneuerbaren“, d.h. nicht aus Wasserkraft gewonnen) Energien bei 1,3 %…

Ziele, wie sie die Grünen in ihrem Initiativtext formulieren, sind völlig illusionär und weder technisch noch finanziell realisierbar, wie u.a. die Beispiele Deutschland, Spanien, Grossbritannien zeigen. Man darf annehmen, dass dies zumindest den technisch und wirtschaftlich versierten Parteivertretern der Grünen durchaus bewusst ist. Es geht den Interessenvertretern „grüner“ Technologien darum, wenn zwar nicht alle aber doch möglichst viele ihrer handfesten wirtschaftlichen Begehrlichkeiten durchzusetzen, auf Kosten der Steuer- und Gebührenzahler und ohne erkennbaren wirtschaftlichen oder ökologischen Nutzen. Ob die Stimmbürger den CleanTech-Schalmeienklängen folgen, ist abzuwarten. Kann sein, dass die Panikmache, die ihren Zenit in Kopenhagen überschritten hat, bis dahin endgültig abgeebt ist.

Was die Kosten von Energiesparmassnahmen bzw. die CO2-Vermeidung angeht, gelten laut McKinsey, RWE, Bundesverband erneuerbare Energien, in etwa die folgenden Zahlen für die Einsparung einer Tonne CO2 in Euro…
Gebäudesanierung (in 90 % der Fälle): 0
CO2-Einsparung in der Industrie: 20
Biomasse: >50
Biogas: >50
Windkraft: 50-60
Geothermie: >100
Solarstrom (Fotovoltaik): 300-500

Eine klare Prioritätenliste, die sich um die künftigen Möglichkeiten zur Einsparung fossiler Energieträger im Verkehr ergänzen lässt.
Neben der Substitution von Öl und Treibstoffen stellt sich die entscheidend Frage bei der Stromerzeugung: Gas- oder neue Kernkraftwerke? Auch diese Debatte wird eher von unvereinbaren Weltanschauungen als von einem ergebnisoffenen, vernünftigen Abwägen geprägt. Es scheint, als ob sich viele den Niedergang des verhassten „Systems“ um jeden Preis wünschten.

Was die Entwicklung neuer Technologien und den Forschungs- und Arbeitsplatz Schweiz angeht, wirkt sich die planwirtschaftliche Förderung nicht ausgereifter Technologien geradezu kontraproduktiv aus, wie das Beispiel Deutschland belegt.

Es geht also entweder mit Dittmar Richtung peak oil und Abgrund,
oder mit Kuster u.a. in einen mehr oder weniger sanften Übergang vom fossilen in ein neues Zeitalter. Ich halte das letztere Szenario für wahrscheinlicher, weil die Marktkräfte den Bedarf regeln werden und genügend Reserven fossiler Brennstoffe vorhanden und längst nicht vollumfänglich erschlossen sind. Planwirtschaftliche Eingriffe der geplanten Grössenordnung werden die erforderliche Entwicklung hin zu neuen und besseren Technologien nur massiv behindern und an andern Stellen weit dringender benötigte Ressourcen binden.

@ Arnim Rhode
Sie haben den Begriff „Rentensucher“ offenbar missverstanden: http://books.google.ch/books?id=99EsM7GjBkwC&pg=PA427&lpg=PA427&dq=Der+Begriff+Rentensucher&source=bl&ots=hDmFnXN747&sig=Sd4-F3dH83nyVPYWtllfzgH_27w&hl=de&ei=qFW7S-qTMoabOJKQlfIH&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAYQ6AEwAA#v=onepage&q=&f=false

Wenn Sie freien Wettbewerb fordern, werden Sie die Entwicklung alternativer Energieträger wirksamer voranbringen als mit wettbewerbsverzerrenden Einspeisevergütungen.
Standorte für Windpärke CH: lesen Sie dazu weiter unten den Beitrag von M. Holzherr vom 03.04.2010, 0:16

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

zu:

„Bis 2030 soll die Energieversorgung zu 50% aus erneuerbaren Quellen stammen.”

haengt davon ab wie die 50% zu verstehen sind!

a) bei konstantem total Verbrauch so wie heute?
das ist vollkommen unmoeglich.

b) 50% im Jahr 2030 aus „erneuerbaren“
na ja wenn das Oel nicht mehr da ist also von 100% auf 40% vom heutigem das haben wir dann ja schon praktisch jetzt erreicht!

Ich bezweifle aber dass das die Idee der Gruenen ist
michael

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Ich möchte die Teilnehmer dieses Blogs (Michael Dittmar, Ben Palmer, Pius Kuster, Peter Bühler, Arnim Rhode, Xaver Spörri und all die anderen) auf die Clean-Tech-Initiative aufmerksam machen und speziell auf die Erwartungen der Grünen an die Erneuerbaren Energien
(siehe http://www.gruene.ch/web/gruene/de/positionen/umwelt/energie/gruener_strom/medienmitteilungen/cleantech-initiative.html).

Man liest da: „Bund und Kantone stellen gemeinsam die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien sicher. Bis 2030 soll die Energieversorgung zu 50% aus erneuerbaren Quellen stammen.“

Man muss sich klarwerden, was es bedeutet, 50% nicht nur des Stroms sondern aller Energien auf erneuerbare Energien umzustellen. Meiner Ansicht ist das völlig unmöglich, es sein denn, man realisiert die 2000-Watt-Gesellschaft.
Was denken die anderen Blog-Teilnehmer dazu?

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> Fakt: 2006 stammten 46,4% der Energieversorgung aus Erdöl und > 26% aus Kernkraft (9,7% Gas, 9,5% Hydro, 7,2% Biomasse).

leider sind die Zahlen etwas durcheinander geraten.

die Realitaet sieht noch drastischer aus:

in etwa so: oel 56% gas 14% Kohle 1% plus 5% Holz etc
plus 23% elektrische Energie 40% aus KKW und fast 60%
aus Wasserkraft.
(in der Realitaet stammen aber eher 50% und 50%
wenn man die Importe aus dem KKW Ueberschuss
in die Pumpspeicher mit rechnet!)

genaues kann man beim Bundesamt fuer Energie finden
sehr aktuell und gut dokumentiert!

http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang=de

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@Peter Bühler:

der Vorschlag, erneuerbare Energien als Rentenvorsorge zu nutzen kam von Ihnen: „Dass zahlreiche “Rentensucher” unter den betulichen Titeln des “Klimaschutzes” und der “Nachhaltigkeit” …“ Von daher teile ich den Preis gerne mit Ihnen…

Ich wollte auch mitnichten unterstellen dass Sie die Schweiz weiter in die Abhängigkeit anderer Länder treiben wollen. Es ist aber unbestreitbar, dass die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern hinsichtlich ihrer Energieversorgung extrem abhängig ist. Das ist keine Unterstellung sondern Fakt: 2006 stammten 46,4% der Energieversorgung aus Erdöl und 26% aus Kernkraft (9,7% Gas, 9,5% Hydro, 7,2% Biomasse). Die Schweiz verfügt über keine eigenen Erdöl-, Erdgas- oder Uranvorkommen – 82,1% der Energieversorgung war damit 2006 von Importen abhängig! Zu einem grossen Teil stammten diese Importe aus Russland und wie skrupellos Russland seine Machtposition ausnutzt, sehen Sie am Beispiel Ukraine. Soll die Schweiz ebenfalls zu einem Lakaien von Gasprom werden? Aber Moment, das ist natürlich kein Argument für eine einheimische nachhaltige Schweizer Energieversorung auf Basis erneuerbarer Energien werden Sie sagen – es gibt ja noch andere Erdöllieferanten. Wie wäre es z.B. mit Libyen?

Zur ökonomischen Seite: Ich will keine unbedachten Subventionen wie es in Deutschland bei der Solarenergie und in der EU z.T. bei Biomasse der Fall war. Ich fordere freien Wettbewerb in dem den Anbietern erneuerbarer Energien durch eine entsprechende Anpassung und Öffnung der Netze gleiche Chancen eröffnet werden. Zum Glück gibt es seit kurzem in der Schweiz die „kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien!“ Und einige mutige Landwirte gehen bereits voran und werden zu Energieversorgern. Dann zählen nicht mehr billige Polemik oder Parteizugehörigkeit sondern Franken und Rappen…

Übrigens ist hier auch die ETH gefragt – welche Standorte sind für Windpärke besonders geeignet? Wo sind die Leistung maximal und die Beeinträchtigung der Landschaft minimal? Welche Ausbaupotenziale bieten Geothermie, Biomasse und Hydro? …

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Naturemade, Bio, Nachhaltig. Mit diesen Begriffen verbinden viele nur Positives. Strom ist jedoch nie naturgemacht, auch wenn er aus Windparks kommt. Der Begriff Windpark mit dem Wortteil Park passt aber gut zu Bio, Nachhaltig und Natur-Gemacht und man assoziert unbewusst die Produktionsbedingungen eines Gartens mit diesen Begriffen.

Die gezähmte Natur, der Garten Eden, wer will schon mehr. Das zweitbeste sind dann die vom Menschen angelegten Plantagen und Windparks ähneln ihnen doch so.

Auch die 1.3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Palmöl, die im Jahr 2007 durch das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) mit 200 Mio Euro gefördert wurden und in 700 deutschen Planzenöl-Blockheizkraftwerken verbrannt werden, sind nicht naturgemacht (siehe http://beta.greenaction.de/beitrag/was-haben-wir-in-deutschland-mit-palmoel-und-regenwaldzerstoerung-zu-tun). Es ist der Mensch, der in Indonesien und Kolumbien Urwald durch Palmölplantagen ersetzt und diese Aktivität dient nicht der Natur, sondern den Farmern und den deutschen Betreibern von Planzenöl-Blockheizkraftwerken (fast alle in Deutschland werden mit Palmöl betrieben).

Selbst wo der Mensch nicht Natur durch Kultur ersetzt, sondern Kulturen nur einem anderen Verwendungszweck zuführt, gibt es Schattenseiten. Der Biotreibstoff, der in den USA vor allem aus Maispflanzungen gewonnen wird, verteuert die Nahrungsmittel. Nahrungsmittelüberschüsse der USA, die früher billig in Entwicklungsländer abgegeben wurden, landen nun im Autotank und man kann sich fragen ob dies die gottgewollte oder nur die US gewollte Form der Bevölkerungskontrolle ist (siehe http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr9-vom-132010/bio-treibstoff-fuehrt-zu-hungersnoeten/).

Mir schwebt ein ganz anderes Ideal des Zusammenlebens von Mensch und Natur vor. Zu diesem Bild passen mittelalterliche, von Festungsmauern umgebene, eigentlich sehr künstliche Städte, die dem Menschen auf engem Raum bieten, was er für sein gesellschaftliches Leben braucht. Die Natur bleibt draussen und im Idealfall unverändert. Der Mensch sollte nur ein Lebewesen unter anderen sein. Biodiversität wird nicht von Landwirten unterhalten, wie das im Schweizer Werbefernsehen zurzeit suggeriert wird, sondern von der Natur selber, indem man sie einfach sich selber überlässt.
Wenn man mit den Begriffen Bio.., Nachhaltig einen weltweiten Naturpark assoziert, so ist dies letzlich nur Ausdruck des alten biblischen Auftrags, sich die Natur untertan zu machen. Das ist OK, solgange es nur ein kleiner Teil der ganzen Welt und Natur ist. Der Mensch als Krebsgeschwür, das den ganzen Planeten umgestaltet, ist dagegen ein Problem, sogar für den Menschen selbst.

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In Ländern mit Einspeisevergütigung können Landwirte, die ihre Scheunendächer und einen Teil ihres Landes mit Photovoltaikmodulen überdecken, ihre wirtschaftliche Situation zum Teil deutlich verbessern, da hat Armin Rhode (Kommentar vom 03.04.2010, 2:52 ) durchaus recht.

In Deutschland war das EEG für die PV-Förderung so erfolgreich, dass 2009 PV-Anlagen mit einer Nennleistung von 3 Gigawatt errichtet wurde. Diese werden den Verbraucher in den kommenden 20 Jahren (so lange wirkt die garantierte Einspeisevergütung) 14 Milliarden Euro kosten. Wegen diesem unerwarteten Erfolg wurde die Einspeisevergütung in Deutschland ab 2010 stärker abgesenkt als ursprünglich vorgesehen und die Höhe der Einspeisevergütung zudem für grosse Anlagen gesenkt, so dass es sich für einen Landwirt nun weniger lohnt, sein ganzes Land mit PV-Modulen zu überkacheln.

Die volle Einspeisevergütung erhält man in Deutschland nun, wenn man Solarstrom für dein Eigengebrauch erzeugt, so dass es sich für einen Landwirt lohnen kann, einen billigen Heutrockner mit grossem Stromverbrauch anzuschaffen, um den Stromeigenbedarf zu erhöhen.

Eine US-Studie zur zukünftigen Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik (Befragung von PV-Experten) kommt zum Schluss, dass photovoltaisch erzeugter Strom in den nächsten 40 Jahren nicht mit Strom aus konventionellen Kraftwerken kokurrieren kann (siehe http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es8014088).

Photovoltaisch erzeugter Strom könnte jedoch schon bald in den Preisbereich kommen, zu dem der Endverbraucher Strom bezieht. Auch dann muss man überschüssigen Sonnenstrom ins Netz einspeisen können, um bei Bewölkung oder während der Nacht Strom aus dem Netz beziehen zu können. Speichert man überschüssigen Strom dagegen in Batterien, könnte man zum Stromselbstversoger werden. Dies ist allerdings eine recht teure Lösung.

Speisen jedoch Millionen von Haushalten ihren Solarstrom ins Netz, müssen die Netzbetreiber neue Regelkraftwerke erstellen um die Stromschwankungen auszugleichen, was teuer werden kann. Nur in der Schweiz sieht es besser aus, kann man mit PV generiertem Strom doch Wasserkraftenergie einsparen.

Den wahrscheinlich grösste Nutzen der Einspeisevergütung für Solarmodule haben die chinesischen Photovoltaik-Hersteller, die den Markt zunehmend beherrschen. Mit dem EEG schafft Deutschland tausende von Arbeitsstellen in China und befreit damit viele Menschen aus der Armut.

Dennoch glaube ich, dass es besser gewesen wäre, die 50 Milliarden Euro, die bis jetzt in Deutschland für die Photovoltaik über Einspeisegarantien ausgegeben wurden, in die Forschung zu stecken. Denn trotz diesen finanziellen Aufwänden werden nur 1% des Stromes in Deutschland mit Photovoltaik erzeugt.
Mit dem gleichen Geld für die deutschen PV-Forschung würde jetzt Deutschland und nicht die USA eine führende Stellung in der Photovoltaikforschung einnehmen.

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Ich kann bei „Gesucht: Persönliche Klimaerlebnisse“ keinen Beitrag mehr erstellen. Ist das bei euch auch so?

Wollte dort noch schreiben dass auch die NZZ von gestern Samstag 3. April darauf hineingeflogen ist. Sie schreiben auf Seite 13:

———————————————-
„Die ETH sucht Klimaerlebnisse:
Nach Climategate, den mageren Ergebnissen des Klimagipfels in Kopenhagen und dem Bekanntwerden einiger Fehler im letzten Klimarat-Bericht weht der Klimawissenschaft und -politik zurzeit eine steife Brise entgegen. Die Wissenschafter starten nun aber eine Aktion, die auch die Bevölkerung mit einbezieht. Die ETH Zürich sucht im Rahmen der Allianz für personalisierte Klimaforschung nach Erlebnissen,, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden können. Beobachtungen zu klimatischen Auffälligkeiten können an apcr@ethz.ch geschicht werden“
———————————————–

Ich muss gestehen ich bin auch darauf reingefallen. Immerhin bin ich nicht der einzige 😉 Nähme mich wunder wie viele Mails schon an apcr@ethz.ch geschickt wurden!

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Arnim Rhode: „Einigen ist dadurch sogar etwas für unmöglich gehaltenes gelungen, sich aus der Abhängigkeit der EU-Subventionen zu lösen! Dank einem klugen Einspeisegesetz können sie ihren Hofbetrieb nun über die Energieerzeugung rentabel gestalten.“

Ich nahme an, Ihr Kommentar war ein Aprilscherz. Die Einspeisung von Privaten in das Energienetz wird mit fetten Prämien subventioniert, ob von der EU oder von der nationalen Regierung, es handelt sich IMMER um das Geld der Anderen.

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@ Arnim Rhode

Wie Sie zur Unterstellung gelangen, dass Leute wie ich „die Schweiz noch stärker in die Abhängigkeit von Oel- und Uran-Lieferanten treiben wollen“, bleibt Ihr Geheimnis.

Es geht hier um den Sinn oder den Unsinn der Förderung „Erneuerbarer Energien“ nach heutigem Technologiestand.
Die Idee, der bereits hoch subventionierten Landwirtschaft Geld aus der II. und II. Säule zur Verfügung zu stellen, damit die nach deutschem „Vorbild“ Solar- und Windkraftanlagen aufstellt, hätten Sie vorgestern im Blog „Persönliche Klimaerlebnisse“ einbringen sollen. Der Hauptpreis wäre Ihnen sicher gewesen.

Lesen Sie doch bitte mal den Beitrag und den verlinkten Bericht von Franz-Xaver Spörri. 02.04.2010, 16:08 im Nachbarblog:
http://blogs.ethz.ch/klimablog/2010/03/25/nachhaltigkeit-mit-begrenzten-naturlichen-ressourcen-eine-losbare-aufgabe/

… oder die Links im Blog
http://blogs.ethz.ch/klimablog/2010/03/10/gewinn-furs-erdklima-und-die-gesellschaft/ > mein Kommentar P.B. vom 16.03.2010, 14:39

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Ich habe mir den Artikel noch einmal durchgelesen und bin auf weitere Implikationen gestossen: Sicher wären alle Schweizerinnen und Schweizer Gewinner solcher Label. Eine besondere Rolle kommt jedoch den Landwirten zu – nördlich der Grenze, in Deutschland, sind diese vielmals zu Energieversorgern mit Solarzellen auf ihren Scheunen, Windkrafträdern auf den Feldern und gemeinschaftlich betriebenen Biomasseanlagen geworden. Einigen ist dadurch sogar etwas für unmöglich gehaltenes gelungen, sich aus der Abhängigkeit der EU-Subventionen zu lösen! Dank einem klugen Einspeisegesetz können sie ihren Hofbetrieb nun über die Energieerzeugung rentabel gestalten.

Schade, dass diese Möglichkeiten den Schweizer Landwirten noch zu oft verwehrt bleiben. Es wäre zu wünschen, dass sich Landwirte auch hierzulande wieder als Erzeuger statt als Hilfsempfänger fühlen können. Vielleicht bieten die Label hier neue Möglichkeiten: Neben einem Label für echten Emmentaler aus Schweizer Herstellung auch Schweizer Strom „naturemade“ – Ich werde meinen Anbieter ewz fragen, ob sie den im Angebot haben.

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Das schweizerische Mittelland ist eines der windärmsten Gebiete Europas. Die Gebiete mit mehr als 3.9 m/s Wind (mittlere Geschwindigkeit), die für Windenergieanlagen geeignet sind, liegen weitgehend im Alpenraum und im Jura (siehe http://www.wind-data.ch/windkarte/). Der Alpenraum aber ist teilweise geschützt und selbst in ungeschützten Teilen der Alpen würden Windenergieanlagen auf wenig Akzeptanz stossen.

100 Mio Tonnen CO2 Emissionen sind 2009 europaweit durch Windenergie eingespart worden (siehe http://www.suisse-eole.ch/de.html) bei Emissionen von insgesamt 6000 Mio Tonnen CO2 in Europa 2009.

Windenergie kann CO2-Emissionen einsparen, wenn sie im Verbund mit Gas- oder Kohlekraftwerken betrieben wird und diese fossilen Kraftwerke bei genügend Wind teilweise oder ganz heruntergefahren werden können. Dies ist die Situation in Deutschland, wo Gas- und Kohlekraftwerke die Regelenergie stellen.

Alle deutschen Windenergieanlagen zusammen haben einen Nennleistung von 26 Gigawatt, was einer effektiven Leistung von 5 Gigawatt entspricht, da eine Windturbine nur in 18% der Betriebszeit läuft. Dementsprechend ist die Regelleistung in Deutschland 6 bis 7 Gigawatt.

Windenergie spart kein einziges konventionelles Kraftwerk ein, da immer mit einer Flaute gerechnet werden muss. In Deutschland kommen als Regelenergiekraftwerke nur schnell zuschaltbare Gas- oder Kohlekraftwerke in Frage und meist sind diese für Regelenergie geeigneten Kraftwerke weniger effizient als die besten ihrer Klasse.

Windenergieanlagen in günstigen Lagen auf dem Land sind nur geringfügig teuerer als entsprechende Gaskraftwerke. Da jede Windenergieanlage aber ein fossiles Kraftwerk gleicher Leistungsfähigkeit als Regelkraftwerk benötigt, erhöht sich der Preis gegenüber einer Anlage ohne Windenergie.

Gäbe es genug Wind auf Landfächen in Deutschland um bei gutem Wind den Gesamtstrombedarf zu decken und würde man die entsprechenden Windturbinen bauen, würde sich der Energiepreis mindestens verdoppeln, wären es aber vorwiegend Windkraftwerke vor der Küste würde er sich verdrei- bis verfünffachen, da offshore-Kraftwerke wesentlich teurer sind.

Im günstigsten Fall könnte man mit Windkraftwerken die CO2-Emission der deutschen Stromproduktion auf einen Drittel gegenüber heute reduzieren.
Eine stärkere Reduktion fällt schwer, solange fossile Kraftwerke die Regelenergie liefern.

In der Schweiz würde man mit Windkraft zuerst einmal keine CO2-Emissionen reduzieren, da die schweizerische Stromproduktion im Betrieb kein CO2 emittiert (Bau der Wasserkraft- und Kernenergieanlagen sowie Uranabbau sind vergleichbar mit dem Baumaterialaufwand für Windturbinen).

Mit Wasserkraft als Regelenergie könnte man in der Schweiz wertvolle Wasserenergie einsparen, indem bei Starkwind weniger Strom mit Wasserkraft erzeugt wird.

In Deutschland kann man mit Wind- und Sonnenenergie die CO2-Emissionen nur beschränkt reduzieren, da die Regelenergie zum grossen Teil von fossilen Kraftwerken gestellt wird.
Pumpspeicherkraftwerke kommen zwar beim Ausgleich schwächer werdender Windenergie auch zum Einsatz aber nur für die kurze Zeit bevor die Gaskraftwerke voll heraufgefahren sind, denn die Kapazität der Pumpspeicherkraftwerke ist beschränkt. Es sind vor allem österreichische Pumpspeicherkraftwerke, keine schweizerischen, die zum Einsatz kommen, weil die Stromleitungen in die Schweiz fehlen.

Um das Problem der fossilen Regelenergie zu lösen, werden in Deutschland momentan verschiedene Speichertechnolgien für Windstrom erprobt, z.B. spezielle Batterien oder Druckluftspeicher. Doch diese Speicherformen sind entweder sehr teuer (Batterien) oder haben einen schlechten Wirkungsgrad (Druckluftspreicher).

Für Deutschland gilt deshalb: CO2-freie Stromproduktion mit Windturbinen ist die Zukunft und wird es wahrscheinlich noch lange bleiben.

In der Schweiz kann die Windkraft wegen den geringen Windstärken im Mittelland nie mehr als einen tiefen einstelligen Prozentbetrag zur schweizerischen Gesamtstromproduktion beitragen.

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Ich möchte noch auf einen weiteren, oft vernachlässigten Vorteil der nachhaltigen Stromversorgung aufmerksam machen: Durch höhere Energieeffizienz und nachhaltige Energien aus heimischen Landen sichert die Schweiz langfristig ihre Unabhängigkeit. Selbst wenn fossile Rohstoffe noch eine Weile reichten (was sie leider nicht tun), so steigt doch die Konkurrenz und damit die Preise seit China gewaltige Mengen Kohle, Oel, Uran etc. für sich selbst braucht. In diesem Zusammenhang wäre es wünschenswert wenn die Schweiz ähnlich dem historischen „Plan Wahlen“ für Lebensmittel auch in Sachen Energie unabhängig wäre. Um so bedauernswerter ist es, dass manche Politiker ähnlich wie z.B. der Vorredner Peter Bühler, die Schweiz noch stärker in die Abhängigkeit von Oel- und Uran-Lieferanten treiben wollen. Gerade dass sind Länder, die nicht gerade für Stabilität und Vertrauenswürdigkeit bekannt sind: Nahost, Russland…

Würde die Schweizer Energie-Autonomie über Rentenanleihen mitfinanziert, so liessen sich sogar zwei Probleme auf einmal lösen. Denn ökonomisch handeln die angeblichen „Rentensucher“ äusserst klug und Anleihen in erneuerbare Energien gelten unter Finanzexperten als sichere Bank. Und es sollte auch im Interesse des Staates sein, dass sich Rentner zusätzlich zur 1. und 2. Säule privat absichern. Ich hatte eigentlich gedacht, dieser Gedanke der teilweise privaten Rentenvorsorge sei in der Schweiz inzwischen Konsens. Und dann sind Schweizer Windkraftanlagen auf jeden Fall sichere Anlagen als amerikanische Immobilien…

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Erfreulich, wenn sich Gemeinden und Städte zur Energieffizienz bekennen und überall dort entsprechend handeln, wo dies abseits von Wunschdenken technisch und wirtschaftlich sinnvoll und machbar ist. Eigentlich betrachten die BürgerInnen derartige Bemühungen als selbstverständliche Behördenpflicht…

Bliebe zu wünschen, dass den Konsumenten und Steuerzahlern ausser der publicity-trächtigen Vergabe von hübschen Labels auch klarer Wein hinsichtlich Kosten, Wirtschaftlichkeit und Effizienz von sog „regenerativen Energien“eingeschenkt wird. Dass „Strom aus „erneuerbaren Energienquellen“ die Bereitstellung von Regelenergie aus fossilen oder atomaren Quellen erfordert (Ausnahme: die kaum mehr weiter ausbaubare Wasserenergie), dass die Bereitstellung von photovoltaischen und Windenergie-Kapazitäten fragwürdig und ihre Effizienz ungenügend und keinesfalls wirtschaftlich ist und dass ein wenn überhaupt messbarer Effekt auf die CO2-Emissionen vernachlässigbar gering ausfällt.

Dass die Berner EWB u.a. mit dem Kauf des Windparks Sendenhorst plant, „bis 2039 aus der Atomenergie auszusteigen“ ist mit Blick auf die erforderliche Bereitstellung von Regelenergie, die fehlenden Leitungskapazitäten und die drohende Senkung der Einspeisevergütungen in Deutschland reines Wunschdenken und Augenwischerei für gutgläubige Konsumenten.
Dass zahlreiche „Rentensucher“ unter den betulichen Titeln des „Klimaschutzes“ und der „Nachhaltigkeit“ zulasten der Steuer- und Gebührenzahler ein bequemes Auskommen suchen, sei ausserdem erwähnt.

Zu den negativen Effekten insgesamt s. a. http://blogs.ethz.ch/klimablog/2010/03/10/gewinn-furs-erdklima-und-die-gesellschaft/

http://www.uni-hamburg.de/Wiss/FB/15/Sustainability/Offshore_Wind_Kurz.pdf

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