ETH-Klimablog - Klimaforschung - Herbstliche Weihnachten

ETH life zum Thema

Welternährung: «Ein nahrhafter Denkanstoss» (17.10.13)
Klimaforschung: «Klimaforschung im Dialog» (4.10.13)
Klimaforschung: «Emissionen verpflichten uns langfristig» (27.9.13)
Energieforschung: «Der Asket unter den Motoren» (12.9.13 )

Blog-Schwerpunkte

Die Beiträge geordnet nach Wissensgebieten rund um den Klimawandel:
>Klimaforschung
>Umweltfolgen
>Energie
>Mobilität
>Wirtschaft
>Politik
>Stadtentwicklung
>Welternährung
>Nord-Süd

Archive

Herbstliche Weihnachten

22.12.2009 von

Gibt es dieses Jahr weisse Weihnachten? Jedes Jahr um diese Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Wettervorhersagen. Und wenn Weihnachten dann nicht weiss wird, ist für viele die Sache klar: der Klimawandel! Erinnern wir uns an unsere Kindheit zurück, so lag damals an Weihnachten doch meistens Schnee, oder nicht?

Die Statistik zeigt, dass unsere Erinnerungen uns hier einen Streich spielen. Im Schweizer Mittelland sind weisse Weihnachten selten. Laut MeteoSchweiz liegt an der Station Zürich im Durchschnitt nur jedes vierte Jahr an allen drei Weihnachtstagen Schnee. Dabei ist über die fast 80jährige Messreihe kein Trend zu erkennen.

Ein Modetrend

In einem 1996 publizierten Artikel argumentiert Martine Rebetez, dass «weisse Weihnachten» eine englisch geprägte Wunschvorstellung ist, die sich bereits in den 1860er Jahren verbreitete. Sie stand im Zusammenhang mit dem neuen Brauch, Weihnachtspostkarten zu verschicken – gewissermassen ein Modetrend, in dessen Verlauf sich ein Motiv besonders erfolgreich durchsetzte.  Die erste gedruckte Weihnachtskarte von 1843 (vgl. Bild; Bridwell Library, Southern Methodist University) kam noch ohne Schnee aus und mutet eher herbstlich an. Spätere Weihnachtskarten zeigten dann sehr oft Schnee.


Erwartungen beeinflussen die Wahrnehmung

Zwar gibt es Orte, an denen Weihnachten meistens weiss sind. Aber für den Grossteil der Bevölkerung Westeuropas entsprach das Motiv schon damals nur selten der Realität. Nichtsdestotrotz erzeugt das Motiv Erwartungen, die unsere Wahrnehmung beeinflussen, zum Beispiel in Form verklärter Erinnerungen. «Weisse Weihnachten» ist nicht das einzige Beispiel dafür. So erwarten wir vom Sommer langanhaltende Schönwetterperioden (und erinnern uns gern an solche in unserer Jugend). Und der letzte Sommer wurde hierzulande von vielen als «nicht besonders schön» wahrgenommen, obschon es in der Schweiz der fünftwärmste in den bald 150jährigen Temperaturreihen war.

Spüren Sie die Klimaänderung?

Eine Jahreszeit aufgrund des eigenen Empfindens zu beurteilen, kann also misslingen. Langsame Änderungen des Klimas können wir definitiv nicht mehr direkt wahrnehmen höchstens indirekt, beispielsweise anhand zurückweichender Gletscher. Mit Gletschern ist aber wiederum eine eigene Bildsprache verbunden, mit eigener Geschichte, Symbolik und vielleicht auch Erwartungen. Schliesslich erzeugt auch die Klimaänderung selber neue Erwartungen, die nur halbwegs der Realität entsprechen, zum Beispiel dass jedes Jahr wärmer ist als das letzte.

Der Schnee geht zurück

Zwar hat die winterliche Schneebedeckung in Teilen der Schweiz tatsächlich messbar abgenommen, und sie wird mit der Klimaerwärmung weiter zurückgehen. Aber wenn wir glauben, diese Änderung selber wahrgenommen zu haben, spielen wir uns etwas vor. Wenn heuer also weisse Weihnachten wiederum nur im Schaufenster stattfinden, so entspricht das vielleicht nicht unseren eigenen, dafür den statistischen Erwartungen. Und wenn es doch weisse Weihnachten gibt, dann geniessen Sie das seltene Ereignis.

Ich wünsche allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Zum Autor

Stefan Brönnimann ist Professor für Klimatologie an der ETH Zürich. Persönliches Zitat und Biografie

.

.





Kommentare (15) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Glauben sie was sie wollen. Sicher ist: Die Homogenisierung führt bei 12 von 12 Stationen zu einer stärkeren Erwärmung. (1)

Die erste Studie die sie verlinken ist wertlos, da sie die GHCN-Daten als Rohdaten bezeichnet, obwohl GHCN-Daten (zumindest der Schweiz) homogenisiert sind. (siehe Ben Palmer)

(1) Vergleich Rohdaten – Homogen
http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_schweiz/homogenisieren.Par.0038.DownloadFile.tmp/vergleichoriginalhomogen.pdf

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@Pius Kuster, Ben Palmer und Peter Bühler
Im Zusammenhang mit Climategate und verschiedenen darauf folgenden Zeitungsartikeln wurden die Temperaturdaten, die von terrestrischen Messsationen gesammelt wurden, angezweifelt. Es wurden systematische Verschiebungen in den Warmbereich und Entfernung von „nicht passenden“ Stationen unterstellt.
Ich möchte ihnen hier 2 Verweise auf völlig voneinander unabhängige Nachforschungen angeben, die beide zum Schluss kommen, dass die erhobenen und errechneten Temperaturdaten doch recht zuverlässig sind und keine systematischen Fehler aufweisen.

(siehe http://tamino.wordpress.com/2010/02/25/false-claims-proven-false/) und
http://wattsupwiththat.com/2010/02/20/spencer-developing-a-new-satellite-based-surface-temperature-set/)

Interessant scheint mir vor allem die zweite Referenz auf eine Arbeit von Roy Spencer, der Temperaturdaten aus Satellitenbeobachtungen extrahiert. (Roy Spencer ist ein Klimaskeptiker, er glaubt an eine globale Erwärmung, die aber wegen negativen Rückkoppelungen (aka Wolken) unbedeutend sei).
Roy Spencer kommt zum Schluss, dass die Daten von Phil Jones (CRU) sehr gut mit seinen satellitenbasierten Daten übereinstimmen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

@P. Kuster: Nachdem ich festgestellt hatte, dass die homogenisierten Daten durchwegs gegenüber der Rohdaten einen verstärkten positiven Trend aufweisen, hatte ich mich bei MeteoSchweiz nach den Homogeniserungsgrundlagen (Aufzeichnungen über Verschiebung von Wetterstationen, Ersatz von Messgeräten) erkundigt. Man konnte oder wollte mir darüber keine detaillierte Auskunft geben.
Für die Station Säntis habe ich die homogenisierten Daten mit den als roh bezeichneten GHCN-Daten verglichen. Sie sind identisch. Das GHCN homogenisiert also bereits homogenisierte Daten, weiss aber nichts über den „Lebenslauf“ der Messstationen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Also. Herr Brönnimann arbeitete nie an der Homogenisierung der schweizer Temperaturdaten. Die Homogenisierung wird von MeteoSchweiz gemacht.

Es hat sich bestätigt dass die Rohdaten der schweizer Wetterstationen nur gegen Bezahlung erhältlich sind. Dies im Gegensatz zu den homogenisierten Daten, welche im Internet frei zugänglich sind. (Links siehe Beitrag vom 10. Feb).

Ich habe bei MeteoSchweiz die jährlichen Durchschnittstemperaturen von 12 Stationen von 1864 bis 2009 bestellt. Der Preis für diese Daten beträgt 4.- pro Jahr und Station. Total muss ich also ca. 6000.- bezahlen!!!

Dies steht natürlich in KEINER Relation zum Aufwand den MeteoSchweiz für die Bereitstellung dieser Daten hat. Die einzige Erklärung für diesen Wucherpreis ist, dass die Methode der Homogenisierung auf wackligen Beinen steht, und sich MeteoSchweiz so gegen Kritik zu schützen versucht. Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen!

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

@ Pius Kuster

Zu den schweizerischen Daten erhalten Sie vielleicht noch Antwort.

Hier geht’s zu den Globaltemperaturen. Achten Sie auf die Werte:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8511670.stm

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Will denn niemand auf meine Fragen antworten? Kann ich mich in meinen Zweifeln bestätigt sehen?

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

„Die Daten werden solange gefoltert, bis sie gestehen“.
So wie ich meine Zeifel habe (die ich mangels Rohdaten nicht belegen kann), so haben auch andere Zweifel und können die offensichtlichen Gründe dafür angeben.
http://kenskingdom.wordpress.com/2010/02/05/giss-manipulates-climate-data-in-mackay/

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Ich unterstütze Pius Kusters Votum voll und ganz.

Meine Abklärungen haben ergeben, dass die in der Schweiz homogeniserten Daten (nicht die Rohdaten) in die Datenbank des Global Historical Climate Network (GHCN) übernommen werden und dann dort noch einmal homogenisiert werden. Das Endergebnis ist nicht nachvollziehbar und weicht weitgehend von den ursprünglichen homogenisierten Daten aus derSchweiz ab.

Dem widerspricht allerdings MeteoSchweiz in einer Korrespondenz:
„MeteoSchweiz verbreitet via die Kanäle der Weltmeteorologischen Organisation (WMO) Daten ausgewählter Stationen, die frei verfügbar sind und von den Zentren genutzt werden. Dabei handelt es sich um originale Messwerte ohne Homogenisierungen. Zu den Messungen werden keine stationsgeschichtlichen Daten mitgeliefert. Eine Homogenisierung wird von den Zentren aufgrund statistischer Tests ohne Rücksprache mit den Datenprovidern vorgenommen.“

Wie kann eine Homogenisierung nur aufgrund „statistischer Tests“ vorgenommen werden, ohne dass berücksichtigt wird, ob eine Messstation umplaziert, eine Messsonde durch eine neue ersetzt wurde?

Da die Datenerfassung von MeteoSchweiz aus der Bundeskasse finanziert wird, halte ich es für befremdlich, dass Rohdaten nur gegen Bezahlung verfügbar sind. Wenn aufgrund solcher Daten einschneidende politische Massnahmen getroffen werden, ist es eine Frage der Integrität und Ethik, diese Daten voll öffentlich zugänglich zu machen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Guten Tag Herr Brönnimann.

Wie ich gelesen habe sind sie massgeblich and DigiHom beteiligt – dem Projekt welches Manuskriptdaten von Meteorologischen Stationen digitalisiert und homogenisiert.

Ich würde gerne die Homogenisierung nachvollziehen. Ich bin zwar kein Meteorologe, aber viel mehr als Mathematik kann ja nicht dahinterstecken, oder?
Mein Problem ist momentan dass zwar die homogenisierten Daten auf dem Internet frei verfügbar sind (1). Die originalen Daten sind jedoch nur gegen eine Gebühr von 90.- mit einer Lieferfrist von 7 Tagen erhältlich. (2) Wieso das? Die Daten sind doch digitalisiert. Was spricht dagegen, sie zu veröffentlichen?

Insbesondere interessiert mich was in Sion passiert ist. Gemäss (3) zeigen die originalen Temperaturmessdaten eine Erwärmung um 0.18°C/100y, die homogenisierten Daten zeigen eine Erwärmung um 1.43°C/100y. Wurde die Station vom Tal auf den Berg versetzt oder was hat diese Korrektur nötig gemacht?

Herzlichen Dank!
Pius Kuster

(1) http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_heute/homogene_reihen.html

(2) http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_schweiz/homogenisieren.html

(3) http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_schweiz/homogenisieren.Par.0038.DownloadFile.tmp/vergleichoriginalhomogen.pdf

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Zum Thema Beobachtungen mit einfachen Mitteln:
http://archiv.ethlife.ethz.ch/articles/sciencelife/gefroreneseen.html

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hallo,
Jetzt haben wir sogar richtig Schnee und die Strassen bei uns sind noch zu..(man muss nur etwas jammern oder meckern!?).

>Mir geht es aber um etwas ganz anderes (und ich möchte mich
>nochmals entschuldigen, wenn das nicht so rüberkam). Das
>Beispiel des aktuellen Wetters mag das vielleicht illustrieren:
>Die Medienberichte über den Kälteeinbruch und den Schneefall
>nehmen sehr schnell Bezug zur Klimaerwärmung.

Einverstanden und es gibt sogar ein paar recht gute Artikel.. selbst im Spiegel (leider nicht lange auf der 1. Seite): http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,671349,00.html
aus dem Interview:
………………………………………………..
Kachelmann: Die Ereignisse am Wochenende sind nicht ein Hauch dessen, was damals passiert ist. Wir sind viele Grade entfernt von einem richtig knackigen Winter. Dieser Winter ist bisher weder ein Rekord noch eine Katastrophe. Ich habe mich kolossal gewundert über die Panikmache und die Katastrophenstimmung in den vergangenen Tagen. Das war unwissenschaftlich und peinlich.
………………………………………………..

Gut wenn wir uns einig sind.

Vielleicht noch ein Gedanke zum Thema.

Was wir als Wissenschaftler vermeiden muessen ist so zu tun als ob man nur mit aufwendiger Apparatur und viel Geld „objektive“ Fakten zum Klimawandel finden kann. Genau das Gegenteil ist meiner Meinung nach richtig.

Ein paar einfache Beobachtungen (aber systematisch) die jeder machen kann und soll. Wir sollten vielleicht helfen bei den Menschen wieder Selbstvertrauen zu erzeugen, anstatt die Menschen mit komplizierten angeblich „objektiven“ und teuren Experimenten zu verunsichern. Das Resultat ist am Ende „Ach es gibt soviele wissenschaftliche Hypothesen und die wissen es ja selber nicht genau“

Zum Beispiel sollte man viel auf die Arbeit von Svante Arrhenius vor ueber 100 Jahren hinweisen (siehe unten). Der hat mit einfachen Mitteln das Problem beschrieben ohne Super Computer etc.! Das war richtige Wissenschaft oder?

Entsprechend nach Einstein: „so einfach wie moeglich aber nicht einfacher!“

Mit besten Gruessen Michael

zum Beispiel hier Wikipedia..

Wissenschaftsgeschichtliches
Svante Arrhenius, einer der Pioniere in der Geschichte der Wissenschaft über die globale Erwärmung.
Eine Beschreibung der Geschichte der Wissenschaft über die globale Erwärmung findet sich beispielsweise im 1. Kapitel des jüngsten IPCC-Berichts[1] und ausführlicher bei dem US-amerikanischen Wissenschaftshistoriker Spencer R. Weart.[144]
Aufbauend auf die Entdeckungs des Treibhauseffektes durch Jean Baptiste Joseph Fourier im Jahr 1824, identifizierte John Tyndall 1862 einige der für diesen Effekt verantwortlichen Gase, allen voran Wasserdampf und Kohlendioxid. Hieran anknüpfend, veröffentlichte Svante Arrhenius[145] 1896 als erster die Hypothese, dass die anthropogene CO2-Anreicherung in der Atmosphäre die Erdtemperaur erhöhen könne[146], womit die „Wissenschaft von der globalen Erwärmung“ im engeren Sinne begann.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Das stimmt, und es gibt noch viele weitere Beispiele (hier meine eigenen zum Frühling 2007: am 31. März baden im Pfäffikersee, ein Monat später im Zürichsee).
Mir geht es aber um etwas ganz anderes (und ich möchte mich nochmals entschuldigen, wenn das nicht so rüberkam). Das Beispiel des aktuellen Wetters mag das vielleicht illustrieren:
Die Medienberichte über den Kälteeinbruch und den Schneefall nehmen sehr schnell Bezug zur Klimaerwärmung. Dabei wird sehr viel Richtiges gesagt über diesen Winter, und die wissenschaftliche Sicht kommt in den meisten Artikeln, die ich gelesen habe, gut durch. Aber warum machen die Artikel überhaupt die Verbindung? Warum werden Titel gewählt wie:
„Wo bleibt die Erderwärmung?“ (Focus) oder „Erwärmung macht eine Art Atempause“ (Frankfurter Rundschau – Zitat von Mojib Latif)?
Die Antwort ist für mich klar: Der Winter wird an (nur teilweise zutreffenden) Erwartungen gemessen, welche durch die Thematik des Klimawandels erzeugt wurden. Ich finde das übrigens gar nicht schlecht; ich staune, wie gut die wissenschaftliche Sicht dargestellt wird und wie weit bekannt die Fakten sind. Ich sage nur: Unsere Wahrnehmung wird dadurch beeinflusst. Dem können wir uns nicht entziehen.

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Hallo,

mit dem „schlechten Winterwetter“ (oder ist es mehr ein kalter Herbst?) habe ich etwas Zeit noch mehr zu den „subjektiven“ Beobachtungen zu schreiben.
0) Regen statt Schnee bis 1800 m (Dez. 2009!)
1) der Sommer 2003
2) der Januar 2006 (habe im T-Shirt an der Bushaltestelle gewartet!)
http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/klima/klima_morgen/klimaausblick/klimaausblick_winter/waermere_winter.html
3) der November 2009 war auch ungewohnlich warm!
4) in den Jahren 1960-1975 gab es jedes Jahr in Hamburg einige Wochen mit Schnee und die Teiche waren gefroren man konnte Schlittschuh laufen etc. man sagt mir das gibt es schon lange nicht mehr und viele Winter sind ganz ohne Schnee.
5) frueher konnte man praktisch jeden Winter durch den ganzen Jura eine Skitour vom Col de La Faucile (Genf)-bis fast Basel machen. Leider hatte ich noch nie das Glueck (bzw die Zeit..)
6) vielleicht muss man nur die Frage richtig stellen und nicht nur an weisse Weihnachten im Mittelland denken!
na ja hoffentlich kommt der Schnee jetzt doch noch in den Jura bei Genf.
michael

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Sehr geehrter Michael Dittmar

Die Schneedaten zeigen für einige Regionen der Schweiz einen Rückgang, wie Sie sagen und wie ich im Text auch erwähne. Mit „direkt wahrnehmen“ meine ich die Wahrnehmung des Wetters mit unseren Sinnesorganen und, vor allen Dingen, den Vergleich mit unserer Erinnerung über 30 Jahre (oder was immer Sie als sinnvolle Definition für einen Trend anschauen). Die Feststellung, dass Skilifte verschwinden, dass die Vegetation im Frühling früher kommt, dass wir früher im See baden können, oder dass Gletscher schmelzen ist für mich in dem Sinn „indirekt“. Es tut mir leid, wenn das aus dem Beitrag nicht so rauskommt.

Übrigens: Es geht nicht um objektiv oder subjektiv. Im Gegenteil, ich verstehe „Wahrnehmung“ gerade als die Verbindung des Objektiven mit dem Subjektiven.

Aber Danke für den Tipp: Ich werde ein paar Wanderungen draussen sicher geniessen.

Mit freundlichen Grüssen
Stefan Brönnimann

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

>Langsame Änderungen des Klimas können wir definitiv
>nicht mehr direkt wahrnehmen höchstens indirekt, >beispielsweise anhand zurückweichender Gletscher.

Was ist daran indirekt?

>Aber wenn wir glauben, diese Änderung selber wahrgenommen >zu haben, spielen wir uns etwas vor.

Das gilt nur fuer Leute die nur im Buero und vor dem Computer
sitzen oder „fast nie“ nach draussen gehen.
Fragen Sie einfach mal ein paar Bauern
bei der naechsten Gelegenheit!

Also, ich wuensche Ihnen viele schoene Wanderungen
durch die Schweizer Berge, das Mittelland und
schauen Sie sich doch einfach mal die Skilifte im Jura
oder nicht ganz so hohen Bergen
an. Reden Sie mit den Leuten die ihr Einkommen verloren
haben weil diese Gebiete heute nicht mehr Schneesicher sind
etc
Ignorieren sie auch die Tage um Weihnachten.
Aber schauen sie einfach mal die Daten zu den Winter Tagen
mit Schnee vor der ETH an.

Oder wann die ersten Blumen kommen etc etc

Wenn Sie das subjektiv nennen ..
ja was ist dann eigentlich objektiv?

trotzdem schoene Weihnachten

Michael

Ich bin gleicher bzw. anderer Meinung: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

top
 
FireStats icon Powered by FireStats