ETH-Klimablog - Politik - Countdown bis Kopenhagen!

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Countdown bis Kopenhagen!

18.11.2009 von

CO₂-Prozent-Ablasshandel oder Verweigerung? Filibustern oder Mitmachen? Der Countdown läuft. Auch falls wir noch so gewaltige Treibhausgasreduktionen beschliessen und erzielen, werden die Erdtemperaturen steigen. Die Erderwärmung der nächsten Jahrzehnte ist nicht mehr aufzuhalten. Die Klimaerwärmung findet statt. Dies muss man den Klimaskeptikern klipp und klar, deutlich und energisch ins Gesicht sagen. Das Wegreden der Erderwärmung ist ein Vogelstraussverhalten mit Kollateralschäden für die ganze Erdbevölkerung.

Bis Kopenhagen sind es nur noch 18 Tage. Die Politik, unsere Entscheidungsträger sind gefordert. Auch wenn die Schweiz «nur» etwa 0,2 Prozent der Treibhausgase ausstösst, sind wir als 7-Millionen-Volk zum Handeln aufgefordert – genauso wie alle übrigen 191 Länder der Erde, welche in Kopenhagen dabei sein werden.

Die Zeit eilt – wir müssen weiter vorausschauen!

Die EU hat das Thema «Klima» ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Die Schweiz hat sich in ihren Forderungen der EU angeschlossen: 20 Prozent (Basis 1990) weniger Treibhausgasausstoss bis 2020. Und falls auch andere grosse Nationen mitmachen, sind wir bereit, um 30 Prozent zu reduzieren. Doch die Zeit eilt. Das Jahr 2020 kommt schon bald. Bis zum nächsten weltpolitischen Zieleinlauf sind es nur noch 4060 Tage oder 11 Jahre und 1,5 Monate. Wir müssen weiter vorausschauen, weit über die üblichen Wahlperioden der Politikerinnen und Politiker hinaus. Von grösster Bedeutung ist ein deutliches Reduktionsziel bis zum Jahr 2050. Um die Erderwärmung bei +2°C bis maximal +2,4°C Temperaturerhöhung zu stabilisieren, soll und muss die Schweiz den CO₂-Ausstoss mittelfristig um mindestens 80 Prozent senken. Denn wer nicht nach dem Vorsorgeprinzip handelt, agiert verantwortungslos.

Solidarität wird nötig sein

Wir müssen neben der Mitigation (Verringerung) auch Massnahmen zur Adaption (Anpassung) unterstützen, denn die Anpassung an ein neues Erdklima wird unumgäglich sein. Bauliche Schutzmassnahmen und Anpassungen an die veränderten Niederschlagsverhältnisse werden in allen Regionen der Welt notwendig sein, auch in der Schweiz. Wir als wohlhabendes Land werden die Kosten bewältigen können. Viele Länder auf der Erde, darunter vor allem ärmere Entwicklungsländer, sind auf unsere solidarische Hilfe dringend angewiesen. Sie müssen deutlich gravierendere Folgen gewärtigen und verfügen nicht über genügend finanzielle Möglichkeiten zur Anpassung.

Handeln statt Parlieren

Auch wenn gewisse politische und wirtschaftliche Kreise gerne zum «Business as usual» zurückkehren möchten, weil sie um die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit fürchten, steht fest: Der grosse Teil der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass die Klimaerwärmung höchste Priorität hat und grosser Handlungsbedarf besteht. Der Countdown läuft, als politische Entscheidungsträger müssen wir daher unsere hohe Verantwortung wahrnehmen. Volksvertretende: Augen auf, nicht nur Parlieren sondern Handeln!

Zur Autorin

Gastautorin Kathy Riklin ist Nationalrätin der CVP und Präsidentin des OcCC, des beratenden Organs für Fragen der Klimaänderung des Bundes.

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Kommentare (12) >Alle Kommentare aufklappen>Alle Kommentare zuklappen

Handeln statt Parlieren ist ein guter Wahlspruch.
Reduktionsquoten für CO2-Emissionen (20% oder 30% bis 2020) genügen nicht.Schon die Quote, für die sich die Schweiz im Rahmen des Kioto-Protokolls verpflichtet hat, wird nur wegen der Wirtschaftskrise erreicht.
Eine 80%-ige CO2-Emissionsreduktion bis 2050, die sie in ihrem Artikel einfordern, kann nur mit sehr tiegreifenden Massnahmen erreicht werden, wie etwa:
1) Neue Kraftwerke und Bauten (Lebensdauer von Jahrzehnten) dürfen nur wenig CO2 emittieren. Damit wären neue Kohle- oder Gaskraftwerke in der Schweiz ausgeschlossen. Schweizer Energieunternehmen sollten daran gehindert werden im Ausland in Kohlekraftwerke zu investieren.
2) Die Forschung für CO2-emissionsarmen Verkehr sollte gefördert werden. Da der Fahrzeugpark in 10-20 Jahren fast vollständig erneuert wird sind Grenzwerte für aktuelle Fahrzeuge weniger wichtig als die Förderung von zukünftigen Fahrzeugen, die wenig oder gar kein CO2 mehr ausstossen.
Städte sollten velofreundlich werden.
3) Für Produktionsprozesse, die viel CO2 erzeugen wie Zementherstellung, Eisen-/Stahlverhüttung etc sollten Forschungsprogramme aufgelegt werden, die nach CO2-ärmeren Prozessen suchen. Stahl und Beton sollten beim Bauen als zweite oder dritte Wahl verwendet werden.

Der CO2-Emissionshandel ist für mich keine überzeugende Alternative zu den oben aufgeführten Einzelmassnahmen, da er den Neubau von Kohlekraftwerken nicht verhindert, da heute
die Abgaben noch sehr tief sind (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/EU-Emissionshandel).

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@Kathy Riklin und Andreas Schwab
Was ihre Aussagen zur Entwicklung der CO2-Emissionen in Schweden betrifft scheinen sie beide recht zu haben, wie folgende Graphiken zeigen:
http://cdiac.ornl.gov/trends/emis/swe.html
http://cdiac.ornl.gov/trends/emis/swi.html
Die CO2-Emissionen von Schweden gingen zwischen 1975 und 1985 um mehr als 30% zurück (KKW’s), auch weil viele Heizungen in freistehenden ländlichen Häusern Schwedens auf elektrische Heizung umgestellt wurden (Schweden erzeugt wie die Schweiz praktisch sämtlichen Strom in Wasser- und Kernkraftwerken).
Die jüngere Entwicklung gibt Kathy Riklin recht.
Zwischen 1990 und 2003 stieg die Wirtschaftsleistung von Schweden um 2.3% pro Jahr, diejenige der Schweiz aber nur um 0.9%. Dennoch sanken die CO2-Emissionen in Schweden leicht (bis zu 5%) während sie in der Schweiz praktisch unverändert blieben. Ein Grund dafür ist die Carbon Tax, die in Schweden 1991 eingeführt wurde und aufgrund derer viele Heizungen auf Biomasse (Holz,…) umgestellt wurden.
Die Carbon Tax hatte übrigens weit weniger Wirkung auf den Fahrzeugpark der Schweden. Grosse Autos, die nur langsam ersetzt werden, dominieren in Schweden immer noch, wohl auch wegen der grossen Distanzen im ländlichen Raum.
Schweden zeigt meiner Ansicht nach zwei Dinge.
1) Es kommt auf die Energiequelle an (AKW-Strom anstatt Oel)
2) Beeinflusst man einen wichtigen Bereich wie das Heizen, das in Schweden sogar noch wichtiger als in der Schweiz ist, hat das eine messbare Wirkung.

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@ Frau Nationalrätin
Danke für Ihre Antwort.
Der Rückgang des CO2 Ausstosses ist grösstenteils vor 1990 geschehen und ist meines Erachtens grösstenteils auf die Lancierung der Kernkraft zurückzuführen.
Es stimmt, dass ein BIP Wachstum und eine Senkung des CO2 Ausstosses nicht gegensätzlich sein müssen. Es stimmt aber nicht, dass Umweltschutz automatisch auch gut für die Wirtschaft ist. Es kommt eben auf die Ausgangslage und auf den Stand der Technik an. Mir geht es aber auch nicht nur um die Wirtschaft, sondern um den Wert der Freiheit an sich.
Sollen mir der Staat vorschreiben, was ein gutes Verhalten ist und welche Lampen ich zu Hause haben darf? Meine Antwort ist Nein, unabhängig davon, ob das jetzt wirtschaftlich ist oder nicht.

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@Andreas Schwab
Interessant ist die Position Schwedens: Eine CO2-Steuer existiert seit 1990. Im Zusammenhang mit der Ölkrise der 70er-Jahre wurde die Reduktion der Öl-Abhängigkeit zum Hauptziel. Seit dieser Zeit reduziert sich der Verbrauch an fossilen Energieträger kontinuierlich. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung, dass
wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz nicht vereinbar seien, zeigt das Beispiel der wirtschaftlichen Entwicklung Schwedens deutlich, dass dies sehr gut funktioniert. Ein
starkes BIP Wachstum mit einem starken Rückgang des Verbrauchs an fossiler Energie lässt sich nachweisen. Die diesbezüglichen Zielsetzungen Schwedens bis 2020 sind: -40% an CO2-Emissionen (mind. 2/3 in Schweden, 1/3 Ausland), die gesamte Energieerzeugung soll mindestens zu 50% aus erneuerbaren Quellen stammen und eine Energieeffizienzsteigerung von 20% (20% weniger in absoluten Werten) wird angestrebt.
Zudem sollen 0% an fossilen Energien zur Erwärmung von Gebäuden eingesetzt werden. Eine mutige Position.

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Die Schweiz sollte mit vorbildlichen Klimazielen nach Kopenhagen reisen. Unser Umweltminister widerspricht der CH-Politik, indem er zugibt, dass -20% nicht ausreichen gegen die Klimaerwährmung. Jetzt endlich öffentlich und sogar früher schon am UNO Climate Change Forum… Seht selbst. Typisch. ‚Meh liefere statt laffere‘
http://www.ädmin.ch

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Ach ja, Desertec toent interessant. Ist das inzwischen wirklich beschlossene Sache? Muss ich mich mal wieder informieren. Das wuerde mich in meiner Ansicht bestaetigen, dass der Klimawandel nicht durch gruene Politiker und laestige Regulatorien geloest wird, sondern durch die Anpassungskraft, die einem freiheitlichen und dynamischen System innewohnt. Irgendwann koennen wir vielleicht auch Kerne fusionieren oder sonst hoffe ich immerhin darauf, dass man es uns nicht verbietet, sie zu spalten.

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@Alexander Graf
Das Desertec-Projekt („Strom aus der Wüste“), das von Alexander Graf als vorbildlich gelobt wird, ist für mich ein Negativbeispiel einer neuen Form von Kolonisierung Afrikas – diesmal um Energie zu gewinnen. Auch technisch ist es äusserst fragwürdig, benötigen doch die solarthermischen Kraftwerke, die man in der Wüste errichten will genau so viel Wasser/Fläche wie ein Weizenfeld ausser man verwendet Verfahren, die ohne Wasser auskommen, was dann aber zu einer mindestens 11%igen Energieeinbusse führt.
Mein wichtigstes Anliegen ist aber: Es gibt keine rein europäische Lösung für das Klimawandelproblem. Es gibt nur eine globale Lösung oder gar keine. Es lässt sich leicht ausrechnen, was passierten würde, wenn sich China um jedwelche Massnahmen scheren würde. Schon jetzt ist China der Hauptproduzent von CO2, in 30 Jahren würde es mehr als 80% allen CO2’s produzieren wenn es seine Kraftwerke nicht effizienter macht.

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Nebst den technologischen Aspekten scheint mir auch wichtig, das wir uns mit den psychologischen Faktoren, welche beim Menschen im Umgang mit der Veränderung des Klimas und der Umwelt eine Rolle spielen, auseinandersetzen.
Freud übernahm die Überzeugung von der grundsätzlichen Dichotomie zwischen Mensch und Gesellschaft. Für ihn ist der Mensch grundsätzlich antisozial. Die Gesellschaft muss ihn erst domestizieren.
Wenngleich die menschliche Natur das Produkt der historischen Entwicklung ist, so besitzt sie doch bestimmte ihr innewohnenden Mechanismen und Gesetze. So können durch die anthropogene Veränderung unserer Umwelt und die dadurch entstehenden gesellschaftlichen Prozesse die in bestimmten Formen geprägten Energien des Menschen (Leidenschaft, Wünsche, Ängste) ihrerseits zu Produktivkräften werden.

Für mich drängt sich die Frage, wer denn eigentlich für den Klimawandel verantwortlich ist, immer wieder in den Vordergrund. Trägt die Verantwortung das Individuum mit seinen Eigenschaften, unsere Konsumgesellschaft, der Staat, die liberale und globalisierte Marktwirtschaft?
Die Frage der Verantwortung kann auch in Kopenhagen bei der Festlegung eines globalen und verbindlichen Klimazieles eine wichtige Rolle spielen.
Meiner Meinung nach liegt es in der kollektiven Verantwortung jedes Individuums und unserer Gesellschaft, auch für unsere Nachkommen nachhaltige Massnahmen zu ergreifen und sich gleichzeitig auf den Klimawandel einzustellen und anzupassen.
(Lektüre: Erich Fromm’s Monographie „Die Furcht vor der Freiheit“, Deutscher Taschenbuch Verlag, September 1980)

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Dieser Aufruf mag berechtigt, nein er ist sogar notwendig, sein, doch wer ehrlich diese Situation beobachtet und bewertet wird sich eingestehen müssen, daß dieser Weg nicht nur ein steiniger, sondern auch sehr illusorischer ist.

Als vor genau einem Jahr mit der Präsidentschaftswahlen in den USA endlich ein Gesinnungswandel im klimaschutzrelevanten Denken nicht nur denkbar sondern möglich war, konnte man hierzulande im Rahmen von Essays, Leitartikeln im Feuilleton, publizierten Fachartikeln in ausgesuchten Wissenschaftspublikationen oder auch der medialen Berichterstattung in den Printmedien oder Fernsehen, im Hinblick auf Kopenhagen, eine nie da gewesene Euphorie und Aufbruchstimmung erkennen, welche sich in den vergangenen Wochen noch verstärkte: Doch was dann kam, war das Platzen einer Euphorieblase als ersichtlich war, und dies wird nicht nur mir, sondern dem einen oder anderen Leser dieses Blogs ebenso ergangen sein, das sich das Treffen der Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit APEC, welche Staaten vereint, die für 60% des jährlichen CO2-Ausstoß stehen, schon vorab von einem völkerrechtlich verbindlichen Nachfolgeabkommen der Kyoto-Protokolle verabschiedet, und somit alle bis dato geweckten Erwartungen hinsichtlich Kopenhagen zerblatzten.

Daher denke ich, es ist mutig, daß Europa mit einer Stimme spricht, damit meine ich die Europäische Union ebenso wie die Schweiz, welche sich auf ein abgestimmtes Vorgehen geeinigt hat, und geradezu modellhaft vorangeht, doch kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, daß Politik eben das ist, was sie ist: nämlich Politik. Und wieviel seit Rio de Janeiro und Kyoto nicht verwirklicht bzw. bewusst zwischenstaatlich ausgebremst wurde, zeigt, daß es vielmehr darauf ankommt, Tatsachen selbst zu bewirken, anstatt darauf zu hoffen, daß sich völkerrechtlich verbindliche Klimaabkommen auf Regierungsebene verwirklichen lassen. Beispielhaft hierfür ist die noch bis vor Jahren als illusorisch und nicht vorstellbare Idee, Wüstenstrom aus der Sahara zu nutzen und damit bis zu 15% des Strombedarfs in Europa mit regenerativer Energie zu bedienen. Die Desertec Foundation beweist derzeit das Gegenteil, die Frage nach technischer Machbarkeit steht erst gar nicht mehr im Raum und ab wann diese Schritt für Schritt realisiert wird ist keine von Dekaden, sondern bestenfalls von wenigen Jahren; mit weitrechenden Folgen.

Was zeigt das: es ist an der Zeit, die Dinge selbst in die Hand zunehmen und Fakten, Fakten und nochmals Fakten zu schaffen, in dem eben nicht nur an den nächsten Wahltermin, wie so häufig in der Politik, gedacht wird sondern Ideen, Visionen und Konzepte realisiert werden. Eine dieser Empfehlungen, welche mir persönlich ein Anliegen ist, ist die seit einigen Jahren von Frau Prof. Dr. Buchmann (ehemalige) bzw. Frau Prof. Dr. Schubert (aktuelle), im Rahmen ihrer Beiratstätigkeit im WBGU, geforderte „Klimazentralbank“ oder „Weltklimabank“. Ich denke und möchte hiermit den Anstoß geben für eine Diskussion über die „Institutionalisierung einer Weltklimabank“, anstatt darauf zu hoffen, daß sich Politik auf den gemeinsam kleinsten Nenner einigt und stattdessen Tatsachen zu schaffen, an denen sich die zukünftige Meinungsbildung orientieren kann.

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Den Aussagen von Kathy Riklin stimme ich voll und ganz zu.

Idee: interessant und zielführend finde ich eine Roadmap auf dem Internet, z.B. „www.climate-roadmap.ch“, welche aufzeigt, wie Schweizerinnen und Schweizer (Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Unternehmen, Politik) Massnahmen zum Klimawandel ergreifen und umsetzen können. Dabei sollen auch erzielte Ergebnisse und Erfolge rückblickend auf der Roadmap aufgezeigt werden.

Klimawandel ist ein vielschichtiges und komplexes Thema, und auch für mich schwer greif- und nachvollziehbar. Wichtig scheint mir deshalb, dass mit Leadership und Zielorientierung Bürgerinnen und Bürger lokal mit der aktiven Unterstützung von Wirtschaft und Politik (Gemeinde, Kanton, Bund) über Zielsetzungen und mögliche Beiträge informiert werden, wie z.B. „2000 Watt Gesellschaft“ http://www.stadt-zuerich.ch/portal/de/index/politik_u_recht/politik_der_stadt_zuerich/legislaturschwerpunkte/2000-watt-gesellschaft.html oder „Zürich sparrt 10 Millionen Watt“ http://www.10millionen.ch/

Auch Unternehmen sollen mit Zielorientierung und Engagement sich mit dem Thema identifizieren, indem sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihren Arbeitsplatz (Intranet), anhand von Informationsanlässen und Zielen motivieren, einen direkten Beitrag zu den Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu leisten.

Zurzeit arbeite ich an einer Webseite, welche interessante Beiträge und Inhalte zu den Themen liefert:
http://sites.google.com/site/slow4earth/

Mir scheint eine zielorientierte und motivierende Information und Kommunikation wesentlich, damit wir alle einen Beitrag leisten können.

Deshalb danke ich auch der ETH für den Klimablog.

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Es zeichnen sich unüberbrückbare Differenzen zwischen Schwellenländeren (Wachstumsländern) und den etablierten Industrienationen ab was die Klimaziele betrifft. Für die Schweiz ist eine 50%-Reduktion von Klimagasen bis 2050 realistisch, nicht aber für China, das bis 2050 eine 10x-grössere Wirtschaft haben wird.
Die Klimaerwärmung ist global und real, also müssen auch alle grossen Länder auf dem Globus einem Klimaziel verpflichtet werden, das für sie real erreichbar ist. Anstatt Quotenbolzerei wären praktische länderübergreifende Initiativen mit Technologiehilfe für Wachstumsländer angesagt. Ein Versuch in diese Richtung findet sich unter http://www.technologyreview.com/blog/energy/24418/

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Ich finde Ihren Apell zum handeln sehr interessant. Ich denke auch, dass das genau die Rolle der Politik sein muss.

Von Ihnen als Politikerin wuerde ich gerne wissen, ob wir dem Klimawandel lieber mit einer konsequent liberalen Haltung entgegentreten sollten oder mit Verboten und Lenkungsmassnhamen. Konsequent liberale Haltung heisst man sieht die Buerger als muendig an und verzichtet auf staatliche Lenkungsmassnahmen und Verbote. Man sollte allerdings das Verursacherprinzip beachten und koennte deshalb ueber eine Bepreisung von CO2 und anderen Treibhausgasen nachdenken.

Verbote und Lenkungsmassnahmen heisst z.B man verbietet gewisse Fahrzeuge oder man subventioniert Alternativenergieanlagen. Ebenfalls ein Beispiel dafuer waere, dass man dem Autofahrer das Geld in irgendeiner Form abnimmt und es in den OEV pumpt.

Ich weiss schon, dass Sie die Begriffe kennen. Ich wollte nur die theoretische Frage etwas konkretisieren.

Kennen Sie Laender die konsequent den einen oder den anderen Weg verfolgen und wenn ja mit welchem Erfolg?

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