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Vom E-Book-Store aufs iPad in 10 Schritten

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

In zehn Schritten bringt man ein mit dem DRM ADEPT von Adobe geschütztes eBook auf das iPad – via die Plattform und App von txtr – oder Bluefire Reader (siehe Kommentar)

1. Adobe ID einrichten

Zunächst richtet man sich eine Adobe ID ein (mehr Informationen auf http://www.adobe.com/de/products/digitaleditions/features/). Man kann sechs PCs und sechs mobile Geräte aktivieren.

2. Adobe Digital Editions installieren

Mit der Software Adobe Digital Editions kann man seinen PC oder Mac registrieren, bzw. aktivieren und DRM geschützte eBooks am Bildschirm lesen.

3. Account bei txtr einrichten

Dann richtet man sich einen kostenlosen Account bei txtr auf http://txtr.com ein. Nach Abschluss der Registrierung erhält man Zugriff auf die Plattform und auf eine persönliche Inbox. Hier werden eigene elektronische Texte sowie gekaufte eBooks online gespeichert. Ich kann jetzt schon im Store eBooks kaufen (nur mit deutscher Kreditkarte, leider), erfreulicherweise viele Titel in Deutsch.

4. App txtr auf iPad installieren

Nun installieren Sie die App txtr aus dem App Store auf Ihrem iPad oder auf dem iPhone (http://itunes.apple.com/de/app/txtr/id298464404?mt=8).

5. iPad registrieren

Unter dem Menu „Settings“ kann die Verbindung zum txtr-Account hergestellt und das Gerät auf die persönliche Adobe ID registriert werden.

6. txtrSychnronizer installieren

Jetzt fehlt nur noch die Verbindung von ihrer Festplatte zur Inbox auf der txtr-Plattform. Entweder man lädt die eigenen Texte und eBooks über die Upload-Funktion hoch (http://txtr.com/#collection/upload) oder man installiert die Synchronisationssoftware txtrSynchronizer (http://txtr.com/#install/synchronizer).

7. eBooks kaufen

Kaufen Sie ein eBook in einem Online-Store. Fast alle unterstützen das Adobe-System, das mit EPUB und PDF funktioniert (aber nicht mit Mobipocket!). Laden Sie das Dokument auf ihre Festplatte und öffnen sie es mit der Software Digital Editions öffnen. Merken sie sich den Speicherort. In Digital Editions kann dieser über das Menu „Lesen“ und die Option „Info zum Medium“ angezeigt werden.

8. eBook auf txtr-Plattform hochladen

Jetzt kann das eBook auf den zwei Wegen (Upload oder Sychronizer) auf die txtr-Plattform  hochgeladen werden.

9. eBook auf iPad herunterladen

Man öffnet die App txtr auf dem iPad oder iPhone und wählt in der Rubrik „Bibliothek“ den Link zum Archiv und weiter den Link zur Inbox. Hier sind alle auf die txtr-Plattform hochgeladenen eBooks und Texte abgelegt. Aus der Inbox kann man das eBook per Knopfdruck aufs mobile Gerät herunterladen.

Screenshots vom iPad: Startbildschirm, Einstellungen und Lesemodus mit der App txtr

10. eBook auf dem iPad lesen

Voilà! Es funktioniert mit eBooks im EPUB- und im PDF-Format, die mit Adobe ADEPT geschützt sind. Der Lesekomfort ist in der txtr-Applikation auf dem iPad weniger gut als in iBooks, auch Annotationen oder Kommentare sind (noch) nicht möglich, aber man will ja nicht rummäkeln.

Das Beste zum Schluss: dieser Weg funktioniert nicht nur bei gekauften eBooks, sondern auch bei über ein Onleihe-System ausgeliehene eBooks. Getestet habe ich das mit dem Anbieter EBL (http://www.eblib.com/) und Ciando (http://www.ciando.com/) mit Hilfe von Testaccounts.

Also: es hat geklappt, wenn auch mit einem komplexen Workaround über txtr. Preisfrage: geht es nicht auch einfacher?

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Wie man Adobe ADEPT geschützte eBooks auf das iPad bringt

Mittwoch, Oktober 27th, 2010

Und es geht doch, über die Plattform txtr.com! Und über Bluefire Reader (siehe Kommentar im zweiten Teil des Blogs)!

Doch fangen wir von vorne an: Das Thema wird in Foren heiss diskutiert und ist für manchen ein Grund, vom Kauf eines iPad abzusehen: fast alle DRM geschützten eBooks nutzen das System ADEPT  von Adobe (für EPUB und PDF). Auf dem PC und Mac lassen sich diese Bücher mit Hilfe der Software Adobe Digital Editions lesen. Verschiedene E-Book-Reader, wie Sony oder NOOK, bieten integrierte Lösungen, um solche eBooks zu lesen. Dazu müssen die Geräte (übrigens auch der PC oder der Mac) für die eigene persönliche Adobe ID registriert werden. Sony macht Werbung für ihre E-Book-Reader, weil sie sogar die Onleihe, also den temporären Zugriff auf DRM geschützte eBooks, ermöglichen. Nur die Kindle-Familie und das iPad stehen abseits: Kindle nutzt ein eigenes Format (AZW) mit eigenem DRM, das nur auf den Kindle-Readern oder mit Kindle-Apps auf Smartphones und Tablets genutzt werden kann. Apple setzt mit iBooks zwar auf den offenen Standard EPUB, doch kommt das Apple-eigene DRM-System FairPlay zum Einsatz. Entsprechend können im Bookstore von Apple gekaufte eBooks nur auf Apple-Geräten gelesen werden.

Nicht nur für Konsumentinnen und Konsumenten ist das ärgerlich. Auch Bibliotheken verzweifeln fast angesichts der verschiedenen proprietären Ansätze, die sich nicht mit den Lizenzmodellen für Bibliotheken vertragen. Es wäre also von grosser Bedeutung, dass die für Bibliotheken verfügbaren Lizenzmodelle mit den trendigen mobilen Geräten kompatibel wären. Die ETH-Bibliothek prüft zurzeit Möglichkeiten, ihren externen Kunden Zugang zu lizenzierten eBooks zu gewähren. Dafür wäre die Onleihe ein möglicher Ansatz. Alle gängigen Anbieter setzen für die Onleihe auf  das Adobe DRM ADEPT. Der Einsatz auf dem iPad ist aber für die ETH-Bibliothek fast schon ein Killerkriterium. Was nutzen ausleihbare eBooks, wenn sie nicht auf dem momentan wichtigsten mobilen Gerät genutzt werden können? In User Foren findet man unterschiedliche Aussagen, auch Abhandlungen darüber, weshalb das iPad und ADEPT prinzipiell unverträglich seien. Aber es gab auch eine heisse Spur, die schliesslich zum Ziel führte: die App txtr ist der Schlüssel oder das Bindeglied zwischen den zwei Welten. Bei txtr handelt es sich um die App zur Plattform von txtr.com. Letztes Jahr als Schaltstelle für den angekündigten (und noch nicht erschienenen) E-Book-Reader txtr gegründet, ist es heute eine selbständige Plattform zum Kaufen und Verwalten von E-Books und anderen elektronischen Texten.

Der Weg vom DRM geschützten eBook auf das iPad ist relativ kompliziert, aber er funktioniert ganz legal. Er wird in zehn Schritten im zweiten Teil des Blogbeitrags beschrieben.

…zum zweiten Teil des Blogbeitrags

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eBooks: PDF-Revival dank iPad?

Dienstag, April 27th, 2010

Das Pdf ist tot, lang lebe das Pdf! Während ich die verschiedenen dedizierten eReader testete, gelangte ich zur Überzeugung, dass als eBook-Format eigentlich nur das EPUB eine Zukunft hat. Die meisten Reader sind für die Anzeige von PDF-Dokumenten zu klein oder bieten zu wenig Funktionen, wie z.B. Vergrössern eines Ausschnitts. Um ein belletristisches Werk auf einem eReader oder einem Smart Phone zu lesen, eignet sich das EPUB eigentlich ideal. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass das EPUB gerade im naturwissenschaftlichen Umfeld auf enge Grenzen stösst, sobald es um die Darstellung von Formeln, Tabellen, farbigen Grafiken und ähnlichem geht.

Und jetzt kommt also das iPad, das sich gegenüber offenem EPUB (noch) verschlossen zeigt, dafür hervorragend mit PDF umgehen kann. Das beginnt bei der Anzeige, dem Rendering des Dokuments beim Zoomen in Ausschnitte, der Darstellung farbiger Inhalte auf dem 9.7-Zoll-Bildschirm, der für ein A4-Pdf wie geschaffen ist. Das geht weiter mit dem Handling der Dateien, für die es schon zu Beginn sehr nützliche Applikationen gibt, wie z.B. den GoodReader. Damit lassen sich PDF-Dokumente von Webseiten herunterladen und verwalten. Mit iAnnotate PDF kann man – zumindest ansatzweise – auch PDF-Dokumente bearbeiten (annotieren, markieren etc.).

Diese Ausgangslage ist in mehrfacher Hinsicht interessant, vor allem für eBooks im wissenschaftlichen Umfeld sowie für Zeitungen.

Use Case wissenschaftliche eBooks: das aktuelle Angebot der Wissenschaftsverlage kam mir mit dem Modell kapitelweiser PDF-Dokumente zum Download aus dem Hochschulnetzwerk ziemlich veraltet vor. Nun zeigt sich, dass genau dies vom iPad bestens unterstützt wird: es ist VPN fähig, wodurch sich wie vom PC im Büro aus auf die mit IP-Range geschützten Inhalte der Verlage zugreifen lässt. Beim PDF entfallen alle Probleme mit Layout, Darstellung von Grafiken, Formeln etc. Ich kann mir parallel (noch besser, wenn das iPad Multitasking unterstützte…) Notizen machen und Textpassagen oder Screenshots in ein Textdokument einfügen. Eindeutiger Vorteil beim PDF gegenüber dem EPUB.

Screenshot: Zugriff auf eBooks von SpringerLink via GoodReader und VPN

Use Case Zeitungen: eigentlich habe ich die ePapers als Auslaufmodell eines digitalen Angebots belächelt. Ich meine, heute hat doch jede Zeitung ein umfassendes Webangebot, das ich auch schnell per iPhone konsultieren kann. Kleiner Wermutstropfen: in der Regel enthält das Webangebot nicht sämtliche Inhalte der gedruckten Zeitung. Als Pendler bin ich darauf angewiesen, dass mir die abonnierte Tageszeitung am Morgen früh nach Hause geliefert wird. Dank dem ePaper und dem iPad wird es mich künftig nicht mehr ärgern, wenn die Zeitung noch nicht im Briefkasten war. Ich verbinde mich mit dem WLAN und lade nach dem Einloggen die 25 MB grosse PDF-Datei auf mein Gerät (am besten via GoodReader, dann bleibt es lokal gespeichert). Und im Zug kann ich durch die Zeitung blättern, Ausschnitte vergrössern – und mir auch schnell einen Screenshot von einer interessanten Seite oder einem Beitrag machen, den ich anschliessend auch per Mail verschicken kann oder mir im Büro auf den PC laden kann. Natürlich sind tägliche Downloads von 25MB nicht gerade ideal, wenn ich keine Flatrate oder keinen Zugriff auf freies öffentliches WLAN habe. Aber für die Anwendung unterwegs – gerade auch, wenn ich im Ausland bin – ist das mehr als eine Notlösung.

Screenshot: die Startseite des Tages-Anzeigers als ePaper

Beim ePaper würde ich mir jetzt einfach noch einen einfacheren Bezug wünschen, so dass mir auf Wunsch die Zeitung ungefragt in den virtuellen Briefkasten gelegt wird und das tägliche Einloggen und Auswahlprozedere entfällt…
Es würde mich interessieren, ob andere diese Einschätzung mit mir teilen – nutzt doch einfach die Kommentarfunktion, falls ihr eure Meinung dazu äussern möchtet. Herzlichen Dank!

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