Die Wogen zum Thema Google Buchsuche gehen momentan hoch. Umso wohltuender ist da ein wirklich gut recherchierter Beitrag vom Schweizer Radio DRS 2. Das Magazin Reflexe informiert über Die rechtlichen Probleme mit der Google-Buchsuche.
Mir ist aufgefallen, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaft ProLitteris ihren Mitgliedern zu einem ganz anderen Vorgehen rät als die deutsche VG Wort. ProLitteris hat seine Mitglieder anfangs Februar per Schreiben über den Vergleich mit Google informiert und dazu geraten, dass die Autoren ihre Ansprüche gegenüber Google anmelden sollen. Auf der Homepage findet man jedoch keine Informationen dazu. Die VG Wort wiederum meldet, sie sei im Gespräch mit der Schweizer Verwertungsgesellschaft. Ob ProLitteris ihren Rat widerrufen wird?
Gestern wurde die Zusammenarbeit zwischen Google und Sony offiziell – Heise berichtete unter anderen darüber. Google stellt Sony 500’000 Bücher aus dem Google Book Search-Programm im Format EPUB zur Verfügung. Diese Titel können kostenlos im Sony Book Store geladen und auf den Sony prs-505 geladen werden. Ich habe das gestern kurz getestet, und es hat einwandfrei funktioniert. Klar, die Titel können auch über die Google Buchsuche gefunden, als PDF heruntergeladen und auf den prs-505 geladen werden. Insofern kann das neue Angebot durchaus als Unterstützung von Google für Sony und als Kampfansage gegen Amazon und sein Format gesehen werden.
Das Suchen von interessanten Titeln im Sony Book Store mit der integrierten Google Buchsuche hat sich als nicht ganz einfach erwiesen. Als Kunde hat man so gut wie keinen Überblick, was genau im Angebot ist. Zwar wird eine Liste mit Autoren aufgeführt, u.a. mit Fyodor Dostoyevsky (auf diese Schreibweise wäre ich nie gekommen…). Doch wenn ich dann auf Dostojevskij (so würde ich das schreiben…) klicke, erhalte ich 0 Treffer. Und die erweiterte Google-Suche [inauthor "Friedrich Schiller"] hilft da auch nicht wirklich weiter. Oder ist das schon zu bibliothekarisch gedacht?