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Neue Facebook Pages

Tuesday, February 15th, 2011

Facebook hat seine Pages überarbeitet und bietet neue Funktionen. Die wichtigste Neuerung besteht darin, dass ein Administrator jetzt auch in die Rolle der eigenen Seite schlüpfen kann. Dadurch kann die Seite selbst mit anderen Seiten oder Usern interagieren. Zum Beispiel kann jetzt die ETH-Bibliothek sagen, dass ihr die Mitteilung der MIT Libraries gefällt. Das eröffnet doch einige neue, interessante Möglichkeiten.

Screenshot: Like-Beitrag der ETH-Bibliothek auf der Seite der MIT Libraries

Diese neue Funktion erleichtert es Administratoren, zwischen den von ihnen betreuten Seiten und ihrem eigenen persönlichen Facebook-Profil zu unterscheiden. Diese Vermischung von persönlichem Profil mit den betreuten Seiten (oder auch Gruppen) war bisher ein Ärgernis. Noch einfacher wäre es gewesen, wenn die Facebook-Seite nicht einem persönlichen Profil zugeordnet werden müsste, denn dieser Umstand bleibt weiterhin bestehen. Eine klare Trennung wäre dann gegeben, wenn auch eine unpersönliche Geschäftsadresse als Inhaber einer Seite gelten könnte. So wird es weiterhin die manchmal lästige Vermischung der Profile und Seiten geben.

Was bringt das Redesign sonst? Die Pages wurden den normalen Profilseiten angegeglichen. So gibt es neu auch den Fotostreifen zum Einstieg. Die Tabs sind verschwunden, die Inhalte sind in die linke Spalte umgezogen. Neu werden Mitteilungen und Kommentare von Fans auf der Unternehmensseite genau gleich angezeigt, wie persönliche Mitteilungen und Kommentare im persönlichen Profil. Neue Fans werden mit demselben Symbol angezeigt wie neue Freunde.

Screenshot: die Facebook-Seite der ETH-Bibliothek im neuen Design

Als Fazit kann ich sagen, dass der neue Identitätswechsel für Administratoren eine nützliche Funktion ist, welche die Interaktionsmöglichkeit der Facebook-Seiten verbessert. Übrigens steht die ETH-Bibliothek gerade vor dem 900. Fan! Herzlichen Dank an alle, die sich für uns und unsere Seite interessieren!

Facebook Places findet ETH-Bibliothek (endlich)

Thursday, January 20th, 2011

Bis heute erschien die ETH-Bibliothek in Facebook Places nicht, wenn man in der ETH Zürich stand und in der mobilen Verson von Facebook “Orte in der Nähe” suchte. Ich habe mich sehr gewundert, dass zwar Privatwohnungen, kleine Büros, Abteilungen des nahegelegenen Spitals usw. erschienen, aber nicht die ETH-Bibliothek. Dabei haben wir doch einen offiziellen Ort eingetragen und nach einigen Anstrengungen endlich auch mit der Facebook Seite verbunden. Ich hatte keine Ahnung, weshalb der Ort, der mit der richtigen Adresse erfasst ist, nicht angezeigt wurde. Nun bin ich dem Problem auf die Spur gekommen. Zunächst sah ich, dass bei der Information auf Facebook in der Karte, die auf Bing basiert, ein falscher Standort angezeigt wird. Dort befand sich die ETH-Bibliothek etwas gar weit weg vom eigentlichen Standort, wie der Screenshot zeigt (real befindet sie sich ausserhalb des Bildes am rechten unteren Rand):

Aber weshalb das so war, war mir schleierhaft. Ich suchte bei Bing und fand heraus, dass dort die Postleitzahl 8092 der ETH Zürich, die eine eigene hat, nicht gefunden wird. Ich habe also die Postleitzahl so geändert, dass sie dem theoretischen Wert (Kreis 6 mit Postleitzahl 8006) entspricht. Und siehe da: nach einigen Minuten war die ETH-Bibliothek tatsächlich dort angzeigt, wo sie sich wirklich befindet. Und auch auf Facebook mobil wird  seitdem die ETH-Bibliothek als “Ort in der Nähe” angezeigt, wenn ich mich an der ETH Zürich befinde! Ich hoffe nur, dass jetzt nicht Postsendungen falsch laufen, weil jemand einen Brief an die in Facebook hinterlegte Adresse mit falscher Postleitzahl schickt…

Die Wege sind manchmal unergründlich…

Facebook-Werbung als Megatrend?

Friday, January 7th, 2011

Liege ich mit meiner Einschätzung so daneben? Gestern vergebe ich im Blog Facebook Ads die Tiefstnote für Online-Werbung (aus Sicht von Bibliotheken zumindest), heute lese ich, dass Facebook-Werbung nach Ansicht vieler Werbefachleute der Megatrend 2011 sein werde.

Doch ich bleibe dabei: zumindest für ein Nonprofit-Unternehmen wie eine Hochschule oder Bibliothek ist Facebook-Werbung erstens zu teuer und zweitens droht das Risiko der Imageschädigung: Werbung auf Facebook wird entweder nicht wahrgenommen oder nervt. Zudem empfinde nicht nur ich diese Anzeigen als eher unseriös.

Was meint ihr dazu? Teilt ihr meine Einschätzung?

Erfahrungen der ETH-Bibliothek mit Online-Werbung

Thursday, January 6th, 2011

Es gibt beinahe schon unzählige Möglichkeiten fürs Online-Marketing. Die ETH-Bibliothek hat in jüngster Zeit einige davon ausprobiert: Google AdWords, Google Places und Facebook Ads.

1. Google Places

Ein “kleiner” Vorteil von Google Places gegenüber den beiden anderen Methoden: es ist kostenlos. Google Places wurde im September 2009 gestartet und ersetzt praktisch das Branchen-Telefonbuch. Zunächst fiel uns auf, dass bei einer Suche nach “ETH-Bibliothek” auf Google Maps eine kleine Spezialbibliothek an der ETH Zürich als Treffer erschienen ist. Wir sind dem nachgegangen und haben anschliessend den offiziellen Eintrag für die Hauptbibliothek erstellt. Dieser kann mit Adresse, Kontaktdaten, der Website, mit Bildern und Videos ergänzt werden.

Abb. 1: Eintrag der ETH-Bibliothek in Google Places

Die Zugriffsstatistik für den Monat Dezember 2010 zeigt, dass über diesen Eintrag ca. 3500 Zugriffe auf die Website der ETH-Bibliothek erfolgt sind. Wie gesagt, kostenlos. Und über die mobile App von Google ist Google Places “natürlich” auch in einer mobilen Version zugänglich.

Wertung: *****

 

2. Google AdWords

Ein weiteres Marketingprodukt aus dem Hause Google. Als Anwender von Google Places hat die ETH-Bibliothek eine Gutschrift für Google AdWords erhalten und hat diese für einen praktischen Test während eines Monats eingesetzt. Es wurden Keywords definiert (wie z.B. Hochschule, Bibliothek, E-Books etc.), bei deren Suche das Kleininserat der ETH-Bibliothek angezeigt werden sollte. Zudem wurde die tägliche Kostenlimite angegeben.

Abb.2: Kampagnenmanager für Google AdWords

Im Ergebnis erzielten wir 345 Klicks, die rund 130 Franken (also grob 100 Euro) kosteten. Die ETH-Bibliothek hat beschlossen, die Kampagne nach Ablauf des Tests zu stoppen, da Kosten und Ertrag in einem zu schlechten Verhältnis stehen.

Wertung: **

 

3. Facebook Ads

Etwas längere Zeit sammelte die ETH-Bibliothek Erfahrungen mit Facebook Ads. Grundsätzlich bietet Facebook mit dem Tool fürs Management von Werbekampagnen wirklich ausgezeichnete Möglichkeiten. Man kann die Zielgruppe extrem genau definieren. So schaltete die ETH-Bibliothek eine Anzeige für den Dokumentenserver ETH E-Collection, der nur Angehörigen der ETH Zürich angezeigt wurde. Die Zielgruppen lassen sich nach Alter, Geschlecht, Region, Zugehörigkeit zu Netzwerken etc. eingrenzen. Ein echter Traum für die Werbebranche… Aber: das Resultat war für die ETH-Bibliothek ernüchternd. Eine recht allgemeine Kampagne für das neue Wissensportal wurde immerhin 1 Mio Mal angezeigt (“impressions”). Aber daraus resultierten bloss 277 Klicks. Über alle Kampagnen lässt sich sagen, dass nur etwa eine von 2000 Personen, welche eine Anzeige der ETH-Bibliothek sahen, auch darauf geklickt haben. Man kann angeben, wie viel man maximal pro Tag und pro Klick bezahlen will. Die oben erwähnten 277 Klicks kosteten rund 50 Dollar, also etwa 20 Cent pro Klick.

Abb.3: Facebook Ad für die ETH-Bibliothek mit Einstellung für Zielgruppe

Die ETH-Bibliothek zog aus dem mehrmonatigen Versuch mit Facebook Ads den Schluss, diese Kampagnen zu stoppen. Zum einen stehen – wie bei Googls AdWords – Kosten und Ertrag in einem schlechten Verhältnis. Zum andern ist das Umfeld der Werbung auf Facebook noch weniger attraktiv. Marktforschungen (vlg. die Studie von Innofact (PDF) vom Juli 2010) zeigen, dass die Werbung auf sozialen Netzwerken am wenigsten beachtet wird. Eine Einschätzung, die ich persönlich teile. Oder anders gesagt: Werbung auf Facebook nervt viele. Also ist der Nutzen solcher Werbung für seriöse Unternehmen eher zweifelhaft.

Wertung: *

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Fragen zur Facebook-Nutzung in der Bibliothek

Monday, June 7th, 2010

Neulich habe ich von einer Bibliothek einen Fragenkatalog zum Einsatz von Facebook an der ETH-Bibliothek erhalten. Nachdem ich die Fragen beantwortet hatte, dachte ich, das könnte vielleicht noch andere interessieren. Et voilà. Hier kommen die Fragen und Antworten zu Facebook an der ETH-Bibliothek. Wer weitere Fragen hat, kann die sehr gerne hier im Blog als Kommentar oder auf unserer Facebook-Seite stellen!

1.) Was erwarteten Sie von der Präsenz in Facebook?
Wir hoffen, dass wir die Nutzer dort abholen können, wo sie sich aufhalten. Zudem erhoffen wir uns verstärkten Kontakt und Feedbacks. Nicht zuletzt vermitteln wir dadurch auch das Bild einer modernen Institution.

1.a) Haben Sie vor dem Start das Einverständnis von Unigremien (z.B. Öffentlichkeitsarbeit) eingeholt oder koordinieren Sie die Facebook-Präsenz mit anderen Unieinrichtungen?
An der ETH Zürich wird die Diskussion über den Einsatz sozialer Medien jetzt gerade geführt. Wir hoffen, dass wir unsere durchwegs positiven Erfahrungen in diese Diskussion einbringen können.

2.) Welche Meldungen/Themen kommen auf die Pinnwand?
Auf die Pinnwand kommen Aktuell-Meldungen zu neuen Angeboten, Schulungen, ausserordentlichen Schliessungen etc. Weiter werden mehrere Blogs (Spezialsammlungen Digital, Innovation@ETH-Bibliothek) auf Facebook gespiegelt (via Twitterfeed). Weiter gibt es Veranstaltungen, die im Facebook-Kalender eingetragen werden. Man sieht aufgrund der Reaktionen “gefällt mir”, dass Beiträge über originelle Inhalte am besten ankommen. Aber wir hatten bisher weder euphorische noch besonders kritische Reaktionen. Als Facebook den “I like”-Button einführte, steigerte sich die Interaktion mit den Benutzern spürbar. Die Hemmschwelle zur Reaktion und zum Kommentar ist dadurch stark gesunken.

3.) Wer in der Bibliothek macht in der Praxis die Facebook-Arbeit? Wer schreibt? Einzelperson, ein Team? Wie ist das organisiert?
Momentan macht das eine Person nebenbei. Wir beabsichtigen, die Aufgabe mit der Webredaktion in den allgemeinen Informationsfluss zu integrieren. Momentan werden z.B. die Veranstaltungen in Facebook separat eingetragen, da der Kalender hier mehr Möglichkeiten bietet als eine einfache Ankündigung.

4.) Gibt es Richtlinien für Reaktionen/Antworten auf Kommentare?
Wir haben da eigentlich keine negativen Erfahrungen. Wir würden nur offensichtlich Beleidigendes entfernen. Grundsätzlich versuchen wir auf (die seltenen) Fragen zu antworten, doch muss man die Diskussion nicht ewig weiter führen. Ich würde zum Grundsatz raten, dass man eine Anfrage beantwortet, dann aber weitere Fragen durchaus offen lassen kann. Die Aufmerksamkeit verlagert sich relativ rasch auf neue Themen. Zudem ist es auch opportun, dass Nutzer untereinander weiter diskutieren, ohne dass sich die Institution immer einschaltet.

4.a) Gab es bisher problematische Kommentare?
Nein. Ich hatte nur einmal eine Werbung von einem Unternehmen, das sich als Fan eingetragen hat. Die habe ich dann wie unten beschrieben behandelt…

4.b) Kann man Facebook-Nutzer, die durch Kommentare negativ aufgefallen sind, von der Kommentarfunktion ausschließen?
Technisch kein Problem, man kann die Person aus den Fans löschen und die Berechtigungen so setzen, dass nur Fans Kommentare schreiben können. Dies sollte aber eine absolute Notmassnahme sein. Die sozialen Medien leben vom spontanen Kommentar. Wenn man dies nicht aushält, sollte man es besser ganz bleiben lassen.

5.) Können die Fotos von Fans moderiert werden oder ist das nicht notwendig?
Man kann Fans die Berechtigung geben, Fotos zu posten. Ich nehme ja nicht an, dass Sie meinen, die Bibliothek solle Fotos von Fans moderieren. Ich habe allerdings einmal einen Mitarbeiter gefragt, ob er nicht sein Foto im Facebook-Profil ändern möchte. Er war da mit Drink in der Hand abgebildet und erschien so als Fan auf der Seite der ETH-Bibliothek…

6.) Wie sind die Privatsphäre-Einstellungen für die Organisiation gesetzt? (Falls es das bei “Organisationen” überhaupt gibt bzw. nötig ist…)
Sind nicht nötig. Die Organisation gibt ja nichts Privates preis. Allerdings ist eine Facebook-Seite jeweils an ein privates Profil gehängt, was nicht so toll ist.
Mit dem Veröffentlichen von Fotos sollte man etwas vorsichtig sein, da man so ziemlich alle Rechte an Facebook abtritt. Neulich hat eine Benutzerin darum gebeten, ihr Foto, dessen Publikation sie seinerzeit zugestimmt hatte, wieder zu entfernen. Das haben wir umgehend gemacht.

7.) Werden weitere Funktionen (Chat, … ) genutzt? Wenn ja, welche?
Chat kann man, wenn ich das richtig einschätze, nur als privater Anwender nutzen. Ich chatte also als Privatperson, nicht als ETH-Bibliothek.

8.) Kann man den Arbeitsaufwand abschätzen, der für Facebook notwendig ist?
Es ist nicht so viel. Zunächst muss man sich privat mit dem Tool vertraut machen. Das Einrichten einer Seite ist leicht. Manchmal überrascht Facebook mit neuen Funktionen oder verschwundenen Anwendungen. Der Aufwand beträgt bei uns ein bis zwei Stunden pro Woche, verteilt auf sehr kleine Portionen.

9.) Zum Schluss ganz allgemein: Welche Tipps würden Sie einer Facebook-Neuling-Bibliothek zum Start mit Facebook geben?
Just do it!
Und immer im Hinterkopf behalten, dass Facebook einfach ein Tool von vielen ist, das momentan einfach die grösste Reichweite hat. Man sollte nicht zu viel investieren. Es könnte sein, dass Facebook plötzlich komplett out ist und von einer anderen Plattform abgelöst wird.
Und man sollte Facebook (und Twitter) in die Gesamtkommunikation integrieren. Die sozialen Medien sind ein Kanal unter vielen.

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Umfrage zur Nutzung von Web 2.0-Diensten

Wednesday, March 31st, 2010

Der Tipp kam von Mashable. In deren Blog wurden 5 Essential Apps for Your Business’s Facebook Fan Page vorgestellt. Bei einer davon ging es darum, wie eine Facebook-Seite mittels Umfragen oder Wettbewerb besser promotet werden kann. Ich habe nun via Wildfire Promotion Builder eine solche Umfrage erstellt – sinnvollerweise zum Thema Nutzung von Web 2.0-Diensten. Die Anwendung ist nicht kostenlos. Der Preis für die Publikation einer Umfrage oder eines Wettbewerbs richtet sich nach dem Funktionsumfang und der Laufzeit. Unsere Umfrage kostet etwas über 100$.

Natürlich ist es wichtig, den Fragebogen vor der Anwendung des Tools offline zu erarbeiten. In einer Webanwendung lässt sich der Fragebogen zusammenstellen. Geboten werden Module zu persönlichen Angaben (Name, Adresse, E-Mail, Alter, Geschlecht etc.) sowie Vorlagen für verschiedene Frage- und Antworttypen:

  • Textboxen für frei formulierte Antworten
  • Checkboxen zur Auswahl mehrerer Antworten
  • Listen zum Wählen einer Antwort

Screenshot des Wildfire Promotion Builder mit der Auswahl verschiedener Felder

Man kann Pflichtfelder definieren und Zwischentitel setzen. Das Tool selbst ist etwas störrisch, wenn man Fragen mit mehreren möglichen Antworten erstellen will. Nach mehrmaligen Versuchen klappte es am Ende doch. Anschliessend kann die Kampagne publiziert werden – nachdem man bezahlt hat. Der Fragebogen lässt sich als App in die Facebook-Seite integrieren. Bei entsprechender Einstellung gelangen Besucher der Facebook-Seite direkt auf die Umfrage-Seite. Zudem lassen sich der Link auf die Umfrage publizieren und/oder Widgets zur Einbettung in Webseiten generieren.

Am besten, Sie machen gleich bei der Umfrage mit, dann testen Sie die Anwendung unmittelbar aus Nutzersicht… Zur Umfrage

Vernetzung von Blogs, Facebook und Twitter

Friday, July 3rd, 2009

Eigentlich ist es klar, dass die verschiedenen Web 2.0-Dienste so miteinander verknüpft sein sollen, dass man eine Mitteilung nur einmal schreibt und sie dann über die verschiedenen Kanäle publiziert wird. Das Unterfangen hat dann aber einige Tücken… 

Blogs nach Twitter exportieren

Mit dem Dienst Twitterfeed (www.twitterfeed.com) funktioniert die Synchronisierung mehrerer Blogs in einen beliebigen Twitterfeed problemlos. Man kann verschiedene Blogs sogar mit unterschiedlichen Präfixen kennzeichnen, so dass in Twitter ersichtlich ist, woher der Eintrag kommt. Twitterfeed generiert eine Kurzmeldung und eine Tiny-URL (http://tinyurl.com), die auf den Originalblogeintrag verweist.

RSS nach Twitter exportieren

Eigentlich gibt es dafür dieselbe Methode wie bei den Blogs, via Twitterfeed.com. Lange Zeit akzeptierte Twitterfeed jedoch das RSS-Format des Aktuell-Feeds der ETH-Bibliothek nicht. Mit dem letzten Update von Twitterfeed.com werden auch RSS-Feeds ohne Zeitstempel synchronisiert. Somit war ein erster Zwischenschritt erreicht: alle RSS-Feeds der ETH-Bibliothek werden automatisch in den Twitterfeed der ETH-Bibliothek www.twitter.com/ETHBibliothek gespiegelt.

RSS und/oder Twitter auf Facebook-Pages anzeigen

Eigentlich gibt es ja eine Twitter-Applikation für Facebook (http://apps.facebook.com/twitter/), mit deren Hilfe der nun generierte einheitliche Twitterfeed auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden könnte. Doch das User-Forum bestätigt meine eigenen frustrierenden Erfahrungen: Ein Twitterfeed kann nur auf der persönlichen Facebook-Seite angezeigt werden, nicht auf einer Unternehmensseite. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die Facebook-Applikation Notizen zu verwenden. Aber “Notizen” lässt nur einen einzigen RSS-Feed zu, der dann zusammen mit den manuell verfassten Notizen auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden kann. Es müsste aber doch jetzt funktionieren, dass ich den RSS-Feed von Twitter übernehme und in die Notizen importiere? Dieser Blogeintrag ist gerade der Test für diesen Weg. Falls es nicht klappt, weiss ich eine kompliziertere Variante, nämlich über eine Yahoo-Pipe. Mit Hilfe des Webdienstes http://pipes.yahoo.com lassen sich tatsächlich sehr komplexe Inhalte zu einem einzigen RSS-Feed bündeln, der sich dann (siehe oben) über Notizen in Facebook integrieren lässt. Aber das ist eigentlich ein allzu grosser Umweg für eine Schnittstelle zwischen Twitter und Facebook…

Kommunikation 2.0 – Erfahrungen der ETH-Bibliothek

Friday, June 12th, 2009

Slides und Videos vom Vortrag von Rudolf Mumenthaler in der Zukunftswerkstatt #zw09 am Deutschen Bibliothekartag in Erfurt #bibtag09 sind jetzt online.

Thema: Erfahrungen der ETH-Bibliothek mit RSS-Feeds, Blogs, Facebook und Twitter.

Die Slides sind auf Slideshare aufgeschaltet:

View more OpenOffice presentations from Rudolf Mumenthaler.

Zudem gibt es ein Video (in drei Teilen), das auf dem Kanal zw090video auf Youtube aufgeschaltet worden ist. Hier Teil 1 eingebettet:

Und hier die Links zu den Teilen 2 und 3:
Kommunikation 2.0 – Teil 2
Kommunikation 2.0 – Teil 3

Herzlichen Dank dem Team der Zukunftswerkstatt für die Produktion des Videos.

Facebook-Seite der ETH-Bibliothek

Monday, January 26th, 2009

Die ETH-Bibliothek nutzt die Möglichkeit, über eine eigene Facebook-Seite in direkten Kontakt mit den Nutzern von Facebook zu treten. Auf der Seite werden Neuigkeiten und Veranstaltungen angezeigt, über die registrierte „Fans“ auf dem Laufenden gehalten werden. Zudem können User Kommentare abgeben und sich an Diskussionen beteiligen.

Allein in der Schweiz nutzen über 1 Mio. Personen Facebook. Im anglo-amerikanischen Raum sind Facebook-Seiten für Hochschulbibliotheken sehr weit verbreitet, wogegen es im deutschen Sprachraum erst wenige Vorreiter gibt. Die ETH-Bibliothek setzt Facebook dazu ein, Kundenkontakte über soziale Netzwerke zu pflegen und mögliche Anwendungen für die Informationsvermittlung zu testen. Entsprechende Erfahrungen gibt es vor allem in den USA, wie der Bericht von den Rutger University Libraries zeigt.

Zweites Leben für Second Life? (update)

Tuesday, January 13th, 2009

Der Tages-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 10. Januar über die trotz aller Unkenrufe stetig wachsende Nutzung von Second Life. Die Grafiken zeigen, dass die Zahl der Landkäufe  und die Anzahl der Stunden der Benutzer weiterhin wachsen. Allerdings wird im Artikel nicht klar, ob auch die effektive Zahl der User zunimmt. Auf der Webseite von Second Life wird dieser Trend bestätigt. Die Spitze der gleichzeitigen Nutzer ist im dritten Quartal 08 auf den Höchststand von etwas über 70’000 gestiegen. Wenn man das mit den Zahlen von Facebook vergleicht – 150 Millionen User, von denen sich die Hälfte täglich in ihre Konto einloggt – sind die Nutzerzahlen (und somit auch die Reichweite) von Second Life allerdings verschwindend klein.

update:

Am 14. Januar hat der Tages-Anzeiger in der Rubrik “Bellevue” einen weiteren Artikel zu Second Life veröffentlicht. Darin berichtet der User B.F. über sein virtuelles Leben mit Second Life. Mir drängt sich wieder der Vergleich mit Facebook (oder anderen sozialen Plattformen) auf. In Second Life geht man nicht schnell man eben rein und schaut, was es Neues gibt oder wer sich gemeldet  hat. Man verbringt schnell einmal Stunden, und zwar täglich. Dies entspricht offenbar auch den Erwartungen der anderen User. Wenn also eine Firma oder eine Bibiothek eine Präsenz in Second Life führt, muss sie etwas bieten, was diesen Erwartungen entspricht. Mit einem leerstehenden Gebäude ist es jedenfalls nicht getan.

Im Beitrag von Philippe Amrein (ebenfalls auf Seite 22) folgt dann ein kritischer Kommentar, der mit dem Satz endet: “An Second Life mag sich kaum noch jemand erinnern.”


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