Donnerstag, April 9th, 2009
Selber schuld, wenn man einen Kindle 2 über eBay in den USA kauft. In Europa ist man vom Kindle-Store abgeschnitten. Dieser offizielle Weg wäre sehr bequem und schnell, aber auch teuer. Ich schliesse mich der Meinung der Kindle-User an, die Preise von über 10$ für ein eBook zu teuer halten (Bericht über den Protest von Kindle-Besitzern). Schliesslich sind die Nutzungsmöglichkeiten gegenüber einem Buch limitiert. Und gerade bei den Büchern, die schon als Taschenbuch auf dem Markt sind, finde ich die Preise in den Online-Buchläden überrissen. Seis drum, für den Kindle kann ich ohnehin keine Bücher kaufen. Einerseits weil ich keine Rechnungsadresse in den USA habe, andererseits, weil ich keinen Zugang zum drahtlosen Netzwerk Whispernet habe. Wie kommt denn nun Inhalt auf mein Gerät?
Ältere Literatur findet man bei Gutenberg.org in verschiedenen Formaten (vorbildlich!), u.a. auch im .mobi-Format für den Kindle. Das ausgewählte Format lässt sich problemlos herunterladen. Anschliessend schiebt man die .prc-Datei in den Folder “Documents” des über das USB-Kabel am PC angeschlossenen Kindle 2. Und schon kann es losgehen.
Schwieriger wird es, wenn man Dokumente in Formaten hat, die vom Kindle nicht unterstützt werden. PDF zum Beispiel (!). Hier sorgt die freie Software Mobipocket Creator für Abhilfe. Sie verarbeitet Dokumente im Format .pdf, .doc, .docx, .txt und .html zu eBooks im mobi-Format. Gute Resultate gibt es nur, wenn die Dokumente auch die Textinformation enthalten. PDF-Dokumente als reine Bilder lassen sich auf dem Kindle nicht vergrössern und sind kaum lesbar. Keine Chance hat Mobipocket Creator bei PDF-Dokumenten, die mit DRM geschützt sind. Bis jetzt habe ich erst einen – nicht gerade einfachen – Weg gefunden, wie ein Dokument, das ich für den Sony PRS gekauft habe, auf dem Kindle lesen kann. Als PDF ausdrucken oder ausdrucken und dann scannen funktionieren übrigens nicht, da die Dokumente von der Sony eBook Library aus nicht ausgedruckt werden können.
Und so geht es (nicht zur Nachahmung empfohlen…): Text in der eBook Library öffnen, Fenster maximieren. Dann mit dem PrintScreen das Textfenster als Objekt aufnehmen, als Bild in ein Word-Dokument einfügen. Umblättern, same procedure bis zum Schluss. Dann das Word-Dokument in ein PDF umwandeln, OCR drüber laufen lassen (ich benutze Acrobat Professional), allenfalls Korrekturen vornehmen und dann das PDF dann in mit Mobipocket Creator in ein Mobi-Format umwandeln. Abtippen ginge schneller? Kann schon sein. Aber das wäre ja keine Herausforderung…
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Dienstag, April 7th, 2009
Der erste Eindruck vom Kindle 2 ist eindeutig positiv. Die grössten Ärgernisse des Kindle 1 sind behoben. Das Gerät lässt sich anfassen, ohne dass eine Taste versehentlich gedrückt wird, die ärgerliche Abdeckung auf der Rückseite ist verschwunden, der Einschaltknopf am oberen Rand angebracht. Der Kindle 2 ist bedeutend schmaler und eleganter als sein Vorgänger. Für mich die Hauptsache: Plug and Play funktioniert diesmal! Nach der Verbindung über das USB-Kabel erscheint der Kindle als Laufwerk des PCs. Mit Hilfe der Software Mobipocket Creator erstellte eBooks lassen sich in den Ordner Documents des Kindle verschieben. Et voilà: Nach dem Ausdocken des Kindles vom PC lassen sich die eBooks öffnen und lesen.
Es handelt sich bei meinen eBooks um ursprüngliche PDF-Dokumente, die ich mit Mobipocket Creator ins Format .prc umgewandelt habe. Das funktioniert sowohl mit einem selbst digitalisierten Dokument, wie auch mit einem über die ETH-Lizenz bezogenen kommerziellen E-Book im PDF-Format. Somit hat der Kindle 2 den ersten Test mit Bravour bestanden. Der Kindle 1 schmollt derweil und stellt sich tot… Recht hat er…
Der Bildschirm ist noch gleich gross oder klein wie beim Vorgänger, nämlich 6 Zoll bei 600×800 pixel. Die Lesbarkeit von reinem Text ist ausgezeichnet. Der Seitenumbruch erfolgt dynamisch je nach eingestellter Schriftgrösse. Entsprechend gilt auch hier, dass die Navigation nach Seiten nicht möglich ist, sondern über “Locations” erfolgt. Aber wie sein Vorgänger beherrscht der Kindle 2 die Volltextsuche innerhalb der Dokumente, was das Auffinden von Textstellen erleichtert. Die QWERTY-Tastatur ist unterhalb des Bildschirms angebracht, wobei die Knöpfe zwar hübscher als beim Vorgängermodell, aber etwas gar klein geraten sind.
Sehr nett ist die Funktion, sich Texte vorlesen zu lassen. Den Horizon-Report zum Beispiel liest “Herr Kindle” ganz ausgezeichnet und sehr gut verständlich vor. Er blättert auch selbständig weiter, so dass ich beim Schreiben weiter berieselt werde…
Als Nutzer in Europa sind mir wichtige Funktionen des Kindle 2 verwehrt: ich kann die wireless-Funktion nicht nutzen und bin somit vom Kauf von Büchern im Kindle-Store, von der täglichen Lieferung abonnierter Zeitungen oder Zeitschriften, von Updates und von der Registrierung des Geräts abgeschnitten. Ob ich mir vorstellen könnte, auf meine gedruckte Zeitung zu verzichten, wenn ich jeden Morgen drahtlos die neueste Ausgabe auf den Kindle geliefert bekäme? Langsam könnte ich mir das tatsächlich vorstellen. Das Gerät hat einen gewaltigen Sprung gemacht und kommt nun ausgereift daher. Kritisieren möchte ich vor allem das Geschäftsmodell mit den nach wie vor proprietären Formaten. Ein eBook Reader muss einfach ein PDF-Dokument lesen können. Und für das Abonnements eines Blogs werde ich nie etwas bezahlen wollen, wie das im Kindle-Store vorgesehen ist.

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Mittwoch, April 1st, 2009
In den USA ist der Kindle 2 zurzeit ein grosses Thema. Bei uns gibt es aber noch nicht einmal das Vorgängermodell offiziell zu kaufen. Die ETH-Bibliothek hat sich letzten Herbst ein Exemplar beschafft, und ich habe es getestet. Es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick…
Das Handling des Geräts ist furchtbar umständlich. Der Einschaltknopf befindet sich auf der Rückseite, und immer, wenn ich ihn betätige, fällt der Kindle aus dem “schönen” gefütterten Etui. Diese Hülle ist in Verbindung mit der Fixiereinrichtung am Gerät selber die blanke Katastrophe. Punkto Benutzerfreundlichkeit lässt sich der Kindle fast nur noch verbessern: die Knöpfe sind so angebracht, dass ich das Gerät nicht anfassen kann, ohne ungewollt umzublättern. Das Click-Wheel zur Navigation ist nach der ersten Angewöhnung durchaus brauchbar. Die Schrift – wohl das Wichtigste an der Sache – ist sehr gut lesbar. Sie lässt sich mit einem schwer auffindbaren (vor allem, wenn man kurzsichtig ist und die Schrift vergrössern möchte…) Knopf auf der Tastatur vergrössern oder verkleinern. Dadurch verändert man auch den Umbruch der Seiten. Entsprechend wird bei den eBooks keine Seitenzahl angegeben, sondern eine “Location”. Worauf sich die bezieht (Zeile? Absatz?) ist mir nicht klar. Entsprechend schwierig ist die Orientierung in einem längeren Text. Im Gegensatz zum Sony prs-505 erlaubt der Kindle die Volltextsuche in den gespeicherten Dokumenten. Das funktioniert gut und bietet einen direkten Zugriff auf Informationen.
Aber wie kommt denn ein Text ausserhalb der USA überhaupt auf den Kindle? In den USA kann man eine eigenes WLAN “Whispernet” verwenden, um Bücher bei Amazon zu kaufen. Theoretisch sollte man auch über den USB-Anschluss eBooks in den Formaten .txt, .mobi und .prc auf den Kindle laden können. Ich habe das nach einigen erfolglosen Versuchen aufgegeben und danach den Kindle in der Schublade verschwinden lassen. Bis sich ein IT-Mitarbeiter (Danke, Greg!) gemeldet hat, der mir sagte, es müsste gemäss Herstellerangaben möglich sein (read the f*ing manual!). Tatsächlich beschreibt Amazon auf der Hilfe-Seite, wie man vorgehen muss und warnt, dass es auch zu Problemen mit der Netzwerkkennung führen könne. Ich habe in der Folge mehrere Netzlaufwerke getrennt, den PC mit und ohne eingeschaltetem Kindle neu gestartet – Fehlanzeige! Dann habe ich es zu Hause auf dem Mac probiert – und siehe da, es hat funktioniert! So konnte ich einen eigenen Text und im Shop bezogene (kostenlose) Bücher im Mobipocket-Format auf den Kindle laden.
Na ja, die grosse Liebe wird das nicht, zwischen dem Kindle (1) und mir. Aber nach dem Erfolgserlebnis mit den hochgeladenen Texten werde ich es mal mit dem Kindle 2 versuchen und hoffe auf eine benutzerfreundliche Hardware. Aber der grosse Nachteil des in sich geschlossenen proprietären Systems wird auch beim Kindle 2 nicht durch eine verbesserte Usability aufgewogen.
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Montag, März 23rd, 2009
Beim ersten Eindruck habe ich bereits angemerkt, dass die Zitierfähigkeit wegen der dynamischen Seitenanzeige nicht wirklich gewährleistet ist. Fürs Kopieren von Passagen, Literaturhinweisen oder dem bibliografischen Nachweis nützt mir der Reader nichts. Ich muss das Werk auf dem PC über die eBook Library oder direkt als PDF öffnen und kann es dann verarbeiten.
Wichtig für wissenschaftliche Zwecke ist die Möglichkeit, Textstellen im elektronischen Text zu suchen und anzusteuern. Dazu bietet der psr-505 keine Optionen an. Man kann keinen Text eingeben und kein Suchformular nutzen. Man kann also nur über Titelliste oder Autorenliste ein Buch ansteuern und dann über das Inhaltsverzeichnis oder eine Bookmark im Werk navigieren. Volltextsuche ist nicht möglich.
Da der psr-505 auch normale PDF-Dokumente und Textdateiformate wie RTF und TXT anzeigt, kann ich fast beliebige Texte vom PC auf den Reader transferieren. Das ist auch für wissenschaftliche Texte sinnvoll. Ich kann also vor einer längeren Fahrt an eine Tagung die wichtigsten Paper, das Tagungsprogramm und andere Unterlagen auf den Reader laden und unterwegs in Ruhe lesen – auch auf einer längeren Fahrt ohne Stromanschluss für das Notebook. Nur fehlt dann sehr bald wieder die Möglichkeit, mir beim Lesen Notizen zu machen.
Im Sony eBook-Store gibt es auch wissenschaftliche Litaratur zu kaufen. Im Bereich Science & Nature sind rund 3800 Titel vorhanden, darin im Bereich Umweltwissenschaften (als Beispiel) 500 Titel. Im Vergleich dazu: bei der Suche im Bibliothekskatalog NEBIS erscheinen 622 Online-Dokumente zum Thema Umwelt. Wobei ich davon ausgehe, dass im Sony Store mehr populärwissenschaftliche Werke zu kaufen sind.
Die Titel kosten zwischen 5 und 200 $ (Grössenordnung). Die ETH-Bibliothek hat verschiedene der käuflich erhältlichen Titel bereits lizenziert, z.B. Hydraulics of Spillways and Energy Dissipators von R. M. Khatsuria (im OPAC NEBIS).
In der eBook Library kostet das nicht ganz taufrische Werk nach einer Preisreduktion anfangs Jahr noch $ 169.95, der Printtitel kostet 219.95. Das Buch lässt sich als PDF herunterladen und in die eBook Library importieren. Darauf wird es problemlos auf dem Sony prs-505 angezeigt. Dabei hat man Glück, wenn das eBook vom Verlag mit einem sprechenden Dateinamen versehen wurde: Einmal in die eBook Library importiert, lässt sich der Titel nicht mehr ändern. Bei einer grösseren eBook-Sammlung wird es dadurch schwierig, die Werke zu verwalten. Was sich wohl hinter dem File 9781845932824.pdf verbirgt? Diesen Dateinamen und damit Titel in der eBook Library trägt ein von CAB international bezogenes eBook. Da kommt dann erschwerend dazu, dass sich im Sony prs-505 nicht nach Inhalten suchen lässt.
Fazit: dank der Offenheit für alle möglichen Formate (im Gegensatz zum Kindle), lässt sich der Sony PRS-505 einfach mit allen möglichen Dokumenten aus eigener Produktion sowie mit gekauften Büchern bestücken. Für die Nutzung im wissenschaftlichen Umfeld ist der Mangel an Eingabemöglichkeiten, die Unmöglichkeit Annotationen und Bemerkungen anzubringen, ein grosser Nachteil.
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Donnerstag, März 19th, 2009
Ein weiterer eBook Reader ist in Japan auf dem Markt erschienen: Fujitsus FLEPia, wie der Blog ZDNet berichtet. Der selbstdeklarierte Kindle-Killer bringt als Neuerung einen 8-Zoll-Bildschirm mit farbigem ePaper. Der Reader läuft auf Windows CE 5.0 und unterstützt die Formate XMDF und .book.
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Dienstag, März 17th, 2009
Ich hätte es theoretisch wissen müssen: Die Sony-Geräte unterstützen das Format Mobipocket nicht. Es führt auch kein (legaler) Weg von einem eBook in geschütztem Mobipocket-Format auf den Sony prs-505. Es ist das alte Lied: der Konsument leidet eindeutig unter den Einschränkungen des DRM und dem Formatekrieg zwischen den Herstellern.
Richtig ärgerlich wird es für die Konsumenten, wenn ein Buchhändler einen Reader und eBooks verkauft – diese miteinander aber nicht kompatibel sind. So z.B. beim grossen Schweizer Buchhändler Orell Füssli, der die meisten eBooks im Format Mobipocket anbietet und ab 3. April auch den Sony prs-505 ausliefert. Immerhin hat die Firma auf www.books.ch sehr schnell reagiert und weist auf meine Kritik hin gleich auf der Startseite beim Beschrieb des Sony prs-505 den deutlichen Hinweis angebracht, dass dieser das Mobipocket-Format nicht unterstützt. Daumen hoch!
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Freitag, März 13th, 2009
Der Sony-Reader ist ja ab heute in Deutschland in den Läden. Doch das gute Teil ist ja nicht neu, sondern war in den USA schon seit längerer Zeit erhältlich. Die ETH-Bibliothek hat sich letzten Sommer ein Sony prs-505 gekauft, um die Anwendung zu testen. Hier mein persönlicher Eindruck:
Es ist ein edles Teil, das sich in einer dunkelblauen Lederhülle präsentiert. Die Inbetriebnahme ist relativ einfach: CD installieren und dann den Sony prs-505 mit dem beigelegten USB-Kabel am PC verbinden. Dabei wird der Akku aufgeladen – ein anderes Netzgerät liegt nicht bei.
Der erste Eindruck bei Freunden und Familie: das Teil sieht edel aus. Aber keiner kann sich vorstellen, deswegen auf Bücher zu verzichten. Ein Argument leuchtet ein – nachdem ich gerade mit der Familie in den Ferien war und wir vermutlich mehr als 10 Kilo Bücher mitgeschleppt hatten: Ich würde mir diesen Ballast ersparen. Aber das Gegenargument folgt sogleich: Tja, ich hätte meine Bücher elektronisch dabei gehabt, aber es hätte für jedes Familienmitglied einen prs-505 gebraucht – eine ziemliche Investition (für die ganze Familie würde das bei uns also $ 2400.- ausmachen…).
Sobald der Akku geladen ist, kann man mit den vorinstallierten Leseproben starten. Ich versuche es mit Alan Greenspan’s “The Age of Turbulence – Adventures in a New World” von Penguin Press, New York 2007. Es werden 120 Seiten angezeigt, wobei klar ist, dass die Seite im E-Book nicht einer Seite im gedruckten Buch entspricht. Schon ein erster Zweifel im Hinblick auf die Nutzung des Readers im wissenschaftlichen Bereich: Kann ich denn aus dem E-Book zitieren, wenn die Seitenzahl nicht mit der Print-Edition übereinstimmt? Wenn ich die Lupe wähle und damit die Anzeige vergrössere, umfasst das Werk dann 166 Seiten, bei der nächsten Vergrösserung 267 Seiten. Hm…
Interessant scheint mir auch, dass die angegebene ISBN im WWW nicht gefunden wird. Die Print-Version trägt die ISBN 9781594201318 und umfasst 531 Seiten.
Noch vor dem eigentlichen Text wird ein umfangreicher Copyright-Hinweis angezeigt. Eigentlich müsste ich das E-Book vermutlich gleich wieder schliessen, denn es wird mir untersagt, das Buch oder Teile davon ohne Zustimmung des Rechteinhabers zu reproduzieren, zu speichern oder zu übertragen. Darf ich es dann auf meinen PC übertragen oder vom PC auf den Reader? Darf ich es dann auf dem PC und dem Reader speichern?
Doch nun zum Text und zum Lesevergnügen. Der Text ohne Abbildungen ist sehr gut leserlich. Die Schrift ist brillant, der Kontrast auch ohne Hintergrundbeleuchtung sehr stark. Dieses spezifische E-Book lässt sich in der Schrift vergrössern. Auch die geringste Grösse ist noch sehr grosszügig und gut leserlich. Allerdings entspricht der Inhalt wohl höchstens einer halben gedruckten Seite. Man muss also sehr schnell wieder blättern, was über einen gut erreichbaren Button an der Seite des Bildschirms bequem gemacht wird. Das Umblättern erfolgt ohne grosse Verzögerung. Ein kurzes Aufblitzen des invertierten Bildschirms (weisser Text auf schwarzem Hintergrund), dann erscheint der Text schwarz auf weiss.

Sony Reader PRS-505
Ich kann über einen entsprechenden Button im unteren Steuerungsbereich auch eine Bookmark setzen, die als “Eselsohr” in der rechten oberen Ecke sichtbar wird. Über das Hauptmenu kann ich die gesetzten Bookmarks auch nach Ausschalten des prs-505 gleich wieder ansteuern. Über das Manu “Continue Reading” fahre ich dort weiter, wo ich das Buch zuletzt verlassen habe.
Als weitere Navigationshilfe wird auch das Inhaltsverzeichnis angezeigt und kann über das Menu aufgerufen werden.
Der matte Bildschirm ist bei indirektem Licht und Tageslicht sehr gut leserlich, es gibt nur wenig Spiegelung. Unangenehm ist es nur, wenn man – wie bei gedruckten Büchern üblich – den Reader unter einer Leselampe benutzen will. Dann kann die Spiegelung durchaus stören.
Der erste Eindruck beim Lesen eines reinen Textes ist also durchaus angenehm. Ich möchte nun eine Passage des Textes kopieren. Dazu muss ich in die Anwendung eBook Library wechseln, die ich mir auf dem PC installiert habe.
Die Erfahrungen mit der eBook Library folgen in einem nächsten Beitrag.
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Dienstag, März 10th, 2009
Auf die Gefahr hin, dass die Berichte etwas eintönig werden (eBook Reader zum soundsovielten Mal…): Engadget hat sich das BeBook 2 von Endless Ideas genauer angesehen und ist ziemlich beeindruckt. Zwar ist die Software noch nicht fertig, doch bis zum 3. oder 4. Quartal 2009 soll der eBook Reader auf dem Markt sein. Seine Funktionen sind mit dem txtr vergleichbar. Das BeBook 2 bietet ebenfalls WiFi und 3G-Verbindung. Gegenüber der Version 1 zeigt sich die Hardware verbessert.
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Montag, März 9th, 2009
Wie zu erwarten, sind die verschiedenen eBook-Reader ein grosses Thema an der CeBIT. Das Berliner Startup-Unternehmen Wizpac präsentiert eine Alternative zu Kindle und Sony, den txtr. Heise.de hat sich das Gerät angesehen und ist von dem Prototypen ziemlich angetan. Flott und intuitiv zu bedienen sei der txtr. Eine zentrale Rolle nimmt im txtr-Konzept die Anbindung ans WLAN und an den Mobilfunk ein. Heise meint weiter:
Das eigentliche Herzstück aber ist die zur Zeit bereits als Public Beta nutzbare Online-Community txtr, auf der Anwender digitale Inhalte sammeln und mit anderen tauschen können. Die dort hochgeladenen Dokumente, Info-Schnipsel und Webseitenausschnitte können später auf den E-Book-Reader oder andere Geräte geladen werden. Wer lieber auf seinem iPhone liest, kann bei txtr jetzt schon über eine iPhone-Anwendung Dokumente mit seinem Apple-Smartphone synchronisieren.
Das Gerät soll im Herbst 2009 auf den Markt kommen. Ein Shop zum Kaufen von Büchern ist auch vorgesehen, doch steht die Offenheit der Plattform im Vordergrund. Es werden eBook-Standards wie EPUB, PDF, TXT und MS-Office-Formate unterstützt.
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Freitag, März 6th, 2009
Heise berichtet über “Die versteckten E-Book-Reader” an der CEBIT und zeigt, dass es neben Kindle 2 und Sony noch andere Varianten gibt. Im Artikel werden Produkte von Foxit, Bebook, Netronix und iRex vorgestellt.
Golem.de berichtet wiederum über den Txtr, eBook-Reader von Wizpac. Das Video dazu hat leider Werbung, weshalb ich es nicht in meine Seite einbaue…
und wenn wir schon beim Thema sind: Amazon hat in den USA die Kindle-Applikation fürs iPhone veröffentlicht. Somit sind in den USA die 240’000 Bücher im Kindle-Store auch übers iPhone zu beziehen. Danke an elektrolese.
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