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Digitale Lehrbücher im Fokus

Thursday, January 19th, 2012

Es ist wohl kaum Zufall, dass Barnes&Noble gerade jetzt einen Newsletter zum Thema Lehrbücher verschickt. Apple hat für heute (19. Januar 2012) zu einem Event in New York eingeladen, für den man Neues zum Thema digitale Lehrbücher erwartet. Die Gerüchteküche brodelt wie gewohnt vor solchen Anlässen.
Barnes&Noble legt aber schon mal vor. Auf der Website zum Thema Textbooks findet man nicht nur neue und gebrauchte Lehrbücher zum Kaufen oder Mieten, sondern ebenfalls E-Books und eine Plattform namens  NOOKstudy zum Lesen und Bearbeiten von digitalen Lehrbüchern. “Natürlich” ist auch diese Plattform nur in den USA in vollem Umfang nutzbar. E-Books von B&N kann man nur mit einer Rechnungsadresse in den USA kaufen – aber immerhin lassen sich eigene Texte auf die Plattform hochladen. Dokumente im Format PDF oder EPUB kann man mit NOOKstudy lesen und annotieren.
Eine Verbindung zur App Nook for iPad gibt es noch nicht. Hier wird in den FAQ erklärt, dass Lehrbücher (noch) nicht auf dem iPad unterstützt werden. Dafür sei NOOKstudy für PC und Mac entwickelt worden. B&N setzt also auf das Notebook als Arbeitsgerät der Studierenden.

Dann sind wir mal gespannt, was Apple am 19. Januar präsentiert…

eReaders and Libraries

Tuesday, August 3rd, 2010

An der Ticer Digital Libraries à la carte 2010 in Tilburg habe ich über eReader und ihre Auswirkungen auf Bibliotheken gesprochen. Den Vortrag gibt es auf Englisch via Slideshare:

View more presentations from Rudolf Mumenthaler.

Es war interessant zu hören, dass sowohl in Dänemark (Royal Library) wie auch in den USA (z.B. an der NCSU) eReader (Kindle, iPad) mit E-Books bestückt und ausgeliehen werden. So wie ich das sehe, wäre das lizenztechnisch gesehen nicht erlaubt. Dieselbe Meinung vertritt auch ein Beitrag im Library Law Blog. Ich bin ja sonst auch für die “just-do-it”-Methode, aber bei lizenzierten E-Books würde ich das nicht wagen. Vielleicht erreichen wir ja in Lizenzverhandlungen mit Verlagen eine Einigung. Aber ich tendiere ohnehin eher darauf, dass wir als Bibliothek die Plattform bieten sollten, damit unsere Benutzer die E-Books in dem von ihnen gewünschten Format auf den E-Reader ihrer Wahl herunterladen können. Und die Vorstellung, dass eReader im Bibliothekssystem katalogisiert werden, finde ich auch etwas gewöhnungsbedürftig…

Und noch etwas zur Zukunft der dedizierten E-Book-Reader. Die massiven Preissenkungen bei Nook, Sony und letzte Woche beim Kindle zeigen, dass ihre Zukunft eher in einem Niedrigpreissektor liegt. Die auf E-Ink basierenden Reader können mit den multimedialen Fähigkeiten der Tablets nicht wirklich mithalten – ausser sie konzentrieren sich auf die Funktion, Bücher unterwegs zu lesen und bieten diese sehr günstig an. Dann müssten aber auch noch die E-Books billiger werden.


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