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Archiv für die ‘ Web 2.0 ’ Kategorie


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Marketing Libraries in a Web 2.0 World

Mittwoch, August 11th, 2010

In Stockholm hat am 7./8. August das Satellite-Meeting der IFLA-Konferenz zu “Marketing Libraries in a Web 2.0 World” stattgefunden. Ich konnte dort einen Vortrag über den Einsatz der Sozialen Medien an der ETH-Bibliothek als Case Study halten. Die Folien dazu sind auf Slideshare veröffentlicht:

Die Tagung hat wieder einmal gezeigt, dass sich Bibliotheken fast überall mit denselben Fragen beschäftigen. Neben einigen Vorträgen zu Forschungsarbeiten im Umfeld des Einsatzes von Web 2.0 gab es interessante Beispiele aus einzelnen Ländern. So zeigte der Vortrag von Moreno Barros, dass Twitter in Brasilien sehr weit verbreitet ist. Heather Moulaison und Eward Corrado forderten die Bibliotheken auf, ihre Policies zu Social Media zu veröffentlichen. Das werde ich mir in nächster vornehmen, denn die User haben einen Anspruch darauf zu wissen, wie mit ihren Kommentaren umgegangen wird, was auf einer bestimmten Plattform erlaubt ist und was nicht. Spannend auch der Vortrag von Lisa Hinchliffe aus Urbana-Champaign, die über den innovativen Ansatz von Marketing 2.0 sprach. Sie zeigte am Besipiel der Undergraduate Library der University of Illinois auf, wie besonders Twitter eingesetzt werden kann, um einen hohen Grad an Interaktion mit den Studierenden zu erreichen. Man soll bei den Tweets stets den User im Kopf haben, nicht die Bibliothek. Rajesh Singh von der Empora State University zeigte auf, dass es primär darum geht, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen (managing experience matters).  Wie einige weitere Sprecher adaptierte er bekannte Marketingkonzepte auf die Web 2.0-Welt. Ganz neue Wege geht das Kista Idea Lab in Schweden, das neue Konzepte im Umfeld einer öffentlichen Bibliothek ausprobiert. Und das sich der “user driven innovation” verschrieben hat.

Was habe ich konkret mitgenommen? Zunächst den Vorsatz eine Policy zu formulieren, dann mir die Hootsuite für Twitter einmal genauer anzuschauen. Und meinen Vortrag zu bearbeiten, da er im Tagungsband erscheinen soll…

Fragen zur Facebook-Nutzung in der Bibliothek

Montag, Juni 7th, 2010

Neulich habe ich von einer Bibliothek einen Fragenkatalog zum Einsatz von Facebook an der ETH-Bibliothek erhalten. Nachdem ich die Fragen beantwortet hatte, dachte ich, das könnte vielleicht noch andere interessieren. Et voilà. Hier kommen die Fragen und Antworten zu Facebook an der ETH-Bibliothek. Wer weitere Fragen hat, kann die sehr gerne hier im Blog als Kommentar oder auf unserer Facebook-Seite stellen!

1.) Was erwarteten Sie von der Präsenz in Facebook?
Wir hoffen, dass wir die Nutzer dort abholen können, wo sie sich aufhalten. Zudem erhoffen wir uns verstärkten Kontakt und Feedbacks. Nicht zuletzt vermitteln wir dadurch auch das Bild einer modernen Institution.

1.a) Haben Sie vor dem Start das Einverständnis von Unigremien (z.B. Öffentlichkeitsarbeit) eingeholt oder koordinieren Sie die Facebook-Präsenz mit anderen Unieinrichtungen?
An der ETH Zürich wird die Diskussion über den Einsatz sozialer Medien jetzt gerade geführt. Wir hoffen, dass wir unsere durchwegs positiven Erfahrungen in diese Diskussion einbringen können.

2.) Welche Meldungen/Themen kommen auf die Pinnwand?
Auf die Pinnwand kommen Aktuell-Meldungen zu neuen Angeboten, Schulungen, ausserordentlichen Schliessungen etc. Weiter werden mehrere Blogs (Spezialsammlungen Digital, Innovation@ETH-Bibliothek) auf Facebook gespiegelt (via Twitterfeed). Weiter gibt es Veranstaltungen, die im Facebook-Kalender eingetragen werden. Man sieht aufgrund der Reaktionen “gefällt mir”, dass Beiträge über originelle Inhalte am besten ankommen. Aber wir hatten bisher weder euphorische noch besonders kritische Reaktionen. Als Facebook den “I like”-Button einführte, steigerte sich die Interaktion mit den Benutzern spürbar. Die Hemmschwelle zur Reaktion und zum Kommentar ist dadurch stark gesunken.

3.) Wer in der Bibliothek macht in der Praxis die Facebook-Arbeit? Wer schreibt? Einzelperson, ein Team? Wie ist das organisiert?
Momentan macht das eine Person nebenbei. Wir beabsichtigen, die Aufgabe mit der Webredaktion in den allgemeinen Informationsfluss zu integrieren. Momentan werden z.B. die Veranstaltungen in Facebook separat eingetragen, da der Kalender hier mehr Möglichkeiten bietet als eine einfache Ankündigung.

4.) Gibt es Richtlinien für Reaktionen/Antworten auf Kommentare?
Wir haben da eigentlich keine negativen Erfahrungen. Wir würden nur offensichtlich Beleidigendes entfernen. Grundsätzlich versuchen wir auf (die seltenen) Fragen zu antworten, doch muss man die Diskussion nicht ewig weiter führen. Ich würde zum Grundsatz raten, dass man eine Anfrage beantwortet, dann aber weitere Fragen durchaus offen lassen kann. Die Aufmerksamkeit verlagert sich relativ rasch auf neue Themen. Zudem ist es auch opportun, dass Nutzer untereinander weiter diskutieren, ohne dass sich die Institution immer einschaltet.

4.a) Gab es bisher problematische Kommentare?
Nein. Ich hatte nur einmal eine Werbung von einem Unternehmen, das sich als Fan eingetragen hat. Die habe ich dann wie unten beschrieben behandelt…

4.b) Kann man Facebook-Nutzer, die durch Kommentare negativ aufgefallen sind, von der Kommentarfunktion ausschließen?
Technisch kein Problem, man kann die Person aus den Fans löschen und die Berechtigungen so setzen, dass nur Fans Kommentare schreiben können. Dies sollte aber eine absolute Notmassnahme sein. Die sozialen Medien leben vom spontanen Kommentar. Wenn man dies nicht aushält, sollte man es besser ganz bleiben lassen.

5.) Können die Fotos von Fans moderiert werden oder ist das nicht notwendig?
Man kann Fans die Berechtigung geben, Fotos zu posten. Ich nehme ja nicht an, dass Sie meinen, die Bibliothek solle Fotos von Fans moderieren. Ich habe allerdings einmal einen Mitarbeiter gefragt, ob er nicht sein Foto im Facebook-Profil ändern möchte. Er war da mit Drink in der Hand abgebildet und erschien so als Fan auf der Seite der ETH-Bibliothek…

6.) Wie sind die Privatsphäre-Einstellungen für die Organisiation gesetzt? (Falls es das bei “Organisationen” überhaupt gibt bzw. nötig ist…)
Sind nicht nötig. Die Organisation gibt ja nichts Privates preis. Allerdings ist eine Facebook-Seite jeweils an ein privates Profil gehängt, was nicht so toll ist.
Mit dem Veröffentlichen von Fotos sollte man etwas vorsichtig sein, da man so ziemlich alle Rechte an Facebook abtritt. Neulich hat eine Benutzerin darum gebeten, ihr Foto, dessen Publikation sie seinerzeit zugestimmt hatte, wieder zu entfernen. Das haben wir umgehend gemacht.

7.) Werden weitere Funktionen (Chat, … ) genutzt? Wenn ja, welche?
Chat kann man, wenn ich das richtig einschätze, nur als privater Anwender nutzen. Ich chatte also als Privatperson, nicht als ETH-Bibliothek.

8.) Kann man den Arbeitsaufwand abschätzen, der für Facebook notwendig ist?
Es ist nicht so viel. Zunächst muss man sich privat mit dem Tool vertraut machen. Das Einrichten einer Seite ist leicht. Manchmal überrascht Facebook mit neuen Funktionen oder verschwundenen Anwendungen. Der Aufwand beträgt bei uns ein bis zwei Stunden pro Woche, verteilt auf sehr kleine Portionen.

9.) Zum Schluss ganz allgemein: Welche Tipps würden Sie einer Facebook-Neuling-Bibliothek zum Start mit Facebook geben?
Just do it!
Und immer im Hinterkopf behalten, dass Facebook einfach ein Tool von vielen ist, das momentan einfach die grösste Reichweite hat. Man sollte nicht zu viel investieren. Es könnte sein, dass Facebook plötzlich komplett out ist und von einer anderen Plattform abgelöst wird.
Und man sollte Facebook (und Twitter) in die Gesamtkommunikation integrieren. Die sozialen Medien sind ein Kanal unter vielen.

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Umfrage zur Nutzung von Web 2.0-Diensten

Mittwoch, März 31st, 2010

Der Tipp kam von Mashable. In deren Blog wurden 5 Essential Apps for Your Business’s Facebook Fan Page vorgestellt. Bei einer davon ging es darum, wie eine Facebook-Seite mittels Umfragen oder Wettbewerb besser promotet werden kann. Ich habe nun via Wildfire Promotion Builder eine solche Umfrage erstellt – sinnvollerweise zum Thema Nutzung von Web 2.0-Diensten. Die Anwendung ist nicht kostenlos. Der Preis für die Publikation einer Umfrage oder eines Wettbewerbs richtet sich nach dem Funktionsumfang und der Laufzeit. Unsere Umfrage kostet etwas über 100$.

Natürlich ist es wichtig, den Fragebogen vor der Anwendung des Tools offline zu erarbeiten. In einer Webanwendung lässt sich der Fragebogen zusammenstellen. Geboten werden Module zu persönlichen Angaben (Name, Adresse, E-Mail, Alter, Geschlecht etc.) sowie Vorlagen für verschiedene Frage- und Antworttypen:

  • Textboxen für frei formulierte Antworten
  • Checkboxen zur Auswahl mehrerer Antworten
  • Listen zum Wählen einer Antwort

Screenshot des Wildfire Promotion Builder mit der Auswahl verschiedener Felder

Man kann Pflichtfelder definieren und Zwischentitel setzen. Das Tool selbst ist etwas störrisch, wenn man Fragen mit mehreren möglichen Antworten erstellen will. Nach mehrmaligen Versuchen klappte es am Ende doch. Anschliessend kann die Kampagne publiziert werden – nachdem man bezahlt hat. Der Fragebogen lässt sich als App in die Facebook-Seite integrieren. Bei entsprechender Einstellung gelangen Besucher der Facebook-Seite direkt auf die Umfrage-Seite. Zudem lassen sich der Link auf die Umfrage publizieren und/oder Widgets zur Einbettung in Webseiten generieren.

Am besten, Sie machen gleich bei der Umfrage mit, dann testen Sie die Anwendung unmittelbar aus Nutzersicht… Zur Umfrage

Share with AddToAny

Donnerstag, August 20th, 2009

Mit dem Dienst AddToAny lassen sich Webseiten einfach über eine Vielzahl von Diensten teilen. Hier ist der Versuch, den entsprechenden Button auf den spezifischen Blogbeitrag zu verlinken. Das funktioniert zwar, ist aber noch mit etwas viel Handarbeit verbunden…

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Vernetzung von Blogs, Facebook und Twitter

Freitag, Juli 3rd, 2009

Eigentlich ist es klar, dass die verschiedenen Web 2.0-Dienste so miteinander verknüpft sein sollen, dass man eine Mitteilung nur einmal schreibt und sie dann über die verschiedenen Kanäle publiziert wird. Das Unterfangen hat dann aber einige Tücken… 

Blogs nach Twitter exportieren

Mit dem Dienst Twitterfeed (www.twitterfeed.com) funktioniert die Synchronisierung mehrerer Blogs in einen beliebigen Twitterfeed problemlos. Man kann verschiedene Blogs sogar mit unterschiedlichen Präfixen kennzeichnen, so dass in Twitter ersichtlich ist, woher der Eintrag kommt. Twitterfeed generiert eine Kurzmeldung und eine Tiny-URL (http://tinyurl.com), die auf den Originalblogeintrag verweist.

RSS nach Twitter exportieren

Eigentlich gibt es dafür dieselbe Methode wie bei den Blogs, via Twitterfeed.com. Lange Zeit akzeptierte Twitterfeed jedoch das RSS-Format des Aktuell-Feeds der ETH-Bibliothek nicht. Mit dem letzten Update von Twitterfeed.com werden auch RSS-Feeds ohne Zeitstempel synchronisiert. Somit war ein erster Zwischenschritt erreicht: alle RSS-Feeds der ETH-Bibliothek werden automatisch in den Twitterfeed der ETH-Bibliothek www.twitter.com/ETHBibliothek gespiegelt.

RSS und/oder Twitter auf Facebook-Pages anzeigen

Eigentlich gibt es ja eine Twitter-Applikation für Facebook (http://apps.facebook.com/twitter/), mit deren Hilfe der nun generierte einheitliche Twitterfeed auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden könnte. Doch das User-Forum bestätigt meine eigenen frustrierenden Erfahrungen: Ein Twitterfeed kann nur auf der persönlichen Facebook-Seite angezeigt werden, nicht auf einer Unternehmensseite. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die Facebook-Applikation Notizen zu verwenden. Aber “Notizen” lässt nur einen einzigen RSS-Feed zu, der dann zusammen mit den manuell verfassten Notizen auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden kann. Es müsste aber doch jetzt funktionieren, dass ich den RSS-Feed von Twitter übernehme und in die Notizen importiere? Dieser Blogeintrag ist gerade der Test für diesen Weg. Falls es nicht klappt, weiss ich eine kompliziertere Variante, nämlich über eine Yahoo-Pipe. Mit Hilfe des Webdienstes http://pipes.yahoo.com lassen sich tatsächlich sehr komplexe Inhalte zu einem einzigen RSS-Feed bündeln, der sich dann (siehe oben) über Notizen in Facebook integrieren lässt. Aber das ist eigentlich ein allzu grosser Umweg für eine Schnittstelle zwischen Twitter und Facebook…

Nebraska: Second Life innerhalb der Universität

Freitag, Juni 12th, 2009

Advanced technology libraries berichtet in Vol. 38, No.6, dass die Case Western Reserve University in Cleveland als erste Universität eine eigene Second Life-Instanz in ihrem Netzwerk einrichten wird. Zusammen mit EDUCAUSE wurde die virtuelle Umgebung “Nebraska” eingerichtet, eine SecondLife-Variante als stand-alone Version hinter dem Firewall der Universität.

Bisher wurde SecondLife in der Case Western bereits eingesetzt, um interessierten Studierenden eine virtuelle Tour zu ermöglichen: http://admission.case.edu/secondlife.asp. Nebraska geht hier viel weiter: es soll eine virtuelle Plattform errichtet werden, die im Sommer als Beta-Version getestet und später im 2009 aufgeschaltet werden soll. Mehr dazu im Blog von Second Life und im Wired Campus der Case Western Reserve University

Kommunikation 2.0 – Erfahrungen der ETH-Bibliothek

Freitag, Juni 12th, 2009

Slides und Videos vom Vortrag von Rudolf Mumenthaler in der Zukunftswerkstatt #zw09 am Deutschen Bibliothekartag in Erfurt #bibtag09 sind jetzt online.

Thema: Erfahrungen der ETH-Bibliothek mit RSS-Feeds, Blogs, Facebook und Twitter.

Die Slides sind auf Slideshare aufgeschaltet:

View more OpenOffice presentations from Rudolf Mumenthaler.

Zudem gibt es ein Video (in drei Teilen), das auf dem Kanal zw090video auf Youtube aufgeschaltet worden ist. Hier Teil 1 eingebettet:

Und hier die Links zu den Teilen 2 und 3:
Kommunikation 2.0 – Teil 2
Kommunikation 2.0 – Teil 3

Herzlichen Dank dem Team der Zukunftswerkstatt für die Produktion des Videos.

Twittern als Trend am #bibtag09

Dienstag, Juni 9th, 2009

Patrick Danowski hat die Frage in seinem Beitrag am Deutschen Bibliothekartag so gestellt: Chatten Sie noch oder twittern Sie schon?
Tatsächlich war Twittern (nebst dem vorzugsweise dafür eingesetzten iPhone) der heimliche Star am #bibtag09. Wer sich über die Schreibweise wundert: Informationen zum Hashtag gibt es u.a. auf dem Fan-Wiki von Twitter. Was mir besonders auffällt: seit ich regelmässig twittere, vernachlässige ich meinen Blog. Insbesondere ersetzt Twitter bestens die Kurzrezensionen von anderen Blogs. Ich schreibe jetzt nicht mehr einen kurzen Kommentar mit Verweis auf den Blogeintrag, der die Nachrichtenquelle war, sondern “retweete” die Kurzmeldung. Dadurch wird nun Twitter (mit den entsprechenden Applikationen für den Desktop und Mobilgeräte) zum eigentlichen News-Ticker. Patrick Danowski hat an seinem Vortrag gesagt, twittern sei wie Radio hören. Man befindet sich in diesem Datenstrom, kann aber gezielt das herauspicken, was einen wirklich interessiert. Gleichzeitig funktioniert man aktiv auch wie eine Presseagentur, die Kurzmeldungen verfasst und in alle Welt verschickt oder auch Meldungen von anderen aufgreift und weiterleitet.

Die Auswahl der Sender ist dabei viel einfacher als beim Radio: Indem man z.B. auf Twitterfall oder auch bei Tweetdeck oder Seesmic die Anzeige der Feeds auf einen bestimmten Hashtag reduziert. Ich twittere auf jeden Fall weiter! Und bloggen werde ich auch weiterhin.

Wozu twittern?

Mittwoch, April 22nd, 2009

Ich habe im Januar einen eher zweifelnden Beitrag im Blog geschrieben und mich gefragt, wozu Twitter denn gut sein soll. Seither habe ich Twitter aktiv genutzt, und zwar mit rein professionellen (also bibliothekarisch-informationstechnologischen) Interessen. Fazit: mittlerweile ist Twitter der von mir mit Abstand am meisten genutzte Webdienst. Aber weshalb? Was ist an den 140 Zeichen so interessant?

Punkt 1: Netzwerk

Twitter eignet sich am besten, um sich schnell und unverbindlich ein professionelles Netzwerk aufzubauen. Jemandem auf Twitter zu folgen (follow) ist bedeutend einfacher und unverbindlicher als in Facebook Freund zu werden (und dann alle Intimitäten zu teilen). Wenn jemand zu persönlich wird oder zu viel quatscht, kann man ihn per Knopfdruck still und heimlich wieder “unfollowen”. Sein persönliches Netzwerk kann man übrigens mit dem Tool Twitnest wunderschön visualiseren.

Punkt 2: Up to date sein und bleiben

Twitter ist ein hervorragender News-Ticker. Seit ich Twitter systematisch einsetze, brauche ich meine RSS-Reader (Google Reader, Bloglines) viel seltener. Die mich interessierenden Blogs habe ich in Twitter abonniert, da vermutlich 90% der Blogger auch einen Twitterfeed füttern. Die neuesten Blogeinträge kommen also über den Twitterdienst automatisch rein. Richtig nett wird der Newsticker mit den geeigneten Tools (siehe Punkt 4).

Punkt 3: Reply and Retweet

Die Antwortfunktion versteht sich von selbst. Nützlich ist die Funktion Retweet (RT), mit der man interessante Posts weiterleitet. OK, das ist nicht gerade originell. Aber zur Verbreitung nützlicher Infos an seine Follower ein sehr gut geeignetes Mittel. Ein spannender Link, ein nützlicher Literaturtipp – einfach retweeten.

Punkt 4:nützliche Helfer

Damit das funktioniert, braucht man geeignete Helfer. Es gibt zahllose Tools für Twitter. Meine Favoriten:

- Hashtags: Man kann einen Begriff mit einem #-Symbol kennzeichnen, und der wird dann als sog. Hashtag gefunden. Zum Beispiel auf www.hashtags.org oder direkt in der Twittersuche lässt sich der Begriff suchen. Oder durch Klicken auf einen solchen Hashtag werden gleich die aktuellsten Twitterfeeds zum Thema angezeigt. So kann man z.B. die Twitterfeeds zu einem Kongress kennzeichnen: #elag09 und sich dann alle Posts anzeigen lassen.

- Twitterfeed: unentbehrlich, um RSS-Feeds und Blogs auf seinen Twitterfeed zu spielen. Nur mit dem Format des RSS-Feeds der Aktuell-Meldung der ETH-Bibliothek hat Twitterfeed noch Mühe..

- Twittervision: die Welt als Dorf. So intensiv habe ich das noch nie gesehen, wie bei der geografischen Visualisierung der Twitterströme.

- Twitterrific: wer nicht mobil twittert, ist nur ein halber Twitterer. Twitterrific ist mein ständiger Begleiter als Applikation auf dem iPhone. Es fehlt eigentlich nur die Funktion Retweet.

- Nambu: eine Alternative zu Twitterrific. Bietet zusätzlich auch die Funktion Retweet an. Für Mac und iPhone.

- AlertThingy: Eine Desktopoberfläche für den eigenen Twitterfeed. Jeder neue Twitterbeitrag einer Following-Person wird aktiv angezeigt. Damit wird Twitter zum Newsticker. Man kann nämlich auch die  Twitterfeeds von Zeitungen, Nachrichtendiensten etc. abonnieren. Achtung: Ablenkungsgefahr ist relativ gross, wenn es ständig blubbert und das Fenster aktualisiert.

- Seesmic: Noch eine Stufe verschärft: Hier lässt sich ein richtiges Cockpit mit Twitterfeeds anlegen. Besonders spannend: ich kann eine Suche abonnieren und das Ergebnis in einer Spalte stets aktualisiert anzeigen. Auch hier gilt: wer daneben noch arbeiten muss, sollte das Instrument nicht ständig einsetzen… Gibt es erst als Vorversion, lohnt sich aber schon jetzt.

Was Studis wirklich wollen

Montag, Februar 9th, 2009

Die Hamburger Bibliotheken haben diejenigen, “die später darunter zu leiden haben” nach ihren Wünschen bezüglich des künftigen Bibliothekskatalogs befragt und die Ergebnisse publiziert. Zwei Fokusgruppen mit 14 Studierenden wurden untersucht. Dabei wurden einige Wunschvorstellungen der Bibliothekare zerpflückt. Die Studierenden wünschten zum Beispiel keinen Einstieg nach Medientypen, sondern nach Themen. Wenig begeistert war man von persönlichen Listen, die für andere frei gegeben werden können. Auch die Möglichkeit Rezensionen zu schreiben oder Rezensionen z.B. aus Amazon zu integrieren, stiess auf wenig Gegenliebe. Sehr begrüsst wurde jedoch die Integration der Google Book Search und von Klappentexten, Inhaltsverzeichnissen etc. Mehr dazu im Beluga-Blog.


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