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Archiv für die ‘ Innovation ’ Kategorie


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Google-Gadget der ETH-Bibliothek

Freitag, September 24th, 2010

Das Wissensportal wird ubiquitär: Die ETH-Bibliothek hat ein Google-Gadget entwickelt, das nach dem Motto “reduce to the max” nichts ausser dem Suchschlitz des Wissensportals enthält. Dieses Widget lässt sich primär in personalisierte iGoogle-Seiten integrieren. Das funktioniert ganz einfach per Knopfdruck von der Google-Gadgets-Seite aus. Damit kann man das Wissensportal in seine iGoogle-Seite integrieren.

Doch das Google-Gadget kann noch viel mehr: es kann in jede beliebige Webseite eingebettet werden. Dazu wählt man auf der Detailseite des Gadgets den Link “dieses Gadget einbetten” und kommt auf eine Seite, auf der man die Grösse des Gadgets und den Rahmen anpassen kann. Anschliessend wird der entsprechende Code generiert, den man auf einer Webseite einfügt. Voilà – das Wissensportal ist von hier aus zugänglich (wie im rechten Frame dieser Seite zu sehen ist). Nach Eingabe eines Suchbegriffs – natürlich in der einfachen Suche – kommt man direkt auf die Trefferliste im Wissensportal und kann dort die Suchergebnisse verfeinern, ansehen, abspeichern und z.B. auf Delicious teilen.

Das Gadget ist somit bestens dazu geeignet, das Wissensportal überall verfügbar zu machen. Dachten wir früher (im Projekt MyLibrary) noch daran, ein eigenes personalisierbares Portal anzubieten, wird diese Vision mit Hilfe des Gadgets ganz neu belebt und umgesetzt. Also, liebe Webmasters, kopiert den Code und fügt unseren Suchschlitz eurer Webseite hinzu – und der Zugriff auf über 28 Millionen Dokumente (für ETH-Angehörige) ist nur noch einen Klick entfernt. Und vergesst nicht, das Gadget zu bewerten!

Das Wissensportal der ETH-Bibliothek ist online

Sonntag, Juni 27th, 2010

Die ETH-Bibliothek hat einen neuen Internetauftritt. Das Wissensportal bietet mit moderner Suchmaschinentechnologie einen völlig neuen Zugang zu den vielfältigen Informationsressourcen. Über das in die neue Website integrierte zentrale Suchfeld erhalten Sie direkten Zugriff auf rund 27 Millionen Dokumente: auf Bücher aus dem Bibliotheksverbund NEBIS, auf Volltexte aus der ETH E-Collection, retro.seals.ch oder der Artikeldatenbank DADS, auf lizenzierte E-Books, Bilder aus Bildarchiv Online oder Videos aus dem Multimedia Portal der ETH Zürich.

Ihre Meinung interessiert uns. Hier im Blog können Sie uns mitteilen, was Ihnen gefällt oder was Ihnen nicht gefällt. Vermissen Sie wichtige Funktionen? Auch Ihre Wünsche und Anregungen für die Weiterentwicklung des Wissensportals nehmen wir gerne auf.

Fragen zur Facebook-Nutzung in der Bibliothek

Montag, Juni 7th, 2010

Neulich habe ich von einer Bibliothek einen Fragenkatalog zum Einsatz von Facebook an der ETH-Bibliothek erhalten. Nachdem ich die Fragen beantwortet hatte, dachte ich, das könnte vielleicht noch andere interessieren. Et voilà. Hier kommen die Fragen und Antworten zu Facebook an der ETH-Bibliothek. Wer weitere Fragen hat, kann die sehr gerne hier im Blog als Kommentar oder auf unserer Facebook-Seite stellen!

1.) Was erwarteten Sie von der Präsenz in Facebook?
Wir hoffen, dass wir die Nutzer dort abholen können, wo sie sich aufhalten. Zudem erhoffen wir uns verstärkten Kontakt und Feedbacks. Nicht zuletzt vermitteln wir dadurch auch das Bild einer modernen Institution.

1.a) Haben Sie vor dem Start das Einverständnis von Unigremien (z.B. Öffentlichkeitsarbeit) eingeholt oder koordinieren Sie die Facebook-Präsenz mit anderen Unieinrichtungen?
An der ETH Zürich wird die Diskussion über den Einsatz sozialer Medien jetzt gerade geführt. Wir hoffen, dass wir unsere durchwegs positiven Erfahrungen in diese Diskussion einbringen können.

2.) Welche Meldungen/Themen kommen auf die Pinnwand?
Auf die Pinnwand kommen Aktuell-Meldungen zu neuen Angeboten, Schulungen, ausserordentlichen Schliessungen etc. Weiter werden mehrere Blogs (Spezialsammlungen Digital, Innovation@ETH-Bibliothek) auf Facebook gespiegelt (via Twitterfeed). Weiter gibt es Veranstaltungen, die im Facebook-Kalender eingetragen werden. Man sieht aufgrund der Reaktionen “gefällt mir”, dass Beiträge über originelle Inhalte am besten ankommen. Aber wir hatten bisher weder euphorische noch besonders kritische Reaktionen. Als Facebook den “I like”-Button einführte, steigerte sich die Interaktion mit den Benutzern spürbar. Die Hemmschwelle zur Reaktion und zum Kommentar ist dadurch stark gesunken.

3.) Wer in der Bibliothek macht in der Praxis die Facebook-Arbeit? Wer schreibt? Einzelperson, ein Team? Wie ist das organisiert?
Momentan macht das eine Person nebenbei. Wir beabsichtigen, die Aufgabe mit der Webredaktion in den allgemeinen Informationsfluss zu integrieren. Momentan werden z.B. die Veranstaltungen in Facebook separat eingetragen, da der Kalender hier mehr Möglichkeiten bietet als eine einfache Ankündigung.

4.) Gibt es Richtlinien für Reaktionen/Antworten auf Kommentare?
Wir haben da eigentlich keine negativen Erfahrungen. Wir würden nur offensichtlich Beleidigendes entfernen. Grundsätzlich versuchen wir auf (die seltenen) Fragen zu antworten, doch muss man die Diskussion nicht ewig weiter führen. Ich würde zum Grundsatz raten, dass man eine Anfrage beantwortet, dann aber weitere Fragen durchaus offen lassen kann. Die Aufmerksamkeit verlagert sich relativ rasch auf neue Themen. Zudem ist es auch opportun, dass Nutzer untereinander weiter diskutieren, ohne dass sich die Institution immer einschaltet.

4.a) Gab es bisher problematische Kommentare?
Nein. Ich hatte nur einmal eine Werbung von einem Unternehmen, das sich als Fan eingetragen hat. Die habe ich dann wie unten beschrieben behandelt…

4.b) Kann man Facebook-Nutzer, die durch Kommentare negativ aufgefallen sind, von der Kommentarfunktion ausschließen?
Technisch kein Problem, man kann die Person aus den Fans löschen und die Berechtigungen so setzen, dass nur Fans Kommentare schreiben können. Dies sollte aber eine absolute Notmassnahme sein. Die sozialen Medien leben vom spontanen Kommentar. Wenn man dies nicht aushält, sollte man es besser ganz bleiben lassen.

5.) Können die Fotos von Fans moderiert werden oder ist das nicht notwendig?
Man kann Fans die Berechtigung geben, Fotos zu posten. Ich nehme ja nicht an, dass Sie meinen, die Bibliothek solle Fotos von Fans moderieren. Ich habe allerdings einmal einen Mitarbeiter gefragt, ob er nicht sein Foto im Facebook-Profil ändern möchte. Er war da mit Drink in der Hand abgebildet und erschien so als Fan auf der Seite der ETH-Bibliothek…

6.) Wie sind die Privatsphäre-Einstellungen für die Organisiation gesetzt? (Falls es das bei “Organisationen” überhaupt gibt bzw. nötig ist…)
Sind nicht nötig. Die Organisation gibt ja nichts Privates preis. Allerdings ist eine Facebook-Seite jeweils an ein privates Profil gehängt, was nicht so toll ist.
Mit dem Veröffentlichen von Fotos sollte man etwas vorsichtig sein, da man so ziemlich alle Rechte an Facebook abtritt. Neulich hat eine Benutzerin darum gebeten, ihr Foto, dessen Publikation sie seinerzeit zugestimmt hatte, wieder zu entfernen. Das haben wir umgehend gemacht.

7.) Werden weitere Funktionen (Chat, … ) genutzt? Wenn ja, welche?
Chat kann man, wenn ich das richtig einschätze, nur als privater Anwender nutzen. Ich chatte also als Privatperson, nicht als ETH-Bibliothek.

8.) Kann man den Arbeitsaufwand abschätzen, der für Facebook notwendig ist?
Es ist nicht so viel. Zunächst muss man sich privat mit dem Tool vertraut machen. Das Einrichten einer Seite ist leicht. Manchmal überrascht Facebook mit neuen Funktionen oder verschwundenen Anwendungen. Der Aufwand beträgt bei uns ein bis zwei Stunden pro Woche, verteilt auf sehr kleine Portionen.

9.) Zum Schluss ganz allgemein: Welche Tipps würden Sie einer Facebook-Neuling-Bibliothek zum Start mit Facebook geben?
Just do it!
Und immer im Hinterkopf behalten, dass Facebook einfach ein Tool von vielen ist, das momentan einfach die grösste Reichweite hat. Man sollte nicht zu viel investieren. Es könnte sein, dass Facebook plötzlich komplett out ist und von einer anderen Plattform abgelöst wird.
Und man sollte Facebook (und Twitter) in die Gesamtkommunikation integrieren. Die sozialen Medien sind ein Kanal unter vielen.

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2. Rang für Kai Jauslin beim Elympics Code Competition von Ex Libris

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Kai Jauslin, Mitarbeiter des Bereichs Prozesse und IT der ETH-Bibliothek, hat für seinen Primo SOLR Adapter für die Websuche den zweiten Preis bei der von Ex Libris ausgeschriebenen Elympics erreicht. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wurden bis März 2010 45 Code Erweiterungen auf der kollaborativen Plattform von Ex Libris veröffentlicht. Die Jury um Marshall Breeding, Sebastian Hammer, Andrew MacFarlane und Yohanan Spruch erkor als Gewinner des ersten Preises Maccabee Levine von der University of Wisconsin für sein “Related Items Bookshelf”, einer Erweiterung des Voyager Systems.

Auf den zweiten Rang kam Kai Jauslin. Sein Websuche-Adapter für Primo löst das Problem, dass Primo inhaltsbezogene Webseiten weder absuchen noch verwalten kann und deshalb jede Bibliothek wichtige Bibliotheksinhalte zusätzlich in einem Web-Content Management System ablegt. Der Adapter baut eine Brücke zwischen Primo und inhaltsbezogenen externen CMS, welche sich mit Solr absuchen lassen. Dadurch können die Benutzer wichtige Inhalte wie z.B. Öffnungszeiten, Standorte etc. auch mit Primo finden. Eine seperate Web-Suche (Normalfall für alle CMS) entfällt. Des Weiteren öffnet der Adapter die Möglichkeit, strukturell nicht anders integrierbare Inhalte (Bsp. zur geographischen Suche mit Solr+Erweiterungen) auf sehr einfache Weise in Primo zu integrieren.

Mit dieser Erweiterung kann im Wissensportal der ETH-Bibliothek (und natürlich auch anderen Primo-Anwendungen) künftig auch innerhalb von Webseiten gesucht werden. Auf dem Weg zum integrierten Wissensportal war dies natürlich eine wichtige Erweiterung. Die User werden also neben Treffern aus den über Pipes angeschlossenen Ressourcen (Bildarchiv Online, Videoportal Replay, Zeitschriftenplattform retro.seals.ch) auch einzelne Webseiten aufrufen können. Eine Suche nach Albert Einstein ergibt somit auch Treffer von der Online-Edition von Dokumenten Albert Einsteins (Einstein Online) oder vom Porträt des Monats über Albert Einstein.

Screenshot vom Wissensportal (Aufschaltung am 25. Juni 2010) mit den Treffern aus der Websuche zu Albert Einstein

Mehr Informationen findet man in der Pressemitteilung von Ex Libris und im Wiki über den Primo CMS Solr Websearch Adaptor.

Doch kein Jahr der Tablets? Slate und Courier eingestellt.

Freitag, April 30th, 2010

Noch vor zwei Wochen habe ich an der Inetbib vom Jahr der Tablets gesprochen mit angeblich gegen 40 angekündigten Devices in 2010. Nun haben zwei der prominentesten iPad-Konkurrenten offenbar die Segel gestrichen. Dies keinen Monat nach der Lancierung des iPad. Das kann kein Zufall sein. Bei Microsofts ambitionierten Courier-Projekt scheint die Einstellung beschlossene Sache, wie Gizmodo gestern berichtete. Aber auch beim HP Slate verdichten sich die Gerüchte. Im Artikel von TechCrunch wird vermutet, dass HP mit Windows 7 und den Intel-Prozessoren nicht zufrieden sei.

Weshalb kommt das Aus wohl so schnell nach dem Markteintritt des iPad? Gibt man den Tablets insgesamt keine Chance? Klar hat das iPad noch einige Schwächen, wie es für ein Gerät der ersten Generation durchaus üblich ist. Ob sich das Zwischending zwischen Smartphone und Notebook im Alltag durchsetzen kann, wird sich noch zeigen. Aber ich glaube nicht recht, dass geringe Marktchancen für Tablets insgesamt zur Aufgabe der beiden Projekte geführt haben. Man liest, dass insbesondere HP mit Windows 7 als Betriebssystem nicht zufrieden sei und es mit dem neu aufgekauften OS von Palm versuchen wird. Denn tatsächlich hat Apple die Latte bezüglich mit dem eigenen Prozessor und dem Betriebssystem die Latte sehr hoch gelegt, was Performance (vor allem beim superschnellen Aufstarten) und Energieeffizienz betrifft. Das dürfte nicht leicht zu toppen sein!

eBooks: PDF-Revival dank iPad?

Dienstag, April 27th, 2010

Das Pdf ist tot, lang lebe das Pdf! Während ich die verschiedenen dedizierten eReader testete, gelangte ich zur Überzeugung, dass als eBook-Format eigentlich nur das EPUB eine Zukunft hat. Die meisten Reader sind für die Anzeige von PDF-Dokumenten zu klein oder bieten zu wenig Funktionen, wie z.B. Vergrössern eines Ausschnitts. Um ein belletristisches Werk auf einem eReader oder einem Smart Phone zu lesen, eignet sich das EPUB eigentlich ideal. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass das EPUB gerade im naturwissenschaftlichen Umfeld auf enge Grenzen stösst, sobald es um die Darstellung von Formeln, Tabellen, farbigen Grafiken und ähnlichem geht.

Und jetzt kommt also das iPad, das sich gegenüber offenem EPUB (noch) verschlossen zeigt, dafür hervorragend mit PDF umgehen kann. Das beginnt bei der Anzeige, dem Rendering des Dokuments beim Zoomen in Ausschnitte, der Darstellung farbiger Inhalte auf dem 9.7-Zoll-Bildschirm, der für ein A4-Pdf wie geschaffen ist. Das geht weiter mit dem Handling der Dateien, für die es schon zu Beginn sehr nützliche Applikationen gibt, wie z.B. den GoodReader. Damit lassen sich PDF-Dokumente von Webseiten herunterladen und verwalten. Mit iAnnotate PDF kann man – zumindest ansatzweise – auch PDF-Dokumente bearbeiten (annotieren, markieren etc.).

Diese Ausgangslage ist in mehrfacher Hinsicht interessant, vor allem für eBooks im wissenschaftlichen Umfeld sowie für Zeitungen.

Use Case wissenschaftliche eBooks: das aktuelle Angebot der Wissenschaftsverlage kam mir mit dem Modell kapitelweiser PDF-Dokumente zum Download aus dem Hochschulnetzwerk ziemlich veraltet vor. Nun zeigt sich, dass genau dies vom iPad bestens unterstützt wird: es ist VPN fähig, wodurch sich wie vom PC im Büro aus auf die mit IP-Range geschützten Inhalte der Verlage zugreifen lässt. Beim PDF entfallen alle Probleme mit Layout, Darstellung von Grafiken, Formeln etc. Ich kann mir parallel (noch besser, wenn das iPad Multitasking unterstützte…) Notizen machen und Textpassagen oder Screenshots in ein Textdokument einfügen. Eindeutiger Vorteil beim PDF gegenüber dem EPUB.

Screenshot: Zugriff auf eBooks von SpringerLink via GoodReader und VPN

Use Case Zeitungen: eigentlich habe ich die ePapers als Auslaufmodell eines digitalen Angebots belächelt. Ich meine, heute hat doch jede Zeitung ein umfassendes Webangebot, das ich auch schnell per iPhone konsultieren kann. Kleiner Wermutstropfen: in der Regel enthält das Webangebot nicht sämtliche Inhalte der gedruckten Zeitung. Als Pendler bin ich darauf angewiesen, dass mir die abonnierte Tageszeitung am Morgen früh nach Hause geliefert wird. Dank dem ePaper und dem iPad wird es mich künftig nicht mehr ärgern, wenn die Zeitung noch nicht im Briefkasten war. Ich verbinde mich mit dem WLAN und lade nach dem Einloggen die 25 MB grosse PDF-Datei auf mein Gerät (am besten via GoodReader, dann bleibt es lokal gespeichert). Und im Zug kann ich durch die Zeitung blättern, Ausschnitte vergrössern – und mir auch schnell einen Screenshot von einer interessanten Seite oder einem Beitrag machen, den ich anschliessend auch per Mail verschicken kann oder mir im Büro auf den PC laden kann. Natürlich sind tägliche Downloads von 25MB nicht gerade ideal, wenn ich keine Flatrate oder keinen Zugriff auf freies öffentliches WLAN habe. Aber für die Anwendung unterwegs – gerade auch, wenn ich im Ausland bin – ist das mehr als eine Notlösung.

Screenshot: die Startseite des Tages-Anzeigers als ePaper

Beim ePaper würde ich mir jetzt einfach noch einen einfacheren Bezug wünschen, so dass mir auf Wunsch die Zeitung ungefragt in den virtuellen Briefkasten gelegt wird und das tägliche Einloggen und Auswahlprozedere entfällt…
Es würde mich interessieren, ob andere diese Einschätzung mit mir teilen – nutzt doch einfach die Kommentarfunktion, falls ihr eure Meinung dazu äussern möchtet. Herzlichen Dank!

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iPad im Praxistest – Zusammenfassung (Update)

Montag, April 26th, 2010

Hier eine kurze Zusammenfassung der vier Blogbeiträge zum Praxistest des iPads. Die Möglichkeiten der Multitouch-Technologie kennt man mittlerweile vom iPhone. Der 9.7 Zoll grosse Bildschirm wirkt brillant und eignet sich sehr gut zur Darstellung von Webseiten, Videos und vielem mehr (Games habe ich noch keine getestet). Überwältigend ist die Performance beim Aufschalten (in 2.5 Sekunden) und bei der Darstellung grafischer Inhalte.
Als eReader bietet das iPad die Software Kindle für iPad und in den USA die App iBooks von Apple mit der Verbindung zum Bookstore. Eigene Inhalte können als EPUB via iTunes mit iBooks synchronisiert werden. (Korrektur vom 8.5.2010)
Dafür wird eine iPad-Version von Stanza schmerzlich vermisst. Die Darstellung von Buchseiten (auch farbige) und Blätterfunktion sind erwartungsgemäss toll, allerdings nicht bei besonders heller Umgebung. Bei Copyright geschützten eBooks können keine Textstellen herauskopiert werden.
Zum Bearbeiten von Inhalten bietet Apple die Apps Pages (Texte), Keynote (Präsentationen) und Numbers (Tabellen) an, die mit einem neuen Interface überzeugen, das auf die Multitouch-Oberfläche zugeschnitten ist. Inhalte lassen sich über die Apple-Plattform iWork.com mit anderen Nutzern teilen.
Für die Nutzung wissenschaftlicher Inhalte bieten einzelne Applikationen sehr brauchbare Lösungen, allen voran GoodReader. Damit lassen sich Worddokument und Pdf-Files verwalten und teilen. Mit GoodReader kann man Inhalte aus Online-Plattformen wie GoogleDocs, Dropbox oder iDisk bearbeiten.

Fazit: Die oft erwähnten fehlenden Elemente vermisst man tatsächlich: USB-Schnittstelle, Kamera, Flash-Unterstützung. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abschottung durch Apple gegenüber anderen Plattformen. Mit dem iPad muss man sich zwangläufig im Apple-Universum bewegen. Insgesamt überzeugt das iPad als superschnelles mobiles Zusatzgerät, sei es zum Lesen und Schreiben von Texten unterwegs, zum Lesen von eBooks oder wissenschaftlicher Literatur. Gegenüber allen eReadern hat das iPad entscheidende Vorteile bei der Nutzung von Pdf-Dokumenten, wodurch es beim Einsatz im Hochschulumfeld klar zu bevorzugen ist. Es ist damit zu rechnen, dass ähnlich wie beim iPhone zahlreiche Apps entwickelt werden, die für heute noch nicht vorstellbare zusätzliche Anwendungen sorgen werden.

Und hier findet man die einzelnen Beiträge:

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iPad im Praxistest (Teil 3)

Freitag, April 23rd, 2010

Das #iPad als eReader

Viel geschrieben wurde auch schon über das iPad als eReader. Meine Einschätzung: Lesen kann man die eBooks bestens. Sowohl iBooks wie Kindle für iPad bieten gute Funktionalitäten zum Blättern, zeigen die Texte und Bilder (in iBooks) brilliant an. Die Animationen zum Blättern sind wirklich hübsch. Auch im Freien kann man gut lesen, wobei der Bildschirm bei grellem Sonnenlicht an seine Grenzen stößt. Unterwegs im Zug oder Flugzeug wird das ein großes Vergnügen sein. Aber wer es sich zu Hause auf dem Sofa gemütlich macht, um ein Buch zu lesen, wird dafür bestimmt ein gedrucktes Buch bevorzugen.

Apples Plattform für die eBooks soll ja die Applikation iBooks sein. Diese und den damit verbundenen Bookstore gibt es momentan erst in den USA. Ich konnte die App trotzdem schon testen. Mein Fazit: iBooks ist als geschlossenes System eher einfach ein Verkaufsinstrument für den Bookstore. Anders als bei iTunes, das seinerzeit zunächst als reine Rip- und Verwaltungssoftware für digitalisierte CDs eingeführt worden war, steht bei iBooks zum Vornherein der Verkauf im Vordergrund. Ich kann keine eigenen Dokumente laden. Es gibt im Bookstore zwar auch kostenlose Klassiker, aber der Weg führt immer über den Store. Das sieht, wie schon gesagt, hübsch aus, ist aber ein klassischer Fall von Vendor-Lockin. Nur so zur Erinnerung: iTunes war seiner Zeit als Software zur Verwaltung der eigenen CDs und zum Rippen eingeführt worden, der iTunes Store kam erst viel später. iBooks bietet nur den Store. Eigene Dokumente schaffen es nicht via iBooks auf das iPad. Achtung, Korrektur: offenbar kann man doch eigene eBooks im EPUB-Format aufs iPad laden. Es heißt im App Store: “You can also drag any ePub files from other sources into your iTunes Library and sync your iPad with your computer.” (Nachtrag vom 8.5.2010)

Screenshot: das mitgelieferte eBook Winnie-the-Pooh in der App iBooks

Das Gleiche muss man von der App Kindle sagen. Auch hier kann ich zwar die im Kindle-Store gekauften eBooks wunderbar lesen – allerdings nur schwarz/weiss – aber andere Inhalte lassen sich damit nicht darstellen.

Nur über Stanza kann ich eigene eBooks im Format EPUB aufs iPad laden. Man kann in den gekauften Büchern tatsächlich keine Textpassagen kopieren, nur highlighten oder kommentieren. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Kindle App. Bei den kostenlos erhältlichen Büchern im iBookstore ist dann allerdings die Kopierfunktion aktiv. Bei diesen Werken kann man sich also Textpassagen herauskopieren und in ein Textdokument einfügen.

Mit der App Stanza in der iPhone-Version geht das Kopieren und Einfügen in ein Textdokument (in Pages) in jedem Fall. Anschliessend wiederum kann das Dokument über iWork (www.iwork.com – eine Plattform von Apple) synchronisiert werden. Es lässt sich als Word oder PDF exportieren und auch per Mail austauschen. Dabei kann man das Dokument für eine andere Person frei geben, die es dann im gewünschten Format herunterladen kann.

Ich habe schon früher gesagt, dass ich die Anwendung zum Lesen von Zeitungen und Zeitschriften für entscheidender halte als diejenige für eBooks. Noch stehen keine nennenswerten deutschsprachigen Inhalte zur Verfügung. Ich habe USA Today installiert, und da kommen die Vorzüge des brillanten Bildschirms zum Tragen. Hier wird noch einiges auf uns zukommen. Aber man kann auch einfach die Online-Ausgabe einer Tageszeitung im Browser lesen. Auch das kommt sehr gut zur Geltung, wie der Versucht mit verschiedenen Tageszeitungen zeigt. Kleine Anpassungen im Stylesheet sollten genügen, um die Webseiten voll iPad fähig zu machen….

> weiter zum Teil 4

iPad im Praxistest (Teil 2)

Freitag, April 23rd, 2010

Apps fürs #iPad

Einige Applikationen sind bereits vorinstalliert: Notizen, Kalender, Mail, Safari, Maps, iPod, Videos, Youtube… Aber kein Rechner, keine Uhr, wie beim iPhone – und natürlich auch kein Telefon und SMS.

Es sind schon viele Apps im App Store verfügbar, von denen ich einige installiert und ausprobiert habe: Kindle, Pages, Keynote, Papers, Twitteriffic, Twittelator, iAnnotate PDF, GoodReader, USA Today. Natürlich gibt es bereits viele Spiele, die vom schnellen Prozessor und dem brillanten Bildschirm profitieren. Auch als Musikinstrument steht dem iPad eine rosige Zukunft bevor…

Die Zahl der verfügbaren Apps steigt täglich an, viele gibt es aber erst in der iPhone-Version. Sie laufen zwar auf dem iPad, wirken aber wie eine schwache Emulation und gehen entweder auf dem brillanten Bildschirm fast verloren oder werden bei doppelter Grösse verpixelt. Das kann nur eine Übergangslösung sein für so zentrale Anwendungen wie Facebook, Stanza (!), iDisk (von Apple selbst….), Dropbox, Skype (da stört es noch am wenigsten) und viele andere. Liebe Leute von Lexcycle/Amazon und von Apple: wenn das iPad für die Nutzung von eBooks eingesetzt werden soll, müsst (!) ihr unverzüglich Stanza fürs iPad bringen.

Die Apple-Produkte Pages und Keynote aus der iWork-Suite kosten je 9.99$, sind aber eine wirklich lohnende Anschaffung. Die Möglichkeiten der Interaktion mit der Multitouch-Technologie werden hier sehr gut ausgenutzt. Beide Applikationen bieten praktisch den vollen Funktionsumfang. Wer seine Keynote-Präsentation ab iPad machen will und z.B. den integrierten Laserpointer einsetzen will, braucht allerdings das entsprechende Verbindungskabel. Pages wiederum ist momentan klar das beste Tool, um auf dem iPad Texte zu verfassen, zu formatieren und dann mit seinem PC und/oder mit Kollegen zu teilen.

Fast alle der genannten Apps bieten im Querformat erweiterte Ansichten an, z.T. mit einem zweiten Fenster oder mit einer zusätzlichen Vorschau. Sehr hübsch ist das bei Twittelator gelöst, der in der iPad-Version mein absoluter Favorit bei den Twitter-Clients ist.

Screenshot: Twittelator in der iPad-Version

Eine negative Überraschung ist, dass GoogleDocs nicht im Schreibmodus funktioniert. Man wird auf die mobile Version umgeleitet, die nur den Lesemodus erlaubt. Ich hoffe schwer, dass dies nur eine kurze Übergangsphase ist, denn für die Nutzung der Dokumente unterwegs wäre GoogleDocs absolut zentral. Ich schätze ohnehin, dass das iPad kein Ersatz, sondern eine supermobile Ergänzung zum PC sein wird. Und da ist es entscheidend, dass man die Dokumente in der Wolke ablegen kann. Auch Dropbox ist eine entsprechend wichtige App.
Über das Fehlen von Flash wurde schon viel geschrieben. Konkret bedeutet dies, dass außer mit der App Youtube kaum Videos online angesehen werden können. Auch Dienste wie Blip.fm funktionieren nicht. Erstaunlicherweise wird aber eine Präsentation auf SlideShare angezeigt. Obschon der Newsletter von SlideShare eine Lösung erst für die Zukunft in Aussicht gestellt hat.

> weiter zum Teil 3

iPad im Praxistest (Teil 1)

Freitag, April 23rd, 2010

#iPad, Teil 1: die Hardware

Der erste Eindruck verschiedener Personen: “wow! ideales Format;” “der ist aber schwer!” “ist der leicht!” – Man ist sich nicht immer einig, aber der Faszination des iPad kann man sich kaum entziehen. Rund um das Gerät wurde schon viel geschrieben. Die technischen Daten findet man auf der Homepage von Apple. Positiv fällt die lange Laufzeit des Akku auf (um die 10 Stunden bei Vollbetrieb). Den Touchscreen mit der Multitouch-Funktionalität kennt man vom iPhone, nur ist er nun so groß (9.7 Zoll), dass derjenige des iPhone im Vergleich geradezu winzig wirkt.

Was mich fast umhaut, ist die Geschwindigkeit des iPad: ohne Verzögerung startet das Gerät und ist in Sekundenbruchteilen betriebsbereit. Bis der Homescreen bereit ist, dauert es (inklusive Entriegeln, aber ohne Code-Eingabe) handgestoppte 2.3 Sekunden. Im Vergleich zu meinem aktuellen PC (4:30 Minuten oder 270 Sekunden) ist das ein Faktor 100 schneller! Das bringt einen riesigen Vorteil gegenüber PC und Notebook, und der könnte spielentscheidend sein. Schon bisher nutzte ich für kurze Ausflüge ins Web lieber das iPhone als den PC. Und mit dem iPad wird das noch verstärkt der Fall sein, da bin ich mir ganz sicher. Mittlerweile lese ich während des Aufstartens des PCs die neusten Twittermeldungen auf dem iPad.
Die Performance des Browsers ist enorm hoch. Normale Webseiten werden sehr schnell aufgerufen und brillant dargestellt. Bsp: Tagesanzeiger und NZZ online oder das Wissensportal der ETH-Bibliothek (zumindest die Testversion…). Speziell präparierte mobile Seiten braucht es für das iPad nicht.

Die erste lieferbare Generation iPads verfügt nur über WiFi, aber keine 3G-Verbindung. Die Modelle mit beiden Verbindungsmöglichkeiten sollen Ende April ausgeliefert werden. Wer sein Gerät in den USA bestellt, könnte die 3G-Version in Europa vermutlich ohnehin nicht nutzen, so wie das mit den US-Modellen des Kindle der Fall war. Allerdings verfügt die 3G-Version offenbar über einen Fach für eine Micro-SIM-Karte, die sich demnach wohl austauschen lässt. Aber ich würde das Risiko nicht eingehen und bis Ende Mai warten, bis alle Modelle auch i n Europa erhältlich sind. Wer denkt, dass es keinen großen Unterschied mache, ob das iPad mit oder ohne SIM-Karte läuft, irrt sich gewaltig. Ich hatte vor dem iPhone einen iPod Touch. Damit musste ich mir jeweils am Bahnhof oder in den Städten einen Platz suchen, wo ich drahtlosen und hoffentlich kostenlosen Netzzugang hatte. Es gibt keine Push-Dienste, kein SMS. Erst mit dem iPhone wurde das Web für mich zum ständigen Begleiter. Für mich bedeutet dies reales “ubiquitous Computing”. Und so wird es auch mit dem iPad mit (respektive eben ohne) 3G-Modul sein. Ach ja, noch ein kleiner Wermutstropfen, den uns Steve da einschenkt: Tethering funktioniert nicht vom iPad zum iPhone. Man kann also das iPhone nicht als Modem unterwegs nutzen. In den User-Foren hat dies schon zu hitzigen Diskussionen geführt. Es kursiert eine Mail mit der Antwort von Steve Jobs, das mit zwei Buchstaben auf die Frage antwortet, ob es Tethering für das iPad gebe: “NO”.
Deshalb: es lohnt sich, auf die Variante mit 3G zu warten. Oder sich nach Alternativen umzusehen… Wobei die Preismodelle für die benötigten Telecom-Dienste noch nicht bekannt sind.

Wer nicht bis Ende Mai warten mag, kann das iPad auf verschiedenen Kanälen in den USA besorgen. In der Schweiz hat Digitec einige Geräte als Grauimport für einen stolzen Preis angeboten 799 Fr. für die 16GB-Variante. Ich habe mein iPad über den Dienst usunlocked direkt in den USA gekauft. Allerdings versucht Apple diese Weiterverkäufe zu unterbinden, und gemäß neustem Blogeintrag von usunlocked wurden diese Bestellungen jetzt von Apple storniert. Dann bliebe wohl nur der Weg über einen Bekannten in den USA, der das iPad selber kauft und dann nach Europa schickt…

Die virtuelle Tastatur ist besonders im Querformat erstaunlich gross, und sie passt sich der Umgebung an. Doch mit Zehnfingersystem ist nichts auf der virtuellen Tastatur des iPad. Es fehlen die Auflagefläche zum Abstützen der Handballen und die Rückmeldung der Tastatur. Zudem ist die Tastatur sehr sensibel, was beim Blindschreiben zu vielen Vertippern führt. Man kann relativ fehlerfrei mit zwei Fingern schreiben, das klappt ganz gut. Es ist Ehrensache, dass dieser gesamte Blogbeitrag auf dem iPad geschrieben wurde (in Pages und dann WordPress).
Diesen Text habe ich problemlos bei direkter Sonneneinstrahlung draußen auf Pages getippt. Es blendet zwar schon recht stark, aber der Text ist trotzdem gut zu lesen.
Ich sitze mit überschlagenen Beinen lässig im Garten das iPad im Querformat auf den Oberschenkeln. So stimmt der Winkel, und das iPad liegt ruhig ohne zu rutschen. Im Zug, bei beengten Platzverhältnissen, ist das schon etwas schwieriger. Man braucht einfach einen freien Platz neben und einen gegenüber sich…

Perfekt ist das iPad bei weitem nicht, das habe ich auch nicht erwartet. Die Mängelliste ist erstaunlich lang. Es fehlen für den produktiven Einsatz sehr zentrale und bewährte Schnittstellen und Funktionen. Hier meine Mängel- und gleichzeitig Wunschliste an Apple:
USB-Anschluss: weshalb macht man uns das Laden und den Transfer von Dokumenten nicht so einfach wie im normalen Leben? Alternative wäre die konsequente Integration in die Wolke, aber das ist mit dem proprietären Dienst von iWork.com erst im Ansatz angedeutet. Klar, hier ist Potential für viele clevere Apps. GoogleDocs, bitte kommen! Würde das iPad mit USB-Schnittstelle die MacBooks zu stark konkurrenzieren?
Flash: mich interessiert die Diskussion, ob Flash unsauber programmiert oder proprietär sei, ehrlich gesagt überhaupt nicht. Tatsache ist, dass viele nützliche Dienste und Websites ohne Flash nicht funktionieren. Und das nervt.
Kamera: für Video-Chat wäre das iPad wie geschaffen. Das Fehlen der Kamera in Version 1 entspricht bestimmt der Marketingstrategie von Apple. Schließlich sollen auch Käufer der erste dann die verbesserte zweite Version kaufen….

> weiter zum Teil 2

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