Mit dem Plugin WPtouch für WordPress ist es tatsächlich ein Kinderspiel, eine mobile Version eines Blogs zu erstellen. Mit ein paar Klicks lässt sich der mobile Auftritt ansprechend konfigurieren. Man kann Farbe und Schrift der Titel und Hintergründe einstellen und das Menu einrichten. Wenn man in der PC-Version der Blogbeiträge jeweils ein Artikelbild definiert, kann dieses als Thumbnail in der Beitragsübersicht angezeigt werden.
Über die Einstellungen kann man steuern, ob die mobile Version automatisch oder nach manueller Eingabe angezeigt wird. Unterstützt werden (nicht getestet) alle gängigen Smartphones (Android, Blackberry, WebOS, iPhone). In jedem Fall findet sich am Schluss der Seiten ein Button, mit dem das “mobile theme” ein- oder ausgeschaltet werden kann. Und die mobile Version bietet noch spezielle Features: so kann man die Beiträge nicht nur kommentieren, sondern aus der Anwendung heraus über Twitter und E-Mail verschicken oder auf Del.icio.us und anderen Plattformen abspeichern.

Screenshots vom iPhone: drei Seiten der mobilen Version, generiert mit WPtouch
Viel Spass mit der mobilen Version des Blogs!
Oder: die Webseite, die Sie (hoffentlich) nie zu sehen kriegen.
Im Kommunikationskonzept für den Notfall kann Twitter eine wichtige Rolle spielen. Wenn intern alle Stricke reissen und die Server down sind, bleiben die externen Dienste als letzte Möglichkeit, um die Aussenwelt auf dem laufenden zu halten. In einer Bibliothek ist heutzutage der Ausfall der Webserver einer der schlimmsten anzunehmenden Unfälle. Die ETH-Bibliothek hat sich bei der Umstellung auf die neue Homepage und ein neues WebCMS Gedanken gemacht, wie sie sich auf eventuelle Ausfälle vorbereiten kann. Dabei spielt Twitter eine wichtige Rolle. Grundsätzlich werden alle Aktuell-Meldungen auch über Twitter verbreitet. Das bedeutet, dass bei einem Ausfall der Suchmaschine oder wichtiger Dienste die Mitteilung auch über Twitter veröffentlicht wird. Primärer Publikationskanal bleibt jedoch die Homepage. Wenn nun aber der Webserver ausfällt, entfällt dieses Medium. Für diesen Fall wurde eine statische Seite eingerichtet, auf die automatisch umgeleitet wird. Diese Seite wird manchmal durch eine Meldung des Webservers (Service down…) generiert. Besucherinnen und Besucher der Seite bleiben dann in der Regel ratlos zurück.
Die ETH-Bibliothek hat sich für diesen Fall, der bisher erst einmal aufgetreten ist, eine Seite eingerichtet, die keine Fragen offen lässt: grafisch im Design der Homepage gehalten, enthält sie Informationen über den Systemausfall und zusätzlich ein Mashup des Twitterfeeds auf Deutsch und Englisch. Unserer Webmasterin habe ich versprochen, dass ich dieser Seite, die (hoffentlich) nie jemand zu sehen kriegt, einen Blogbeitrag widme, wenn sie die Integration des Twitterfeeds schafft. Und sie hat es getan, mit Hilfe des Profile-Widgets von Twitter (http://twitter.com/about/resources/widgets/widget_profile). Jetzt müssten wir im Notfall nur noch daran denken, unsere Meldungen über den deutschen und englischen Twitter-Account zu publizieren… Und am besten schreibt man sich natürlich bereits jetzt vorsorglich als Follower @ETHBibliothek ein!
