Anmelden  • Druckversion

Archiv für Juli, 2009


Seiten

Creative Commons-Lizenz für Google Image Search

Freitag, Juli 10th, 2009

Google Image Search implementiert einen Filter für Creative Commons-Lizenzen. Mehr Informationen dazu gibt es auf dem Blog von CreativeComons und auf dem Google-Blog. Über die erweiterte Suche kann die Lizenz, unter welcher ein Bild veröffentlicht ist, eingeschränkt werden. So findet man nun zuverlässig Bilder, die frei genutzt werden können, unter anderem natürlich die Bilder aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek. Diese sind unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und können nicht-kommerziell frei genutzt werden.  

Ich empfehle eine Suche nach Luftbild mit der Einschränkung “Nutzungsrechte – Zur Wiederverwendung gekennzeichnet”. Schon bei den ersten Treffern ist bestimmt ein Bild der ETH-Bibliothek, erkennbar an der Herkunftssite www.e-pics.ethz.ch. Oder versuchen Sie es mit “Arnold Heim”, “Forschungsreise” oder oder… Viel Spass dabei!

#Kindle DX in der Praxis

Dienstag, Juli 7th, 2009

Der erste positive Eindruck hat sich in der Praxis bestätigt: Der Kindle DX bedeutet einen grossen Schritt in Richtung alltagstauglichem eBook Reader. Neben dem grösseren Display, welches das Lesen von Pdf-Dokumenten erlaubt, die nur als Bilddatei verfügbar sind, ist es vor allem die Offenheit für das Pdf-Format, das entscheidende Vorteile bringt. Das Lesen mit dem Kindle DX ist wirklich sehr angenehm. Bei einem genügend grossen Angebot an interessanten eBooks im entsprechenden Format kann ich mir langsam vorstellen, den Kindle einer Tasche von Büchern, die ich in die Ferien mitschleppen muss, vorzuziehen.

ABER: Ich schliesse mich der Meinung von Tim O’Reilly an, der in seinem Beitrag “Why Kindle Should Be An Open Book” die Öffnung gegenüber Standards und die Absage an DRM fordert – oder der Kindle wird sich als Sackgasse erweisen. Ein lesenswerter Artikel von Giles Slade skizziert ein anderes Szenario: Eebs: A History of Future Publishing.  eBooks müssen sich von ihren gedruckten Vorbildern lösen und sich auf den sinnvollen Einsatz der technischen Möglichkeiten konzentrieren, dann werden sie zu einem eigenständigen Medium, den Eebs. Slade sieht den Kindle gegenüber dem Sony klar im Vorteil. Das sehe ich auch so. Aber es gilt die eingangs zitierte Bemerkung: der Kindle hat nur eine Zukunft, wenn er von DRM und geschlossenen Formaten befreit wird.

UND: Nicht existent ist eine vernünftige Verwaltung der Buchtitel auf dem Kindle oder auf dem PC. Hier bewegt sich der Kindle noch tief in der Steinzeit. Und hier sehe ich den eigentlichen Haken an der Sache: Apple hat es im Bereich Musik vorgemacht. Der Erfolg des iPod ist nicht (nur) seinem Design und seinen technischen Möglichkeiten, auch nicht nur dem Marketing zu verdanken. Entscheidend ist die Integration der ganzen Beschaffung und Verwaltung der Medien. Der entscheidende Erfolgsfaktor für den iPod war und ist iTunes, das Apple in einer zweiten Phase für die Windows-Plattform geöffnet hat. Über iTunes kauft und verwaltet man alle Inhalte. Man legt Wiedergabelisten (auch intelligente) an, gruppiert und bewertet die Songs und synchronisiert sie dann mit beliebigen iPods und iPhones. Und hier hat Amazon den Zug vielleicht schon verpasst. Wenn ich mehr als 30 eBooks auf meinem PC oder meinem Kindle habe, verliere ich bei der rudimentären Filestruktur schon die Übersicht. Ich kann einzelne Dokumente nicht gruppieren oder kategorisieren.

Vernetzung von Blogs, Facebook und Twitter

Freitag, Juli 3rd, 2009

Eigentlich ist es klar, dass die verschiedenen Web 2.0-Dienste so miteinander verknüpft sein sollen, dass man eine Mitteilung nur einmal schreibt und sie dann über die verschiedenen Kanäle publiziert wird. Das Unterfangen hat dann aber einige Tücken… 

Blogs nach Twitter exportieren

Mit dem Dienst Twitterfeed (www.twitterfeed.com) funktioniert die Synchronisierung mehrerer Blogs in einen beliebigen Twitterfeed problemlos. Man kann verschiedene Blogs sogar mit unterschiedlichen Präfixen kennzeichnen, so dass in Twitter ersichtlich ist, woher der Eintrag kommt. Twitterfeed generiert eine Kurzmeldung und eine Tiny-URL (http://tinyurl.com), die auf den Originalblogeintrag verweist.

RSS nach Twitter exportieren

Eigentlich gibt es dafür dieselbe Methode wie bei den Blogs, via Twitterfeed.com. Lange Zeit akzeptierte Twitterfeed jedoch das RSS-Format des Aktuell-Feeds der ETH-Bibliothek nicht. Mit dem letzten Update von Twitterfeed.com werden auch RSS-Feeds ohne Zeitstempel synchronisiert. Somit war ein erster Zwischenschritt erreicht: alle RSS-Feeds der ETH-Bibliothek werden automatisch in den Twitterfeed der ETH-Bibliothek www.twitter.com/ETHBibliothek gespiegelt.

RSS und/oder Twitter auf Facebook-Pages anzeigen

Eigentlich gibt es ja eine Twitter-Applikation für Facebook (http://apps.facebook.com/twitter/), mit deren Hilfe der nun generierte einheitliche Twitterfeed auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden könnte. Doch das User-Forum bestätigt meine eigenen frustrierenden Erfahrungen: Ein Twitterfeed kann nur auf der persönlichen Facebook-Seite angezeigt werden, nicht auf einer Unternehmensseite. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die Facebook-Applikation Notizen zu verwenden. Aber “Notizen” lässt nur einen einzigen RSS-Feed zu, der dann zusammen mit den manuell verfassten Notizen auf der Pinwand einer Unternehmensseite angezeigt werden kann. Es müsste aber doch jetzt funktionieren, dass ich den RSS-Feed von Twitter übernehme und in die Notizen importiere? Dieser Blogeintrag ist gerade der Test für diesen Weg. Falls es nicht klappt, weiss ich eine kompliziertere Variante, nämlich über eine Yahoo-Pipe. Mit Hilfe des Webdienstes http://pipes.yahoo.com lassen sich tatsächlich sehr komplexe Inhalte zu einem einzigen RSS-Feed bündeln, der sich dann (siehe oben) über Notizen in Facebook integrieren lässt. Aber das ist eigentlich ein allzu grosser Umweg für eine Schnittstelle zwischen Twitter und Facebook…

#Kindle DX im Test

Mittwoch, Juli 1st, 2009

Erstaunlich schnell wurde der neue Kindle DX geliefert. Auch wenn er in absehbarer Zeit nicht in Europa erhältlich ist, kann man den Kindle problemlos über eBay kaufen.

Vorneweg der erste Eindruck: Nicht übel! Eigentlich sogar sehr gut! Gegenüber dem Kindle 2 fallen folgende Punkte positiv auf:

  • Der Kindle DX liest problemlos PDF-Dokumente. Das heisst, dass ich alle meine eigenen Texte, von der Bibliothek lizenzierte eBooks (meist kapitelweise) oder frei erhältliche PDF-Dokumente (ohne DRM) auf den Kindle DX laden kann. Man ist also nicht mehr vom Mobipocket-Format abhängig.
  • Der Bildschirm ist so gross, dass auch reine Bild-Dokumente (PDF ohne OCR) gut gelesen werden können. Der Bildschirm ist mehr als doppelt so gross wie beim Kindle 2 oder beim Sony PRS. Der Effekt für die Lesbarkeit der Dokumente ist enorm. Waren bei den kleineren Modellen ältere Texte, die nicht OCR hinterlegt hatten, völlig unlesbar, erscheinen auf dem DX auch die digitalisierten alten Drucke in sehr gut lesbarer Form. Bei “normalen” Texten muss bei gleicher Schriftgrösse weniger geblättert werden.
  • der Kindle DX erkennt (auf Wunsch) automatisch, wenn die Anzeige im Querformat erfolgen soll. Das erhöht die Lesbarkeit nochmal, denn durch Kippen wird die Schrift  auf die Bildschirmbreite angepasst und vergrössert. Einziger Nachteil: die Tasten fürs Umblättern sind dann unten am Bildschirmrand und nicht mehr so einfach zu erreichen.
  • Eine schlichte Lederhülle schützt den Kindle DX. Die weisse Oberfläche ist ohne Hülle sehr schnell verschmutzt.

Nachteile? Die Vorteile haben natürlich ihren Preis, bei eBay-Händlern aktuell 468 Euro. Hinzu kommen noch Versandkosten. Gegenüber dem Kindle 2 fällt auf, dass die Tasten am linken Rand (vor- und zurückblättern) weggefallen sind. Ich weiss noch nicht, ob ich sie vermissen werde… Die Tastatur am unteren Rand hat eher leichter zu bedienende Knöpfe als das Vorgängermodell. Die Zahl der Knöpfe ist reduziert, da der Nummernblock als Tastenbelegung in die QWERTY-Tastatur integriert ist.

Vergleichen wir einen von der ETH-Bibliothek digitalisierten älteren Text, nämlich die Geschichte der Vermessungen in der Schweiz von Rudolf Wolf, auf den beiden Kindle-Geräten. Nur der Kindle DX zeigt das Dokument im PDF-Format an. Für den Kindle 2 muss es zunächst ins Mobipocket-Format umgewandelt werden (mit MobiPocket Creator). Das Resultat ist ein nicht wirklich lesbares Dokument. Das PDF als Bild lässt sich auf dem Kindle 2 nicht vergrössern und erscheint negativ (schwarzes Blatt mit weisser Schrift), wogegen derselbe Text auf dem Kindle DX sehr gut leserlich ist (siehe unten). Einen anderen Versuch unternehme ich mit einem Mobipocket-Dokument aus dem Gutenberg-Projekt. Auf beiden Readern ist der Text von Georg Büchner, Dantons Tod, einwandfrei zu lesen. Nur hat auf dem DX ungefähr drei Mal so viel Text Platz, was weniger Blättern und mehr Komfort bedeutet.

Hier die Grössenverhältnisse im Bild: Links der Kindle 2 mit einer Seite aus einem eBook, rechts der Kindle DX im Querformat mit einem alten Buch im PDF-Format.

Fazit: Der Kindle DX überzeugt mit einem sehr gut lesbaren Bildschirm und der Öffnung gegenüber dem PDF-Format. Ich freue mich auf die Lektüre unterwegs…


top
 
FireStats icon Powered by FireStats