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Archive for March, 2009


Google Buchsuche: Wogen gehen hoch

Saturday, March 28th, 2009

Die Wogen zum Thema Google Buchsuche gehen momentan hoch. Umso wohltuender ist da ein wirklich gut recherchierter Beitrag vom Schweizer Radio DRS 2. Das Magazin Reflexe informiert über Die rechtlichen Probleme mit der Google-Buchsuche.

Mir ist aufgefallen, dass die Schweizer Verwertungsgesellschaft ProLitteris ihren Mitgliedern zu einem ganz anderen Vorgehen rät als die deutsche VG Wort. ProLitteris hat seine Mitglieder anfangs Februar per Schreiben über den Vergleich mit Google informiert und dazu geraten, dass die Autoren ihre Ansprüche gegenüber Google anmelden sollen. Auf der Homepage findet man jedoch keine Informationen dazu. Die VG Wort wiederum meldet, sie sei im Gespräch mit der Schweizer Verwertungsgesellschaft. Ob ProLitteris ihren Rat widerrufen wird?

ETH-Bibliothek und Zukunftswerkstatt

Tuesday, March 24th, 2009

Die ETH-Bibliothek ist nun offizieller Kooperationspartner der Zukunftswerkstatt. Die Ziele dieses Projekts stimmen bestens mit der Absicht der ETH-Bibliothek überein, aktuelle Trends systematisch zu verfolgen, auf ihre Anwendbarkeit für die ETH-Bibliothek zu prüfen und gegebenenfalls als Dienstleistungen für die eigenen Kunden einzuführen.

Die Zukunftswerkstatt am Deutschen Bibliothekartag bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit. Wir werden die Gelegenheit nutzen, um auch mitzuspielen und mitzudiskutieren. Diese Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen finden wir sinnvoll und wichtig. Aus diesem Grund engagiert sich die ETH-Bibliothek und leistet einen Beitrag fürs Gelingen der Zukunftswerkstatt. Den Initianten wünschen wir viel Erfolg, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Taugt der Sony prs-505 für die Nutzung wissenschaftlicher Literatur?

Monday, March 23rd, 2009

Beim ersten Eindruck habe ich bereits angemerkt, dass die Zitierfähigkeit wegen der dynamischen Seitenanzeige nicht wirklich gewährleistet ist. Fürs Kopieren von Passagen, Literaturhinweisen oder dem bibliografischen Nachweis nützt mir der Reader nichts. Ich muss das Werk auf dem PC über die eBook Library oder direkt als PDF öffnen und kann es dann verarbeiten.

Wichtig für wissenschaftliche Zwecke ist die Möglichkeit, Textstellen im elektronischen Text zu suchen und anzusteuern. Dazu bietet der psr-505 keine Optionen an. Man kann keinen Text eingeben und kein Suchformular nutzen. Man kann also nur über Titelliste oder Autorenliste ein Buch ansteuern und dann über das Inhaltsverzeichnis oder eine Bookmark im Werk navigieren. Volltextsuche ist nicht möglich.

Da der psr-505 auch normale PDF-Dokumente und Textdateiformate wie RTF und TXT anzeigt, kann ich fast beliebige Texte vom PC auf den Reader transferieren. Das ist auch für wissenschaftliche Texte sinnvoll. Ich kann also vor einer längeren Fahrt an eine Tagung die wichtigsten Paper, das Tagungsprogramm und andere Unterlagen auf den Reader laden und unterwegs in Ruhe lesen – auch auf einer längeren Fahrt ohne Stromanschluss für das Notebook. Nur fehlt dann sehr bald wieder die Möglichkeit, mir beim Lesen Notizen zu machen.

Im Sony eBook-Store gibt es auch wissenschaftliche Litaratur zu kaufen. Im Bereich Science & Nature sind rund 3800 Titel vorhanden, darin im Bereich Umweltwissenschaften (als Beispiel) 500 Titel. Im Vergleich dazu: bei der Suche im Bibliothekskatalog NEBIS erscheinen 622 Online-Dokumente zum Thema Umwelt. Wobei ich davon ausgehe, dass im Sony Store mehr populärwissenschaftliche Werke zu kaufen sind.

Die Titel kosten zwischen 5 und 200 $ (Grössenordnung). Die ETH-Bibliothek hat verschiedene der käuflich erhältlichen Titel bereits lizenziert, z.B. Hydraulics of Spillways and Energy Dissipators von R. M. Khatsuria (im OPAC NEBIS).

In der eBook Library kostet das nicht ganz taufrische Werk nach einer Preisreduktion anfangs Jahr noch $ 169.95, der Printtitel kostet 219.95. Das Buch lässt sich als PDF herunterladen und in die eBook Library importieren. Darauf wird es problemlos auf dem Sony prs-505 angezeigt. Dabei hat man Glück, wenn das eBook vom Verlag mit einem sprechenden Dateinamen versehen wurde: Einmal in die eBook Library importiert, lässt sich der Titel nicht mehr ändern. Bei einer grösseren eBook-Sammlung wird es dadurch schwierig, die Werke zu verwalten. Was sich wohl hinter dem File 9781845932824.pdf verbirgt? Diesen Dateinamen und damit Titel in der eBook Library trägt ein von CAB international bezogenes eBook. Da kommt dann erschwerend dazu, dass sich im Sony prs-505 nicht nach Inhalten suchen lässt.

Fazit: dank der Offenheit für alle möglichen Formate (im Gegensatz zum Kindle), lässt sich der Sony PRS-505 einfach mit allen möglichen Dokumenten aus eigener Produktion sowie mit gekauften Büchern bestücken. Für die Nutzung im wissenschaftlichen Umfeld ist der Mangel an Eingabemöglichkeiten, die Unmöglichkeit Annotationen und Bemerkungen anzubringen, ein grosser Nachteil.

Google-Bücher für den Sony eBook Reader

Friday, March 20th, 2009

Gestern wurde die Zusammenarbeit zwischen Google und Sony offiziell – Heise berichtete unter anderen darüber. Google stellt Sony 500’000 Bücher aus dem Google Book Search-Programm im Format EPUB zur Verfügung. Diese Titel können kostenlos im Sony Book Store geladen und auf den Sony prs-505 geladen werden. Ich habe das gestern kurz getestet, und es hat einwandfrei funktioniert. Klar, die Titel können auch über die Google Buchsuche gefunden, als PDF heruntergeladen und auf den prs-505 geladen werden. Insofern kann das neue Angebot durchaus als Unterstützung von Google für Sony und als Kampfansage gegen Amazon und sein Format gesehen werden.

Das Suchen von interessanten Titeln im Sony Book Store mit der integrierten Google Buchsuche hat sich als nicht ganz einfach erwiesen. Als Kunde hat man so gut wie keinen Überblick, was genau im Angebot ist. Zwar wird eine Liste mit Autoren aufgeführt, u.a. mit Fyodor Dostoyevsky (auf diese Schreibweise wäre ich nie gekommen…). Doch wenn ich dann auf Dostojevskij (so würde ich das schreiben…) klicke, erhalte ich 0 Treffer. Und die erweiterte Google-Suche [inauthor "Friedrich Schiller"] hilft da auch nicht wirklich weiter. Oder ist das schon zu bibliothekarisch gedacht?

Noch ein eBook Reader: FLEPia

Thursday, March 19th, 2009

Ein weiterer eBook Reader ist in Japan auf dem Markt erschienen: Fujitsus FLEPia, wie der Blog ZDNet berichtet. Der selbstdeklarierte Kindle-Killer bringt als Neuerung einen 8-Zoll-Bildschirm mit farbigem ePaper. Der Reader läuft auf Windows CE 5.0 und unterstützt die Formate XMDF und .book.


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