Archiv für Januar, 2009
Freitag, Januar 30th, 2009
Der Artikel ist nicht gerade neu, aber ich bin erst dank des Blog-Eintrags der 10 beliebtesten Artikel von EDUCAUSE (die auch den HORIZON Report herausgeben) in 2008 drauf gestossen:
In seinem ausführlichen Beitrag geht Mark R. Nelson der Frage nach: “E-Books in Higher Education: Nearing the End of the Era of Hype?” Eine klare Antwort gibt es im Beitrag zwar nicht, dafür viele nützliche Hintergrundinformationen – und neue Fragen.. Nach Einschätzung von Mark R. Nelson wird die Entwicklung in nächster Zeit turbulent bleiben: neue technische Ansätze, neue Business-Modelle werden auftauchen und einige davon auch wieder verschwinden. Für ihn spannende Entwicklungen sind neue Technologien wie der Kindle (im Februar wird übrigens eine neue Version erwartet) oder Geschäftsmodell wie CourseSmart, ein Zusammenschluss führender Lehrbuchverlage in den USA. Wir bleiben dran!
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Donnerstag, Januar 29th, 2009
Der Blog Resource Shelf berichtet, dass Elsevier den Dienst Cite Alert nun offiziell lanciert hat.
Elsevier is pleased to announce the launch of CiteAlert. CiteAlert is a new, free, unique and automated service to notify authors when their articles are cited in an Elsevier journal.
Mehr zu Cite Alert gibt es bei Elsevier. Den Dienst nutzen können Autoren, wenn ihr Artikel bei Scopus registriert sind. Klar, schliesslich geht es bei diesem neuen Dienst darum, Autoren und Abonennten zu gewinnen.
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Mittwoch, Januar 28th, 2009
Bloggst du noch oder twitterst du schon? Ich höre und lese immer öfter, dass Twitter der nächste Megatrend sein soll. Aber was steckt denn hinter Twitter? Wer braucht neben allen anderen Tools und Plattformen denn noch Twitter? Ich habe begonnen, diese Plattform auszuprobieren und damit zu spielen. Mein erster Eindruck: es entspricht eigentlich der Statuszeile in Facebook. Ich kann eingeben, was ich gerade mache – und das ist bei Twitter so tiefsinnig wie bei Facebook… Zudem kann ich Leute suchen, denen ich folge (“follow”). Bei Facebook wird man Freunde und bleibt dann über Statusmeldungen und Pinwand in Kontakt.
So richtig haut mich das nicht aus den Schuhen. Und als Anwendung für die Bibliothek bringt der gute “alte” RSS-Feed mehr. Aber vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
Update: Immerhin erfahre ich jetzt, wie ich die Zahl meiner Follower erhöhen kann: Der nach Obama am zweitmeisten “gefolgte” (besser als verfolgte) Twitterer Kevin Rose gibt dazu auf Techcrunch die 10 besten Tipps: Ten Ways To Increase Your Twitter Followers. Ich lese, lerne und versuche zu verstehen…
Update 2: Die Library of Congress hat ihren Twitterauftritt im Blog der LOC mit den Worten angekündigt: “We Tweet, Therefore We Are”. Twitter wird als neuer Kanal zur Vermittlung von News und Content verstanden. Und hier geht es zum Twitter Feed der LOC.
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Montag, Januar 26th, 2009
Das New Media Consortium (NMC) und die EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) haben den 2009 Horizon Report veröffentlicht. Auch in diesem Jahr wurden wieder sechs aufkommende Technologien bezeichnet, welche bedeutsamen Einfluss auf den Bildungsbereich in den nächsten 1-5 Jahren haben werden. Die Schlüsseltechnologien sind:
- Mobiles (mobile Geräte zwischen Telefon und portablem Computer)
- Cloud computing (vernetzte Server und Dienste)
- Geo-everything (Verortung von Diensten, geotagging)
- The personal web (Technologien, mit denen Aussehen und Nutzung des Webs nach persönlichen Wünschen eingerichtet werden kann)
- Semantic-aware applications (Tools, welche den Kontext von Information automatisch generieren)
- Smart objects (intelligente Objekte, z.B. via RFID)
Dank an Ellyssa von iLibrarian.
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Montag, Januar 26th, 2009
Die ETH-Bibliothek nutzt die Möglichkeit, über eine eigene Facebook-Seite in direkten Kontakt mit den Nutzern von Facebook zu treten. Auf der Seite werden Neuigkeiten und Veranstaltungen angezeigt, über die registrierte „Fans“ auf dem Laufenden gehalten werden. Zudem können User Kommentare abgeben und sich an Diskussionen beteiligen.
Allein in der Schweiz nutzen über 1 Mio. Personen Facebook. Im anglo-amerikanischen Raum sind Facebook-Seiten für Hochschulbibliotheken sehr weit verbreitet, wogegen es im deutschen Sprachraum erst wenige Vorreiter gibt. Die ETH-Bibliothek setzt Facebook dazu ein, Kundenkontakte über soziale Netzwerke zu pflegen und mögliche Anwendungen für die Informationsvermittlung zu testen. Entsprechende Erfahrungen gibt es vor allem in den USA, wie der Bericht von den Rutger University Libraries zeigt.
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Donnerstag, Januar 15th, 2009
Engadget berichtet davon, wie ein Anbieter (O2) versucht, alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen. Der von O2 lancierte Xda Flint ist nämlich das exakt gleiche Gerät wie der HTC Advantage, der Ende 2007 erfolglos auf den Markt gekommen war. Neu ist an der Sache nur, dass man versucht, das Gerät im Bildungssektor zu positionieren. Es eigne sich ausgezeichnet für Studierende und für Wissenschaftler. Cool finde ich den Kommentar von Engadget:
“Of course, we’d argue a netbook with a non-mobile OS would be far more suitable, but what do we know?”
Genau, was wissen wir schon? Ich schliesse mich diesem Nichtwissen in aller Form an…
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Mittwoch, Januar 14th, 2009
Nun scheint das Bloggen auf dem iPhone mit WordPress mobile zu funktionieren. Und wenn ich schon dabei bin: die App der DCPL kann im iTunes App Store kostenlos heruntergeladen werden. I did it! Und auf den ersten Blick macht die App einen tollen Eindruck. Vor allem die angezeigten Buchcovers und Abstracts finde ich toll.
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Dienstag, Januar 13th, 2009
Der Tages-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 10. Januar über die trotz aller Unkenrufe stetig wachsende Nutzung von Second Life. Die Grafiken zeigen, dass die Zahl der Landkäufe und die Anzahl der Stunden der Benutzer weiterhin wachsen. Allerdings wird im Artikel nicht klar, ob auch die effektive Zahl der User zunimmt. Auf der Webseite von Second Life wird dieser Trend bestätigt. Die Spitze der gleichzeitigen Nutzer ist im dritten Quartal 08 auf den Höchststand von etwas über 70’000 gestiegen. Wenn man das mit den Zahlen von Facebook vergleicht – 150 Millionen User, von denen sich die Hälfte täglich in ihre Konto einloggt – sind die Nutzerzahlen (und somit auch die Reichweite) von Second Life allerdings verschwindend klein.
update:
Am 14. Januar hat der Tages-Anzeiger in der Rubrik “Bellevue” einen weiteren Artikel zu Second Life veröffentlicht. Darin berichtet der User B.F. über sein virtuelles Leben mit Second Life. Mir drängt sich wieder der Vergleich mit Facebook (oder anderen sozialen Plattformen) auf. In Second Life geht man nicht schnell man eben rein und schaut, was es Neues gibt oder wer sich gemeldet hat. Man verbringt schnell einmal Stunden, und zwar täglich. Dies entspricht offenbar auch den Erwartungen der anderen User. Wenn also eine Firma oder eine Bibiothek eine Präsenz in Second Life führt, muss sie etwas bieten, was diesen Erwartungen entspricht. Mit einem leerstehenden Gebäude ist es jedenfalls nicht getan.
Im Beitrag von Philippe Amrein (ebenfalls auf Seite 22) folgt dann ein kritischer Kommentar, der mit dem Satz endet: “An Second Life mag sich kaum noch jemand erinnern.”
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Montag, Januar 12th, 2009
Die District of Columbia Public Library hat eine iPhone-Applikation entwickelt und bietet diese über den iTunes App Store an. Das Programm bietet folgende Funktionalitäten:
- searching for library materials
- seeing an item’s cover and reading a summary
- placing a hold for pickup at the location of your choice
- finding the hours, locations and phone numbers of DC public libraries
… natürlich nur für den OPAC der DCPL. Die Screenshots auf der Projektseite zeigen eine vielversprechende Applikation. Quelle: iLibrarian und Walking Paper.
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Dienstag, Januar 6th, 2009
Wired listet die zehn Technologie-Durchbrüche des Jahres 2008 auf und bewertet ihr Potenzial für die Zukunft. Die Rangliste:
10. Flexible Displays
9. Edible Chips
8. Speedo LZR
7. Flash Memory
6. GPS
5. The Memristor
4. Video-Capable SLRs
3. USB 3.0
2. Android
1. Apple’s App Store
Im Hinblick auf Informationstechnologie und Bibliotheken scheinen mir wichtig: der App Store (mit den E-Books und E-Book-Readern fürs iPhone), Android als mobiler Konkurrent des iPhone, USB 3.0, der Memristor (Memory Transistor, der in Zukunft das Booten des PCs überflüssig machen soll), GPS (als Grundlage für ortsbezogene Dienste), Flash Memory (in Netbooks, Notebooks und anderen mobilen Geräten) und schliesslich die flexiblen Displays, die – laut Wired – 2010 oder 2011 im Alltag erscheinen werden.
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