Archiv für November, 2008
Montag, November 24th, 2008
Lively stirbt, dafür kommt SearchWiki. Google zeigt im offiziellen Google Blog, wie Suchergebnisse personalisiert werden können. Um Suchergebnisse zu kommentieren oder zu bewerten, muss man sich in seinen Google-Account einloggen. Die Kommentare sind öffentlich sichtbar, aber (zumindest vorläufig…) werden die Daten nicht für den Google-Suchalgorithmus verwendet.

Wie es geht, zeigt das Video auf Youtube.
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Freitag, November 21st, 2008
Google lässt die virtuelle Welt von Lively per Ende 2008 sterben: http://googleblog.blogspot.com/2008/11/lively-no-more.html
Was heisst das wohl für die “überlebenden” 3D-Welten? Allzu optimistisch stimmt mich dieser Rückzug von Google nicht gerade…
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Freitag, November 21st, 2008
Die Europäische Kommission hat das nächste ICT Arbeitsprogramm veröffentlicht. Unter Kapitel 4 sind die erwarteten Ergebnisse neuer Forschung im Bereich digitaler Bibliotheken und digitaler Archivierung zu finden:
- Skalierbare Systeme mit end-to-end workflows
- fortgeschrittene Archivierungsszenarien
- Innovative Lösungen für multimediale digitale Bibliotheken für kollaborative Anwendung
- und und, mehr auf der Website von Cordis
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Montag, November 17th, 2008
Die Diskussionen gehen weiter. Eine Zusammenstellung der aktuellen Positionen gibt Sarah im Blog elektrolese: http://elektrolese.blogspot.com/2008/11/terminsache-google.html. Sie erwähnt auch einen Beitrag im Library Journal, in dem der Sinn des Zugriffs via Bibliotheksterminal in Frage gestellt wird. Laut Library Journal soll jeweils nur von einem Terminal pro Bibliothek der Zugriff auf die Bücher bei Google erlaubt sein. So habe ich mir das auch nicht vorgestellt…
Weitere Kommentare zum Google-Vertrag:
Association of Research Libraries: A Guide for the Perplexed: Libraries & the Google Library Project Settlement (Nov. 13, ‘08) mit einem umfangreichen Bericht (PDF).
James Grimmelmann auf The Laboratorium: Principles and Recommendations for the Google Book Search Settlement
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Freitag, November 14th, 2008
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass sich die Bibliotheken darauf einstellen können/müssen, dass ein vollständiger Wechsel von analoger zu digitaler Information stattfinden wird. Es gibt aber deutliche Hinweise, wonach die analoge Welt uns länger treu begleiten wird: Print on Demand ist ein unübersichtlicher Trend. So hat zum Beispiel die Shapiro Library der University of Michigan die Espresso Book Machine installiert. Dieses Produkt der Firma On Demand Books liefert perfekt gebundene, qualitativ hochstehende Paperback Bücher auf Kundenwunsch von den digitalen Vorlagen. Parallel bietet Springer neu den Dienst MyCopy an. In über 20 nordamerikanischen Bibliotheken können die Benutzer auf Wunsch eine gedruckte Kopie von Springer E-Books erhalten. So wie ich das Modell verstehe, lizenziert die Bibliothek die E-Books, aber der Einzelbenutzer bezahlt die gedruckte Kopie (25 $).
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Donnerstag, November 13th, 2008
Die Novemberausgabe von advanced technology libraries berichtet über das gemeinsame Repositorium eines Konsortiums von 12 Universitäten und 11 Bibliotheken der University of California unter dem Namen “HathiTrust”. Es befinden sich bereits über 2.3 Millionen Dokumente im Repository, die über 80 Terabyte Speicherplatz belegen. Es sollen digitale Kopien aus dem Google Book Search Projekt, aber auch aus eigenen Digitalisierungsaktivitäten langfristig elektronisch gespeichert werden. An einer übergreifenden Volltextsuche wird gearbeitet. Dokumente aus der Public Domain sollen frei zugänglich sein, urheberrechtlich geschützte Inhalte sollen ohne Zugriff von aussen archiviert werden.
Bis jetzt ist HathiTrust auf US-amerikanische Universitäten beschränkt.
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Montag, November 10th, 2008
Ein Artikel in Businessweek sieht die digitalen Lehrbücher – jedenfalls im englischen Sprachraum – im Kommen. Den Grund dafür sieht man vor allem im günstigeren Preis im Vergleich zu den gedruckten Lehrbüchern. Erwähnt werden Plattformen wie Coursesmart und iChapters. Zusätzlich zum tieferen Preis bieten die E-Books einen Mehrwert bei den Inhalten (Rich Media Content).
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Freitag, November 7th, 2008
Jin Tan hat seine Diplomarbeit an der FH Potsdam über Bibliotheken in Second Life veröffentlicht. Er ist übrigens mit dem B.I.T.online-Innovationspreis 2008 (gemeinsam mit Benjamin Stasch) ausgezeichnet worden. Auf seinem Blog Bibliotan bietet er auch eine PowerPoint-Präsentation mit Ton. Einen Kommentar dazu werde ich später schreiben.
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Mittwoch, November 5th, 2008
Nach der ersten Erfolgsmeldung folgt nun die Kritik an der Vereinbarung von Google mit den US-Autoren. Offenbar hat die Harvard-Universität grosse Bedenken bezüglich des Vertrags, der viele urheberrechtliche Fragen offen lässt. Auch sei das Kostenmodell von Google intransparent und fragwürdig. Entsprechend macht Harvard nicht mit – obschon sie einer der grossen Partner von Google bei der Book Search sind. Allerdings fordert Harvard, dass sich die Online-Publikation auf die älteren Werke beschränkt, die frei von Urheberrechten sind.
Eine entsprechende Meldung hat Lesley Ellen Harris über liblicense-l@lists.yale.edu verbreitet:
from the Harvard Crimson -
“Harvard University Library will not take part in Google’s book scanning project for in-copyright works after finding the terms of its landmark $125 million settlement regarding copyrighted materials unsatisfactory, University officials said yesterday. “Harvard had been one of five academic libraries, along with Stanford, Oxford, Michigan, and the New York Public Library, partner with Google when the book scanning initiative was announced in October 2004. University officials said that Harvard would continue its policy of only allowing Google to scan books whose copyrights have expired. …
“In a letter released to library staff, University Library Director Robert C. Darnton, said that uncertainties in the settlement made it impossible for HUL to participate. “As we understand it, the settlement contains too many potential limitations on access to and use of the books by members of the higher education community and by patrons of public libraries,”Darnton wrote. “The settlement provides no assurance that the prices charged for access will be reasonable,” Darnton added, “especially since the subscription services will have no real competitors [and] the scope of access to the digitized books is in various ways both limited and uncertain.” He also said that the quality of the books may be a cause for concern, as “in many cases will be missing photographs, illustrations and other pictorial works, which will reduce their utility for research and education.”
Lesley Ellen Harris
www.copyrightanswers.blogspot.com
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Mittwoch, November 5th, 2008
Eine der besten Quellen für neue Entwicklungen, die Bloggerin Ellyssa Kroski, hat ihren Beitrag über Bibliotheken und mobile Technologien als Preprint auf E-LIS frei zugänglich gemacht. Sie behandelt darin unter anderem verschiedene Mobile Geräte und was man mit ihnen und der entsprechenden Technologie machen kann. Weiter behandelt sie Initiativen von Bibliotheken mit mobilen Dienstleistungen und wie man selbst entsprechende Erfahrungen sammeln kann.
Kroski, Ellyssa (2008) On the Move with the Mobile Web: Libraries and Mobile
Technologies. Library Technology Reports 44(5):pp. 1-48.
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