Prof. Renato Zenobi lässt Kontakt über Mittag atmen

Ohne Blut oder Stich in den Finger: Prof. Renato Zenobi erklärt ID-Mitarbeitenden seine Forschung der Atemgasanalyse.

Bei diesem «Kontakt über Mittag» bewegte sich kein Roboter, sondern nur der Atem. Die Medizin will in Zukunft die Atemluft vermehrt nutzen, um Krankheiten zu diagnostizieren. Das wollten wir mit «Kontakt über Mittag» näher wissen und machten uns auf den Weg zum Hönggerberg. Auch eine gute Gelegenheit für unseren neuen Informatikdienst-Direktor Rui Brandao, ID-Mitarbeitende im kleinen Kreis kennenzulernen sowie in die ETH-Forschung einzutauchen und Professoren kennenzulernen.

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Online Atemproben für die Kontrollgruppen-Datenbank

Wer wollte, konnte Teil der Forschung werden und seine Atemluft der Forschung als Vergleichs-Probe zur Verfügung stellen. Einzige Bedingung: etwa eine Stunde vor Beginn des Besuches nichts mehr essen, trinken, rauchen und Kaugummi kauen.

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Keinen Stich mehr in den Finger

Die ausgeatmete Luft gibt über den Gesundheitszustand einer Person Auskunft. An der ETH Zürich wird dafür in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich eine neue Technik entwickelt. Diese erlaubt es, Atemgasanalysen in Echtzeit durchzuführen. Die Messung ist rasch. Sie kann auch problemlos mit kleinen Kindern oder schwer kranken Personen durchgeführt werden. Es wird gezeigt, wie Atemgasanalyse zur Diagnose von Krankheiten oder zur Überwachung der Dosierung von Medikamenten eingesetzt wird. Medizinische Diagnostik und Überwachung sind oftmals invasiv, erfordern viel Zeit und sind meist teuer. Die Analyse der Ausatmungsluft stellt eine bisher kaum genutzte Methode dar, auf nicht-invasive Art und Weise mehr über mögliche Krankheiten und den Zustand des Körpers zu erfahren.

Metabolischer Fingerabdruck

Unsere Ausatmungsluft enthält eine Vielzahl von Molekülen, in ihrer Gesamtheit das Exhalom genannt. Die Zusammensetzung des Exhaloms ist nicht konstant, sondern hängt vom jeweiligen individuellen gesundheitlichen Zustand einer Person ab. So sollen in Zukunft insbesondere Krankheiten der Lunge und Atemwege (z.B. Asthma, COPD, Lungenkrebs etc.) über die Ausatmungsluft mittels eines Gerätes innerhalb von Minuten erkannt werden. Zusätzlich liefert das Exhalom aber auch Erkenntnisse bezüglich der im Körper ablaufenden Stoffwechselprozesse, was neue Ansatzpunkte für die Entwicklung und Wirkung neuer Medikamente ergibt.

Probanden gesucht

Für diese Studie suchen Prof. Renato Zenobi und sein Team Frauen und Männer zwischen 18 und 75 Jahren (Nichtraucher, Raucher und Ex-Raucher). Es sollte keine bekannte Lungenerkrankung vorliegen. Mehr Informationen zur Atemanalyse bei gesunden Probanden und was man genau dabei alles machen muss, findet man auf der Webseite oder im Flyer.

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Kontakt über Mittag

Seit 2011 organisiert Sabine Hoffmann, Marketing & Kommunikation, für die Informatikdienste der ETH Zürich einen Anlass, der sich «Kontakt über Mittag» nennt. Mitarbeitende der Informatikdienste besuchen durch «Kontakt über Mittag» spannende Persönlichkeiten, interessante Forschungsgebiete und faszinierende Bereiche der ETH Zürich und lernen somit ihren Arbeitgeber, die ETH, besser kennen. Mehr zum Anlass «Kontakt über Mittag», die Idee dahinter und wo die Informatikdienste seit 2011 ETH-Forschung schnuppern konnten (PDF).

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