Wochende!

Juhu, heute gibts nur einen kurzen Arbeitstag. In einer Stunde mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof, von wo der Zug nach Hospet faehrt. Morgen um 6 Uhr in der Frueh kommen wir an und muessen dann noch einen Bus oder Rickshaw ins 20 Kilometer entfernte Hampi nehmen. Am Sonntag Abend dann das gleiche in umgekehrter Reihenfolge, so dass wir am Montag wieder fit und munter im Buero sind.


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Tag fuer die Katz

Weil wir keine Verbindung zu den Datenbanken in den USA herstellen konnten, gab es heute so gut wie nichts zu tun. Ohne diese Datenbanken koennen wir nicht richtig arbeiten, weil die ganze Logik und Daten des ePayment Systems sich dort befinden. Auch ist an einem solchen Tag keine rasche Problembehebung in Sicht, weil wir niemanden Kontaktieren koennen, da wegen der Zeitverschiebung bei Metavante alle am schlafen sind.
Ich habe die Zeit genutzt um ein paar Vorbereitungen fuer unsere Reisen zu treffen, folgendes ist herausgekommen:

  • Flugticket Hyderabad – Delhi fuer den 1. Maerz gekauft. Plan fuer diese Wochen nach dem Ende meines Praktikums ist den Norden Indiens zu bereisen, vor allem den Taj Mahal und Teile Rajasthan.
  • Uebernachtung in Hampi im Padma Guest House fuer dieses Wochenende gebucht, Kostenpunkt 600 Rupee fuer eine Nacht. Die Preise fuer die Uebernachtungen sind ziemlich hoch, weil momentan Hochsaison ist.
  • Eine Nacht in Mamallapuram (Tamil Nadu) im Ramakrishna Guest House fuer den 21. Dezember gebucht. Kostenpunkt 250 Rupee.
  • Fuer den 22. und 23. Dezember gebucht im Ganga Guest House fuer 500 Rupee pro Tag und weitere 2 Tage in Madurai im Hotel Pearls fuer den 24. und 25. Dezember fuer 400 Rupee pro Tag. Beide sind ziemlich teuer, aber dafuer sehr schoen. Ueber Weihnachten kann man sichs schliesslich leisten:).

Die Buchungen fuer die letzten beiden Stationen unserer Suedindien Reise (Varkala und Cochi) muessen noch gemacht werden.

Strasse Cyber Gateway – Mumbay Road

Mit Freude habe ich heute morge auf meinem Arbeitsweg festgestellt, dass Satish gestern recht hatte. An der Strasse wird tatsaechlich wieder weitergebaut. Hoffnung ist angesagt, dass sie noch waehrend meinem Aufenthalt fertig gestellt wird.

Indian Working Days

Zuuuu lange Arbeitstage… die letzte Spalte enthält die Gesamtdauer, die ich im Büro verbrachte.

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Satish, der Rickshaw-Fahrer

Ja, die netten Rickshaw-Fahrer gibt es hier in Indien auch. Wenn ich nach der Arbeit zu Lea gehen will, muss ich zur Mumbai-Road, wo ich dann ein Share-Rickshaw nehme, der mit mir, eingequetscht zwischen 6 Indern, fuer 7 Rupee ins 10 Kilometer entfernte Lingampalli tuckert. Der kuerzeste Weg zu dieser Strasse fuehrt ueber einen seit Monaten halbfertige Strasse. Die meisten Fahrer sind nicht bereit diese Strecke zu benutzen, deshalb muss ich oft zu Fuss gehen, was etwa 20 bis 30 Minuten dauert oder hoffen, dass mich ein Motorradfahrer mitnimmt. Erst zwei Mal hat mich ein Rickshaw-Fahrer ueber die gesperrte Strasse zur Mumbai-Road gefahren, und wie es der Zufall will, war es beide mal der selbe Fahrer. Beim ersten Mal hat mir Satish, der Fahrer, erklaert, dass die Strasse gesperrt ist und ich Glueck habe, dass er mich mitnimmt. Ich habe ihn aber mit 30 Rupee fuer die kurze Strecke auch fuerstlich entlohnt. Nur ein paar Tage spaeter wollte ich wieder ueber diese Strasse und als ich gerade mit einem Fahrer gestritten habe, er solle mich doch ueber diese unfertige Strasse bringen, kam Satish mit seinem Rickshaw laut hupend und Mumbai-Road schreiend angerast und hat mich gluecklich mitgenommen. Er fragte mich auch wenn ich denn das naechste Mal dort hin will, dann kann er vor dem Buero warten, aber ich konnte ihm dies nicht voraussagen. Zudem hat er mir beide Male, als er mich auf der Mumbai-Road abgesetzt hatte, geholfen einen Share-Rickshaw anzuhalten mit dem ich nach Ligampalli kam. Es war ziemlich lustig, ich haette es ja auch alleine geschafft, aber er hat darauf bestanden, dass er mit seinen Rickshaw laut hupend ein anderes anhalten kann. Diese Geschichte ist nun schon ein paar Wochen her und die letzten paar Mal als ich zu Lea ging habe ich ihn nicht gesehen und musste deshalb zu Fuss gehen oder hoffen, dass mich ein Motoradfahrer aufgabelt.
Als ich gestern das Buero verliess um mich auf den nach Hause Weg zu machen, hat mich vor dem Eingang ein Fahrer laut angehupt. Ich habe aber nicht hingeschaut, weil ich kein Rickshaw nehmen wollte. Ich muss immer zuerst noch 10 Minuten zu einer grossen Kreuzung gehen, von wo ich dann ein Share-Rickshaw zu meinem Guest House nehme. Dieser Fahrer aber war sogar noch am Hupen als ich schon auf der anderen Strassenseite war. Als ich dann hingeschaut habe, erkannte ich Satish. Er wollte mich unbedingt mitnehmen, obwohl ich fuer diese kurze Strecke nie ein Rickshaw nehme, aber er bestand darauf und hat mich gratis bis zur Kreuzung mitgenommen. War sehr lustig, er hat mir etwas von der Strasse erzehlt, dass sie jetzt wieder weiterbauen. Ich habe ihn aber mit seinem schlechten Englisch, gespickt mit Telegu, der lokalen Sprache, nicht ganz verstanden.

Nagarjuna Sagar

Am Samstag haben Lea und ich einen Ausflug zum Nagarjuna Sagar Staudamm gemacht. Die organisierte Tour war Ok aber nicht wirklich etwas besonderes. Ein detaillierter Bericht ist auf Lea’s Blog.

Ganz stolz bin ich auf dieses Foto, das ich von den beleuchteten Ethipothala Wasserfaellen gemacht habe.

Travellers Cheque

Da kauft man sich in der Schweiz Travellers Cheque, weil man davon ausgeht, dass sie problemlos auf der ganzen Welt eingeloest werden koennen. Aber nein, in Indien laeuft der Hase anders rum.
Um bei einer Bank TC einloesen zu koennen, muss man ein Konto bei der jeweiligen Bank besitzen. Ist ja logisch oder? Der Reisende, fuer den laut Name des Travellers Cheque dies gedacht ist, hat ja in jedem Land, das er bereist ein Bankkonto. Und auch wenn es so ist, bekommt man das Geld erst einen Tag spaeter auf das Konto ueberwiesen. Komisch komisch.

p.s. scheint aber nur in Hyderabad ein Problem zu sein…

Silvester, wir kommen!

Die Plaene fuer die Zeit um Weihnachten und Silvester nehmen allmaehlich Form an. Ich habe 5 Tage freigenommen, so dass ich jetzt mit den indischen und internationalen Feiertagen insgesamt zu 12 freien Tage komme. Die Reise mit Lea startet am Abend des 20. Dezember von Hyderabad aus. Wir reisen ueber Chennai nach Mahabalipuram und Pondicherry. Von dort geht es weiter via Madurai von der Ost- zur Westkueste nach Varkala. Von Varakala aus schlussendlich noch nach Kochi, von wo aus wir dann die Reise via Banagalore zurueck nach Hyderabad antreten, wo wir am Morgen des 2. Dezembers ankommen. Details folgen spaeter!

Dank den gekauften Zugtickets steht aber schon fest, wo wir Silvester verbringen werden. Naemlich im Sleeper Abteil vom Bengalore Express von Kochi nach Bengalore. Prost!

23!

Am Sonntag habe ich mit Freunden meinen Geburtstag gefeiert. So eine Feier laeuft in Indien ganz anders ab als in der Schweiz. Hier darf man am Geburtstagskind alles moegliche antun, was einem Lieb ist. Angefangen von Torte ins Gesicht schmieren, Tomatensauce ueber den Kopf leeren bis das ganze Zimmer verwuesten. Bei mir haben sie zum Glueck milde walten lassen und “nur” mit Essen vollgeschmiert.
Irgendwie scheint hier eine Feier mehr fuer die Gaeste als fuer den Gefeierten lustig zu sein. Beim Geburtstag muss das Geburtstagskind alles moegliche ueber sich ergehen lassen. Bei der Frage “Warum?” kam die simple Antwort: “Because its fun!” Ah Ok.

Das gleiche gilt bei der Hochzeit. Das Hochzeitspaar muss waehrend der stundenlangen Zeremonie immer schoen laechelnd auf einem Podest sitzen und warten bis es endlich voruebergeht. Die einzigen, die Spass haben sind die Gaeste, die waehrend der ganzen Feier gut Essen, Freunde treffen und wenn sie genug haben nach Hause gehen. Verkehrte Welt.
Danach wurde zuerst der Kuchen gegessen und dann haben wir das Nachtessen zu uns genommen. Das Essen habe ich von einem benachbarten Restaurant als Take-Away bestellt. Es war ganz gut, nur das ewige Warten nach dem Bestellen war ziemlich nervig. Sie haben erst nach mehrmaligen Beschweren, dass es zu lange geht, mit dem Abpacken in Takeaway-Beutel begonnen.
Im ganzen gesehen, war es eine sehr sehr lustige Feier, wobei der zweite Part mit Essen und Bier trinken fuer mich deutlich lustiger war als der erste Teil.

Wochenendplaene

Lea und ich haben uns entschieden an den naechsten beiden Wochenenden wegzureisen. Am Samstag machen wir mit dem Bus einen Tagesausflug zum Nagarjuna Sagar. Dies ist eine der groessten Staudaemme Asiens und das Wasser, welches dahinter aufgestaut wird, bildet den weltweit groessten kuenstlichen See.
Am darauf folgenden Wochenende reisen wir mit dem Zug fuer 2 Tage nach Hampi. Die Stadt bildete vor 700 Jahren den wichtigsten Ort des damaligen hinduistischen Koenigreiches. Heute stehen dort wunderschoene Tempel eingebetet in eine wunderbare Felslandschafft umgeben von Bananenplantagen.