Seattle

March 4th, 2009 by Aldo

Die Zeit vergeht wie im Flug und die Wochenende, an denen ich was unternehme, ziehen nur so an mir vorbei. An die einen seit Lenherr’s Besuch in LA mag ich mich nur noch wage erinnern. Sie scheinen schon Ewigkeiten her zu sein.
Da war ein Wochenende, an dem ich 2 Tage Fallschirm springen ging. Am ersten Tag sprang ich für ein vermisstes Teammitglied in einer 10er Formation ein, da diese sonst nicht am Plausch-Wettkampf teilnehmen konnte. Und Plausch war wirklich das Motto. Die meisten Springer hatten 10 mal weniger Sprünge als ich und so kam es, dass ich und ein paar andere oft die ganze Zeit im Freifall mit Warten verbrachten, bis alle bei der Formation auftauchten. Aber lustig wars auf alle Fälle, auch ohne einen einzigen Punkt. Am zweiten Tag gings zum ersten Mal nach Skydive Perris, die grösste Drop Zone in Kalifornien. Die betreiben dort drei Super Twin Otter, ein Skyvan und an manchen Tagen sogar eine modifizierte DC-9. Und wer nicht glaubt, dass die dort aus einem Jet springen: Guckst du hier!
Zudem traf ich noch einen alten bekannten, den meine RS Kollegen sicher noch kennen. Als ich am Falten war, stand ploetzlich Verboom vor mir, der nun hier arbeitet.
An einem anderen Wochenende besuchte ich wieder einmal Lenherr in Mountain View und wir genossen das herrliche Nichtstun.
Aber eigentlich wollte ich über das soeben vergangene Wochenede berichten, an welchem ich Christof Gerber in Seattle besuchte. Er verbringt 2 Monate seinens Wahlstudienjahres am Harbor Medical Center in Seattle, welches ein reines Trauma Zentrum ist, das Schwerverletzte von 4 Bundesstaaten zugeteilt bekommt. Er arbeitet dort in der chirurgischen Orthopadie und verbringt somit viel Zeit im Ops und “buetzt” die Schwerstverletzten wieder zusammen.
An diesem Wochenende machten wir mit einem 4×4 SUV die Gegend rund um Seattle unsicher und besichtigten den Mt. St. Helens und Mt. Rainier bei schönem Wetter (eine etwas ausfuehrlichere Version dieses Abstechers könnt ihr hier nachlesen).

Mount Saint Helens

Mount Saint Helens

Nach dem herrlichen Tag in der Wildnis südlich von Seattle gings dann auf City Tour. Das Wetter meinte es zwar nicht ganz mehr so gut mit uns, aber für Seattle Verhältnisse immernoch sehr schön. Muss wohl an mir liegen…

Seattle by night

Seattle by night

Einige Impressionen davon könnt ihr, wie immer, in meinem Webalbum sehen.
Zum Schluss gings dann noch nach Everett zur Boeing Fabrik. Dort werden die grossen Flieger in der grössten Halle der Welt rund um die Uhr gefertigt. So stehen 747′s (aka Jumbo Jet), 767, 777 und 787 (aka Dreamliner) in Reih und Glied in einer einzigen Halle (knapp 400000\ m^2 Grundfläche). Vermutlich sind diese Typen Nummern nicht jedem geläufig, abgesehen vom Jumbo Jet. Der 777 ist momentan das neuste Model von Boeing, welches schon kommerziell operiert wird. Es ist die grösste zweistrahlige Machine auf dem Markt, welche 10-20% weniger Treibstoff verbraucht als ihre Konkurrenten. Um das vielleicht etwas klarer zu machen, kann man das auch in Liter Treibstoff pro 100km und Passagier ausdrücken. Da ja hier in Amerika sowieso pro Auto nur eine Person fortbewegt wird, kann man das ja direkt mit einem Auto vergleichen (Ansonsten wären die Zahlen nicht mehr so schön). Also umgerechnet kommt das dann in den Bereich von 2.5 Liter Treibstoff pro 100km pro Auto.. eh.. Passagier.
Das noch neuere Modell 787 aka Dreamliner, welches in Kürze seinen Jungfernflug machen soll, geht noch einen Schritt weiter. Boenig hat mit jeder Modelreihe die Treibstoff Effizienz durchschnittlich um 15% gesteigert \left( \leq 2~\frac{\textrm{liter}}{100~\textrm{km Pers}} \right). Um dieses ambiziöse Ziel zu erreichen ersetzen sie zum einen die Aluminium Struktur des Fliegers durch Kohlefaserverbundwerkstoffe (hier Karbon) und zum anderen verwenden sie eine neuartige geschwungene Flügelform. Karbon bringt neben den muehsamen statistischen Schadensanalysen (ja, keiner weiss so genau wie lange das hält, es beruht alles auf “Erfahrung” :) ) auch einige Vorteile mit sich. Einer, der die Kunden sicher merklich spühren werden, ist das Kabinen Klima. Die neue Struktur lässt einen höheren Kabinen druck zu und auch eine höhere Luftfeuchtigkeit, da die Korrosionsprobleme verschwunden sind. Des weiteren werden die Fenster des Fliegers 50% groesser sein als die bisherigen und “Fensterläden” gibt es auch nicht mehr. Dafür kann man die Scheiben elektronisch bis fast zu Schwarzglas dimmen. Leider durfte man keine elektronische Gerate mit in die Halle nehmen und deshalb kann ich euch auch keine Photographien von Blueprints zeigen, falls ihr einen Flieger nachbauen wolltet…

Kleine Anmerkung: Die komische Formeln im Text sind nur da, weil ich das LaTeX Plugin von WordPress testen wollte.

SSS a.k.a. Ski & Surf & Ski

January 30th, 2009 by Aldo

Die Zeit vergeht schnell und ich bin schon wieder ein Weilchen in Pasadena, nach meinen kurzen, aber erholsamen Ferien in der Schweiz mit viel Schnee, Sonne und Freunden. Nachdem ich in der Schweiz den eisigen Winter geniessen durften und viel Zeit auf den sonnigen Pisten verbrachte, wurde es Zeit den Sommer hier zu geniessen. Fuer dieses Vergnuegen hat sich mir Thomas angeschlossen und wir genossen ein herrlich warmes Wochenende in LA, Hollywood und am Strand mit Surfen. Mehr Bilder gibt es wie immer hier.

Lenherr and me after catching some waves

Lenherr and me after catching some waves

Letztes Wochenende durfte ich mit einer Gruppe von Caltech’lern nach Mammoth Mountain. Dies ist eines der groessten und bekanntesten Ski Gebiete von Kalifornien. Wir waren insgesamt 17 Personen in 2 Gruppen aufgeteilt.
Am Freitag Nachmittag gings los und wir fuhren per Auto Richtung das gut 500km entfernte Mammoth Lakes. Das Wetter meinte es nicht allzu gut, als wir ankamen. Es regnete. Trotzem gingen wir guten Mutes in das naechste Sportgeschaeft und mieteten die benoetigte Ausruestung. Das Wetter war leider anhaltend schlecht, doch dank einem Temperatursturz schneite es wenigstens die naechsten zwei Tage und wir konnten den frisch gefallenen Tiefschnee geniessen. Dank der Groesse dieses Gebietes, konnte es durchaus auch erfahrenen Skifahren viel Abewechslung bieten, so war der obere Teil des Skigebietes nicht prepariert und man musste sich seinen eigenen Weg nach unten durch den frisch gefallenen Tiefschnee suchen. Abgesteckte Pisten sind in diesem Teil des Gebietes ein Fremdwort. So wird die Skigebiets Groesse auch nicht in Pistenkilometern, wie in der Schweiz, angegeben, sondern in einem Flaechenmass (ueber 14 km^2). Anders als in unseren Skigebieten war man meistens von Baeumen umgeben, die hier fast bei 3000m liegt. Das gab ein herrlich idyllisches Bild mit all den verschneiten Tannenbaeumen und dem frisch gefallenen Tiefschnee, auch wenn die Sicht kaum mehr als 50m betrug und manchmal sogar unter wenige Meter sank. Verglichen mit der Schweiz werden hier auch sehr stolze Preise fuer den Skipass verlangt. So kostet eine Tageskarte 83$ fuer eine erwachsene Person und man koennte meinen die Anlagen seien dafuer in einem Topzustand. Fehlanzeige. Sie kennen zwar kaum Buegellifte, aber die wenigsten Sessellifte sind auskuppelbar. Die Mehrheit aller Sessellifte besitzen keine Fussstuezen, wo man die Skies abstellen koennte und einige besitzen sogar gar keinen Sicherheitsbuegel. Deshalb macht sich der Amerikaner auch gar nie die Muehe diesen Buegel herunter zu klappen, man muss ihn ja sowieso 10 Minuten spaeter wieder nach oben schieben.

Snowy scenery in Mammoth Mountain

Snowy scenery in Mammoth Mountain

Leider ging es nach zwei windigen und schneereichen Tagen schonwieder zurueck Richtung Pasadena, wo uns die Realitaet wieder einfing. REGEN und GEWITTER in Kalifornien!

SNOW!

December 17th, 2008 by Aldo

Langsam habe ich genug gehoert ueber den Schnee in der Schweiz! Und ja, ich bin extrem neidisch! Doch oh Wunder, meine Wehklagen wurden erhoert und wir bekamen auch Schnee! ;)
Snow

Fight the fat

December 13th, 2008 by Aldo

Nein, ich habe nicht zugenommen in den letzten drei Monaten. Mir wird aber in den naechsten sechs Monaten wohl noch genuegend Gelegenheit geboten dies aufzuholen. Wenigstens gibt es da noch die Laeufergruppe am CALTECH, die einen immer wieder auffordert an Wettkaempfen teilzunehmen und so draengten sie auch mich an ihrem schoensten Halbmarathon in LA teilzunehmen. So kam es, dass ich mehr oder weniger ohne Vorbereitung und uebermuedet am Start des City of Angels Halfmarathon stand. Ich musste ja nur gerade um 0430 aufstehen, mir einen Teller Pasta in den Kopf druecken (sorry fuer die Ausdrucksweise, aber so fuehlte ich mich etwa) und dann gings schon los. Um 0600 war der Treffpunkt in Hollywood, wo wir uns mit den Fahrern organisierten, da es keine Parkplaetze gab, weder am Start noch am Ziel. Die Gruppe ist aber zum Glueck so gross, dass sich immer wieder Leute als Fahrer zur Verfuegung stellen. So kamen wir kurz vor 0700 am Start vor dem LA Zoo an, wo schon ca. 2500 Schueler aus LA und weitere 4000 Laeufer sich vorbereiteten. Wir mussten nur noch den aufklebbaren RFID (Radio Frequency Identification Device) Tag an den Schnuersenkel befestigen, uns aufwaermen und los gings. Der Startschuss viel um 0730, die Sonne war seit ca. 20 Minuten aufgegangen und eine leichte Bewoelkung fuehrte zu angenehmen Temperaturen. Die Strecke fuehrte vom Zoo neben dem Griffith Park entlang vom Interstate Highway #5 zum Silver Lake vorbei am Echo Park bis nach LA Down Town. Nach ca. 2 Meilen sah ich etwa so aus
City of Angels Halfmarathon
Ganz locker und mit einem laecheln. :)
Das gute am Halbmarathon hier ist, dass man nur auf 13 zaehlen muss und nicht auf 21 und man ist schon am Ziel. Die Stimmung war wirklich toll. Ueber die ganze Strecke verteilt waren Cheerleader Gruppen, Bands, Martial Arts Drummer und und und. Nach gut 1 Stunde und 24 Minuten war ich dann am Ziel und konnte zum ersten Mal sehen, wie es denn in LA Down Town aussieht. Anschliessend gingen wir dann noch zusammen Fruehstuecken und gegen Mittag war ich wieder zu Hause.
Falls es wirklich jemand interessiert, wie ich im spaeteren Verlauf der Strecke ausgesehen habe, kann dies hier tun. Ich uebernehme aber keine Haftung, fuer bleibende psychische Schaeden, die durch die Schmerz verzerrten Gesichter hervorgerufen wurden.

Thanksgiving

December 9th, 2008 by Aldo

Wieder einmal verfliegen die Wochen nur so, doch vorletztes Wochenende war Thanksgiving und ich hatte satte 4 Tage frei. Das ist fast wie Ferien. Weil dies eines der wenigen :) langen Wochenende ist, entschied ich mich wieder einmal nach San Francisco zu gehen um Lenherr’s neue Wohnung zu bestaunen. Ich reservierte also ein Auto hier in Pasadena, dass dann aber nicht bereit war. Ich bin wohl nicht der einzige, der ein Auto braucht ueber dieses Wochenende. Da alle Autos in meiner Kategorie, die ich reserviert hatte, schon weg waren, musste ich mit einem Mustang Cabriolet vorlieb nehmen.
Mustang Convertible
Aber ausgerechnet an diesem Tag regnete es in stroemen hier im sonnigen Kalifornien…
Ich machte mich also im Verlauf des spaeteren Nachmittag auf den Weg Richtung San Francisco und brauchte lediglich 2h um aus LA heraus zu kommen und danach noch weitere 5.5h um bis nach Mountain View zu fahren.
Highway Nr5
War mal eine ganz andere Erfahrung fuer gut 300 Meilen im stockenden Kolonnenverkehr zu sitzen. Endlich beim Googleplex angekommen, wartete schon Thomas vom Hunger getrieben auf mich. Das war jetzt zwar etwas uebertrieben, doch irgendwie muss man ja das “In’N'Out 4by4 xtra everything and fries animal style” Menu rechtfertigen koennen. :)
Den naechsten Tag verbrachten wir mit gemuetlichem Spazieren im Castle Rock Park, Cabrio fahren, gemuetlich in der neuen Wohnung von Thomas plaudern und verzweifelt nach einem offenen Restaurant am Thanksgiving Abend suchen. Nach einem langen Abend und einer kurzen Nacht gings dann am (schwarzen) Freitag ins Computer History Museum, wo wirklich eine erstaunliche Menge an alter Rechner zu sehen sind. Nach der kleinen Reise durch die Zeit gings dann weiter in die IKEA, um noch zwei drei kleine Sachen fuer Thomas’ Wohnung zu besorgen. Aber auch kleine Sachen passen nicht unbedint in ein Mustang Convertible, so fuhren wir halt kurzer Hand mit offenem Verdeck bei Nacht durch die Strassen von Mountain View. Am Abend trafen wir dann Patrick, um gemeinsam essen zu gehen und die Plaene fuer den naechsten Tag zu schmieden. Nach langen Diskussionen und ewigen Hin und Her, wo man dann am besten nichts tun kann, entschieden wir uns am Morgen fuer das Fruehstueck zu treffen und dann noerdlich von SF etwas “spazieren” zu gehen. Gesagt getan und Google Maps fuehrte uns dann zielgenau ans falsche Ort, oder wie war das schon wieder Moor? Jedenfalls waren wir, nach einer unglaublich engen und steilen Bergfahrt durch verwinkelte Straesschen, nur ca. 5 Meilen an einem anderen Ort angekommen als geplant. Nichts desto Trotz, machen wir uns auf den Weg Richtung Mt Tamalpais und wie es dann halt so ist, konnten wir es nicht lassen bis auf den “Gipfel” zu laufen (oder war das nur ich :) ). Kleine Nebenbemerkung am Rande, man koennte mit dem Auto bis ca. 100m unter den Gipfel fahren. Oben angekommen, konnten wir eine herrliche, etwas dunstige, Aussicht ueber die Bay Area geniessen.
Mt Tam
Panorama vom Mt. Tam
Da es aber schon ziemlich spaet war und es in ca. 1.5h dunkel werden wuerde, machten wir und bald schon wieder auf den Rueckweg. Zur Sicherheit machten wir noch ein paar Photos der aufgehaengten Karten der Umgebung, dass wir uns ja nicht verlaufen koennen. Unser merkwuerdiges Verhalten ist dann auch prompt einem Park Ranger aufgefallen, der uns dann netterweise die beste Route zurueck erklaert hat und uns eine Karte mit auf den Weg gab. So gings dann im Eilmarsch Tempo den Hang hinunter, durch kleine verwuchterte Trampelpfade, vorbei an Indianer Denkstaetten, bis wir dann wieder auf dem alten Weg angekommen waren. Den letzten Abschnitt meisterten wir dann trotz einbrechender Nacht ohne groessere Probleme.
Am Sonntag erholten wir uns dann mit Shoppen von den Strapazen vom Vortag und gegen den Abend machte ich mich dann wieder auf den Weg in den Stau zurueck nach LA. Die Ruekfahrt ging zwar etwas besser als die Hinfahrt, aber ich muss einfach sagen, dass gewisse Amis schon komische Fahreigenschaften haben. Kaum auf dem Highway 5 angekommen, zeigte sich mir das selbe Bild wie am Mittwoch Abend. Stockender Kolonnenverkehr soweit das Auge reicht. Dazu kam noch Nebel, was wohl die Kalifornier nicht gewohnt sind. So kam es, dass ich nach gut 2h im langsamen Verkehr an der Spitze des Staus ankam. Ja, da wird sich jetzt der eine oder andere fragen, wie das wohl geht. Ganz einfach. Alle Amis fahren links, da dies ja die schnellere Spur sein soll und auf der rechten Spur sind nur die Lastwagen, die aber im Endeffekt einiges schneller unterwegs sind. So kann man gemuetlich an allen links fahrenden Autos vorbeiziehen, ab und zu ein Lastwagen auf der linken Spur ueberholen und einen, den Verhaeltnissen entsprechenden guten Schnitt fahren. Und wie gesagt, nach 2h war ich dann an der Spitz des Staus, hinter 2 SUV’s die neben einander mit laecherlichen 40 Meilen pro Stunde den Highway versperrten, da sich wegen dem Nebel keiner der beiden getraute schneller zu fahren. Nach einiger Zeit liessen sie mich dann doch durch und ich hatte fuer etwa gut eine Stunde den Highway fuer mich alleine und sah kein einziges Auto. Ich dachte, ich spinne, aber das waren in diesem Fall wohl eher die zwei SUV Fahrer. Von da an war der Verkehr dann auch ziemlich normal und ich kam, nach einem super tollen Wochenende, gut zu Hause an.

Skydive Elsinore

November 14th, 2008 by Aldo

Endlich habe ichs geschafft. Ich war zum ersten Mal im freien Fall ueber Kalifornien und konnte einen herrlichen Tag nahe Lake Elsinore auf einer Drop Zone verbringen. Ueber die Internet Seite dropzone.com konnte ich mir Kontakt zu einer Fahrgelegenheit verschaffen, sodass ich nicht mal ein Auto organisieren musste.
Das ganze Einschreiben und Abklaeren der Lizenz und Verischerung war unkompliziert. Einzig lustig war, dass sie dich filmen, wenn du den Enthaftungsvertrag unterschreibst, dass du im Falle eines Selbsunfalles nicht den Club zur Rechenschaft ziehen wirst. Diese Art von Vertrag ist weltweit standart, nur hier sind sie halt extrem vorsichtig. So durfte ich den Vertrag vor laufender Kamera unterschreiben und meinen Namen und Datum sagen. Echt witzig.
Da wir nicht so frueh am morgen starteten, war ich kurz nach dem Mittag zum ersten Mal in der Luft und beim vierten Sprung konnte ich dann im Freifall zusehen, wie die Sonne hinter dem Meer untergeht. Einfach traumhaft!
Nach ein zwei Feierabend Bieren gings dann auch schon wieder nach Hause und ein gelungener Tag an der frischen Luft war zu Ende.
Skydive Elsinore

Santa Barbara

November 13th, 2008 by Aldo

Ja, die Arbeit wird immer mehr hier am Caltech und die Posts immer rarer. Ich verspreche aber mich nicht zu bessern. Um ein kurzes update zu geben, was ich so am Wochenende tue, hier einige Infos. Vorletztes Wochenende war wieder einmal einiges los. Am Freitag Abend durfte ich zum ersten Mal erleben, was es heisst Halloween in Amerika, besser gesagt in Hollywood zu feiern. So fuhr ich mit einer Gruppe von Caltech Studenten nach West Hollywood, der GAY area schlecht hin in LA. Die Leute waren sehr ausgefallen gekleidet und der Phantasie war keine Grenzen gesetzt. Von extrem aufwaendigen Kostuemen bis hin zu (fast) splitter nackten Leuten konnte man alles bewundern.
Halloween in Hollywood
Es gab auch die eine oder andere lustige Bekanntschaft dort, unter anderem ein Typ (der linke hier auf dem Bild), der gerne Maenner Popos begrabscht, wenn er dich auffordert ein Bild von ihm und dir machen zu lassen. Aber es wahr wirklich ein lustiger Abend…
Am naechsten Morgen gings dann per Mietauto nach Santa Barbara, wo ich noch einmal David traf, der dort einen Sprachaufenthalt machte und so sein letztes Wochenende mit mir verbrachte. Seine ueberaus freundlichen Gasteltern erlaubten mir sogar bei ihnen zu Hause zu uebernachten und so stand einem gemuetlichen Wochenende nichts mehr im Wege. David zeigte mir dann Santa Barbara und die Umgebung. Leider konnten wir nicht surfen gehen, da das Wetter nicht optimal war und ich kein Surfboard vom Caltech mitbringen konnte.
Sunset in Santa Barbara
Wir genossen zwei gemuetliche Tag mit Sonne, Wind, Sushi, Bier, Delphinen und schoenen Straenden. Nochmals ein herzliches Danke schoen an David!

Inspection in SF

October 31st, 2008 by Aldo

Seit gut mehr als einer Woche ist Thomas nun schon wieder in SF und wird dort seine Stelle bei Google antreten. Bevor er aber dort beginnt, musste ich noch wissen wo er wohnen wird und bin zu diesem Zweck nach Mountain View gereist. Leider muss ich sagen, dass er komplett versagt hat. Er wird seine Wohnung erst zwei drei Tage nach meinem Besuch beziehen. So verbrachten wir das Wochenende bei Moor zu Hause und genossen die gemuetlichen Stunden zusammen. Photos gibt es aus Geheimhaltungsgruenden nicht. (Ich kann ja nicht sagen, dass ich meine Kamera im Auto meiner Mitfahrgelegenheit liegen gelassen habe *oops*). Leider war dieses Wochenende viel zu schnell vorbei und nach einem kurzen Abstecher nach Santa Cruz musste ich auch schon wieder nach Hause. Danke fuer das tolle Weekend, es war super! So kann ich auch gut ueber die knapp 14h hinweg schauen, die ich an diesem Wochenende im Auto verbracht habe. Ist ja nichts spezielles fuer amerikanische Verhaeltnisse.
Highway Nr5

Noch ganz was anderes. Im letzten Jahr wurde zum zweiten Mal an der ETH ein Rennwagen gebaut, um sich anschliessend mit anderen Rennwagen auslaendischer Universitaeten zu messen. In der NZZ vom 18.10.08 erschien ein Bericht ueber dieses Projekt und da ich dachte, dass dieser Artikel den einen oder andere interessieren koennte, habe ich diesen hier online gestellt: Maloja

JPL

October 29th, 2008 by Aldo

Durch meine Trainingsgruppe hier in Pasadena habe ich einen Wissenschaftler, der am JPL (Jet Propulsion Laboratory) arbeitet, kennen gelernt. Das JPL ist zustaendig fuer die unbemannten Weltallmissionen der NASA. Das heisst, es werden hier die Satelliten (Orbiter) und Rover (wie z.B die Marsrover) hergestellt. Dank dieser Bekanntschaft kam ich in den Genuss einer ganz privaten Besichtigungstour. Ich konnte so die Testanlagen des neuen Mars Rovers anschauen und bestaunen. Dieser soll dann in ca. einem Jahr Richtung Mars geschossen werden und dort geologische Untersuchungen vornehmen. Dieses Projekt hat einige sehr interessante Aenderungen im Vergleich zu seinem Vorgaengern. Zum ersten Mal wird der Eintritt in die Marsatmosphaere aktiv gesteuert, sodass die Landegenauigkeit von 200km auf 20km gesenkt werden kann. Zudem wurde das Landemanoever komplett umgestellt. Es kommen keine Airbags fuer den Aufprall zum Einsatz sondern ein BUD (Bridle Umbilical Device) wird den Rover an Seilen herablassen waehrend dem es ueber der Oberflaeche schwebt (Video dazu ca. 25mb). Eine weitere grosse Veraenderung ist das Energievesorgungskonzept. Der Rover besitzt keine Solarzellen mehr, sondern besitzt ein sogenanntes “radioisotope power system”. Neu ist das allerdings nicht, es wurde schon vor 40 Jahren eingesetzt und kam auch in den uebrigen Mars Missionen zum Einsatz, aber nicht fuer die ganze Stromversorgung. Dieses System benutzt die Energie (Hitze) des natuerlich Zerfalls von nicht waffenfaehigem Plutonium um Strom herzustellen. Der neue Rover ist auch um einiges groesser als seine Vorgaenger und soll auch ueber 600 Marstage im Einsatz sein, verglichen mit den geplanten 90 Tagen vorher (obwohl diese zum Teil jetzt noch im Einsatz sind). Vorhin hat man damit gerechnet, dass der Staub auf den Solarzellen die Stromproduktion so stark senken wird, dass nach 90 Tagen Ende ist, doch kleine Windstuerme auf dem Mars fuehrten dazu, dass dieser Staub wieder weg geweht wird und die Rover jetzt noch im Einsatz stehen.
Rover bogie
Mehr Photos hat es auf picasaweb.

Drop, Cover and Hold on

October 21st, 2008 by Aldo

Californien bereitet sich auf den BIG ONE vor und da ich keine Ahnung habe von Erdbeben, besuchte ich vergangene Woche eine Infoveranstaltung zum erwarteten grossen Erdbeben. Dies war eine Vorveranstaltung vom sogenannten “ShakeOut”. Dieses Erdbebentraining findet dann am 13. Sept. um 1000 (local time) statt. Wir duerfen uns also alle eine Pause von einer Minute unter einem Tisch goennen. Juhee.
Die Veranstaltung war ziemlich informativ doch zum Teil auch etwas widerspruechlich. Uns wurde eine Modelrechnung vorgestellt, die ein Erdbeben simulierte, welches suedlich von LA am San Andreas Graben beginnt und sich dann mehrere hundert Kilometer Richtung Norden dem Graben entlang ausbreitet. Durch diesen langen Riss in den Erdplatten wird dann ca. ein Erdbeben der Staerke 7.8 resultieren. Laut Berechnungen soll dann der Boden zwischen 40 bis 120 Sekunden beben. In Pasadena waeren es rund 60 Sekunden. Ganz schoen lange…
Wir bekamen dann auch Ratschlaege wie wir uns individuell darauf vorbereiten koennen. Als erstes soll man immer eine Taschenlampe auf sich tragen. Aha, da kauf ich mir doch gleich so eine 8 Zellen Maglite. Zweitens soll man immer ein Paar Schuhe am Arbeitsplatz haben, mit denen man 20 Meilen sprich gut 32km laufen kann. Als ob der Durchschnitt hier das in sonst perfekten Bedingungen koennte. :) Dann wurden wir mehrmals darauf hingewiesen, dass wir Emergency Kits zusammen stellen sollten. Eins fuer zu Hause, eins fuer ins Auto (ich fuer mein Velo) und eins fuer den Arbeitsplatz. Dieses Kit sollte neben Wasser und unverderblichem Essen fuer sieben Tage auch Dinge wie Brechstange, Seil, Zelt, Hammer und Spaten enthalten. Na dann, geh ich wohl mal in den Outdoormarkt oder koennte mir vielleicht jemand aus dem 17i 3 Einsatzpackungen erstellen, dann waere ich einigermassen im Rahmen der Vorgaben.
Es wurden auch solche Problem wie Kommunikation, Strom und Gas angesprochen. Da gab es zum Teil lustige Ratschlaege. Als erstes sollte man in der Verwandtschaft eine fixe Infoperson in einem anderen Staat definieren, an den sich alle wenden sollen im Falle eines Erdbebens und der kann dann Buchfuehren, wer noch da ist und wer nicht. Gut fuer ihn das zu wissen, er wird wohl der einzige bleiben. Da man aus Erfahrung weiss, dass das Mobilfunknetz zusammen brechen wird, sollte man sich unbedingt einen Festnetzanschluss zulegen. Ich bin aber nicht so ueberzeugt, dass diese Kabelverbindungen das ueberleben werden, wenn ich auf den Strassen das Spinnennetz von Telephon- und Stromleitungen betrachte. Der andere wichtige Punkt ist das Wasser. Man sollte ca. 4*7 Liter Wasser fuer sieben Tage zu Hause haben. Macht durchaus Sinn, doch der Vorschlag, wie man das aufbewahren soll war doch lustig. Sie zeigten sowas wie eine Regenwassertonne, in der man angeblich das Wasser 5 Jahre lang halten kann. Viel Spass beim Schlamm abschoepfen, wenns dann so weit ist. Es gab noch unzaehlige weitere so weniger oder mehr lustige Hinweise an diese Veranstaltung, wie zum Beispiel das Sammeln von ein Dollar Scheinen, dass man dann auch noch einkaufen gehen kann. Die Begruendung war nicht, dass alle Karten nicht mehr gehen sondern, dass man nicht eine Flasche Wasser fuer einen Dollar mit einem 20 Dollar Schein bezahlen muss und dann kein Retourgeld mehr bekommt. Die haben Sorgen, dann wuede ich halt einfach 20 Flaschen kaufen, wenns dann ueberhaupt noch welche hat und die Pluenderer nicht alles mitgenommen haben…