Yosemite
Nach einer fast nicht endenden Baustelle am südlichen Ende vom Yellowstone Park, konnten wir mit etwas Verspätung die Reise Richtung Kalifornien antreten. Nach gut 700 Meilen Autofahrt an diesem Tag gab es einen kurzen Nachtstop irgendwo in Nevada. Hab schon vergessen, wo das war, aber ich verbrachte dort auch die ganze Zeit nur mit Schlafen und am nächsten Morgen betraten wir endlich wieder Kalifornischen Boden und besichtigten den Yosemite Nationalpark. Nach einem kurzen Schock auf der Fart im Park, kamen wir endlich im Yosemite Valley an. Der Schock bekamen wir auf Grund eines blinden Autofahrers, der mir den Weg abschnit bei Tempo 80. Obwohl er mich gesehen haben muss, entschieder er sich auf die Strasse hinaus zufahren und ich konnte nur noch eine Notbremsung machen. Zum Gluck kam ich kurz vor seinem Auto zu stehen und ihm fiel nichts besseres ein, als Mitten auf der Strasse stehen zu bleiben. Zum Glück ist nichts passiert, ausser, dass meine Kamera quer durch das Auto flog, da ich sie kurz zuvor auf den Rücksitz legte, um sie immer griffbereit zu haben. Wenigstens nahm nur der UV Filter Schaden. Die Aussichten über das Valley vermochte uns aber dieses Ereignis schnell wieder vergessen und wir waren in Gedanken schon auf unsere morgigen Tour auf den Half Dome. So gings dann auch am nächsten Morgen um 0400 los Richtung Park von unserem Hotel aus in Mariposa. Kurz vor Sonnenaufgang waren wir dann bei den ersten Wasserfällen auf dem Weg zum Gipfel und nach gut 2h schon unterhalb den bekannten Kabeln, die das erklimmen des letzten Stücks erleichtern. Die Aussicht dort oben ist einfach wundervoll und man möchte einfach ein Adler sein und tagelang diesen Anblick aus der Luft geniessen.
Beim Abstieg wurde uns dann bewusst, wie mühsam der letzte Abschnit sein kann, wenn man sich in einer dichten Menschenschlange nach oben kämpfen muss. Irgendwie schon lustig, wenn sich manche unter beinahe Erschöpfung nach oben quälen und man einfach locker dabei zusehen kann…
Den Nachmittag verbrachten wir dann im Tal und betrachteten die unmengen an Seilschaften in den steilen Wänden beim El Capitan. Gegen Abend gings dann Richtung San Francisco und ich konnte das letzte Wochenende mit Lenherr und Moor geniessen. Es war ein super Wochenende und ich werde die Nähe der beiden sehr vermissen. Es war einfach super!

