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11.06.2010

Gletscher – die Landschaftsbildner

Filed under: Bestände,Bildarchiv,Geologie,Naturwissenschaften — Tags: — Heike Hartmann @ 8:00

Gletschertisch, Glaziologische Kommission der SANW (Hs 1458 GK: B000-0000-04)

Gletscher sind und waren bedeutende Landschaftsformer, was man im Alpenraum mit einem Blick auf die Landkarte noch heute erkennen kann. Sind doch die grössten Seen, wie beispielsweise der Bodensee und der Zürichsee im Alpengebiet durch Gletscher entstanden.

Nicht nur die Seen sind Relikte der längst vergangenen Eiszeiten, sondern auch an dem Verlauf der Täler kann man die Fliessrichtung der eiszeitlichen Gletscher erkennen.

Weitere Vermächtnisse der Gletscher sind Findlinge, die man in ehemaligen Gletschergebieten sehen kann. Ein Beispiel dafür ist der Pflugstein in Herrliberg (ZH).

Ein weiteres Phänomen ist der Gletschertisch, dies ist ein einzelner Steinblock, der einen Eissockel krönt. So ist das Gletschereis an dieser Stelle vor der Sonne geschützt und bleibt länger gefroren. Hat sich die restliche Gletscheroberfläche zurückgezogen bleibt die Steinplatte in der Form eines Tisches stehen.

Ein schönes Bild eines Gletschertisches befindet sich im Bildarchiv der ETH-Bibliothek. Diese malerische Aufnahme ist von der Glaziologischen Kommission der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (SANW).

Das Bildarchiv der ETH-Bibliothek besitzt weitere faszinierende Landschaftsbilder aus der Schweiz und weltweit.

Ein zoombares Bild befindet sich im Bildarchiv Online

31.03.2008

Inlandeis. Windmessung. Grönland 1912.

Filed under: Bildarchiv,Meteorologie, Klimatologie — Tags: , — Rudolf Mumenthaler @ 16:56

de Quervain, Grönlandeis

Alfred de Quervain. Inlandeis. Windmessung. Grönland 1912. Glasdia handkoloriert 8.5 x 10 cm. Dia 297:71.

Das Bild zeigt den Schweizer Meteorologen Alfred de Quervain auf seiner Grönlandexpedition 1912 bei Windmessungen. Aufgenommen wurde es auf dem Inlandeis von einem seiner Begleiter (Roderich Fick, Karl Gaule oder Hans Hössli).

Dem Schweizer Geophysiker und Arktisforscher Alfred de Quervain (1879-1927) gelang im Sommer 1912 die Durchquerung des mittelgrönländischen Inlandeises in west-östlicher Richtung. Er lief mit drei Schweizer Begleitern und mit Einsatz von Hundeschlitten von Ilulissat nach Ammassalik mehr als 500 km über das Eis, eine bedeutend längere Strecke als Fridtjof Nansen 1888 zurückgelegt hatte. Die Reise war auch wissenschaftlich ein Erfolg: Erstmals wurden die grönländischen Gletscher in einem Höhenprofil erfasst.
Die finanzielle Unterstützung der Reise war durch private Sponsoren (u.a. NZZ, Maggi, Hero) erfolgt, nachdem der Bundesrat eine Subventionierung abgelehnt hatte. Zum Abbau des Defizits hielt de Quervain nach erfolgreicher Rückkehr zahlreiche Vorträge. Dafür setzte er Diapositive ein, die von einem Spezialisten in Zürich nach Angaben de Quervains hand­koloriert worden waren. Während der Expedition hatte sein Begleiter Wilhelm Jost aber auch schon Farbfotos, sogenannte Autochrome, gemacht.

Die ETH-Bibliothek zeigt dieses und weitere Bilder von Forschungsreisen in ihrer Ausstellung “Forscher auf Reisen – Fotografien als wissenschaftliches Souvenir” vom 19. Mai bis zum 9. Juni 2008 in der Haupthalle der ETH Zürich.

Mehr Bilder von de Quervains Grönlandexpedition sind in Bildarchiv Online zu sehen: http://ba.e-pics.ethz.ch/link.jsp?id=dia_297&view=searchresult

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