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06.01.2012

John Smeaton: A Narrative of the building and a description of the construction of the Edystone Lighthouse (London, 1791)

Filed under: Alte Drucke,Architektur — Roland Lüthi @ 7:00

   

 Titelblatt mit Titelvignette: The Morning after a Storm

  Tafel No. 8: South Elevation of the Stone Lighthouse completetd on the Edystone in 1759

 

 Tafel No. 9: Section of the Edystone Lighthouse upon the E & W Line, as relative to No. 8

Der wohl berühmteste Leuchtturm Grossbritanniens steht auf dem Eddystone Rock, einem kleinen, für Schiffe sehr gefährlichen Felsen ungefähr 20 Kilometer südwestlich von Plymouth. Im Lauf der Zeit wurden hier nacheinander vier Leuchttürme gebaut: Winstanley’s Tower (1698-1703), Rudyerd’s Tower (1709-1755), Smeaton’s Tower (1759-1882) und Douglass’s Tower (1882-heute). Von Smeaton’s Tower steht heute nur noch der Stumpf – der obere Teil wurde abgebaut und auf dem Festland in Plymouth Hoe als Denkmal zu Ehren des Erbauers wieder errichtet.

Der britische Ingenieur John Smeaton (1724-1792) basierte seine Konstruktion auf der Form eines Eichenstammes. Gebaut wurde der Turm aus Stein, wobei für das Fundament und die Verkleidung ein lokaler Granitstein verwendet wurde. Als Mörtel setzte Smeaton einen neuartigen schnell bindenden Zement ein, der den nassen Bedingungen standhielt und noch heute Verwendung findet. Neu war auch eine revolutionäre Technik von Verzahnungen und Steindübeln, mittels denen die Granitblöcke verbunden wurden. Nach drei Jahren Bauzeit und der Inbetriebnahme im Jahr 1759 trotzte der Leuchtturm der rauen See über ein Jahrhundert, bis sich in den 1870er-Jahren Risse im Fels zeigten. Sobald eine hohe Welle den 18 Meter hohen Turm traf, geriet dieser ins Wanken und musste deshalb schliesslich abgebrochen werden. Der untere Teil erwies sich dabei als dermassen solide, dass man ihn stehen liess.   

Links:

The construction of the Edystone Lighthouse (Rar 1788 GF) im Bibliothekskatalog NEBIS

Hochaufgelöste Bilder zu Smeaton’s Tower sind in E-Pics zu finden.

 

30.09.2011

Landschaftsbilder

Erorberte Landschaft mittels Luftbilder: Spelterini, Eduard: Bâle, une prise à 3520-3820 mètres de hauteur, ca. 1895 (Ans_05752)

 

Landschaft als Souvenir und Reiseersatz: A native kraal, South Africa. Durban : publ. by Sallo Epstein & Co., ca. 1905 (Fel_035225-RE)

Nationale Landschaft: Gaberell, Jean: Steinbockgruppe in der Abteilung Jagd. Schweizerische Landesausstellung, 1939, Zürich (Ans_00796)

 Kulturlandschaft: 21. Mai 1891, Photographien vom Bau des neuen Stahlbades in St. Moritz erbaut von A. Bringolf, Architekt, 1891-1892 (Ans_05453-012-AL-PL)

„Die Landschaft“ zu beschreiben ist so unmöglich, wie die vielfältigen Bilder, die wir uns von ihr machen. Landschaft ist immer eine Konstruktion, ein kulturelles Konzept. Je nach Disziplin und Perspektive wird Landschaft interpretiert.

Landschaften repräsentieren den Abwechslungsreichtum natürlicher Bedingungen und zeigen, wie unterschiedlich sich das Verhältnis von Mensch und Natur entwickelt hat. Landschaft umspannt das weite Spektrum von naturnahen Landschaften, Flüssen und Seen, Wäldern und Gärten, hochproduktiven, land-, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Gebieten, über Dorf- und Parklandschaften bis hin zu den dichtbesiedelten Städten mit ihren Industrie- und Gewerbegebieten und den Verkehrsflächen und -wegen.

Die ästhetische Auseinandersetzung mit Landschaft findet seit mehreren Jahrhunderten statt. Die Landschaftsfotografie hat sich rasch von der Landschaftmalerei gelöst, insbesondere weil der Dokumentationswert hohe funktionale (und neue) Ansprüche einlöste. Interessant ist, dass – obwohl das heute so naheliegend ist und Landschaftsfotografie alltäglich ist, dass die Abbildung der Landschaft lange Zeit keine Bedeutung hatte. Interessant war die Landschaft in der Fotografie höchstens als bildgebender Hintergrund.

Weitere Bilder sind im Wissensportal oder über das Bildarchiv online öffentlich zugänglich.

Veranstaltungshinweis:

An der Abendführung des Bildarchivs am 4. Oktober zeigen wir einen vielfältigen Querschnitt durch die Bestände des Bildarchivs unter dem Gesichtspunkt der Landschaftsfotografie. Wir werden Themen wie die eroberte Landschaft, Landschaft als Souvenir und Reiseersatz, die nationale Landschaft und Kulturlandschaft anhand von mannigfaltigem Bildmaterial ausleuchten.

Treffpunkt: ETH-Bibliothek, H-Stock beim Ausleihschalter um 18.15 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

03.06.2011

Das Buch als Ort der Utopie

Filed under: Alte Drucke,Architektur,Bestände — Tags: — Roland Lüthi @ 6:58

Centre Mondial de Communication: Perspective Generale

Der in Rom lebende Norwegisch-Amerikanischer Künstler Hendrik Christian Andersen (1872-1940) suchte Anfangs des 20. Jahrhunderts einen Ort, an dem er seine monumentalen klassizistischen Skulpturen aufstellen konnte. Er träumte von einer perfekten Metropolis, die mit Kunst gefüllt ist. Für die Planung zog er den französischen Architekten Ernest Hébrard bei. Andersen war davon überzeugt, dass die monumentale Beaux-Arts Architektur den Weltfrieden und internationale Harmonie herbeibringen würde.

Als Propagandavehikel für seine Stadtutopie gab Andersen ein aufwändig gestaltetes Buch mit dem Titel Création d’un centre mondial de communication (Paris, 1913-1918) heraus. Auf seiner Suche nach einem möglichen Ort für die Stadt verschenkte er das reich bebilderte Werk an Staatspräsidenten und andere wichtige Akteure. Auch dem damalige Rektor der ETH Zürich, Emil Bosshard, wurde ein Exemplar überreicht. Dieses von Andersen signierte Exemplar befindet sich heute in der Sammlung Alte Drucke.

Das Projekt Andersens erwies sich als Utopie – die Stadt wurde nie gebaut. Auch sein Glaube daran, dass die Kunst die Welt verändern könnte, fruchtete nicht. Das Stadtprojekt wurde von vielen als megalomanisch empfunden und Unverständnis schlug ihm selbst von Seiten seines engen Freundes Henry James entgegen. Trotz dieses Scheiterns kann Andersen als ein Vorläufer für spätere Stadtplanungen wie etwa die Konzepte Le Corbusiers angesehen werden. Bei der Betrachtung des Buches wird zudem klar, dass die Stadt, die nie gebaut wurde im Buch – wenn auch als Utopie – einen dauerhaften Ort gefunden hat.

Links:

Création d’un centre mondial de communication im Bibliothekskatalog NEBIS : http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&con_lng=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=002020678

Literatur:

Der Zwist zwischen Hendrik Andersen und Henry James ist im Briefwechsel zwischen den zwei Freunden dokumentiert: Beloved boy: letters to Hendrik C. Andersen, 1899-1915; edited by Rosella Mamoli Zorzi, Charlottesville: University of Virginia Press, 2004.

12.05.2011

Baustellen in Zürich? Zum Beispiel 1950 im Bereich der Bahnhofbrücke

Filed under: Architektur,Bildarchiv,Eisenbahnwesen,Ingenieurwissenschaften — Nicole Graf @ 10:50

 Zürich, Umbau Bahnhofbrücke, Taucher in Taucheranzug, ca. 1950. Comet Photo AG, Zürich. Negativ 10 x 12,5 cm (Com_M01-0193B-0013)

Zürich, Umbau Bahnhofbrücke, Abbau der Holzbrücke, im Hintergrund: Globus, ca. 1950. Comet Photo AG, Zürich. Negativ 6 x 8 cm (Com_M01-0193B-0111)

Zürich, Umbau Bahnhofbrücke, Abbruch Globus, ca. 1950. Comet Photo AG, Zürich. Negativ 10 x 12,5 cm (Com_M01-0193B-0006)

Zürich, Umbau Bahnhofbrücke/Central, Blick vom Hauptbahnhof, ca. 1950. Comet Photo AG, Zürich. Negativ 10 x 12,5 cm (Com_M01-0193A-0019)

Zürich, Umbau Bahnhofbrücke/Central, Neue Gleisanlage Limmatquai fertiggestellt, neue Gleisanlage Central Bahnhofbrücke im Bau, Globus bereits abgebrochen. Ce 2/2 231 + C 56 der Einsatzlinie E alter VBZ Turmwagen vorne links, ca. 1951. Comet Photo AG, Zürich. Negativ 10 x 12,5 cm (Com_M01-0193A-0006)

Die weitgehende Umgestaltung des Limmatraumes im Bereich der Bahnhofbrücke um 1950 hinterliess auch am Bahnhofquai ihre Spuren. Das Warenhaus Globus an der Bahnhofbrücke und die angrenzende gedeckte Holzbrücke wurden abgerissen. Der einstige und trocken gelegte Limmatarm wurde in die noch heute existierende Strassenunterführung beim Bahnhofquai umfunktioniert. Um diese bauen zu können, verschob man das Tramtrassee während der Bauzeit unmittelbar vor die Gebäudefront des Hauptbahnhofes, und vor der Bahnhofbrücke mussten die Tramgleise auf Hilfsbrücken über die Baugruben gelegt werden.

Eigentlich wollte die Firma Globus auf dem durch den Abriss frei gewordenen Warenhausareal ein neues Warenhaus erbauen. Das Vorhaben gelangte 1951 vor das Zürcher Stimmvolk und wurde abgelehnt. Um dem Warenhaus Globus den Bau eines neuen Warenhauses in aller Ruhe zu ermöglichen, einigte man sich darauf, am bisherigen Standort ein Verkaufsprovisorium zu erstellen. Das bis heute bekannte “Globus-Provisorium” war entstanden und wurde auch bis 1967 durch die Firma Globus benutzt. Spätere Nutzer und Mieter des Gebäudes waren u.a. die Eidgenössische Technische Hochschule und heute das Warenhaus Coop.

Die Bilder sind Bestandteil des Archivs der Fotoagentur Comet Photo AG. Sie sind in digitaler Form über das Wissensportal oder das Bildarchiv online öffentlich zugänglich.

10.12.2010

Siegerehrung ohne Gold: Die erste Silbermedaille der ETH Zürich

Filed under: Architektur,Archive und Nachlässe,Kunstgeschichte — Tags: — Marion Wullschleger @ 8:11

Jedes Jahr zeichnet die ETH Zürich besonders bemerkenswerte Dissertationen und Masterarbeiten mit ihrer Silbermedaille aus. In Vergessenheit geraten ist, dass ursprünglich auch die Verleihung von Goldmedaillen vorgesehen war.

Signatur: ETH-Bibliothek, Archive, Med. 204

Goldmedaille des Eidgenössischen Polytechnikums von 1869 mit Westfassade des ETH-Hauptgebäudes. In die leere Kartusche konnte der Name des Preisträgers nachträglich eingraviert werden.

Avers: In der Mitte das Schweizerwappen umringt von 22 Sternen, die die Schweizer Kantone symbolisieren, eingerahmt von zwei weiblichen Allegorien (vermutlich Freiheit und Amtsgewalt). Die lateinische Inschrift STUDIO und LABORI bezog sich auf den Eifer und die Arbeit der Preisträger. Ganz unten findet sich der Name des Graveurs Antoine Bovy, sc. = sculpsit (gestochen) im Jahr 1869.

Schon in ihrem ersten Reglement von 1854 legte die ETH Zürich (damals noch Polytechnikum) grossen Wert darauf, den Wettbewerbsgedanken unter ihren Studierenden zu fördern. „Zur Wekung (!) und Beförderung des wissenschaftlichen Lebens der Schüler, sowie zur Aufmunterung ihres Fleisses“ wurden den Schülern jedes Jahr Preisaufgaben gestellt. Die besten schriftlichen Arbeiten wurden jeweils öffentlich prämiert und mit einem Geldpreis belohnt.

Um den Siegern eine bleibende Erinnerung an die Hochschule mitzugeben, regte der damalige Schulratspräsident Johann Karl Kappeler im Jahr 1866 an, eine Preismedaille prägen zu lassen. Bis zur ersten Verleihung der Medaille sollte es jedoch vier Jahre dauern. Immer wieder holte Kappeler bei verschiedenen Experten Gutachten über mögliche Motive und deren Verbesserung ein. Unter anderem arbeitete auch Gottfried Semper, der damalige Architektur-Professor am Polytechnikum an der Medaille mit. Schliesslich zeigte die Rückseite der Medaille die Westfassade des nach seinen Plänen gebauten Hauptgebäudes.

Als Graveur wählte Kappeler den damals schon renommierten – und entsprechend teuren – Antoine Bovy, ein französischer Medailleur mit Schweizer Wurzeln, dessen Darstellung der Helvetia noch heute auf den Schweizer Münzen zu finden ist. Anlässlich der Weltausstellung 1867 reiste auch eine kleine Delegation des Polytechnikums nach Paris und besprach bei dieser Gelegenheit mit Bovy die laufenden Gravurarbeiten.

Erst 1869 war der Schulratspräsident überzeugt davon, eine perfekte Preismedaille vor sich zu haben, die auch den kritischen Blicken der Schweizer Öffentlichkeit standhalten würde.

Die allererste Medaille wurde in Gold hergestellt, alle folgenden in Silber. Die Kartusche der goldenen Preismedaille blieb jedoch leer, bis heute, denn verliehen wurde die Goldmedaille nie – obwohl dies ursprünglich für “in jeder Beziehung vollständige und vorzügliche Preislösungen” vorgesehen war. Ob kein Student je den Ansprüchen des Schulrates genügte?

Die silberne Preismedaille erhielt als erster Preisträger der Maschineningenieur Friedrich von Schulthess-Rechberg im Jahr 1870 für seine Schrift zum Thema Zentrifugalpumpen, inklusive Geldpreis von 130 Fr.

Die Silbermedaille von 1869 sollte fast 100 Jahre in Verwendung bleiben, bis sie durch ein neues Motiv abgelöst wurde, doch dazu ein andermal…

Quellen:

Medaillensammlung der Archive & Nachlässe der ETH-Bibliothek, recherchierbar im Wissensportal der ETH-Bibliothek sowie in der Archivdatenbank online

Protokolle des Schweizerischen Schulrates sowie Präsidialverfügungen, recherchierbar in Schulratsprotokolle online

08.01.2010

John Ruskin: The stones of Venice (London, 1898)

Filed under: Alte Drucke,Architektur,Bestände,Kunstgeschichte — Roland Lüthi @ 7:30

Band 2, Abbildung 35: The Orders of Venetian Arches

Der britische Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph John Ruskin (1819-1900) war der Überzeugung, dass man die Dinge am besten verstehen kann, indem man sie zeichnet. 1850 unternahm Ruskin zusammen mit seiner Frau Effie und seinem Assistenten John Hobbes eine Reise nach Venedig. Während Hobbes mit der kürzlich erfundenen Daguerrotypie experimentierte, verbrachte Ruskin viel Zeit damit, architektonische Details zu skizzieren. Diese Zeichnungen wurden zum Ausgangspunkt seines dreibändigen architekturtheoretischen Werks The Stones of Venice (Erstausgabe London 1851). Die Fülle der darin aufgezeichneten Details ist bis in die heutige Zeit für die Forschung relevant. Indem Ruskin die gotische Architektur – insbesondere den Dogenpalast – als Symbol einer idealen Gesellschaft lobte, übte er nicht nur Kritik an der Architektur der späten Renaissance und des Barock, sondern kritisierte auch die Ideale der Industrialisierung im viktorianischen England.

Der dritte Band von The Stones of Venice enthält den berühmten “Venetian Index”, in dem die wichtigen Gebäude in Venedig aufgeführt, beschrieben und bewertet sind. Manche Datierungen von Ruskin haben bis heute ihre Gültigkeit behalten und seine Klassifikation der venezianischen Bögen (siehe obige Abbildung) wird noch immer verwendet.

Links:

The stones of Venice im Bibliothekskatalog NEBIS. Die drei Bände sind online als PDF verfügbar:

Der “Venetian Index” ist hier online zu finden: www.jc-r.net/venezia/ruskin-venetian-index/indexd.html.

Einzelne Zeichnungen von John Ruskin finden sich in E-Pics Alte Drucke: http://ad.e-pics.ethz.ch/.

01.09.2009

Ausstellungshinweis: Die Stadt. Ihre Erfindung in Büchern und Graphiken

Filed under: Alte Drucke,Architektur — Roland Lüthi @ 7:36

Friedrich Weinbrenner, Architektonisches Lehrbuch (Tübingen, 1810-1825): Tafel 38

Giovanni Battista Piranesi, Della magnificenza ed architettura de’ Romani (Rom, 1761): Tafel 3

Galli Bibiena, Architetture (Paris, ca. 1740): Tafel 26

Berardo Galiani, L’ Architettura di M. Vitruvio Pollione (Neapel, 1738): Tafel 2

Hans Vredeman de Vries, Variae architecturae formae (Antwerpen, 1601): Tafel 31

Daniel Specklin, Architectura von Festungen (Strassburg, 1589): Tafel 2

Die ETH-Bibliothek, das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) und die Graphische Sammlung realisieren erstmals gemeinsam eine Ausstellung. Eine Auswahl aus den reichen und vielseitig genutzten Sammlungsbeständen umschreibt das Thema der Stadt als unmittelbaren Lebensraum und als kulturelles Projekt.

Die Ausstellung wird vom 22. September bis zum 20. November 2009 imHauptgebäude der ETH Zürich und
in den Räumen der Graphischen Sammlung der ETH Zürich zu sehen sein. 

Einladung zur Vernissage
Montag, 21. September 2009, 18.15 Uhr
Hauptgebäude ETH, Hörsaal E5
Rämistrasse 101, 8092 Zürich
Grusswort
Prof. Dr. Heidi Wunderli-Allenspach,
Rektorin der ETH Zürich
Einführung in die Ausstellung
Dipl. Ing., Mag. phil. Harald R. Stühlinger, ETH Zürich,
Institut gta
Gastvortrag
Prof. Dr. Iso Camartin, Zürich
Die ungebauten Städte. Über Freiräume im Lebensplan
Anschliessend Apéro

Kunst am Montagmittag
In der Ausstellung finden montags von 12.30 bis 13 Uhr
Führungen statt.
Auskunft: 044 632 40 46
28.9. Das Bild der Stadt in der Graphik (Paul Tanner)
5.10. Franz Schmid und das städtische Panorama (Andrea Arnold)
12.10. Strategien zur Stadt (Anne Brandl)
19.10. Rom als Mythos (Britta Hentschel)
26.10. Die befestigte Stadt (Thomas Manetsch)
2.11. G.B.Piranesi’s «Varie vedute di Roma»
(Andrea Arnold)
9.11. Die Stadt der Techniker (Harald R. Stühlinger)

Abendführung
Im Rahmen der Abendführungen der Sammlungen
und Archive der ETH Zürich zeigt Harald R. Stühlinger
zum Thema «Die europäische Stadt im 19. Jahrhundert»
ausgewählte Bücher aus der Sammlung Alte Drucke der
ETH-Bibliothek.
Dienstag, 3.11., 18.15 bis 19.15 Uhr
Treffpunkt: ETH-Bibliothek, Lesesaal Spezialsammlungen;
Tel. 044 632 35 96

Links:

Zur virtuellen Ausstellung auf der Webseite der ETH-Bibliothek 

Pressemitteilung der ETH

23.06.2009

Bilder aus Venedig: Ferdinand Onganias La Basilica di San Marco in Venezia (Venedig, 1881-1888)

Filed under: Alte Drucke,Architektur,Bestände,Kunstgeschichte — Roland Lüthi @ 15:56

La Basilica di San Marco in Venezia, Tafel XVI

La Basilica di San Marco in Venezia, Tafel I

La Basilica di San Marco in Venezia, Tafel C

Der italienische Herausgeber und Publizist Ferdinand Ongania wurde 1842 in Venedig geboren und starb 1911 in St. Moritz. Sein kolossales neunbändiges Werk La Basilica di San Marco in Venezia  (Venedig, 1881-1888) war die erste grosse Zusammenstellung aller wichtigen Details des Bauwerks.

In den 1890er Jahren verlegte Ongania ein weiteres zweibändiges Werk mit dem Titel Calli e Canali in Venezia  mit einhundert Fotogravüren, welche die Stadt Venedig und deren Bewohner zeigen.

Links:

La Basilica di San Marco in Venezia und Calli e Canali in Venezia  sind als Mikrofiches in NEBIS bestellbar (Ansicht im Lesesaal Spezialsammlungen). Die Originaldrucke sind für die Ausleihe gesperrt.

Die Originalbilder zu Onganias La Basilica di San Marco in Venezia  sind ausgestellt im Museo di San Marco in Venedig: http://www.museosanmarco.it/WAI/ita/ongania.bsm

27.05.2009

Vier Publikationen von Bruno Taut online

Filed under: Alte Drucke,Architektur,Bestände — Roland Lüthi @ 8:39

Tafeln 29 und 30 aus Ruf zum Bauen (Berlin, 1920)

Vier wichtige Publikationen des deutschen Architekten Bruno Taut (1880-1938) aus der Sammlung Alte Drucke stehen ab sofort digital als PDF zur Verfügung. Es handelt sich um Die Stadtkrone (Jena, 1919), Ruf zum Bauen (Berlin, 1920), Der Weltbaumeister (Hagen, 1920) und Die neue Wohnung (Leipzig, 1925).

Bereits digitalisiert aber noch nicht online sind Frühlicht (Magdeburg 1921-1922) und Alpine Architektur (Hagen, 1919). Die beiden Nachzügler werden voraussichtlich im Herbst 2011 im Rahmen von e-rara.ch online gehen. Gemäss Urheberrecht könnten die vergriffenen und deshalb sehr begehrten Bücher Tauts seit 2008 neu aufgelegt werden. Mir sind aber leider bisher keine solchen Projekte bekannt. 

Link:

Zu Bruno Taut siehe auch das “Porträt des Monats” vom Mai 2005: http://www.ethbib.ethz.ch/aktuell/galerie/taut/

14.05.2009

Hans Vredeman de Vries: Variae architecturae formae (Antwerpen, 1601)

Filed under: Alte Drucke,Architektur,Bestände — Roland Lüthi @ 8:42

Tafel 38 aus Variae architecturae formae

Das architektonische Bilderbuch Variae architecturae formae erschien erstmals 1562. Die Neuauflage von 1601 aus der Sammlung Alte Drucke ist ein handliches Bändchen von 20 mal 26 cm im Querformat. Darin enthalten sind neben dem Titelblatt 49 Kupferstiche mit Darstellungen von Häusern, Plätzen, Gärten, Kolonnaden, Arkaden, Brunnen und Ornamenten.

Hans (oder Jan) Vredeman de Vries (ca.1527-1604) war ein holländischer Architekt, Maler und Autor der Renaissance. Neben Variae architecturae formae publizierte Vries ein halbes Dutzend weitere Werke zu Architektur, Perspektive und Ornamentik. Am besten bekannt ist wohl seine Architectura (Erstausgabe 1565). Sein Werk war in Nordeuropa sehr einflussreich, namentlich in Grossbritannien.

Variae architecturae formae wurde im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Institut gta digitalisiert und steht online als PDF (10,4 MB) zur Verfügung. Zwei weitere Drucke von Vries sind online bei der UB Heidelberg.

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