Bald ist Bärlauchzeit

Im internationalen Jahr der Pflanzengesundheit werden wir auf ETHeritage sporadisch über Bilder zum Themenkreis Pflanzen und Pflanzengesundheit im Bestand des Bildarchivs berichten. Den Anfang macht der Bärlauch, der ja jeweils ab Mitte Februar zumindest an südlichen Lagen im Mittelland seine ersten zarten Blättchen aus dem Schnee oder heutzutage vielmehr einer Schicht von Herbstlaub herausstreckt.

Peter Hahn: Emmen, Oberer Schiltwald, Buchenwald mit Bärlauch, 1992 (Dia_348-00287)

Der frische Bärlauch (Allium ursinum) nach dem Winter verzehrt, macht die Menschen wach und gilt als Mittel gegen Melancholie. Die Bären bauen nach dem langen Winterschlaf mit dem gefressenen Waldlauch wieder Kräfte auf. Die enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine bedingen dies. Deshalb nennt man diese Pflanze „Bärenlauch“ (Machatschek, S. 81).

Man braucht die Vorzüge des grünen, würzigen Wildkrauts nicht näher vorzustellen, denn es ist in den letzten Jahren überaus populär geworden. Selbst meine bisherigen „geheimen“ Plätze in Stadtnähe sind jeweils zur Blütezeit ab Mitte April arg zertrampelt und abgeerntet. Die einst grün leuchtenden Teppiche des gesunden Krauts sind eindeutig im Rückzug begriffen.

Peter Hahn: Bärlauch, ein Liliengewächs, 1992 (Dia_348-02498)

Bärlauch ist wählerisch was sein Habitat anbelangt. Damit sich die mehrjährige Pflanze auch weiterhin vermehren kann, sollten nur einzelne Blätter abgeklaubt werden. Werden ganze Büschel mit der Knolle ausgerissen, kann sich die Pflanze nicht vermehren.

Die Bilder stammen von Peter Hahn, Kreisoberförster und passionierter Fotograf im Luzerner Seetal. Sein Diabestand von rund 5’000 Bildern zu den Themen Forstwirtschaft, Schweizerische (und grenznahe ausländische) Alpen, Landschaftwandel und Entwicklung (1965-2005) wird momentan vom Bildarchiv digitalisiert und in die Datenbank eingepflegt.

Literatur:

Machatschek, Michael. (2004). Nahrhafte Landschaft (Verschiedene Auflagen] ed.). Wien: Böhlau Verlag, S. 81 ff.

Block, Eric. (2010). Garlic and other alliums : The lore and the science. Cambridge: Royal Society of Chemistry.

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