Zum 50. Todestag von Juri Gagarin, First Man in Space

Der russische Kosmonaut Juri  Alexejewitsch Gagarin hatte durch seinen ersten bemannten Raumflug am 12. April 1961 Geschichte geschrieben und galt als Nationalheld, als er am 27. März 1968 während einem Routineflug mit einem MiG-15 Kampfjet ums Leben kam.

Legendenbildung schon zu Lebzeiten …

Comet Photo AG: Juri Gagarin, Empfang in Japan, vermutlich 1962 (Com_AL-SU0-17-02)

Jack Metzger: Montreal, Expo 67, Raumkapsel Wostok 1 von Juri Gagarin im russischen Pavillon, April 1967 (Com_L16-0320-0004-0002)

Selbst im Tod legendär …

Der tödliche Absturz von Gagarin war lange Zeit von Theorien und Gerüchten umrankt. Diese wurden auch durch den Umstand geschürt, dass die Behörden kein genuines Interesse an der Aufklärung des Unfalls hatten. Andrew Jenks schreibt:

One participant in the classified world of Soviet airplane crash investigations remarked that all information surrounding aviation disasters, civilian or military, was kept completely secret. The official view was that disaster did not happen in the Soviet Union! We know how to manage technology (Jenks, S. 247).

2013 ergaben weitere (inoffizielle) Nachforschungen, dass Gagarins Absturz vermutlich durch den Fehler eines anderen Piloten verursacht worden war, und somit kein ungewöhnliches Ereignis darstellte. Auch Helden sterben manchmal ganz gewöhnlich.

Literatur:

Jenks, Andrew L.: The cosmonaut who couldn’t stop smiling. The life and legend of Yuri Gagarin. DeKalb, Ill.: Northern Illinois University Press, 2012.

Pavlova-Marinsky, Ludmila: Juri Gagarin-Das Leben. Berlin: Verlag Neues Leben, 2011.

Schwartz, Matthias/Anding, Kevin/Meyer, Holt (Hrsg.): Gagarin als Archivkörper und Erinnerungsfigur. Frankfurt am Main: Peter Lang Edition, 2014. 

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