Happy Birthday! ETHeritage wird zehn Jahre alt

Anfang Februar 2008 erschien der erste Post auf diesem Weblog. Zehn Jahre später ist ETHeritage eine etablierte und beliebte Plattform für Einblicke in die Bestände der Sammlungen und Archive der ETH Zürich. Geprägt war dieses erste Jahrzehnt des Weblogs von engagierten Bloggerinnen und Bloggern und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Geburtstagstorte aus dem Catering-Angebot der Swissair ums Jahr 2000 (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, LBS_SR04-041756)

ETHeritage als Corporate Blog

ETHeritage startete 2008 als Experiment. Unter der damaligen Bezeichnung „Spezialsammlungen Digital“ wurden in wöchentlichen Posts zunächst Highlights aus den Beständen des Hochschularchivs der ETH Zürich, des Bildarchiv sowie der Rara- und Kartensammlung der ETH-Bibliothek präsentiert. In dieser Zeit nutzten bereits zahlreiche Firmen erfolgreich Corporate Blogs für Online-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Institutionen wie Bibliotheken und Archive waren aber noch zurückhaltend. Heute, nach weit über 500 veröffentlichten Posts, steht fest: Gerade seltene oder gar einmalige Dokumente und Objekte aus Archiven und Sammlungen eignen sich hervorragend für die knappe Darstellung in einem Weblog. Die einzelnen Posts werden dabei zu eigentlichen Aushängeschildern. Sie sind gut sichtbar, können dank moderner Weblog-Software relativ einfach attraktiv gestaltet und geteilt werden. Die wachsende Anzahl Posts stösst dabei bei unseren Leserinnen und Lesern auf beachtliches Interesse: 2017 verzeichnete ETHeritage gesamthaft über 300‘000 Visits.

Bloggerinnen und Blogger

Entscheidend verantwortlich für den Erfolg eines Corporate Blogs sind natürlich seine Bloggerinnen und Blogger. Bei ETHeritage sind es aktuell rund 20 Mitarbeitende der beteiligten Sammlungen und Archive, die regelmässig bloggen. Sie schreiben als freiwillige und kompetente Fachpersonen über ihre jeweiligen Sammlungs- bzw. Archivbestände. Diese Sachkompetenz bringt es mit sich, dass ETHeritage seit dem Start vor zehn Jahre sehr gut ohne formale inhaltliche Redaktionsleitung und damit verbundene Eingriffe in die Textproduktion funktioniert. Die Bloggerinnen und Blogger pflegen auch unterschiedliche Schreibstile. Inzwischen ist die damit verbundene Individualität der Posts zu einem wichtigen Merkmal von ETHeritage geworden.
Der Verzicht auf eine Redaktion bedeutet aber nicht das Fehlen jeglicher Form von Struktur und Unterstützung der Bloggerinnen und Blogger. Roland Lüthi, Mitarbeiter des Bildarchivs der ETH-Bibliothek und Mitinitiant von ETHeritage, steht nicht nur bei praktischen Fragen im Umgang mit der Weblog-Software zur Verfügung. Er koordiniert auch Anpassungen und Aktualisierungen von ETHeritage.

Kontinuierliche Entwicklung

Seit dem Start im Jahre 2008 hat sich das Weblog in verschiedener Hinsicht weiterentwickelt. Inhaltlich erweiterte sich der Kreis der beteiligten Sammlungen und Archive. Dafür sorgte zunächst die Eingliederung des Max Frisch-Archivs, des erdwissenschaftlichen Forschungs- und Informationszentrums focusTerra, der Graphischen Sammlung sowie des Thomas-Mann-Archivs in die ETH-Bibliothek. Entsprechend wurde „Spezialsammlungen Digital“ im Sommer 2013 in das breiter gefasste „ETHeritage“ umbenannt. Seit April 2016 steht ETHeritage allen Sammlungen und Archiven der ETH Zürich offen. Seither bietet das Weblog über die Archiv- und Sammlungsbestände der ETH-Bibliothek hinaus auch Einblicke in das Archiv für Zeitgeschichte oder wissenschaftliche Objektsammlungen der ETH Zürich wie die Entomologische Sammlung. Im selben Jahr haben wir damit begonnen, ausgewählte Posts auf Englisch zu übersetzen, um das Angebot zumindest teilweise einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.
Ein grafisches Facelifting erfolgte 2015. Dabei standen vor allem zwei Neuerungen im Vordergrund. Zum einen wurde die Einstiegsseite visuell attraktiver gestaltet. Zum anderen wird ETHeritage dank der Umstellung auf ein responsives Design seither auch auf mobilen Endgeräten optimal dargestellt.
In den Beständen der Sammlungen und Archive der ETH Zürich finden sich spannende Inhalte für beinahe unbeschränkt viele weitere Posts. Deshalb machen wir von ETHeritage auch in Zukunft sehr gerne weiter. Begleiten Sie uns weiterhin auf dieser abwechslungsreichen Entdeckungsreise durch unsere Bestände.


Blick in die Top Ten der beliebtesten ETHeritage-Posts:

Schulkarten im 19. Jahrhundert
Bunte Fliesenböden aus Steinzeug oder Zement?
Johannes Kepler: Mysterium Cosmographicum (Tübingen, 1596)
Beginn mit Brummschädel – Erster Schultag 1855
Seegfrörni 1929 – Schlittschuhläufer im Winter auf zugefrorenem Zürichsee

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