Die Sammlung Sternwarte steht digital zur Verfügung

Die 296 Objekte der Sammlung der ehemaligen Eidgenössischen Sternwarte Zürich sind digitalisiert worden und deren Digitalisate werden derweil der Forschung und der Öffentlichkeit zur freien Nutzung angeboten. Das Projekt KG_online war nicht nur für die Erhaltung dieses Kulturgutes von grosser Bedeutung, sondern dank der Neuinventarisierung und Digitalisierung der Sammlung Sternwarte wird ein Teil Schweizer Wissenschaftsgeschichte online zugänglich gemacht.

Planisphärisches Astrolabium

Planisphärisches Astrolabium, Christoph Magnus Grote, 1602, KGS-236-a (Abbildung KGS_236-a-05)

Zur Geschichte der Sammlung

Die vom ersten ETH Astronomie-Professor Rudolf Wolf angelegte Sammlung von Objekten für naturwissenschaftliche Forschungen und für die universitäre Lehre in der ehemals Eidgenössischen Sternwarte Zürich gehört zum wissenschaftlichen und kulturellen Erbe der ETH Zürich. Die gesammelten Instrumente für die Erforschung der Gesetze der Astronomie, der Geodäsie, der Zeitmessung und der Mathematik stellen Beispiele aus dem 16. bis 20. Jahrhundert dar. Heute wird diese kulturhistorisch und wissenschaftlich bedeutende Sammlung in der ETH-Bibliothek verwaltet, erschlossen und konserviert mit dem Ziel, dieses Kulturgut für die Forschung und die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Borda-Kreis

Borda-Kreis, William Cary, ca. 1780, KGS-264 (Abbildung KGS_264-99)

Das Digitalisierungsprojekt KG_online

Während des zweijährigen Projektes KG_online wurde die Sammlung neuinventarisiert, ihre Objekte wurden digitalisiert, die daraus entstandenen digitalen Abbildungen im Digital Asset Managementsystem Cumulus verwaltet und in einem Katalog der zentralen Bilddatenbank der ETH Zürich (E-Pics) online zur Verfügung gestellt.

Zum Zeitpunkt des Projektsstarts waren das ursprüngliche Inventar und die neuere, bis 2014 für die Verwaltung der Sammlung benutzte Datenbank nicht mehr auf dem aktuellsten Stand und die Aufbewahrungssituation entsprach nicht mehr den heutigen konservatorischen Standards. Auf Grund dessen bildete eine vollständige Digitalisierung der Objekte sowohl aus Sicht der Erhaltung und als auch der Nutzbarkeit ein äusserst sinnvolles Ziel.

Für die Sammlung Sternwarte, die hauptsächlich aus dreidimensionalen Objekten besteht, wurde ein grosser Teil der Objekte mit Hilfe einer Kamera 360° digitalisiert, d. h. es wurden 36 Aufnahmen rund um das Objekt erstellt, so dass das Objekt von allen Seiten dargestellt wird. Diejenigen Objekte, bei denen die 360°-Digitalisierung aus dem einen oder anderen Grund nicht möglich war, wurden durch mehrseitige Aufnahmen digitalisiert. Zu jedem Objekt wurde dazu ein Referenzbild als Sammelaufnahme oder Gesamtansicht mit Farbkeil und Massstab in Zentimetern erstellt. Um den Nutzen des digitalen Katalogs auch für wissenschaftliche Zwecke zu erhöhen, wurden oft zusätzlich Detailbilder gemacht, vor allem bei Inschriften.

Globus Coelestis [i.e. Himmelsglobus]

Porträt Tycho Brahe, Globus Coelestis, Jodocus Hondius der Jüngere, 1613, KGS-351-a (Abbildung KGS_351-a-11)

Die Sammlung Sternwarte online

Die aus dem Projekt entstandenen Digitalisate der Objekte ermöglichen nun mittels eines Viewers sowohl eine „Rundum Ansicht“ (360°-Ansicht) als auch genaue Detailansichten der jeweiligen Objekte, mit der Möglichkeit jedes Bild einzeln in Hochauflösung herunterzuladen. Dieses Angebot ist auf E-Pics im Katalog Sammlung Sternwarte jedem zugänglich.

Viel Spass beim Erforschen der Objekte!

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