Logo Ethbib Spezialsammlungen Digital

29.07.2011

Adam Olearius: Voyages très curieux et très renommez faits en Moscovie, Tartarie et Perse (Amsterdam, 1727)

Filed under: Alte Drucke,Geographie und Karten — Tags: — Roland Lüthi @ 7:30

Kupferstich Seite 40: Die holsteinische Delegation beim russischen Zaren in Moskau, 19. August 1634

Der deutsche Schriftsteller und Diplomat Adam Oehlschlegel (1599-1671) begab sich 1633 als Sekretär einer holsteinischen Delegation auf eine Reise nach Russland und Persien. Im Auftrag des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf sollten die 34 Delegierten eine wirtschaftliche Anbindung Norddeutschlands mit Russland und Persien erreichen. Die Mission dauerte von 1633 bis 1639 und endete ohne Erfolg. Die Gründe für das Scheitern waren vielfältig: Die lange und gefährliche Route, die hohen Zölle, welche die Russen und Schweden verlangten, der Umstand, dass Holländer und Armenier den Seidenhandel in Isfahan bereits kontrollierten, und am schwerwiegendsten die Tatsache, dass Persien nicht genug Seide produzierte, um das Unternehmen profitabel zu machen.

Der Reisebericht von Olearius erschien erstmals 1647 unter dem Titel Die Offt Begehrte Beschreibung der Newen Orientalischen Rejse. Sie vereint eine Beschreibung der Völker Persiens, Informationen über Geografie, Biologie, Linguistik, Geschichte und Naturgeschichte. Der Text gehört dabei zu einem Genre von Reisebericht, der Augenzeugenberichte über eine relativ unbekannte Gegend zu vermitteln sucht. Das Buch wurde schnell zu einem Bestseller und es folgten holländische, englische, französische und italienische Ausgaben.

Link:

Voyages faits en Moscovie, Tartarie et Perse im Bibliothekskatalog NEBIS

Literaturhinweis:

Elio Christoph Brancaforte:Visions of Persia: mapping the travels of Adam Olearius (Cambridge, 2003)

22.07.2011

Von New York ans Zürcher Polytechnikum? 1911 planen die Farbstofflieferanten Klipstein für ihre Söhne das Auslandsemester in Europa

Filed under: Archive und Nachlässe,Chemie und Pharmazie,Geschichte — Tags: , — Evelyn Boesch Trüeb @ 7:32

Brief von Georg Wagner an Robert Gnehm 3.7.1911

Sandoz-Direktionsmitglied Georg Wagner erkundigt sich 1911 beim Schulratspräsidenten Robert Gnehm nach den Studienbedingungen für einen jungen Amerikaner (ETH-Bibliothek, Archive und Nachlässe, SR3:1911/734)

 Vor hundert Jahren interessierte sich der Inhaber der Handelsagentur A. Klipstein & Company aus New York für die Bedingungen und Inhalte des Zürcher Studienlehrgangs in Chemie. Zu dieser Zeit begannen an der ETH jedes Jahr etwa 40 Studierende ein Chemiestudium. Im Wintersemester 1911/12 besuchten insgesamt 183 Studierende den Chemielehrgang, der vier Jahreskurse umfasste. Davon waren knapp die Hälfte Schweizer. 51 Prozent waren Chemiestudierende mit anderer Staatszugehörigkeit, wovon ein Drittel aus den Staaten Österreich-Ungarn, Russland und Frankreich stammte. Ein einziger Chemiestudent reiste zu Beginn des Wintersemesters 1911 vom amerikanischen Kontinent an. Er war einer von 13 Studierenden aus der Neuen Welt, die sich an der ETH eingeschrieben hatten.

Handelsagent A. Klipstein zog 1911 in Betracht, seinem Sohn Studien am Polytechnikum zu ermöglichen. Deshalb liess er seinen Bekannten Georg Wagner am 3. Juli in Zürich sondieren. Wie aus einem späteren Brief an Robert Gnehm vom 20. Juli 1911 hervorgeht, nahm der Sohn Herbert Klipstein im Sommer 1911 bereits am Sommerkurs des Massachusetts Institute of Technology teil. Der Sohn wollte erst später entscheiden, ob nach mindestens einem Jahr Studium am MIT ein Wechsel nach Zürich angebracht wäre. Von einem Chemiestudenten Herbert Klipstein finden sich an der ETH Zürich jedoch keine Spuren. Fest steht, dass ein Herbert C. Klipstein 1916 am Department of Chemical Engineering des MIT seine Schlussarbeit unter dem Titel „The application of the Mendius reaction to the production of ethylene diamine“ verfasst hat. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um den oben aus dem Briefwechsel bekannten Sohn des Unternehmers aus New York.

Die Handelsgesellschaft A. Klipstein & Company handelte mit chemischen Farbstoffen und hatte gemäss Firmenbriefkopf für den Handel mit „anilines, dye stuffs & chemicals“ Niederlassungen in Boston, Philadelphia, Providence, Chicago und in Charlotte, North Carolina. A. Klipstein und sein Geschäftspartner Ernest C. Klipstein verfügten über gute Beziehungen zur Schweiz, insbesondere zur Basler Chemie. Das Handelshaus Klipstein hatte offenbar zu jener Zeit die Vertretung der damaligen Ciba in New York inne. Auch zu Georg Wagner, der seit 1906 Mitglied der Direktion der Chemischen Fabrik Sandoz war, bestanden Verbindungen. A. Klipstein beauftragte 1911 als erstes Wagner, für das aktuelle Unterrichtprogramm der ETH und für detaillierte Informationen bei Robert Gnehm anzufragen, dem Präsidenten des Schweizerischen Schulrates und damit dem obersten Vorgesetzten des Polytechnikums. Robert Gnehm gehörte als ehemaliger Professor für technische Chemie und als früherer Direktor und Verwaltungsrat der Gesellschaft für Chemische Industrie in Basel, der späteren Ciba, ebenfalls zum Netzwerk der Chemiker und Wissenschaftsmanager rund um die Basler Chemiebetriebe.

Kaum Dreivierteljahr vergingen, da meldete sich am 11. März 1912 nach A. Klipstein auch Ernest C. Klipstein bei Robert Gnehm. Ernest C. Klipstein war ebenfalls am Ausbildungsangebot in Zürich interessiert, da sein ältester Sohn gerade die Universität in Princeton absolvierte. E. C. Klipstein legte Wert darauf, dass sein Sohn bei seinem akademischen Aufenthalt in Europa eine Ausbildung bei Richard Willstätter erhielt, der seit 1905 Professor für allgemeine Chemie am Polytechnikum war. Das betonte Klipstein in seinem zweiten Brief an Robert Gnehm am 23. April 1912, in dem er bedauerte, dass Willstätter, der einen Ruf nach Berlin angenommen hatte, nicht mehr in Zürich lehrte.  Klipstein machte der Technischen Hochschule in Zürich keine Zusage und erklärte, dass er erst vor Ort entscheiden werde: „I shall probably take the young man with me to Europe some time during the summer, and probably be able to determine on the spot.” Auf eine anschliessende reguläre Einschreibung an der ETH Zürich gibt es keine Hinweise.

Neben der sich damals anbahnenden Umgestaltung der ETH zur modernern Lehr- und Forschungshochschule machte die Anbindung an relevante Wissenschafts- und Industriekreise, in diesem Fall an ein internationales Netzwerk von Chemikern und Farbstoffproduzenten, das Polytechnikum offenbar bereits vor dem ersten Weltkrieg in Unternehmerkreisen jenseits des Atlantiks zu einer ernsthaften Option bei der Planung von akademischen Semestern in Europa.

Links:

Programme der ETH Zürich, als Teil der Protokolle des Schweizerischen Schulrates, recherchierbar u.a. in der Kategorie Anhänge in Schulratsprotokolle online

Schulratsprotokolle, Anhang 1911: Programm der Eidgenössischen polytechnischen Schule für 1911

Schulratsprotokolle, Anhang 1911: Programm der der Eidgenössischen Technischen Hochschule für 1911/12

15.07.2011

Palma – Von der Römersiedlung zur Touristendestination

Filed under: Kartensammlung — Tags: , — Susanne Hofacker @ 8:00

Plano de Palma y su ensanche, erste Hälfte 20. Jahrhundert

Palma de Mallorca, in: Gran Atlas de Espana, 1989, Band 3, S. 504

 

Palma und Massentourismus. Ist dies auch Ihre erste Assoziation? Auf den zweiten Blick hat Palma, die Hauptstadt Mallorcas, eine 2000-jährige bewegte Geschichte aufzuweisen, in der der Massentourismus, wie wir ihn heute kennen, lediglich etwa die letzten 50 Jahre umfasst.

123 v. Chr. eroberten die Römer unter Quintus Caecilius Metellus Mallorca und gründeten an der südlich gelegenen weiten Bucht das nach der Siegespalme benannte Palmeria. Von hier aus wurden Oliven transportiert, durch deren Kultivierung  Mallorca einen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr. Nach dem Zerfall des römischen Reiches im dritten Jahrhundert n. Chr. eroberten die Vandalen die Insel und zerstörten zahlreiche römische Siedlungen. Erst unter der Herrschaft der Mauren ab 902 erlebte Palma unter dem damaligen Namen Medina Mayurqa eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit, die 1229 ein jähes Ende fand, als der aragonische König Jaume I. im Zuge der Reconquista die Insel eroberte. Von den Plünderungen und Zerstörungen blieb auch Palma nicht verschont. Die Stadt entwickelte sich dennoch schnell zu einem der wichtigsten Handelsplätze im östlichen Mittelmeer. La Llotja, ein wichtiges gotisches Denkmal aus dieser Epoche, war der Sitz der damaligen Seehandelsbörse, die den Handel regulierte und den Hafen von Palma instand hielt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts spitzte sich  die sanitäre und soziale Situation in Palma zu. Die Mauer, die zum Schutz der Stadt errichtet wurde, behinderte nun deren Wachstum. 1897 wurde ein Wettbewerb für die Erweiterung der Stadt ausgeschrieben, den der Architekt B. Calvet gewann. Seine vorgeschlagene Erweiterung, wie sie auf dem Plano de Palma y su ensanche ersichtlich ist, wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts realisiert. Ab 1960 boomte der Massentourismus in Palma und die Stadt erfuhr seither sowohl  eine enorme Bevölkerungszunahme als auch ein starkes bauliches Wachstum, das – sowie alle vorangegangenen Phasen des Wachstums – der Stadtplan aus dem Gran Atlas de España illustriert.

Der Plano de Palma y su ensanche mit der Signatur K 670811 und der Gran Atlas de España mit der Signatur KA 160 SPAN 01 können in der Kartensammlung der ETH-Bibliothek eingesehen werden.

 

08.07.2011

Mittelholzers Abessinienflug (1934)

Filed under: Bestände,Bildarchiv,Geographie und Karten,Geschichte — Tags: , , — Nicole Graf @ 18:00

 

Links: Mittelholzer, Walter: Mazedonien, 200 km südlich von Belgrad. 07.02.1934 (LBS_MH02-22-0003)
Rechts: Mittelholzer, Walter: Fokker F. VII b-3m, CH-192 an Tankstelle. 02/1934 (LBS_MH02-22-0907)

 

Links: Mittelholzer, Walter: Männer vor Flugzeug, Ma’an, Transjordanien. 15.02.1934 (LBS_MH02-22-0012)
Rechts: Mittelholzer, Walter: Flugplatz in Addis Abeba. 03/1934 (LBS_MH02-22-0778)

  

Links: Mittelholzer, Walter: Kaiser Haile Selassie I. zu Pferd. 02/1934 (LBS_MH02-22-0382)
Rechts: Übergabe von Schild und Degen an Walter Mittelholzer, durch den Privatsekretär des Kaisers Haile Selassie I. 03/1934 (LBS_MH02-22-0789)

 

Mittelholzer, Walter: Dankali-Mädchen aus der Völkerfamilie der Galla, an der Küste von Französisch Somali-Land. 03/1934 (LBS_MH02-22-0775)

Der Fotograf, Flugpionier und Swissair-Mitgründer Walter Mittelholzer (1894–1937) und seine Crew flogen vom 2. bis 23. Februar 1934 über die Alpen – Athen – Jerusalem – Tel Aviv – Kairo – Assuan mit einem Abstecher nach Petra nach Addis Abeba. Mittelholzer flog 7‘118 km in 46,28h Flugstunden. Ziel des Abessinienflugs war ein Flugzeugtransport an den Hof des äthiopischen Kaisers Haile Selassie. Mittelholzer lieferte also die 3-motorige Fokker (CH 192) per Flug an die Regierung nach Äthiopien. Nebst der Dokumentation des Hinfluges mit vielen Luftbildern fotografierte Mittelholzer den Kaiser Haile Selassie, den Hof und das Militär und besuchte diverse Stämme in Süden Äthiopiens.

Die filmische und fotografische Ausbeute bei Mittelholzers Auslandflügen waren damals besonders wertvoll, wurden doch unberührte Gegenden erkundet und erstmals fotografisch festgehalten. Die vielen Pionierflüge (Afrika, Persien, Spitzbergen, Alpen, Kilimandscharo) fanden auch im Ausland stark Beachtung und machten Mittelholzer und die Schweizer Aviatik damals in weiten Kreisen bekannt.

Mittelholzer galt immer als sehr geschäftstüchtig und hat seine Auslandflüge optimal vermarktet: nicht nur hat er viel fotografiert – die Fotografien von rund 50 solcher Auslandflüge sind erhalten und werden seit dem Jahr 2009 im Bildarchiv der ETH-Bibliothek archiviert. Diese kulturhistorisch bedeutende Fotosammlung wird im Bildarchiv inventarisiert, digitalisiert und erschlossen. Der Abessinienflug ist nun der erste dieser Auslandflüge, den das Bildarchiv aufgearbeitet und übers Bildarchiv Online veröffentlicht hat.

Mittelholzer hat zudem oft auch als Regisseur für die Filmproduktionsfirma Praesens-Film, deren Mitbegründer er war, Filme über die Flüge gedreht. Seine Filme hat damals fast jeder Schweizer gesehen, es waren sehr populäre Filme zur grossen Zeit des Schweizer Films. Der Film über den Abessinienflug war Mittelholzers erster Tondokumentarfilm. Das Original ist ebenfalls Teil der Mittelholzer-Sammlung des Bildarchivs und liegt zur Zeit in der Cinemathèque Suisse im Depot. Ausserdem hat Mittelholzer in der Regel parallel zu den Flügen jeweils ein Fotobuch geschrieben. Das Buch zum Abessinienflug ist bereits 1934 erschienen und kann übers Wissensportal bestellt werden.

Die Mittelholzer-Bilder sind Bestandteil des Archivs der Stiftung Luftbild Schweiz. Sie werden kontinuierlich aufgearbeitet und sind in digitaler Form über das Wissensportal oder das Bildarchiv online öffentlich zugänglich.

05.07.2011

Die NASA und die Reportsammlung der ETH-Bibliothek

Filed under: Bestände,Reportsammlung — Tags: — Christine Verhoustraeten @ 7:58

 

Titelblatt des Berichts von R.E. Bilstein “Orders of Magnitude: A History of the NACA and NASA, 1915-1990″

Am 8. Juli 2011 erfolgt mit dem Orbiter Atlantis der letzte Flug eines Space Shuttles der NASA (National Aeronautics and Space Administration, gegründet am 29. Juli 1958) und beendet somit eine dreissigjährige Ära in der bemannten Raumfahrt. Der Erstflug einer wieder verwendbaren Raumfähre erfolgte am 14. April 1981 mit dem Space Shuttle Columbia. Seitdem erhält jeder Flug eine Nummer und mit dem Flug der Atlantis führte die NASA insgesamt 135 STS durch – STS steht für Space Transportation System.

Zu jedem dieser Flüge und zu weiteren NASA-Forschungsunternehmungen wurden unzählige Berichte verfasst. An der ETH-Bibliothek enthält die Reportsammlung eine Vielzahl an NASA-Berichten auf Mikroform, welche Abschlussberichte, Zwischenberichte, Konferenzberichte und Übersetzungen beinhalten. Von den Anfängen der NACA (National Advisory Committee for Aeronautics, der Vorgängerorganisation der NASA, 1915 – 1958) bis Ende der 90er Jahre deckt unsere Sammlung fast ein Jahrhundert NASA-Forschungsgeschichte ab. Da nur ein kleiner Teil dieses Bestands katalogisiert ist, empfiehlt es sich die bibliographischen Angaben auf NTIS (National Technical Information Service), einem Vertrieb von etwa 2 Millionen amerikanischen Regierungs- und Forschungsberichten, die neben NASA unzählige weitere Forschungseinrichtungen abdecken, einzusehen. Alternativ ist in der von NASA vertriebenen Datenbank NASA Technical Reports Server (NTRS) ein freier Volltextbezug möglich.

Berichte, die nicht in unserem Bibliothekskatalog vorhanden sind oder für die kein freier Volltext erhältlich ist, können via dem Webformular für Reports bestellt werden. Im Lesesaal der Spezialsammlungen stehen Lese- und Rückvergrösserungsgeräte (mit Printer und PC) für Mikrofichen zur Verfügung.

Einen Überblick über die Geschichte der NASA gibt der Bericht von R.E. Bilstein „Orders of Magnitude: A History of the NACA and NASA, 1915-1990“, zu finden als Mikrofiche in der Reportsammlung.

01.07.2011

Ludwig Choris: Voyage pittoresque autour du monde (Paris, 1822)

Filed under: Alte Drucke,Bestände,Geographie und Karten — Tags: — Roland Lüthi @ 7:35

Abbildung III: Costumes des Malais de l’ile de Luzon

Abbildung XV (Alaska): Ours marins dans l’île de St. Paul

Der junge ukrainische Künstler Ludwig Choris (1795-1828) wurde 1815 von Kapitän Otto von Kotzebue zu einer Expedition ins Nordpolarmeer eingeladen. Zweck der Reise war die Suche nach der legendären Nordwestpassage durch die Beringstrasse. Unter den 27 Passagieren des russischen Forschungsschiffs Rurik befanden sich neben Choris auch der deutsche Naturforscher und Dichter Adelbert von Chamisso (1781-1838).

Wie viele vorgängige und spätere Expeditionen erreichten Kotzebue und seine Gefährten das gesteckte Ziel nicht. Sie konnten jedoch eine zusammenhängende Meeresströmung nachweisen, die der erste wissenschaftliche Beleg für die Existenz der Nordwestpassage war. Ausserdem kartographierte Kotzebue über 400 Inseln in Polynesien und weite Teile der Westküste Alaskas. Während Chamisso zahlreiche neue Pflanzen entdeckte und benannte, fertigte Ludwig Choris eine grosse Anzahl  von Zeichnungen an. Die Publikation, die der Künstler nach seiner Rückkehr in Paris veröffentlichte, ist eines der wertvollsten und fundamentalen Werke über Alaska, Kalifornien und die Hawaiianische Inselwelt. Der Druck erschien zuerst mit allen Tafeln in schwarzweiss, dann mit den naturgeschichtlichen Tafeln in Farbe und schliesslich mit allen Tafeln in Farbe. Die ETH-Bibliothek besitzt die farbige Variante.

Link:

Ein Teil der Tafeln und Texte sind online bei http://www.americanjourneys.org/aj-087/index.asp .

Literaturhinweis:

Edward Mornin: Through Alien Eyes; the visit of the Russian ship Rurik to San Francisco in 1816 and the men behind the visit, Oxford: P. Lang, 2002

Powered by WordPress