ETHeritage
Highlights aus den Sammlungen und Archiven der ETH-Bibliothek

19.12.2014

Weihnachten im Basler Rheinhafen

Filed under: BILDARCHIV — Tags: , — Roland Lüthi @ 7:00

Weihnachten in Basler Rheinhafen

Unbekannter Fotograf, 1960, Weihnachten im Basler Rheinhafen (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Com_C09-190-005)

Der Kapitän hat seine Weihnachtseinkäufe gemacht und bringt sie auf sein Schiff im Basler Rheinhafen Kleinhüningen. Mit diesem stimmungsvollen Bild aus dem Archiv der Fotoagentur Comet wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und frohe Festtage.

Links:

Webseite des Kantons Basel Stadt und “Port of Switzerland” zu den Perspektiven für die Basler Rheinhäfen

Blogbeitrag zu den Basler Rheinhäfen von Susanne Zollinger

 

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12.12.2014

Wie der Tee nach Japan kam

Filed under: BILDARCHIV,Medizin — Tags: — Roland Lüthi @ 7:00

Thee [Tee] 7/10

Teeernte in Japan, undatiertes Bild aus dem Nachlass von Otto Jaag (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Dia_289-0996)

Tee spielt in der japanischen Kultur eine wichtige Rolle. Das war nicht immer so, denn das Getränk hatte in Japan anfänglich einen schweren Stand. Der Teegenuss verbreitete sich in einer Zeit, als Kyoto in den letzten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts von einer Reihe von Naturkatastrophen heimgesucht wurde und viele Menschen von Krankheit und Pestilenz gebeutelt waren. Im Jahr 1191, als der Buddhistische Mönch Myōan Eisai von seinen Studien in China zurückkehrte und in seinem Gepäck Teesamen mitbrachte, fing der Zenmeister an, Tee als Medizin zu propagieren, welche die vielen kranken Menschen wieder heilen würde. Damit begann sich die japanische Teekultur zu etablieren. Eisai, der selbst Tee anpflanzte, verfasste ein Traktat über die wunderbaren medizinischen Eigenschaften des Tees, das Kissa Yōjōki. Darin stellt er fest, dass die japanische Küche zwar reich an sauren, scharfen und süssen Geschmäckern ist, jedoch des bitteren Geschmacks entbehre. Dieser sei aber unabdingbar für die einwandfreie Funktion des Herzens.

Mit der wachsenden Popularität des Tees in Japan wurde das Getränk zunehmend in die religiösen, kulturellen und ästhetischen Praktiken integriert. Am Angelpunkt von Natur, Kunst und menschlichen Beziehungen entstand so die japanische Teezeremonie, die unter dem Namen chanoyu (wörtlich: „heisses Wasser für Tee“) bekannt ist und etwa im 16. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte (The true History of Tea, S. 85-87).

Literatur: Mair, Victor H. und Hoh, Erling: The true History of Tea (London, 2009)

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05.12.2014

Appenzeller Gesundheitsmode im 19. Jahrhundert

Filed under: *Bestände,ALTE UND SELTENE DRUCKE,Medizin — Fabian Till Schneider @ 7:00

Alexandre Martin bietet mit seinem reich illustrierten Werk „La Suisse pittoresque et ses environs […]“ vielfältige Einblicke in die Schweiz des 19. Jahrhunderts. Neben bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Rütliwiese und Tellskapelle zeigt Martin auch typische Besonderheiten der verschiedenen Kantone. Bezogen auf das Appenzell auch wirtschafts- und medizingeschichtliche Aspekte, wie die nähere Betrachtung der enthaltenen Abbildung (Gaïs – Cures de petit lait) des Molke trinkenden Mannes zeigt.

Im Appenzell wurde die Tradition der Badekultur bereits gepflegt, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Mode der Molkenkur aufkam. Molke ist das, was nach der Käseherstellung bzw. Milchgerinnung übrigbleibt: eine energiearme, aus Wasser, Milchzucker, Mineralstoffen und Vitaminen bestehende Flüssigkeit. Der Molke wurde damals eine gesundheitsfördernde bzw. heilende Wirkung bei allerlei Leiden zugeschrieben.

Gais war neben Heinrichsbad (Herisau) in Appenzell Ausserrhoden und Weissbad (Appenzell Innerrhoden) einer der Hauptkurorte. Diesen Ruf verdankte es vor allem dem dort ansässigen Arzt Johann Heinrich Heim und seiner Theorie der heilwirksamen Ziegenmolke, welcher viele der damals praktizierenden Ärzte folgten und ihre Patienten nach Gais in die Kur schickten.

Gaïs - Cures de petit lait

Gaïs – Cures de petit lait, aus: Alexandre Martin: La Suisse pittoresque et ses environs […], Taf. [33]

In der Folge wurde das von wichtigen Verkehrsrouten abseits gelegene Appenzell weltberühmt und konnte viele, auch ausländische Gäste verzeichnen. Der Fremdenverkehr gewann wirtschaftliche Bedeutung und überhaupt bot die Molkenkur angesichts einer insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Situation eine grosse Chance – und diese wurde wohl genutzt. Mit der Abbildung wird eindrücklich bezeugt, wie bemüht sich die Appenzeller um ihre Gäste kümmerten. Die frische Molke wurde jeweils direkt von der Alp geliefert und die Wirte stellten sich perfekt auf die Kurgäste ein.

Trotzdem wurde die heilende Wirkung der Molkenkur schon bald angezweifelt und gesundheitliche Erfolge auf die mit einer Kur üblicherweise einhergehende Ruhe, Erholung und Bewegung an der frischen Luft zurückgeführt. Ab 1860 kam die Molkenkur schliesslich aus der Mode und auch Gais als Hauptkurort verlor entsprechend an Bedeutung.

Literatur

Reichen, Quirinus: Molkenkur, in: Historisches Lexikon der Schweiz [4.12.2014]

Schläpfer, Walter: Wirtschaftsgeschichte des Kantons Appenzell Ausserrhoden bis 1939. Gais 1984, 205 ff.

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27.11.2014

Das Fräulein Doktor Privatdozent – Laura Hezner, die erste Habilitandin der ETH

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Habilitationsgesuch von Laura Hezner 14. Juli 1909, erste Seite (ETH-Bibliothek, Hochschularchiv ETHZ, SR3 1909/No. 702)

Im historischen Schulratsarchiv, den Geschäftsunterlagen des ETH Leitungsgremiums aus vergangener Zeit, schlummert eine besondere Kostbarkeit: Das einzige handschriftliche Original aus der Feder von Laura Hezner. Es ist ihr Habilitationsgesuch vom 14. Juli 1909. Darin schreibt sie:

„Die Gründe für das Gesuch sind folgende: seit dem Jahr 1902 als Assistentin im chemischen Laboratorium des mineralogischen Instituts tätig, hatte ich Gelegenheit zu verfolgen, wie im Laufe der letzten Jahrzehnte die chemische Seite nicht nur der Mineralogie sondern auch der Petrographie an Bedeutung gewonnen hat, so dass die Chemie der Gesteine ein wesentlicher Zweig der Gesteinskunde geworden ist.

[...]

Da der Unterricht, welcher den Praktikanden während der Laboratoriumsarbeit erteilt werden kann, selbstverständlich unvollständig bleibt, weil er nur das bietet, was eben der Augenblick fordert, schiene es mir nicht wertlos, ihnen die chemische Gesteinskunde zusammenfassend und in einer gewissen Abrundung zu bieten. Auch würden gewiss manche Studierende der chemischen Abteilung gerne die chemischen Systeme, welche die Natur selbst bietet, kennen lernen.“

Der Schulrat reichte das Gesuch in seiner Sitzung vom 21. Juli 1909 diskussionslos zur Begutachtung weiter an die Konferenz der Abteilung für die Bildung von Fachlehrern in mathematischer und naturwissenschaftlicher Richtung. Professor Ulrich Grubenmann, der Vorgesetzte von Laura Hezner, arbeitete das Gutachten aus. Die Abteilungskonferenz nahm in ihrer Sitzung vom 21. Oktober 1909 von seiner Empfehlung zur Annahme des Gesuchs positiv Kenntnis. Der Konferenzvorstand sandte anderntags einen kurzen Bericht zusammen mit dem Gutachten an den Schulratspräsidenten. In der Sitzung vom 27. November 1909 beschloss der Schulrat wiederum diskussionslos:

„Frl. Dr. Laura Hezner, von München, wird gestattet, als Privatdozent an der XI. Abteilung [= Fachlehrer für Naturwissenschaften] der eidgenössischen polytechnischen Schule Vorlesungen über chemische Mineralogie und Petrographie anzukündigen und zu halten.“

Dieser Privatdozent war der erste seines oder vielmehr die erste ihres Geschlechts an der eidgenössischen Lehranstalt. Ohne Wenn und Aber, ohne fintenreiche Winkelzüge zur Verhinderung oder wenigstens Verzögerung hatten die Entscheidungsträger diese Neuheit eingeführt. Kein Vergleich zum peinlichen Hin- und Her bis zur Ernennung der ersten Assistentin vor ein paar Jahren. Hatten sich die Verantwortlichen seither etwa zu akademischen Feministen gemausert? Oder waren die Meinungsverschiedenheiten derart unbeherrscht ausgefallen, dass protokollarische Diskretion geboten schien?

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Laura Hezner und Marie Jerosch aus dem Bahnwaggonfenster schauend: „Ziegelbrücke (die Botaniker kommen)“, Bild Nr. 1 aus dem Fotoalbum „Exkursion 27.-31. Juli 1899 ins Tödi- und Segnes-Gebiet“ (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Hs_0401-0780-001)

Die am 15. September 1862 im bayrischen Apfelthal geborene Laura Hezner war das zweite von fünf Kindern einer Bahningenieursfamilie. Sie besuchte die Klosterschule in Sigmaringen, kam nach dem Tod der Mutter mit 12 Jahren in die Obhut einer Tante nach München, absolvierte hier die Töchterschule, die Kunstgewerbeschule und die Ausbildung zur Französischlehrerin. Im Selbststudium lernte sie antike Sprachen und vertiefte sich in philosophische Werke. Nach der Heirat ihrer älteren Schwester übernahm sie für den Vater und die drei jüngeren Geschwister die Haushaltführung, ohne ihre philosophischen Studien aufzugeben. Die Überlastung führte zu einer langjährigen Nervenkrise, die sie bei einer älteren Freundin auskurierte. In deren Umkreis lernte sie eine junge Studentin kennen, die sie zum Studium in Zürich anregte. Da sie sich während ihrer Krankheit mit Ethnologie beschäftigt hatte, wollte die inzwischen 36jährige 1898 zunächst an der Universität Ethnologie studieren. Sie wechselte jedoch rasch an die Abteilung für Fachlehrer naturwissenschaftlicher Richtung des Eidgenössischen Polytechnikums. Hier diplomierte sie 1901 mit Auszeichnung, promovierte 1903 beim Mineralogen und Petrographen Ulrich Grubenmann, Professor beider Hochschulen, und blieb danach weiterhin dessen wissenschaftliche Assistentin.

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Professor Ulrich Grubenmann, der Vorgesetzte von Laura Hezner (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Portr_05587)

Sie war ihm schlicht unentbehrlich geworden, wie der Schriftsteller und ehemalige Geologiestudent Arnold Kübler 1947 in seinem autobiographischen Roman „Öppi der Student“ darstellt. Es ist zu lesen „von ihren schönen Augen vom hellsten Blau. Zwiesands [= Grubenmanns] Augen waren ja auch bläulich, lagen aber hinter Gläsern und sahen trüb wie angehauchte Scheiben aus.“

Über Äusserlichkeiten hinaus umschreiben die verschiedenen Grade von Blauäugigkeit hier nicht die persönliche Naivität, sondern das wissenschaftliche Erkenntnisvermögen. Zwiesand/Grubenmann sah mit Hezners Augen: ohne Hezners klaren Durchblick keine schlüssigen Forschungsergebnisse bei Grubenmann. Einige Romanseiten später wird das verdeutlicht:

„In Zwiesands Büchern war das Fräulein Doktor jeweils lobend im Vorwort mit einer Zeile erwähnt. Er dankte ihr dort für die Gesteinszerlegungen, welche allemal einen Pfeiler der Bucherkenntnisse darstellten. Diese Zerlegungen erschienen aber im endgültigen Ordnungsbeschrieb als untergeordnete Dienste. Das viele Namenwesen erdrückte die bescheidenen Linien des Vorworts. Dabei merkte Öppi mit der Zeit, dass Zwiesands Einteilungen und Leistungen nicht ohne Fräulein Doktors hörende und ratende, geduldige Mitarbeit zustande kamen. Der Ruhm fiel aber dem Mann allein zu, weil er zuletzt das Wort führte. Die Verteilung des Ansehens war ungerecht.“

 

Schlussexkursion ins Windgällengebiet 1911

Arnold Kübler, Geologiestudent und später Schriftsteller, im Fensterrahmen. Ausschnitt aus „Schlussexkursion ins Windgällengebiet 1911“ (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Hs_0494b-0115-067-AL)

Doch Grubenmann war kein skrupelloser Profiteur. 1909 schien ihm offenbar die Gelegenheit günstig, für die geschätzte Mitarbeiterin nicht nur wie bisher magere Gehaltsaufbesserungen beim Schulrat zu erwirken, sondern sich ihr endlich auch mit einer längst verdienten akademischen Beförderung erkenntlich zu zeigen. Er war soeben zum Direktor (heute: Rektor) des Polytechnikums berufen worden. In der neuen Funktion hatte er mehr Möglichkeiten als bis anhin sich zu revanchieren, sollte der eine oder andere Kollege sich gegen Hezners Habilitation stellen wollen. Zeitpunkt und Inhalt des Gesuchs hatte er vermutlich mit seiner Mitarbeiterin abgesprochen. Überdies vermied er vorsorglich, das Geschäft mit der eigenen garstigen Handschrift zu gefährden. Stattdessen hatte er säuberliche drei Seiten mit der Empfehlung zur Annahme des Habilitationsgesuchs in die Maschine getippt oder tippen lassen. Die Ingenieure im Schulrat liessen sich aber wohl nicht zuletzt von folgendem Satz in Hezners Gesuch beeindrucken:

„Auch führte ich eine grosse Anzahl von Mineral- und Gesteinsanalysen aus, darunter die Serie des Simplontunnels.“

Das hiess, dass sich diese philosophierende Gesteinschemikerin nicht bloss in nebulöse Theorien verstieg, sondern brauchbare praktische Arbeit lieferte, war sie doch mit einer sicherheitstechnisch verantwortungsvollen Aufgabe für eines der wichtigsten schweizerisches Eisenbahnbauprojekt betraut gewesen – gewiss unter höherer Aufsicht, aber nichtsdestotrotz: Es sprach für ihr Können.

Hezners chemische Analysen kamen zudem nicht nur Grubenmann zu gute. Auch andere Forscher, Erdwissenschafter, Chemiker, Physiker, Physikochemiker, bauten auf ihren Untersuchungsergebnissen auf. Sie leistete die mühselige, langwierige Grundlagenarbeit im Labor, welche die theoretisierenden Kollegen ihr wohl nur zu gerne überliessen. Nicht von ungefähr rühmten verschiedene Zeitgenossen ihre Gründlichkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Hingabe, Tüchtigkeit, Geduld, aber auch ihre Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft und Uneigennützigkeit. Grubenmann lobte die am 10. Oktober 1916 an den Folgen eines Augenhöhlentumors Verstorbene im Nachruf als „vorbildliche stille Forscherin“, die

„in den mannigfachen und oft so verwickelten Erscheinungen der Gesteinsmetamorphose ein ihr in tiefster Seele zusagendes, erfolgreiches Arbeitsgebiet fand. […] Jetzt war ein Arbeitsfeld gefunden, ein Forschungsgebiet erobert, das sie mit tiefinniger Befriedigung erfüllte, auf welchem zu arbeiten und zu lehren ihr geistiges Lebensglück ausmachte.“

Kübler meinte in seinem Roman knapp und vielsagend: „Sie diente der Sache der Wissenschaft und sie kannte die Wissenschafter“.

Die Fachkollegen sahen in Hezner also keine bedrohliche Konkurrentin, sondern die willkommene Ratgeberin, nicht karriereorientiert, sondern ausschliesslich inhaltlich interessiert. Als Lehrerin mit „pädagogischem Takt“ – so Grubenmann in seinem Gutachten zum Habilitationsgesuch – war sie sowohl für gestandene Forscher wie für Studierende eine mütterliche Instanz. Paul Niggli, zur Zeit Hezners Geologiestudent und späterer Nachfolger von Grubenmann auf dessen Professur, erinnerte sich:

„Niemals spottete sie über die ersten fehlerhaften Versuche, sie half die Quellen des Missgeschicks aufzufinden, die Fehler zu beseitigen. Nie suchte sie durch leicht hingeworfene Bemerkungen zu blenden. Wo sie selbst der Deutung nicht ganz sicher sein konnte, bekannte sie das unumwunden und übte so unaufdringlich eine gerade bei dieser Arbeit so ausserordentlich nötige erzieherische Wirkung zur Wahrhaftigkeit“.

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Marie Jerosch (später Brockmann-Jerosch), Studienkollegin von Laura Hezner, 14. August 1901 (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Portr_13847)

Leicht anders als durch die männliche Brille, wenn auch nicht widersprechend, nahm die Geologin und Botanikerin Marie Jerosch ihre Studienkollegin wahr:

„Ihr energisches Wesen, das sie noch mit 36 Jahren sich auf die Schulbank setzen und ein ihr neues Wissensgebiet betreten liess, ihr scharfer Verstand und vor allem ihr überlegenes Fühlen und Verstehen, ihre tiefe einer kritisch-ironischen Note nicht entbehrende Lebensweisheit band mich trotz des Alterunterschieds innig an sie und lässt sie mir als die bedeutendste Frau erscheinen, der ich je begegnet bin.“

Die Habilitation von Hezner war anscheinend eine persönliche Auszeichnung für diese wissende, weise Mutter, die für menschliche Wärme in der ansonsten kultivierten Ruppigkeit des Männerumfelds sorgte. „Die Krönung“ nannte Grubenmann die Habilitation. Somit wäre vielleicht ein weiterer akademischer Aufstieg nicht möglich gewesen, hätte Hezner länger gelebt. Den blossen Titel eines Professors, den sonst jeder damalige „Hülfslehrer“ oft gleich bei der Anstellung zur Stärkung der Amtsautorität gegenüber den Studierenden erhielt, wäre ihr womöglich vorenthalten worden, denn sie war auch ohne eine geachtete Persönlichkeit. Eine ausserordentliche oder gar ordentliche Professur? Undenkbar damals, das denn doch nicht, bei aller Wertschätzung und Sympathie.

 

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Rückseite des Fotoalbums „Exkursion 27.-31. Juli 1899“, Schrift von Albert Heim (ETH-Bibliothek, Hochschularchiv ETHZ, Hs 401:780)

Wie sah die erste und mehr als vierzig Jahre lang einzige Privatdozentin der ETH aus? Bilder von Laura Hezner sind genauso selten wie handschriftliche Dokumente. In ihrer Studienzeit nahm sie jeweils an den Exkursionen der Abteilung für Naturwissenschaften teil. Im Nachlass von Albert Heim, Geologieprofessor beider Hochschulen, hat sich ein Leporello mit 32 briefmarkenkleinen Fotos der Exkursion vom 27. – 31. Juli 1899 ins Tödi- und Segnes-Gebiet erhalten. Auf der Rückseite des Zickzackalbums notierte Heim die die „Theilnehmer“. Laura Hezner ist als zweite in der ersten Kolonne erwähnt, als erster in der zweiten Kolonne figuriert ein „Ad. Hezner Beamter“, der jüngere Bruder.

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Laura Hezner links vorne. „Nach Tierfehd“, Bild Nr. 4 aus dem Fotoalbum „Exkursion 27.-31. Juli 1899 ins Tödi- und Segnes-Gebiet“ (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Hs_0401-0780-004)

Beim Betrachten der Bildchen sind unterhalb des vierten Fotos auf dem Albumkarton die winzigen Tinteninitialen „L.H.“ zu entdecken, Laura Hezner. Sie stochert im Vordergrund am langen Wanderstab zusammen mit anderen Stabwanderern durch das Glarner Gestein, den berühmten blauen Blick im schützenden Schatten des Strohhutes: Es war sonnig und heiss gewesen laut Albert Heims Notiz auf der Albumrückseite: „alles bei Glanzwetter“. Anhand der Hutform ist sie auch auf dem ersten Bild im Fenster des Bahnwaggons zu identifizieren, sie lacht, neben ihr Marie Jerosch mit Taschentuch in der Hand, bereit zum Abschiedwinken. Im Album stehen oberhalb des Fotos auf dem Karton die Buchstaben „H.“ und „J.“ Dann zwei Frauen in Rückenansicht, die grössere links anhand der wuchtigen Blusenärmel als Laura Hezner zu erkennen, rechts mit flatterndem Nackenschutz am Hut Marie Jerosch aufgrund des Vergleichs von Kleidung und Gestalt auf den übrigen Bildern.

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Laura Hezner und Marie Jerosch auf dem Weg „Nach Flims“, Bild Nr. 21 aus  dem Fotoalbum „Exkursion 27.-31. Juli 1899 ins Tödi- und Segnes-Gebiet“ (ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Hs_0401-0780-021)

Hinweise und Literatur

– Im Hochschularchiv ETHZ an der ETH-Bibliothek befinden sich die Unterlagen zu Laura Hezners Studienzeit, Assistenz, Habilitation und Lehrtätigkeit. Ebenso der Nachlass Albert Heim, der das Fotoalbum der Exkursion 27.-31. Juli 1899 enthält.

– Publikationen von Laura Hezner sind im Wissensportal der ETH-Bibliothek auffindbar.

– Brockmann-Jerosch, Marie: Rückblick, in: Das Frauenstudium an den Schweizer Hochschulen, hg. Vom Schweizerischen Verband der Akademikerinnen, Zürich/Leipzig/Stuttgart, 1928, S. 74-79.

– Grubenmann Ulrich: Laura Hezner (1862-1916), in: NZZ Nr. 1734, 31. Oktober 1916.

– Kübler, Arnold: Öppi der Student, Zürich 1947.

– Port, Frieda: Dr. Laura Hezner. Privatdozentin an der eidgenössischen Technischen Hochschule zu Zürich. Ein Gedenkwort, in: Die Frau. Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit. Hgg. Helene Lange und Gertrud Bäumer, Berlin, 24. Jg. 1916-1917, S. 352-357. Darin das Zitat von Paul Niggli.

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21.11.2014

Vegetation und Landwirtschaft in der Schweiz 1927

Filed under: *Bestände,Agrar- und Forstwissenschaften,Geographie und Karten,KARTEN — Markus Appenzeller @ 7:00

Vegetation_Schweiz

Der Titel der Vegetations- und Wirtschaftskarte der Schweiz von 1927 ist irreführend. Die Karte behandelt nebst der Vegetation nur die Landwirtschaft. In der Zwischenkriegszeit waren in der Schweiz im Primärsektor, zu dem die Landwirtschaft gehört, noch ca. 25 % aller Erwerbstätigen beschäftigt, heute sind es weniger als 4 %.

Aus der Karte können wir die Vegetationsstufen herauslesen (Baumgrenzen, Buchengrenzen, Föhrengrenzen), die Rückschlüsse auf das Klima erlauben.

Interessant sind die roten Texteinträge, die sich auf die Landwirtschaft beziehen. So erfahren wir beispielsweise, dass im Linth Gebiet zwischen Zürich- und Walensee und im Rheintal intensiv Mais angebaut wurde. Mais diente damals als Ersatz für den Weizen, der in der Linthebene wegen der feuchten Witterung schlecht gedeiht. Meine Grosseltern, die bis in die sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der Linthebene noch als Bauern tätig waren, nannten den Mais „Türgge“ aus dem „Türggeribel“ gemacht wurde. Der Mais, ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, wurde im 16. Jahrhundert nach Südeuropa eingeführt und gelangte auf Umwegen über die heutige Türkei zu uns. Interessant in diesem Zusammenhang sind die Internetseiten des Vereins Kulinarisches Erbe der Schweiz sowie des Vereins Linthmais.

Im Tessin wurden in den untersten Höhenstufen noch Oliven angebaut. Diese Kulturen sind heute wahrscheinlich verschwunden, ich kenne jedenfalls kein Tessiner Olivenöl. Ebenfalls im Tessin wurde Weinbau an Stützbäumen betrieben, eine Anbauform, die heute kaum mehr zu sehen ist.

Die Edelkastanie hatte auch nördlich der Alpen (Vierwaldstättersee, Walensee und Seeztal) eine gewisse Bedeutung .

Der Autor der Karte war Heinrich Brockmann-Jerosch, der an der ETH studierte und auch zum Thema Volkskunde publizierte. Sein Nachlass befindet sich im Hochschularchiv der ETH.

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14.11.2014

Bilderrätsel

Filed under: BILDARCHIV,Geographie und Karten — Tags: , — Roland Lüthi @ 7:00

Unser “Japan-Jahr” neigt sich allmählich dem Ende zu und was noch fehlt, ist ein japanisches Bilderrätsel. Hier ist es: Die folgenden Stadtansichten einer Hafenstadt am Meer stammen aus einem Album mit weiteren Fotos aus Japan, die mit „ca. 1890“ datiert sind. Einige Bilder sind rechts unten mit Nummern beschriftet, aber leider findet sich kein entsprechendes Inhaltsverzeichnis. Das Rätsel lautet deshalb: Wie heisst diese japanische Stadt? Es könnte sich auch um verschiedene Städte handeln. Für Vorschläge nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion.

Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Stadt in Japan

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Übrigens immer noch ungelöst sind die Bilderrätsel vom 14.3.2014 und vom 28.6.2013.

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07.11.2014

Das Auge isst mit!

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Abraham Bosse (1604-1676), Der Geschmacksinn, Blatt 4 der Folge “Die fünf Sinne”, Radierung, um 1638

An einem vornehm gedeckten Tisch lässt sich ein elegantes Paar eine Artischocke wohl schmecken. Das hier gezeigte, noble Gemüse, dem im 17. Jh. aphrodisische Wirkungen zugeschrieben wurden, schaffte es unter Catharina de Medici auf den Speiseplan des französischen Hofes. Damit die exotische, aussergewöhnliche Speise nicht auskühlt, steht in der Mitte des Tisches ein sehr ausgefallenes Accessoire: ein Rechaud. Und weil man Artischocken mit den Fingern isst, ist die Benutzung der Serviette unverzichtbar für die Eleganz der Tafelszene. Im 17. Jahrhundert setzt sich das individuelle Gedeck – Teller, Gabel. Messer – durch. Sogar das Hündchen frisst aus einem eigenen Teller; Essensreste auf den Boden fallen zu lassen, wäre hier nicht comme il faut. „Was für die Wissenschaft die Erfindung der Buchdruckerkunst und für die Kriegskunst die des Schiesspulvers, das ist für die Esskunst die Erfindung der Gabeln und Servietten.“ (Antonius Anthus, Vorlesungen über die Esskunst. 1838).

Der Geschmacksinn von Abraham Bosse ist eine von fünf herausragenden Radierungen, die der berühmte, französische Künstler Abraham Bosse (Tours um 1604 – Paris 1676) zum Thema der Fünf Sinne schuf. Um 1638 entstanden, greift der Künstler in der Serie ein seit der Antike beliebtes, ikonographisches Thema auf. In der Regel wählten Künstler für die Darstellung der fünf Sinne mythologische oder allegorische Szenen. Bosse bricht mit dieser Tradition und zeigt statt dessen Szenen aus dem höfischen Alltag.

Das Blatt ist noch bis 15. Jänner 2014 im Rahmen der von Eva Korazija kuratierten Ausstellung „Das Auge isst mit. Vom Essen und Trinken und allem Drumherum“ in der Graphischen Sammlung ETH Zürich zu bewundern.

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31.10.2014

Drei Bienen für Barberini: Zur ältesten eingebundenen Abbildung, welche mit Hilfe eines Mikroskops angefertigt wurde.

Die Beobachtung von Insekten gehört mit zu den Ursprüngen der Mikroskopie, deren ursprüngliches Prinzip (Vergrösserung durch gefüllte Glasschalen) bereits von den Römern beschrieben wurde und Ende des 16. Jahrhunderts mit den ersten zusammengesetzten Lichtmikroskopen einen Schub in wissenschaftlichen Kreisen erfuhr.
Wenn auch etwas umstritten zu sein scheint wer nun der eigentliche Erfinder der ersten zusammengesetzten Lichtmikroskope sei (Zacharias Janssen, Hans Lipperhey oder gar Galileo Galilei), so ist doch relativ unbestritten, welches denn der erste in einem Buch veröffentlichte Druck eines naturwissenschaftlichen Objekts sei, welches durch ein Mikroskop beobachtet und danach illustriert worden war: Es sind dies drei Bienen, gezeichnet von Francesco Stelluti und gestochen von Mathhäus Greuther aus dem Jahre 1630.

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Abb.: Descrizzione [dell' ape] 

Das Spezielle an dieser Abbildung – nebst dem fortschrittlichen, hohen Detailgrad der Abbildung, welche durch die Beobachtungen durch das Mikroskop gemacht werden konnten – ist das Werk, in welches die Bienen eingebunden wurden. Es handelt sich hierbei um das Werk Persio : tradotto in verso sciolto e dichiarato, welches die Sechs Satiren des römischen Dichters Aulus Persius Flaccus in Latein und in italienischer Sprache (von Stelluti kommentiert) enthält. Wie gelangten nun aber Bienen als erstes mit mikroskopischer Hilfe angefertigtes Motiv in ein Werk, welches auf den ersten Blick nichts mit Naturwissenschaften zu tun hat?

Francesco Stelluti (1577-1653), italienischer Universalgelehrter mit Schwerpunkten in Mathematik, Optik und Literatur, widmete dieses Werk dem Kardinalnepoten und Neffen Papst Urbans VIII. (1623-1644), Kardinal Francesco Barberini mit der Absicht, diesen für die 1603 gegründete Accademia dei Lincei als Mitglied und Gönner zu gewinnen. Die Accademia, welche Stelluti zusammen mit Federico Cesi gegründet hat und zu deren Mitglieder auch Galilei zählte, gilt als erste bedeutende private Institution zur Förderung der Naturwissenschaften in Europa. Von Galilei stammte vermutlich auch das Mikroskop, durch welches Stelluti seine Beobachtungen vorgenommen hatte.

Die Bienen als Motiv hängen ebenfalls mit dem Geschlecht der Barberini zusammen: Ursprünglich fanden sich im Familienwappen der Barberini (ehem. Tafani da Barberino) drei Pferdefliegen (ital. tafani = Pferdefliege, Bremse), mit der Wahl Maffeo Barberini zum Papst Urban VIII. wurden diese durch die edleren Bienen ersetzt.

Und da in Persius erster Satire der antike Ort Eretum Erwähnung findet, welche als Vorgängerin der Stadt Monterotondo gilt und 1626 in den Besitz der Familie Barberini wechselte, ergibt sich endlich die komplette Verbindung zwischen Motiv, Druck und Werk.

 

Literatur:

– Dieter Gerlach: Geschichte der Mikroskopie. Frankfurt am Main: Harri Deutsch, 2009

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24.10.2014

Eine Ausstellung des Max Frisch-Archivs Zürich: »Ich probiere Geschichten an wie Kleider!« 50 Jahre »Gantenbein« von Max Frisch  

Filed under: Linguistik, Literatur,MAX FRISCH-ARCHIV — Margit Unser @ 7:00

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Max Frisch in Rom, 1964, © Pia Zanetti, Zürich

Leicht ist ihm das Schreiben nicht gefallen. Während der vierjährigen Schaffensphase bekennt Max Frisch wiederholt gegenüber Freunden und Vertrauten, dass es mit dem Roman nur langsam vorangehe, weil dieser einem Sandhaufen ähnle, der kein Turm zu werden vermag. Dennoch lasse ihn die »irre Spielerei» nicht los. Bereits Ende 1959 verfügt er über eine erste handschriftliche Ideensammlung, die er mit »Der Blindgänger« betitelt. Ein Jahr später veröffentlicht er in der Weltwoche den Text »Unsere Gier nach Geschichten«, der zu einem programmatischen Entwurf für den neuen Roman wird. Nicht die Biografie eines Helden steht im Zentrum des Textes, sondern die Vielfalt an Entwürfen zu einem Ich. Der Ich-Erzähler hat die Möglichkeit, Geschichten wie Kleider anzuprobieren und zu einer Spielfigur, zu Variationen von Existenzmöglichkeiten zu werden.

Eine erste Fassung des Romans, die Frisch im Mai 1963 beendet, trägt den Namen »Lila oder Ich bin blind«. Auch Ingeborg Bachmann, mit der Frisch von 1958 bis 1962 zusammenlebt, liest das Manuskript. Auf Grund ihrer Eindrücke überarbeitet Frisch das Manuskript noch mehrere Male. Seinem Schriftstellerkollegen Martin Walser gegenüber bekennt er die Sorge, „dass Lila-Gantenbein gleichgesetzt werde mit Bachmann-Frisch. Das wäre schrecklich. Ich musste auf vieles, Erfundenes, deswegen verzichten.“ Als er im März 1964 die vorerst letzte Fassung an seinen Verleger schickt, entscheidet er sich für den Titel »Mein Name sei Gantenbein«.

Mit Bangen sieht Frisch ersten Reaktionen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis entgegen. Er befürchtet, dass das Buch wegen „der lustig getarnten Trostlosigkeit“ ein Misserfolg werden könnte. Entgegen dieser Erwartung löst der Roman nach seinem Erscheinen eine grosse Resonanz bei den Lesern aus. So steht er von Oktober 1964 bis Februar 1965 auf Platz 1 der Bestseller-Liste der Zeitung Die Zeit. Bereits wenige Monate nach der Erstausgabe wird die Auflage von 100’000 überschritten. In der zeitgenössischen Literaturkritik hingegen findet das Buch vielfach skeptische bis ablehnende Aufnahme.

 

Ort der Ausstellung:

Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek

Rämistrasse 101

8092 Zürich

Laufzeit der Ausstellung:

22. September 2014 – 30. Januar 2015

Montag – Freitag, 10:00 – 17:00

Eintritt frei

Ansprechpartner:

Dr. Margit Unser

Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek

Mail: unser@libary.ethz.ch

Telefon 044 632 40 35

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17.10.2014

Immanuel Friedländer auf Mt. Fuji

Filed under: BILDARCHIV,Geologie — Tags: , — Roland Lüthi @ 7:00

Unter der bedeutenden Fotosammlung des Vulkanologen Immanuel Friedländer befinden sich auch rund 700 Bilder zu japanischen Vulkanen. Deren ungefähre Anzahl wird von Friedländer auf 165 geschätzt (Über einige japanische Vulkane, S. 47). Davon besuchte der Forscher während seines halbjährigen Aufenthaltes im Jahr 1909 etwa einen Zehntel, darunter auch den wohl bekanntesten, Mt. Fuji. Dieser ist mit 3776 Metern der höchste und wohl bekannteste Berg Japans. Seit 2013 ist er Teil des Weltkulturerbes.

Bombe am Ost-Abhang des Fuji Kraters

 Immanuel Friedländer mit vulkanischer Bombe am Ost-Abhang des Fuji Kraters, 1909 (Ans_05420-122-AL-FL)

Rand des Fuji Kraters

Rand des Fuji Kraters (Ans_05420-113-AL-FL)

Fuji Krater

Fuji Krater (Ans_05420-118-AL-FL)

Literatur: Immanuel Friedländer: Über einige japanische Vulkane (Tokio, 1909)

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