Saturday, April 18th, 2009

Steinschmätzer, nicht mehr

Hätte gedacht, dass der Wetterwechsel mehr Durchzügler niederdrücken würde. War wohl nichts. Habe heute morgen die extended version der Local Patch-Runde gemacht: Vom Schloss Hegi her kommend am Baggerweiher vorbei (Sperber-M, schön sitzend), über das Feld an der Hecke vorbei, Bauernhof, hinten runter am Flugplatz vorbei zurück über Brücke.

Auf einem Acker sassen drei Steinschmätzer-Männchen, in der Hecke nur die üblichen Verdächtigen und dazu drei überfliegende Hänflinge. That’s it. Mager.

Sunday, April 12th, 2009

Kuwait April 2009

Freitag, 3.4.

Ankunft Kuwait City nach 19 Uhr, durchs Flugzeugfenster sehen wir, Niklaus Troxler und ich, mit Erstaunen, dass das Wetter nach Mitteleuropa ausschaut: Wolken, Regen. Vor dem Visumsschalter stehen viele Leute, die auf ihr Visum warten, mit der Nummer 818 warten wir fast 2 Stunden bis wir an die Reihe kommen, die Formalitäten dauern 5 Minuten. Aber wenn nur einer arbeitet. Nach der Passkontrolle Koffer suchen, Auto holen. Einen fetten Ford Explorer, ein Säufer, der 20 Liter pro 100 Kilometer braucht. Im Regen Fahrt ins nächtliche Kuwait City. Eine weitere Stunde verlieren wir auf der Irrfahrt durch Kuwait City, bis wir das Ibis Hotel finden. Nach Mitternacht ins Bett.

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Saturday, March 21st, 2009

Bluethroats on ice

OK, wenn ich im Feld rumlatsche, ist Bise. Das ist Naturgesetz. Weil ich DEN Wind nicht ausstehen kann. Weil ich nicht gerne rumfriere. Ich bin ein Birder auf der Sonnenseite. Warum sollte es am 21.3., just Frühlingsanfang, anders sein? Natürlich nicht. Ist 5 Grad minus am Morgen, als ich auf den Bahnhof fahre. Es ist vielleicht drei Grad minus, wie ich in Uznach aus dem Zug steige. Zum Glück ist das den Blaukehlchen wurst. Und anderen Vogelbeobachtern auch. Sie marschieren zahlreicher auf als vermutet. Das erste Blaukehlchen wuselt am Bächlein umher, unter der Baumhecke. Das zweite lässt sich vom Turm aus beobachten, schön freisitzend, auf die Eisschicht hinaushüpfend, die die grosse Lagune bedeckt. Seltsamer Anblick. Und das dritte Blaukehlchen lässt sich am Betonplattenkanal sehen, der vom Besucherzentrum wegfliesst.

Blaukehlchen am Betonkanal

Blaukehlchen am Betonkanal

Anderes war wenig, 18 Kiebitze, 2 Kampfläufer, 15 Brachvögel, 2 Knäkenten auf dem Ententeich. Löffelenten. Alles ein wenig unterkühlt. Zeit, dass sich der Winter verzieht.

Sunday, March 15th, 2009

Great Crested Grebe

14.3., kühler Märzmorgen, die Sonner nur zaghaft hinter dichten Schleierwolken. Habe eben eine Runde übers Feld, entlag des NSGs abgeschlossen auf dem Weg zum Grabi, da kommt noch unverhofft Art Nummer 97 für meinen Local Patch: ein Haubentaucher auf dem Kiesweiher. Das ist überraschend. Normalerweise tummeln sich auf dem Tümpel Stockenten – sonst nichts. Heute hat sich zudem ein Kormoran auf dem Floss niedergelassen. Überfliegend habe ich die Art abgehakt.

Im NSG übrigens ein Pärchen Schwarzkehlchen - auch erst meine persönliche Zweitbeobachtung und erste Frühlingsbeobachtung im Gebiet. Leider etwas scheu, hätte gern mein neues Tele getestet. Doch das Weibchen fliegt schon auf 60 Meter auf und davon, das Männchen verschwindet und kommt nicht mehr zum Vorschein.

Nicht ganz freiwillig eingefangener Abflug

Nicht ganz freiwillig eingefangener Abflug

Monday, March 2nd, 2009

Raufussbussard

Der seit Tagen stationäre Raufussbussard in der Krümmi hat sich noch mir präsentiert, am Sonntag, 1.3.2009. Kalt wars. Kälter als erwartet, meine Läufe ohne Befiederung haben gelitten. Doch das Warten hat sich gelohnt. Nach einer Stunde regungslosem Ansitz in einer Birke wechselt der Vogel auf ein Holundergebüsch. Putzt sich. Zeigt schön den weissen Bürzel und Basalteil des Schwanzes, interessante Musterung der Oberschwanzdecken. Dann beginnt er zu jagen. Mustert aufmerksam die Umgebung und sticht schliesslich herunter, frisst etwas und setzt sich zuunterst in eine Weide.

Raufusssbussard, Krümmi (Bild: P. Donini, chclub300)

Dieser Raufuss war meine persönliche Erstbeobachtung in der Schweiz. Andere Beobachtungen aus Mitteleuropa: Februar 1987im Rheindelta in Vorarlberg und 1985 1 in Donau-Eschingen (mein allererster). Mein letzter bisher: Oktober 2004, Norfolk, UK.

Zur Auflockerung dazwischen: ein Raubwürger, eine männliche Kornweihe, die über die Felder gaukelt. Ein wunderschöner Greif, jedes Mal aufs Neue begeisternd.

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