Ostern einmal anders
Für einmal durfte ich diese Ostern keine Eier suchen und auch nicht nach Sedrun fahren. Trotzdem habe ich aber ein paar interessante Sachen erlebt. Adrienne, eine amerikanische Austauschstudentin mit der ich viel unternehme, und ich haben beschlossen, ein Wochenende Ferien in Paris zu machen. Das hört sich ein bisschen komisch an, aber ich muss dazu sagen, dass wenn man so in Paris wohnt, man immer aktiv sein muss um irgendwas zu erleben und bei so vielen Möglichkeiten es manchmal schwer ist sich zu entscheiden. Nun haben wir zwei also beschlossen, “den Ostersamstag”, gibt’s zwar nicht, aber egal, ihr wisst was ich meine, in der arabischen Welt von Paris zu verbringen. Am Nachmittag besuchten wir das Museum des Institut du Monde Arabe, was sehr interessant war. Was mir persönlich aber am besten gefallen hat, ist das Gebäude selber. Die zur Sonne zugewandte Seite des modernen Gebäudes ist mit einer Fenster-Konstruktion versehen, die je nach Jahreszeit mehr oder weniger geöffnet ist und so die im Innern ausgestellten Schätze vor direktem Sonnenlicht schützt. Das liess mein Maschinenbauerherz natürlich höher schlagen! Nach dem Rundgang im Museum haben wir uns noch einen Thé à la menthe und ein feines lybisches Gebäck im Panorama-Restaurant auf dem Dach gegönnt. Die Aussicht war irrsinnig und die Stimmung imposant. Das Sacre-Coeur war kurz von der Sonne welche doch noch einen Weg durch die Wolken gefunden hat erleuchtet. Leider war ich vor lauter Staunen zu langsam mit dem Zücken meines Fotoapparates. Darum müsst ihr euch mit der coolen Konstruktion der Fenster und Adrienne und mir begnügen.
Anschliessend wollten wir es uns im Hammam gut gehen lassen. Mit der Vorstellung eines gemütlichen und ruhigen Hammambesuches lagen unsere Vorstellungen jedoch jenseits der Realität. Wer erwartet was anderes als ein pumpsvolles Hammam an einem Samstagabend bei strömendem Regen! Anfangs ein bisschen angeekelt von den vielen nackten Frauen, konnten wir uns aber im hintersten und heissesten Raum doch noch ein bisschen entspannen und mit der Zeit mässigte sich auch die Besucheranzahl. Leider war dieser Hammambesuch aber weit entfernt von einem im Zürcher Niederdörfli. Da lohnt sich der doppelte Eintrittspreis in Zürich allemal. Kurz: Das war wohl unser letzter Hammambesuch in Paris!
Der Ostersonntag verbrachten wir ganz christlich und besuchten die Messe im Notre Dame. Wenn ich ehrlich bin, habe eigentlich nicht viel verstanden, habe auch nicht so richtig zugehört, sondern mehr einfach die Atmosphäre in dieser riesigen Kirche genossen. Ich weiss jetzt auch, warum ich nicht katholisch bin. War aber in schönes Erlebnis, so an einem Ostersonntag. Anschliessend spazierten wir ein bisschen im Viertel von St. Germain und mussten uns anschliessend mit einer heissen Schoggi im Café de Flores, eines der ältesten Cafés in Paris, wieder aufwärmen (Danke an Ommi).
Nicht nur das Osterwochenende ging multikulti zu und her, sondern schon die Tage davor: Am Donnerstag ein Besuch im Museum d’Orsay, Französisches Znacht (Moules) und anschliessender Besuch des Rex Club (Super Electrosound). Freitag: Nach einem Apéro in einer Tapasbar, Chinesisches Essen, Konzertbesuch mit schwer zu beschreibender Musikrichtung (Jazz,Ska??), nachdem Konzert legte ein DJ Reggea und Ragga auf. Meiner Meinung nach zu wenig Ragga, darum wechselten wir nach zwei Stunden in den benachbarten Elektroclub “Flèche d’Or” (Steffi und Küse, der Club würde euch gefallen)
So, das wär so das neueste meinerseits. Ansonsten bin ich fleissig am Motor simulieren und programmieren. Und mich mit den französischen Beweisen am abkämpfen!
Ich konnte es doch nicht lassen, keine Eier zu färben, hier mein Werk:
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