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Weitere zwei Wochen in Paris

Eigentlich wollte ich euch ein paar Fotos von meinem riesigen Zimmer zeigen, aber irgendwie hat das Speichern nicht geklappt und jetzt sind sie weg. Nun müsst ihr euch noch ein wenig gedulden!
Dafür erzähle ich euch etwas über meine Schule: Mir gerade mal 400 Schlülern, läuft hier alles ein bisschen anders als an der ETH. Man kann zum Beispiel einfach an alle Schüler Mails schreiben, deshalb wird man auch immer schön vollgespamt. Jeder hat ein kleines Kästchen in der Schule, sozusagen einen Briefkasten, indem man zum Beispiel auch die Skripte vor den Vorlesungen ausgeteilt bekommt. Bei so wenigen Schülern, ist das ja kein Problem. Der Hausmeister, oder besser das Mädchen für alle Studentenbelange, teilt diese aus und wenn man keines bekommen hat, geht er schnell in den “Skriptraum”, wo alle bis zur Decke hoch gelagert werden. Fand ich irgendwie amüsant.
Das Wort Vorlesung passt bei höchstens 30 Schüler (ich habe ja nur Wahlfächer) nicht so ganz, in Traitement du signal sind wir sogar nur zwölf. Meine beiden Fächer (Traitement numérique du signal und Optimisation) unterscheiden sich schon im Skriptstil. Bei Optimisation siehts ähnlich wie bei uns aus, übersichtliches Latex-Skript mit Übungen im Anhang und der Vorlesungsverlauf folgt dem Skript. Anders ist dies jedoch bei TndS, das Skript ist ein Gemisch aus Skript-Kopien, Handgeschriebenem und Zeitungsartikeln, französisch und englisch gemischt, alles nicht so ganz gerade kopiert, ein Verzeichnis fehlt und die Seitenzahlen wurden vor dem Kopieren von Hand eingezeichnet. Dementsprechend unstrukturiert ist auch die Vorlesung, der Prof erzählt mal was darüber, dann wieder was anderes und so weiter. Was er an der Prüfung in 2 Wochen bringt, weiss es selber noch nicht. Alles sehr intressant!
Ausserdem muss ich zweimal in der Woche zwei Stunden in den cours de français langue étrangère. Die Lehrerin ist didaktisch äusserst kompetent (lässt die Leute selten ausreden, macht sich über unsere Fehler lustig…), trotzdem sind die Stunden immer wieder amüsant. Wir sind ein Haufen zusammengewürfelter Ausländer: Russen, Chinesen, Schweden, Südamerikaner, Amerikaner, Inder, Simeon (Deutscher, der mit mir an der ETH studiert) und ich.
Ansonsten bin unter der Woche fleissig am arbeiten und am Wochenende spaziere ich durch Paris. Heute war ich mit Caroline, sie schreibt ihre Diplomarbeit am gleichen Institut wie ich, im Musée Picasso. War sehr intressant, leider nicht so persönlich wie das in Luzern, aber wir sahen einen spannenden Film über Picasso selber und seine Verschiedenen künstlerischen Gaben.
Ich freu mich schon riesig aufs nächste Wochenende, wenn ich für ein paar Tage in die Schweiz komme. Bis dann!

Posted by on March 2nd, 2008 at 16:51 | Comments & Trackbacks (0)




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